Friedhofsgebühren Siegen 2026 – aktuelle Satzung & Kosten

Universitätsstadt Siegen · Nordrhein-Westfalen · PLZ 57072

Amtliche Friedhofsgebühren im Überblick

Tarifstand: 2011
Auszug der wichtigsten Gebührentatbestände gemäß Friedhofsgebührensatzung (Stand: 2011 (Friedhofsgebührensatzung 67.011, 11. Änderungssatzung, Ratsbeschluss 09.02.2011, Bekanntmachung 19.02.2011)). Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtliche Originalsatzung der Friedhofsverwaltung.
Sargreihengrab
Einmalbetrag laut Satzung
1.625,00 €
für 30 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 3.2 Friedhofsgebührensatzung (Ordnungsziffer 67.011)
Sargwahlgrab
Einmalbetrag laut Satzung
2.153,00 €
für 30 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 3.6 Friedhofsgebührensatzung (67.011) – Wahlgrab je Einzelstelle an Nebenwegen (günstigste Einzelstelle; Hauptwege Ziff. 3.5: 2.479,00 EUR)
Urnenreihengrab
Einmalbetrag laut Satzung
977,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 3.3 Friedhofsgebührensatzung (67.011)
Urnenwahlgrab (4 Urnen)
Einmalbetrag laut Satzung 4 Urnen
1.147,00 €
Mehrstelliges Grab für 4 Urnen, 20 J. Ruhezeit
💡 Umgerechnet: 287 € pro Urne
🧮 Satzungspreis 1.147 € für 4 Urnen (= Ø 287 € je Urne)
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 3.8 Friedhofsgebührensatzung (67.011) – Pauschalpreis für das gesamte Urnenwahlgrab (bis zu 4 Urnen); kein 1-Urnen-Wahlgrab-Tarif in der Satzung vorhanden
Urnengrab anonym
Einmalbetrag laut Satzung
1.021,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 3.12 Friedhofsgebührensatzung (67.011) – Anonyme Begräbnisplätze (Friedhof Lindenberg)
Baumbestattung
Einmalbetrag laut Satzung
797,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 3.1 Friedhofswald-Gebührensatzung (67.013) – Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 1 (Einzel-Begräbnisplatz für 1 Urne, kein Familienbaum)
Beisetzung / Aushub
Einmalbetrag laut Satzung
818,00 €
Einmalgebühr je Beisetzung (1 Person)
🧮 Sarg: 818 € · Urne: 245 €
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 2.2 und 2.3 Friedhofsgebührensatzung (67.011)
Trauerhalle / Kapelle
Einmalbetrag laut Satzung
300,00 €
Einmalgebühr je Nutzung
📄 § 4 Gebührentarif Ziff. 5.1 Friedhofsgebührensatzung (67.011)

🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext

⚖️ 1. Friedhofs- & Gebührensatzung Stand: 2011 (Friedhofsgebührensatzung 67.011, 11. Änderungssatzung, Ratsbeschluss 09.02.2011, Bekanntmachung 19.02.2011) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Hinweis: Die Gemeinde stellt Satzung und Gebührenordnung als ein gemeinsames Dokument bereit. Beide sind unten vereint abgedruckt.

​‌​‌​​‌‌​‌​​​‌‌‌​‌​​‌‌​‌​​‌​‌‌​‌​​‌‌​​​​​​‌‌​‌​‌​​‌‌‌​​‌​​‌‌​‌‌‌​​‌‌​​​​​​‌‌​​​​​​‌‌​‌​​​​‌‌​​​​ Friedhofsgebührensatzung der Stadt Siegen (Ordnungsziffer 67.011), konsolidierte Fassung mit 11. Änderungssatzung, Stand 2011

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.011        Friedhofsgebührensatzung                                            Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung der Friedhöfe  im Stadtgebiet von Siegen   ‐ Friedhofsgebührensatzung ‐  Ordnungsziffer  Zuständigkeit  Ratsbeschluss vom  67.011  Abteilung 4/6  Grünflächen  09.02.2011        Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.011        Friedhofsgebührensatzung  Aufgrund § 4 des Bestattungsgesetzes für das Land Nordrhein‐Westfalen (BestG NRW) vom 17.06.2003 (GV.  NRW S. 313)  i.V.m. §§ 7 und 8 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein‐Westfalen (GO NRW) in der Fas‐ sung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV. NRW S. 666, zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes  vom 17.12.2009 (GV. NRW. S. 950), in Verbindung mit §§ 2, 4 und 6 des Kommunalabgabengesetzes für das  Land Nordrhein‐Westfalen (KAG) vom 21.10.1969 (GV NW S. 712/SGV NW 610) zuletzt  geändert durch Gesetz  vom 30.06.2009 (GV NRW S 394) hat der Rat der Stadt Siegen am 09.02.2011 folgende Änderung der Satzung  über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung der Friedhöfe im Stadtgebiet von Siegen vom 27.01.1981 in  der Fassung der 10. Änderungssatzung vom 14.03.2007 beschlossen:    § 1  Gebührenpflicht    Für  die  Benutzung  der  städtischen  Friedhöfe  und  der  zugehörigen  Einrichtungen,  für  die  Überlassung von Nutzungsrechten und die Inanspruchnahme sonstiger Leistungen der städ‐ tischen Friedhofsverwaltung werden Gebühren (§ 4) erhoben.

§ 2  Gebührenpflichtige

    (1)  Gebührenpflichtiger ist,    a)  wer die der Gebühr zugrundeliegende Leistung beantragt oder in Anspruch  nimmt oder  b)  wer die Zahlung der Gebühren durch eine vor der Friedhofsverwaltung abge‐ gebene oder ihr mitgeteilte Erklärung übernommen hat oder  c)  wer durch Gesetz verpflichtet ist, die Bestattungskosten zu tragen.     (2)  Mehrere Gebührenpflichtige haften als Gesamtschuldner.

§ 3  Fälligkeit

 der Gebühren    (1)  Über  die  zu  zahlenden  Gebühren  erhält  der  Gebührenpflichtige  einen  Gebüh‐ renbescheid.    (2)  Die  Gebühren  werden  nach  Zustellung  des  Gebührenbescheides  fällig,  spätestens  aber zu dem im Bescheid vermerkten Fälligkeitsdatum.    (3)  Wird von der beantragten Benutzung oder den sonstigen Leistungen kein oder nur  teilweise Gebrauch gemacht, so begründet dieser Verzicht grundsätzlich keinen An‐ spruch auf entsprechende Rückvergütung der gezahlten Gebühren.    (4)  Im  Gebührentarif  (§  4)  nicht  aufgeführte  sonstige  Leistungen  werden  in  Höhe  der  tatsächlich entstandenen Kosten berechnet.        Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.011        Friedhofsgebührensatzung  § 4  Gebührentarif    1.   Aufbewahrungsgebühren    1.1  Aufbewahrung in der Leichenzelle  66,00 EUR    2.   Bestattungsgebühren    Reihengräber    2.1    Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr  393,00 EUR    2.2  Personen über 5 Jahre  818,00 EUR    2.3   Urnen  245,00 EUR    2.3a  Urnen in Reihengrab für Erdbestattungen  284,00 EUR    2.3b  Urnen in Rasengrab für Erdbestattungen  291,00 EUR    2.4  Rasengrab für Personen über 5 Jahre  1.082,00 EUR    Wahlgräber        2.5  Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr  454,00 EUR    2.6  Personen über 5 Jahre  927,00 EUR    2.7  Urnen  284,00 EUR    2.7a  Urnenrasenwahlgräber  291,00 EUR    2.7b  Rasengrab  1.082,00 EUR    2.8  Grabkammer  565,00 EUR    2.8a  Urnen in Grabkammer oder Wahlgrab für Erdbestattungen  284,00 EUR    Anonyme Bestattung    2.9  Für die Bestattung von Frühgeburten   und Kleinstkindern bis zu einem Alter von 6 Wochen    (ohne Erwerb des Nutzungsrechtes)  260,00 EUR     2.10  Urnen   (ohne Erwerb des Nutzungsrechtes)  188,00 EUR     2.11  Urnen ‐ mit Angehörigen     (ohne Erwerb des Nutzungsrechtes)  280,00 EUR    Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.011        Friedhofsgebührensatzung  2.12  Personen über 5 Jahre    (ohne Erwerb des Nutzungsrechtes)  1.082,00 EUR    2.13 Für die Gestellung eines Leichenträgers je Beerdigung  108,00 EUR    2.14  Überführung von Trauerhalle Lindenberg zum     Krematorium Siegen  31,00 EUR    3.   Gebühren für die Überlassung von Begräbnisplätzen    Reihengräber    3.1 Reihengräber für Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr  970,00 EUR    3.2  Reihengräber für Personen über 5 Jahre  1.625,00 EUR    3.3  Urnengräber  977,00 EUR    3.4  Rasengräber für Personen über 5 Jahre  2.411,00 EUR    Wahlgräber    3.5  Wahlgräber, je Einzelstelle an Hauptwegen    (Nutzungszeit 30 Jahre)  2.479,00 EUR    3.6  Wahlgräber, je Einzelstelle an Nebenwegen    (Nutzungszeit 30 Jahre)  2.153,00 EUR    3.6a  Rasengrab, je Einzelstelle     (Nutzungszeit 30 Jahre)  2.828,00 EUR    3.7  Grabkammer Wahlgräber für zwei Verstorbene     (Nutzungszeit 12 Jahre)  2.371,00 EUR     3.8  Urnenwahlgräber, geeignet zur Beisetzung bis zu 4 Urnen    (20 Jahre Nutzungszeit)  1.147,00 EUR     3.8a  Urnenrasenwahlgräber, geeignet zur Beisetzung    von bis zu 2 Urnen (20 Jahre Nutzungszeit)  1.224,00 EUR    3.9  Für 1 m² Nebenland für 30 Jahre an Hauptwegen  794,61 EUR    3.10  Für 1 m² Nebenland für 30 Jahre ab Nebenwegen  690,00 EUR    Anonyme Begräbnisplätze    3.11  Totgeburten  200,00 EUR    3.12  Urnen  1.021,00 EUR    3.13  Reihengräber für Personen über 5 Jahre  2.215,00 EUR  Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.011        Friedhofsgebührensatzung  Verlängerung des Nutzungsrechtes an Wahlgräbern    Die Verlängerung des Nutzungsrechtes ist nur für volle Jahre möglich.     3.14  Wahlgrabstätten an Hauptwegen je Grabstelle und Jahr  82,64 EUR    3.15  Wahlgrabstätten an Nebenwegen je Grabstelle und Jahr  71,76 EUR    3.15a   Rasengräber je Grabstelle und Jahr  94,28 EUR    3.16  Grabkammer  197,58 EUR    3.17  Urnenwahlgräber für 1 Jahr   57,33 EUR    3.17a  Urnenrasenwahlgräber für 1 Jahr  61,19 EUR    3.18  Für 1 m² Nebenland für 1 Jahr an Hauptwegen  26,49 EUR    3.19  Für 1 m² Nebenland für 1 Jahr an Nebenwegen  23,00 EUR    3.20  Bei Rückübertragungen des Nutzungsrechtes an einem Wahlgrab erfolgt keine Rück‐ vergütung der Gebühren für die Überlassung des Begräbnisplatzes. In Fällen beson‐ derer Härte kann die Friedhofsverwaltung Ausnahmen zulassen. In diesen Fällen wird  eine Rückvergütung für die noch nicht in Anspruch genommenen Jahre des Nutzungs‐ rechtes gewährt. Jedes angefangene Jahr zählt bei der Berechnung als volles Jahr.      Falls das Nutzungsrecht länger als 30 Jahre in Anspruch genommen worden ist, kann  eine Rückvergütung nicht mehr gewährt werden.    4.  Gebühren für das Aus‐ und Umbetten von erdbestatteten Leichen oder Gebeinen    Ausbetten einer Leiche bzw. einer Aschenurne zwecks Überführung    4.1  Personen über 5 Jahre  1.907,00 EUR    4.2  Kinder bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres  1.063,00 EUR      4.3  Aschenurnen  205,00 EUR    Für das Ausbetten und Wiederbestatten einer Leiche bzw. Gebeinen und Aschen aus ei‐ nem Reihengrab in ein Wahlgrab    4.4  Personen über 5 Jahre  2.237,00 EUR    4.5  Kinder bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres  1.306,00 EUR    4.6  Aschenurnen  238,00 EUR        Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.011        Friedhofsgebührensatzung  5.   Gebühren für die Benutzung der Trauerhalle    5.1 Benutzung der Trauerhalle mit Grundausstattung  300,00 EUR    6.   Grabmalgebühren    6.1  Für ein liegendes Grabmal (Platte und Kissensteine)  155,00 EUR    6.1 a  Für ein liegendes Grabmal auf einem Urnenrasenwahlgrab    (Grabplatte)  97,00 EUR    6.2  Für ein stehendes Grabmal auf einem Kinder‐ und Urnengrab  207,00 EUR    6.3  Für ein stehendes Grabmal auf einem Reihengrab  271,00 EUR    6.4  Für ein stehendes Grabmal auf einem Wahlgrab  309,00 EUR    6.5  Für ein stehendes Grabmal auf einem Grabkammerwahlgrab  224,00 EUR    Die Grabmalgebühren beinhalten:    ‐  die Bearbeitung des Grabmalgenehmigungsantrages  ‐  die Überprüfung des Grabmals bei der Anlieferung auf  Richtigkeit,  Einweisung  der  ausführenden Firma und  Kontrolle  der  sach‐  und  fachgerechten  Aufstellung  des  Grabmals  ‐  die gerichtlich angeordnete jährliche Überprüfung der Grabmale auf Standsicherheit  ‐  das Abräumen des Grabmals nach Aufgabe des Grabes.    Die Zustimmung für die genehmigungspflichtige Errichtung einer Grabeinfassung oder sons‐ tiger baulicher Anlagen ist gebührenfrei.    7.  Sonstiges    7.1  Sonstige Leistungen, insbesondere    das wahlweise Einbetten des Sarges mit Sand  die Pflege einer vorzeitig eingeebneten Grabstelle bis zum Ablauf der Ruhezeit  Zuschläge für Beerdigungen außerhalb der üblichen Beerdigungszeiten    werden nach dem jeweiligen Aufwand berechnet.

§ 5  Inkrafttreten

    Diese Satzung tritt mit dem Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.      +++   Diese 11. Änderungssatzung wurde am  19.02.2011 öffentlich bekannt gemacht.   +++

Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofswaldes Siegen (Ordnungsziffer 67.013), Stand 2007

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.013

Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofs‐ waldes Siegen Ordnungsziffer Zuständigkeit Ratsbeschluss vom

67.013 Abteilung 4/6 Grünflächen 10.10.2007

Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofswaldes Siegen Seite 1 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.013

Aufgrund § 4 des Gesetzes über das Friedhofs‐ und Bestattungswesen (Bestattungsgesetz ‐ BestG NRW) vom 17.06.2003 (GV NRW 2003, S. 313/SGV NRW 2127) in Verbindung mit §§ 7 und 8 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein‐Westfalen in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV NW 1994 S. 666/SGV NW 2023), in der zur Zeit geltenden Fassung, in Verbindung mit §§ 2, 4 und 6 des Kommunalabgabengesetzes für das Land Nordrhein‐Westfalen (KAG) vom 21.10.1969 (GV NW S. 712/SGV NW 610), in der zur Zeit geltenden Fassung, hat der Rat der Stadt Siegen am 10.10.2007 folgende Satzung beschlossen:

§ 1 – Gebührenpflicht

Neben der Friedhofsgebührensatzung der Stadt Siegen wird diese Friedhofswald‐ Gebührensatzung erlassen. Für die Benutzung des Friedhofswaldes Siegen und der zugehöri‐ gen Einrichtungen, für die Überlassung von Nutzungsrechten und die Inanspruchnahme sonstiger Leistungen der städtischen Friedhofsverwaltung werden Gebühren (§ 4) erhoben.

§ 2 – Gebührenpflichtige

(1) Gebührenpflichtiger ist,

a) wer die der Gebühr zugrundeliegende Leistung beantragt oder in Anspruch nimmt oder

b) wer die Zahlung der Gebühren durch eine vor der Friedhofsverwaltung abgege‐ bene oder ihr mitgeteilte Erklärung übernommen hat oder

c) wer durch Gesetz verpflichtet ist, die Bestattungskosten zu tragen.

(2) Mehrere Gebührenpflichtige haften als Gesamtschuldner.

§ 3 – Fälligkeit der Gebühren

(1) Über die zu zahlenden Gebühren erhält der Gebührenpflichtige einen Gebüh‐ renbescheid.

(2) Die Gebühren werden nach Zustellung des Gebührenbescheides fällig, spätestens aber zu dem im Bescheid vermerkten Fälligkeitsdatum.

(3) Wird von der beantragten Benutzung oder den sonstigen Leistungen kein oder nur teilweise Gebrauch gemacht, so begründet dieser Verzicht grundsätzlich keinen An‐ spruch auf entsprechende Rückvergütung der gezahlten Gebühren.

(4) Im Gebührentarif (§ 4) nicht aufgeführte sonstige Leistungen werden in Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten berechnet.

Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofswaldes Siegen Seite 2 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.013

§ 4 – Gebührentarif

  1. 1. Aufbewahrungsgebühren
  1. 1.1. Aufbewahrung in der Leichenzelle 66,00 EUR
  1. 2. Bestattungsgebühren
  1. 2.1. Grab am Gemeinschaftsbaum 189,00 EUR
  1. 2.2. Grab am Familien‐/ Freundschaftsbaum 189,00 EUR
  1. 3. Gebühren für die Überlassung von Begräbnisplätzen
  1. 3.1. Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 1 797,00 EUR (Stammdurchmesser bis 25 cm)
  1. 3.2. Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 2 997,00 EUR (Stammdurchmesser 26 cm bis 36 cm)
  1. 3.3. Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 3 1.131,00 EUR (Stammdurchmesser über 36 cm)
  1. 3.4. Familien‐/ Freundschaftsbaum, Wertungsstufe 1 3.966,00 EUR (Stammdurchmesser bis 25 cm)
  1. 3.5. Familien‐/ Freundschaftsbaum, Wertungsstufe 2 4.960,00 EUR (Stammdurchmesser 26 cm bis 36 cm)
  1. 3.6. Familien‐/ Freundschaftsbaum, Wertungsstufe 3 5.622,00 EUR (Stammdurchmesser über 36 cm)
  1. 3.7. Neu gepflanzter Familien‐/Freundschaftsbaum 3.966,00 EUR (Stammumfang mindestens 16 bis 18 cm)
  1. 4. Verlängerung des Nutzungsrechtes Die Verlängerung des Nutzungsrechtes ist nur für volle Jahre möglich.
  1. 4.1. Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 1, 39,85 EUR je Grabstelle und Jahr
  1. 4.2. Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 2, 49,85 EUR je Grabstelle und Jahr
  1. 4.3. Grab am Gemeinschaftsbaum, Wertungsstufe 3, 56,55 EUR je Grabstelle und Jahr

Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofswaldes Siegen Seite 3 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.013

  1. 5. Gebühren für die Benutzung der Trauerhalle
  1. 5.1. Benutzung der Trauerhalle mit Grundausstattung 300,00 EUR
  1. 6. Sonstiges
  1. 6.1. Sonstige Leistungen, insbesondere Zuschläge für Beerdigungen außerhalb der übli‐ chen Beerdigungszeiten werden nach dem jeweiligen Aufwand berechnet.

§ 5 – Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit dem Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

+++ Die Satzung wurde am 15.10.2007 öffentlich bekannt gemacht. +++

Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Benutzung des Friedhofswaldes Siegen Seite 4

📜 2. Friedhofssatzung Stand: 2010 (Friedhofssatzung 67.010, Ratsbeschluss 14.07.2010, Bekanntmachung 28.07.2010) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Friedhofssatzung der Stadt Siegen (Ordnungsziffer 67.010), Fassung der 2. Änderungssatzung, Stand 2010

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung                                            Friedhofssatzung  Ordnungsziffer  Zuständigkeit  Ratsbeschluss vom  67.010  Abteilung 4/6  Grünflächen  14.07.2010       

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  Aufgrund § 4 des Bestattungsgesetzes für das Land Nordrhein‐Westfalen (BestG NRW) vom 17.06.2003 (GV.  NRW S. 313) i.V.m. §§ 7 und 8 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein‐Westfalen (GO NRW) in der Fas‐ sung der Bekanntmachung vom 14.07.1994 (GV. NRW S. 666), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes  vom 24.06.2008 (GV. NRW S. 514), hat der Rat der Stadt Siegen am 14.07.2010 folgende Änderung der Fried‐ hofssatzung vom 14.07.2010 in der Fassung der 2. Änderungssatzung beschlossen.    I.   Allgemeine Vorschriften    § 1  Geltungsbereich    Diese Friedhofsatzung gilt für die in § 3 genannten Bezirksfriedhöfe und Friedhöfe. Unter  Bezirksfriedhof ist der Friedhof zu verstehen, auf dem vorrangig die Bestattungen für den  jeweiligen Bezirk stattfinden.

§ 2  Friedhofszweck

    Die Friedhöfe sind nicht rechtsfähige öffentliche Anstalten der Stadt Siegen. Sie dienen der  Bestattung der Toten (Leichen, Tot‐ und Fehlgeburten sowie der aus Schwangerschaftsab‐ brüchen stammenden Leibesfrucht) sowie der Beisetzung der Totenasche von Personen, die  bzw. deren Eltern bei ihrem Ableben Einwohner der Stadt Siegen waren oder ein Recht auf  Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte besaßen. Die Beisetzung von Tot‐ und Fehlgebur‐ ten sowie der Schwangerschaftsabbrüchen stammenden Leibesfrucht erfolgt, wenn ein El‐ ternteil dies wünscht. Die Bestattung anderer Personen kann von der Friedhofsverwaltung  zugelassen werden.

§ 3  Bestattungsbezirke

    (1)  Das Stadtgebiet wird in Bestattungsbezirke wie folgt eingeteilt:    A.  Bestattungsbezirk Nord    a)  Bezirksfriedhof Birlenbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Birlenbach und die unter b) ‐ h)  genannten Gebiete.    b)  Friedhof Geisweid  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Geisweid.    c)  Friedhof Langenholdinghausen  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Langenholdinghausen.    d)  Friedhof Dillnhütten  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Dillnhütten.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  e)  Friedhof Obersetzen  Er umfasst das Gebiet der Gemarkungen Nieder‐ und Obersetzen.    f)  Friedhof Sohlbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkungen Sohlbach und Buchen.    g)  Friedhof Meiswinkel  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Meiswinkel.    h)  Stockfriedhof und Haardter Friedhof  Sie umfassen das Gebiet der Gemarkung Weidenau.    B.  Bestattungsbezirk Mitte‐Ost    a)  Bezirksfriedhof Lindenberg  Er umfasst das Gebiet innerhalb der Gemarkung Siegen, welches ab der  Gemarkungsgrenze  Weidenau,  östlich  der  Straßen  Hagener  Straße  ‐  Kampenstraße ‐ Marburger Straße ‐ Marburger Tor ‐ Markt ‐ Löhrstraße  ‐ Obergraben ‐ Koblenzer Straße ‐ Stumme‐Loch‐Weg ‐ und der Sieg bis  zur Gemarkungsgrenze Eiserfeld gelegen ist sowie die unter b) bis f) ge‐ nannten Gebiete.  Vorstehend genannte Straßen sind von diesem Bezirk ausgeschlossen.    b)  Friedhof Kaan‐Marienborn  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Kaan‐Marienborn.    c)  Friedhof Feuersbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Feuersbach.    d)  Friedhof Bürbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Bürbach.    e)  Friedhof  Volnsberg  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Volnsberg.    f)  Friedhof Breitenbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Breitenbach.    C.  Bestattungsbezirk Mitte‐West    a)  Bezirksfriedhof Hermelsbach  Er umfasst das Gebiet innerhalb der Gemarkung Siegen, welches ab der  Gemarkungsgrenze Weidenau, westlich des bereits unter B. a) beschrie‐ benen Grenzverlaufes gelegen ist sowie die unter b) bis e) genannten  Gebiete. Die unter B. a) genannten Straßen sind in diesem Bezirk ein‐ geschlossen. 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  b)  Friedhof Seelbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkungen Seelbach und Trupbach.    c)  Friedhof Achenbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Achenbach einschl. der Wohnge‐ biete Heidenberg, Eichert und Rothenberg.    d)  Friedhof Gosenbach  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Gosenbach.    e)  Friedhof Oberschelden  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Oberschelden.    D.  Bestattungsbezirk Süd    a)  Bezirksfriedhof Gilberg  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Eiserfeld und die unter b) und c)  genannten Gebiete.    b)  Burgbergfriedhof ‐ Eisern  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Eisern.    c)  Friedhof Niederschelden  Er umfasst das Gebiet der Gemarkung Niederschelden.    E.  Geschlossene Friedhöfe    a)  Friedhof Niedersetzen  b)  Friedhof Buchen  c)  Alter Friedhof Kaan‐Marienborn  d)  Friedhof Wellersberg  e)  Friedhof Trupbach  f)  Friedhof Hengsbach  g)  Alter Friedhof Eiserfeld  h)  Friedhof Am Ritschert, Eisern  i)  Alter Friedhof in Eisern, Eiserntalstraße  j)  Alter Friedhof Niederschelden    Auf vorstehenden Friedhöfen sind Beisetzungen nur noch aufgrund geltender  Beisetzungsrechte in vorhandenen Grabstätten möglich.    (2)  Die Verstorbenen sind auf den sich aus § 3 ergebenden Friedhöfen des Bestattungs‐ bezirkes zu bestatten, in dem sie zuletzt ihren Wohnsitz hatten, sofern sie nicht bei  ihrem Ableben ein Recht auf Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte eines ande‐ ren Friedhofes besaßen.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (3)  Eine Ausnahme kann zugelassen werden, wenn die Hinterbliebenen ein vorrangiges  Interesse an der Bestattung auf einem anderen Friedhof haben.    (4)  Bei Erschöpfung der Belegungskapazität eines Stadtteilfriedhofes ist der zuständige  Bezirksfriedhof in Anspruch zu nehmen.

§ 4  Schließung

 und Entwidmung    (1)  Jeder  Friedhof  kann  aus  wichtigem  öffentlichem  Interesse  ganz  oder  teilweise  ge‐ schlossen oder entwidmet werden. Dasselbe gilt entsprechend für Friedhofsteile o‐ der einzelne Grabstätten.    (2)  Durch die Schließung wird nur die Möglichkeit weiterer Beisetzungen ausgeschlossen;  durch die Entwidmung geht außerdem die Eigenschaft als Ruhestätte der Toten ver‐ loren. Jede Absicht der Schließung, die Schließung selbst  oder Entwidmung nach Ab‐ satz  1  ist  öffentlich  bekannt  zu  machen;  bei  einzelnen  Wahlgrabstätten/Urnen‐ wahlgrabstätten  erhalten  die  jeweiligen  Nutzungsberechtigten  statt  dessen  einen  schriftlichen Bescheid.    (3)  Im Falle der Entwidmung werden die in Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten  Beigesetzten  für  die  restliche  Ruhezeit,  die  in  Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrab‐ stätten Beigesetzten für die restliche Nutzungszeit auf Kosten der Stadt Siegen in an‐ dere Grabstätten umgebettet. Im Falle der Schließung gilt Satz 1 entsprechend, so‐ weit Umbettungen erforderlich werden. Der Umbettungstermin soll den jeweiligen  Nutzungsberechtigten einen Monat vorher mitgeteilt werden.    (4)  Soweit durch eine Schließung oder eine Entwidmung das Recht auf weitere Beiset‐ zung  in  Wahlgrabstätten/Urnengrabstätten  erlischt,  werden  den  jeweiligen  Nut‐ zungsberechtigten  bei  Eintritt  eines  weiteren  Bestattungsfalles  auf  Antrag  andere  Wahlgrabstätten/Urnenwahlgrabstätten  für  die  restliche  Nutzungszeit  gebührenfrei  zur Verfügung gestellt.    (5)  Alle Ersatzgrabstätten nach Absatz 3 und 4 werden von der Stadt Siegen kostenfrei in  ähnlicher Weise wie die geschlossenen oder entwidmeten Grabstätten hergerichtet.  Die Ersatzwahlgrabstätten werden Gegenstand des Nutzungsrechtes.    II.  Ordnungsvorschriften    § 5  Öffnungszeiten    (1)  Die Friedhöfe sind von 07.30 Uhr bis zum Eintritt der Dunkelheit für den Besuch ge‐ öffnet, längstens jedoch bis 22.00 Uhr.    (2)  Die  Friedhofsverwaltung  kann  das  Betreten  aller  oder  einzelner  Friedhofsteile  aus  besonderem Anlass vorübergehend untersagen. 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  § 6  Verhalten auf dem Friedhof    (1)  Jeder hat sich auf den Friedhöfen der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten.  Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen.    (2)  Kinder unter 12 Jahren dürfen die Friedhöfe nur in Begleitung verantwortlicher Er‐ wachsener betreten.    (3)  Im Friedhofsbereich ist insbesondere nicht gestattet,    a)  die Wege mit Fahrzeugen, Fahrrädern, Rollschuhen/ Rollerblades/ Skateboards  aller Art zu befahren, ausgenommen Kinderwagen, Rollstühle und die in § 7 Ab‐ satz 8 angesprochenen Fahrzeuge sowie Fahrzeuge der Friedhofsverwaltung,  b)  Waren aller Art, insbesondere Kränze und Blumen und Dienstleistungen anzu‐ bieten,  c)  in der Nähe einer Bestattung Arbeiten auszuführen,   d) Film‐, Ton‐, Video‐ und Fotoaufnahmen zu erstellen oder zu verwerten, außer  zu privaten Zwecken,  e)  Beerdigungen  ohne  Erlaubnis  der  Angehörigen  zu  fotografieren  oder  aufzu‐ nehmen,  f) Druckschriften  zu verteilen, ausgenommen Drucksachen, die im Rahmen der  Bestattungsfeier notwendig und üblich sind,  g)  Abraum und Abfälle, die nicht bei der Pflege und Herrichtung der Grabstätten  angefallen sind,  auf dem Friedhof zu entsorgen,  h)  Abraum außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern,  i)  den  Friedhof  und  seine  Einrichtungen  und  Anlagen  zu  verunreinigen  oder  zu  beschädigen, Einfriedungen und Hecken zu übersteigen und Rasenflächen (so‐ weit sie nicht als Wege dienen), Grabstätten und Grabeinfassungen zu betre‐ ten,  j)  zu lärmen und zu spielen, zu essen und zu trinken sowie zu lagern,  k)  in der Nähe von Bestattungen zu rauchen,  l)  der Würde des Friedhofes nicht entsprechende Gefäße aufzustellen,  m)  chemische  Unkrautvernichtungsmittel  und  chemische  Schädlingsbekämp‐ fungsmittel zu verwenden,  n)   Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde,  o)  bei der Trauerbinderei und der Gestaltung und Pflege der Gräber Kunststoffe  und nicht verrottbare Materialien zu verwenden.    Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zwecke und  der Ordnung des Friedhofes vereinbar sind.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (4)  Für Totengedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende  Veranstaltungen ist 14 Tage vorher die Zustimmung der Friedhofsverwaltung einzu‐ holen.

§ 7  Gewerbetreibende

    (1)  Bildhauer, Steinmetze, Gärtner und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für die Tä‐ tigkeit auf den Friedhöfen der vorherigen Zulassung durch die Friedhofsverwaltung,  die gleichzeitig den Umfang der Tätigkeiten festlegt. Über den Antrag auf Zulassung  wird innerhalb einer Frist von zwei Monaten entschieden. § 42a Abs. 2 Satz 2  bis 4  Verwaltungsverfahrensgesetz NRW (VwVfG NRW) gilt entsprechend. Ist innerhalb der  Frist nicht über den Antrag entschieden, gilt die Genehmigung als erteilt.    (2)  Zugelassen werden nur solche Gewerbetreibende, die in fachlicher, betrieblicher und  persönlicher Hinsicht zuverlässig sind.    (3)  Die  Zulassung  erfolgt  durch  Ausstellen  einer  Berechtigungskarte,  die  nicht  über‐ tragbar ist.   Die zugelassenen Gewerbetreibenden haben für jeden Bediensteten bei der Stadt ei‐ nen Ausweis zu beantragen. Die Zulassung und die Bedienstetenausweise sind dem  Friedhofspersonal auf Verlangen vorzuweisen; sie sind alle 3 Jahre zu erneuern. Die  Berechtigungskarte ist den Friedhofsbeauftragten auf Verlangen vorzuweisen.    (4)  Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofssatzung und die  dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Sie haften für alle Schäden, die sie oder  ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf den Friedhöfen schuld‐ haft verursachen.     (5)  Unbeschadet  des  §  6  Absatz  3  Buchstabe  c)  dürfen  gewerbliche  Arbeiten  auf  den  Friedhöfen    nur  während  der  von  der  Friedhofsverwaltung  festgesetzten  Zeiten  durchgeführt werden. An Sonntagen und Feiertagen sind gewerbliche Arbeiten un‐ tersagt. In den Fällen des § 5 Absatz 2 ist die Durchführung von gewerblichen Arbei‐ ten nicht gestattet.    (6)  Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf den Fried‐ höfen nur vorübergehend, und nur an Stellen gelagert werden, an denen sie nicht  hindern. Bei Beendigung oder bei Unterbrechung der Tagesarbeit sind die Arbeits‐  und  Lagerplätze  zu  räumen,  in  den  früheren  Zustand  zu  versetzen  und  etwa  ent‐ standene Schäden zu beseitigen. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an den Wasser‐ entnahmestellen der Friedhöfe gereinigt werden.    (7)  Der  bei  der  Herstellung  der  Grabanlage  notwendige  Erdaushub  kann  bei  größeren  Friedhöfen mit einem entsprechendem Lagerplatz, in Absprache mit den zuständigen  Friedhofsbeauftragten,  dort  gelagert  werden.  Bei  kleineren  Friedhöfen  ist  dieser  Erdaushub zu laden und abzufahren.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (8)  Den Gewerbetreibenden ist zur Ausübung ihres Gewerbes das Befahren der Wege  nur  mit  geeigneten  Fahrzeugen  gestattet.  Eine  Geschwindigkeit  von  10 km/h  darf  nicht überschritten werden.    (9)  Gewerbetreibenden, die trotz schriftlicher Mahnung gegen die Vorschriften der Ab‐ sätze 3 bis 8 verstoßen oder bei denen die Voraussetzungen des Absatzes 2 nicht o‐ der  teilweise  nicht  mehr  gegeben  sind,  kann  die  Friedhofsverwaltung  die  Tätigkeit  durch schriftlichen Bescheid auf Zeit oder auf Dauer untersagen. Bei einem schwer‐ wiegenden Verstoß ist eine Mahnung entbehrlich.    (10) Gewerbetreibende mit Niederlassung in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäi‐ schen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäi‐ schen Wirtschaftsraum, die im Inland nur vorübergehend tätig sind, haben die Auf‐ nahme ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof anzuzeigen. Die Gewerbetreibenden haben  für  jeden  Bediensteten  bei  der  Friedhofsverwaltung  einen  Ausweis  zu  beantragen.  Die  Bedienstetenausweise  sind  dem  Friedhofspersonal  auf  Verlangen  vorzuweisen.  Absätze 1 bis 3 finden keine Anwendung.    (11)  Das Verwaltungsverfahren kann über eine einheitliche Stelle nach dem Verwaltungs‐ verfahrensgesetz NRW (§§ 71a ff. VwVfG NRW) abgewickelt werden.    III.   Bestattungsvorschriften    § 8  Allgemeines    (1)  Bestattungen sind unverzüglich nach Beurkundung des Sterbefalls bei der Friedhofs‐ verwaltung  anzumelden.  Der  Anmeldung  ist  die  von  dem  Standesamt  ausgestellte  Sterbeurkunde beizufügen. Vor jeder Beisetzung, ausgenommen anonyme Grabstät‐ ten, ist das Nutzungsrecht zu beantragen oder nachzuweisen.    (2)  Die  Friedhofsverwaltung  setzt  Ort  und  Zeit  der  Bestattung  fest.  Bestattungen  und  Beisetzungen finden an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen nicht statt. Erdbestat‐ tungen müssen innerhalb von 8 Tagen nach dem Tode durchgeführt werden ‐ sie dür‐ fen jedoch nicht vor Ablauf von 48 Stunden nach Eintritt des Todes vorgenommen  werden.    Aschen sollen spätestens 8 Tage nach Eingang der Urne bei der Friedhofsverwaltung  beigesetzt werden. Leichen, die nicht binnen 8 Tagen nach Eintritt des Todes, und  Aschen, die nicht binnen 3 Monaten nach der Einäscherung beigesetzt sind, werden  auf  Kosten  des  Bestattungspflichtigen  von  Amts  wegen  in  einer  Reihengrabstätte/  Urnenreihengrabstätte beigesetzt. Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulas‐ sen. Die Ausnahme kann unter Auflagen und Bedingungen erfolgen.       

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  § 9  Särge und Urnen    (1)  Bei der Erdbestattung sind grundsätzlich Särge zu verwenden. Ausnahmen werden  für Angehörige von Glaubensgemeinschaften zugelassen, deren Glauben eine sarglo‐ se Bestattung vorsieht. Der pietätvolle Transport des Leichnams zum Grab muss in  einem fest verschlossenen geeigneten Sarg durchgeführt werden. Bei sarglosen Be‐ stattungen wird die Beisetzung des Leichnams und dessen mindestens 30 cm dicke  Überdeckung mit geeignetem Sand‐ oder Bodenmaterial ausschließlich durch die An‐ gehörigen oder deren Beauftragte durchgeführt. Städtische Bedienstete werden hier‐ für nicht eingesetzt.    (2)  Die Särge müssen fest gefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von  Feuchtigkeit  ausgeschlossen  ist.  Für  die  Bestattung  sind  zur  Vermeidung  von  Um‐ weltbelastungen nur Särge aus leicht abbaubarem Material (z.B. Vollholz) erlaubt, die  keine  PVC‐,  PCP‐,  formaldehydabspaltenden,  nitrozellulosehaltigen  oder  sonstigen  umweltgefährdenden Lacke und Zusätze enthalten. Entsprechenden gilt für Sargzu‐ behör und ‐ausstattung. Die Kleidung der Leiche soll nur aus Papierstoff und Natur‐ textilien bestehen.    (3)  Die Anlieferung der Leichen hat in dem für die Beerdigung vorgesehenen Sarg zu er‐ folgen.    (4)  Die Särge sollen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit  sein.  Sind  in  Ausnahmefällen  größere  Särge  erforderlich,  ist  dies  der  Friedhofsver‐ waltung bei der Anmeldung der Bestattung anzuzeigen.    (5)  Urnen und Überurnen müssen aus leicht abbaubarem, umweltfreundlichem Material  bestehen, damit sie innerhalb der vorgeschriebenen Ruhefrist zersetzt sind.

§ 10  Ausheben

 von Gräbern    (1)  Die Gräber werden von der Friedhofsverwaltung ausgehoben und wieder zugefüllt.    (2)  Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur  Oberkante des Sarges mindestens 0,90 m, bis zur Oberkante der Urne mindestens  0,50 m.    (3)  Die Gräber für Erdbeisetzungen müssen voneinander durch mind. 0,30 m starke Erd‐ wände getrennt sein.    (4)  Finden  sich beim  Ausheben  eines  Grabes  noch nicht  vollständig  verweste  Leichen‐  oder Sargteile sowie Reste von Urnenbehältnissen, sind diese sofort unter der Sohle  des  neu  ausgehobenen Grabes  wieder  zu  versenken.  Werden  noch  nicht  verweste  Leichen  vorgefunden,  so  ist  das  Grab  sofort  zu  schließen.  Es  darf  erst  nach  einer  durch die Friedhofsverwaltung festgesetzten Zeit wieder belegt werden. 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  § 11  Ruhezeit    Die Ruhezeit beträgt:    1.  bei Körperbestattungen 30 Jahre  2.  bei Körperbestattungen und Aschen im Grabkammersystem mindestens 12 Jahre  3.  bei Aschen und Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr 20 Jahre.    § 12  Um‐ und Ausbettungen    (1)  Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden.    (2)  Umbettungen von Leichen innerhalb des Gebietes der Stadt Siegen sind nur bei Vor‐ liegen  eines  besonderen  öffentlichen  Interesses  zulässig.  Aschen  können  innerhalb  des Gebietes der Stadt Siegen bei Vorliegen eines besonders wichtigen Grundes um‐ gebettet werden. In besonderen Härtefällen kann die Friedhofsverwaltung Ausnah‐ men zulassen.    (3)  Ausbettungen zwecks Überführung von Leichen und Aschen in eine andere Kommune  oder Einbettungen aufgrund einer Überführung aus einer anderen Kommune bedür‐ fen,  unbeschadet  der  sonstigen  gesetzlichen  Vorschriften,  der  vorherigen  Zustim‐ mung der Friedhofsverwaltung. Die Zustimmung kann nur bei Vorliegen eines wichti‐ gen Grundes erteilt werden; bei Leichen innerhalb der ersten 3 Jahre der Ruhezeit  nur bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses.    (4)  Alle Ausbettungen oder Einbettungen erfolgen nur auf Antrag. Antragsberechtigt sind  die  jeweiligen  Nutzungsberechtigten.  Bei  der  Entziehung  von  Nutzungsrechten  ge‐ mäß  §  27  Satz  2  können  Leichen  und  Aschen,  deren  Ruhezeiten  noch  nicht  abge‐ laufen  sind,  von  Amts  wegen  in  Reihengrabstätten/Urnenreihengrabstätten  umge‐ bettet werden.    (5)  Alle  Ausbettungen,  Einbettungen  und  Umbettungen  werden  von  der  Friedhofsver‐ waltung durchgeführt. Sie bestimmt den Zeitpunkt. Die Verwaltung ist bei dringen‐ dem öffentlichem Interesse berechtigt, Umbettungen vorzunehmen.    (6)  Die Kosten der Ausbettung, Einbettung oder Umbettung und den Ersatz von Schäden,  die an benachbarten Grabstätten und Anlagen durch eine Ausbettung oder Einbet‐ tung oder Umbettung zwangsläufig entstehen, haben die Antragsteller zu tragen.    (7)  Der Ablauf der Ruhe‐ und Nutzungszeit wird durch eine Ein‐/Aus‐ oder Umbettung  nicht unterbrochen oder gehemmt.    (8)  Leichen und Aschen zu anderen als zu Aus‐ oder Umbettungszwecken auszugraben,  bedürfen einer behördlichen oder richterlichen Anordnung. 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  IV.   Grabstätten    § 13  Allgemeines    (1)  Die Grabstätten  bleiben Eigentum des Friedhofseigentümers. An ihnen können Rech‐ te nur nach dieser Satzung erworben werden.     (2)  Die Grabstätten werden unterschieden in    a) Reihengrabstätten  b) Reihengrabstätten als Rasengräber  c) Urnenreihengrabstätten  d) Anonyme Reihengrabstätten für Särge, Tot‐/Fehlgeburten und Urnen  e) Wahlgrabstätten an Hauptwegen oder in besonderer Lage und an Nebenwegen  f) Wahlgrabstätten als Grabkammersystem  g) Wahlgrabstätten als Rasengräber  h) Urnenwahlgrabstätten  i) Urnenwahlgrabstätten als Rasengräber  j) Ehrengrabstätten.    (3)  Es besteht kein Anspruch auf Verleihung oder Wiedererwerb von Nutzungsrechten an  einer der Lage nach bestimmten Grabstätte, an Wahlgrabstätten, an Urnenwahlgrab‐ stätten, an Ehrengrabstätten oder auf Unveränderlichkeit der Umgebung.

§ 14  Reihengrabstätten

    (1)  Reihengrabstätten sind Grabstätten für Erdbeisetzungen, die der Reihe nach belegt  und  erst  im  Todesfall  für  die  Dauer  der  Ruhezeit  des  zu  Bestattenden  abgegeben  werden.    (2)  Es werden eingerichtet    a) Reihengrabfelder für Verstorbene bis zum vollendeten 5. Lebensjahr  b) Reihengrabfelder für Verstorbene ab dem vollendeten 5. Lebensjahr  c) Anonyme  Grabfelder  für  Reihengräber  und  Tot‐/Fehlgeburten  (Lindenberg‐ friedhof)  d) Reihengrabfelder  als  Rasengräber  auf  allen  Friedhöfen,  sofern  ausreichende  Flächen verfügbar sind.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (3)  In  jeder  Reihengrabstätte  darf  nur  eine  Leiche  beigesetzt  werden.  Ausnahmsweise  können  auch  zwei  gleichzeitig  verstorbene  Geschwister  bis  zum  vollendeten  5.  Le‐ bensjahr  oder  zu  der  Leiche  eines  verstorbenen  Elternteils  auch  die  Leiche  seines  noch nicht ein Jahr alten gleichzeitig verstorbenen Kindes beigesetzt werden. Bei Er‐ werb des Reihengrabes vor dem in Kraft treten dieser Satzung können, soweit die  Ruhefrist  des  Erdbestatteten  nicht  überschritten  wird,  auf  Antrag  zusätzlich  bis  zu  2 Urnen beigesetzt werden.    (4)  Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen dieser Felder nach Ablauf der Ru‐ hezeiten wird drei Monate vorher öffentlich und durch ein Hinweisschild auf dem be‐ treffenden Grabfeld oder Grab bekannt gemacht.    (5)  Für anonyme Beisetzungen werden ausschließlich auf dem Friedhof Lindenberg be‐ sondere  Grabfelder  als  Rasenfläche  eingerichtet  und  von  der  Friedhofsverwaltung  unterhalten. Die Gräber werden oberirdisch nicht angelegt.    (6)  Auf  allen  Friedhöfen,  sofern  ausreichende  Flächen  verfügbar  sind,  werden  Rasen‐ grabfelder für Reihengräber eingerichtet, auf denen die Grabstätten durch Grabmale  gekennzeichnet werden müssen. Die Rasenfläche wird von der Friedhofsverwaltung  unterhalten.    (7)  Für Reihengrabstätten gelten die Regelungen zum Nutzungsrecht für Wahlgrabstät‐ ten entsprechend. Das Nutzungsrecht wird für die Dauer von 30 Jahren bzw. 20 Jah‐ ren bei Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr verliehen. Ein Wiedererwerb  ist nicht möglich.

§ 15  Wahlgrabstätten

    (1)  Wahlgrabstätten sind Grabstätten für Erdbeisetzungen, an denen auf Antrag ein Nut‐ zungsrecht für die Dauer von 30 Jahren ab dem Beisetzungsdatum (bei Grabkammern  12 Jahren) verliehen und deren Lage gleichzeitig mit dem Erwerber oder dessen Ver‐ treter bestimmt wird. Bei Vorliegen besonderer Gründe kann das Nutzungsrecht für  eine  Wahlgrabstätte  für  die  Dauer von  bis  zu  40  Jahren  verliehen  werden  und  bei  Grabkammern für eine Dauer von bis zu 24 Jahren.      Der Ersterwerb des Nutzungsrechts ist bei Eintritt eines Beisetzungsfalles oder auch  unabhängig davon möglich. Der Wiedererwerb eines Nutzungsrechts ist nur auf An‐ trag und für die gesamte Wahlgrabstätte möglich. Auf Antrag ist auch der Wiederer‐ werb der gesamten Wahlgrabstätte für eine Nutzungsdauer von 30 Jahren (bei Grab‐ kammern 12 Jahren) vor einer erneuten Beisetzung möglich, wobei der Zeitraum von  30 Jahren erst mit der Beisetzung beginnt. In der Zwischenzeit bleibt das vorhandene  alte Nutzungsrecht bestehen.  Auf den Friedhöfen Lindenberg, Hermelsbach, Geisweid, Stock, Gilberg und Nieder‐ schelden (neu) werden Rasengrabfelder für Wahlgräber eingerichtet, auf denen die  Grabstätten durch Grabmale gekennzeichnet werden müssen. Die Rasenfläche wird  von der Friedhofsverwaltung unterhalten. 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (2)  Es  werden  unterschieden  ein‐  und  mehrstellige  Grabstätten  bis  zu  4  Gräbern  und  Grabkammern für die Beisetzung von zwei Särgen übereinander.    (3)  Das Nutzungsrecht wird mit der ersten Inanspruchnahme des Grabes wirksam.    (4)  Auf  den  Ablauf  des  Nutzungsrechtes  werden  die  jeweiligen  Nutzungsberechtigten  vorher schriftlich, falls sie nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln sind,  durch  eine  öffentliche  Bekanntmachung  und  einen  3‐monatigen  Hinweis  auf  der  Grabstätte hingewiesen.    (5)  Während der Nutzungszeit dürfen Beisetzungen in die noch unbelegten Gräber nur  stattfinden, wenn die Ruhezeit die Nutzungszeit nicht übersteigt oder ein Nutzungs‐ recht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit des zu Bestattenden wie‐ der erworben worden ist.    (6)  Schon bei der Verleihung des Nutzungsrechtes sollen die Erwerber für den Fall ihres  Ablebens ihre Nachfolger im Nutzungsrecht bestimmen und ihnen das Nutzungsrecht  durch einen Vertrag übertragen, der erst im Zeitpunkt des Todes der Übertragenden  wirksam wird. Wird bis  zum Ableben keine derartige Regelung getroffen, geht das  Nutzungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen des verstorbenen  Nutzungsberechtigten über:    a) auf  den  überlebenden Ehegatten, wenn  keine  anderen  näheren  Angehörigen  der in der Grabstätte beigesetzten Person vorhanden sind  b) auf den Lebenspartner nach dem Gesetz über die eingetragene Lebenspartner‐ schaft, wenn keine anderen näheren Angehörigen der in der Grabstätte beige‐ setzten Person vorhanden sind   c) auf die ehelichen, nichtehelichen und Adoptiv‐Kinder  d) auf die Stiefkinder  e) auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter und Mütter  f) auf die Eltern  g) auf die vollbürtigen Geschwister  h) auf die Stiefgeschwister  i) auf die nicht unter a) bis h) fallenden Erben.    Innerhalb  der  einzelnen  Gruppen  c)  bis  d)  und  f)  bis  h)  werden  die  Ältesten  Nut‐ zungsberechtigte.    (7)  Die jeweiligen Nutzungsberechtigten können das Nutzungsrecht nur auf eine Person  aus dem Kreis des Absatzes 6 Satz 2 übertragen; sie bedürfen dazu der vorherigen  Zustimmung der Friedhofsverwaltung.    Eine unter a) bis h) fallende Person kann das Nutzungsrecht ausschlagen, wenn eine  andere  Person  Haupterbe  ist.  Bei  Ausschlagung  des  Nutzungsrechtes,  werden  die  Haupterben Nutzungsberechtigte.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (8)  Jeder Rechtsnachfolger hat das Nutzungsrecht unverzüglich nach Erwerb auf sich bei  der Friedhofsverwaltung umschreiben zu lassen.    (9)  Absatz 6 gilt in den Fällen der Absätze 7 und 8 entsprechend.    (10)  Die jeweiligen Nutzungsberechtigten haben im Rahmen der Friedhofssatzung und der  dazu ergangenen Regelung das Recht, in einer Wahlgrabstätte beigesetzt zu werden,  bei Eintritt eines Bestattungsfalles über andere Beisetzungen und über die Art der  Gestaltung und der Pflege der Grabstätten zu entscheiden.    (11)  Aus dem Nutzungsrecht ergibt sich die Pflicht zur Anlage und zur Pflege der Grab‐ stätten.    (12)  Das  Nutzungsrecht  kann  erst  nach  Ablauf  der  Ruhezeit  des  zuletzt  Bestatteten  zu‐ rückgegeben werden. Eine Rückgabe ist nur für die gesamte Grabstätte möglich.    In begründeten Fällen kann das Nutzungsrecht vor Ablauf der Ruhezeit des zuletzt  Bestatteten zurückgegeben werden. Die Pflegekosten der Grabstätte für die restliche  Dauer der Ruhezeit tragen die Nutzungsberechtigten. Dies gilt entsprechend auch für  Reihengrabstätten.

§ 16  Urnenreihengrabstätten

, Urnenreihengrabstätten  für anonyme Bestattungen und Urnenwahlgrabstätten    (1)  Aschen dürfen beigesetzt werden in:    a) Urnenreihengrabstätten  b) Urnenreihengrabstätten für anonyme Bestattungen  c) Urnenwahlgrabstätten  d) Urnenwahlgrabstätten als Rasengräber  e) nicht belegten Wahlgrabstätten für Erdbeisetzungen, und zwar bis zu 6 Urnen  je Stelle  f) Wahlgrabstätten nach der Erdbeisetzung, und zwar bis zu 2 Urnen je Stelle  g) Wahlgrabstätten als Grabkammer bis zu 4 Urnen.    (2)  Urnenreihengrabstätten sind Grabstätten, die der Reihe nach belegt und erst im To‐ desfall für die Dauer der Ruhezeit zur Beisetzung einer Asche abgegeben werden.    (3)  Für  anonyme  Urnenbeisetzungen  werden  auf  dem  Friedhof  Lindenberg  besondere  Gräberfelder als Rasenfläche eingerichtet und von der Friedhofsverwaltung unterhal‐ ten. Die Gräber werden oberirdisch nicht angelegt.    (4)  Urnenwahlgrabstätten sind Grabstätten, an denen auf Antrag ein Nutzungsrecht für  die Dauer von 20 Jahren ab dem Beisetzungsdatum verliehen und deren Lage gleich‐ zeitig mit dem Erwerber bestimmt wird. Bei Vorliegen besonderer Gründe kann das  Nutzungsrecht für eine Urnenwahlgrabstätte für die Dauer von bis zu 30 Jahren ver‐

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  liehen werden. In einer Urnenwahlgrabstätte können bis zu 4 Urnen beigesetzt wer‐ den.    Der Ersterwerb des Nutzungsrechts ist bei Eintritt eines Beisetzungsfalles oder auch  unabhängig davon möglich. Der Wiedererwerb eines Nutzungsrechts ist nur auf An‐ trag und für die gesamte Wahlgrabstätte möglich. Auf Antrag ist auch der Wiederer‐ werb der gesamten Wahlgrabstätte für eine Nutzungsdauer von 20 Jahren vor einer  erneuten Beisetzung möglich, wobei der Zeitraum von 20 Jahren erst mit der Beiset‐ zung beginnt. In der Zwischenzeit bleibt das vorhandene alte Nutzungsrecht beste‐ hen.    (5)  Soweit  sich  nicht  aus  der  Friedhofssatzung  etwas  anderes  ergibt,  gelten  die  Vor‐ schriften für Reihengrabstätten und für Wahlgrabstätten entsprechend auch für die  Urnengrabstätten.    (6)  Auf  allen  Friedhöfen,  sofern  ausreichende  Flächen  zur  Verfügung  stehen,  werden  Rasengrabfelder für Urnenwahlgräber eingerichtet, auf denen die Grabstätten durch  Grabplatten  gekennzeichnet  werden  müssen.  Die  Rasenfläche  wird  von  der  Fried‐ hofsverwaltung unterhalten. In einem Urnenrasenwahlgrab können bis zu 2 Urnen  beigesetzt werden. Die Regelungen zum Erwerb des Nutzungsrechtes bei Urnenwahl‐ grabstätten gelten entsprechend.

§ 17  Massengräber

    Die  Anlage  von  Massengräbern  ist  nur  aus  zwingenden  Gründen  mit  Erlaubnis  der  zu‐ ständigen Ordnungsbehörde zulässig.

§ 18  Ehrengrabstätten

    Die Zuerkennung, die Anlage und die Unterhaltung von Ehrengrabstätten (einzeln oder in  geschlossenen Feldern) obliegt ausschließlich der Stadt Siegen.    V.   Gestaltung der Grabstätten    § 19  Allgemeine Gestaltungsgrundsätze    (1)  Jede Grabstätte ist so zu gestalten und an die Umgebung anzupassen, dass die Würde  des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt wird.    (2) Die  Friedhofsverwaltung  ist  berechtigt,  für  einzelne  Friedhöfe  oder  Friedhofsteile  hinsichtlich  des  Werkstoffes,  der  Art  und  der  Größe  der  Denkzeichen,  der  Einfas‐ sungen und dergleichen besondere Anordnungen zu treffen.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  VI.   Grabmale und Grabeinfassungen    § 20  Gestaltungsvorschriften    (1)  Für Grabmale dürfen außer  Naturstein auch Kunststein, Holz und Metalle verwendet  werden.    (2)  Bei der Gestaltung und der Bearbeitung sind folgende Vorschriften einzuhalten:    a)  Jede handwerkliche Bearbeitung ist möglich.  b)  Die Rückseiten der stehenden Denkzeichen sind angemessen zu bearbeiten.  c)  Sichtbare  Sockel  sollen  aus  dem  gleichen  Material  wie  die  Grabsteine  her‐ gestellt werden.  d)  Schriften, Ornamente und Symbole dürfen, wenn sie nicht aus demselben Ma‐ terial wie die Grabmale bestehen, auch aus Metall angebracht werden.    (3)  Nach  näherer  Bestimmung  der  Belegungspläne  sind  stehende  oder  liegende  Grab‐ male sowie Kissensteine zulässig. Hierbei sind folgende Vorschriften einzuhalten:    a)  Für  jede  Grabstätte  darf  nur  ein  Grabmal  aufgestellt  werden.  Ausgenommen  sind liegende Grabmale, die für jedes Grab einer Grabstätte zulässig sind. Bei  drei‐ und mehrstelligen Grabstätten sowie bei Urnenzubettungen sind Kissen‐ steine auch in Verbindung mit einem stehenden Grabmal  zulässig.  b)  Stehende Grabmale sollen mindestens 12 cm, ab 1 m Höhe mindestens 18 cm  stark sein; bei Grabstätten für Personen unter 5 Jahren und bei Urnengräbern  mindestens 10 cm. Die Grabmale sind fluchtgerecht an der hinteren Grablinie  aufzustellen. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung der Friedhofsverwaltung.  c)  Gräber für eine Körperbestattung mit Ausnahme der Grabkammer dürfen aus  hygienischen Gründen nur mit bis zu 50 % der Fläche des geöffneten Grabes  mit wasser‐ und luftundurchlässigem Material bedeckt werden.     Hierzu zählen auch liegende Grabmale, deren Größe bei     Reihengräbern   für Verstorbene bis zum vollendeten 5. Lebensjahr    0,35 qm    Reihengräbern  für Verstorbene ab dem vollendeten 5. Lebensjahr    0,75 qm   Wahlgräbern              1,10 qm    nicht überschreiten darf.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  d)  Bei Wahlgrabstätten als Grabkammersystem darf eine Fläche von mindestens  45 cm Durchmesser über der Be‐ und Entlüftungseinrichtung nicht mit wasser‐  und luftundurchlässigem Material bedeckt werden.    e)  Zulässige Größe von Kissensteinen: Vordere Ansichtskante bis 10 cm, hintere  Ansichtskante bis 25 cm hoch. Draufsicht bis zu 0,30 qm je Grabstelle.    (4)  Auf  Grabstätten  für  Körperbestattungen  sind  stehende  Grabmale  bis  zu  folgenden  Größen zulässig    a)  auf Reihengrabstätten für Personen über 5 Jahren:  Höhe bis 100 cm einschließlich evtl. Sockel. Die Ansichtsfläche darf 0,60 qm  nicht überschreiten.    b)  auf Reihengrabstätten für Personen unter 5 Jahren und Urnenreihengräbern:  Höhe bis 70 cm einschließlich evtl. Sockel. Die Ansichtsfläche darf 0,30 qm nicht  überschreiten.    c)  auf einstelligen Wahlgrabstätten:  Höhe bis 120 cm einschließlich evtl. Sockel. Die Ansichtsfläche darf 0,75 qm  nicht überschreiten.    d)  bei zweistelligen Wahlgrabstätten:  Höhe bis 130 cm einschließlich evtl. Sockel. Die Ansichtsfläche darf 1,00 qm  nicht überschreiten.    e)  bei drei‐ und mehrstelligen Wahlgrabstätten:  Höhe bis 140 cm einschließlich evtl. Sockel. Die Ansichtsfläche darf 1,20 qm  nicht überschreiten.    f)  bei Urnenwahlgrabstätten:  Höhe bis 90 cm einschließlich evtl. Sockel. Die Ansichtsfläche darf 0,50 qm nicht  überschreiten.    (5) I.  Grabeinfassungen für Reihengräber und Urnenreihengräber können aus Natur‐ oder  Kunststein, nicht aber aus Beton hergestellt werden.    a)  bei  Reihengrabstätten  für  Personen  bis  zum  vollendeten  5.  Lebensjahr  Größe 70 cm x 140 cm außen, Stärke 6 cm ‐ 8 cm.    b)  bei  Reihengrabstätten  für  Personen  ab  dem  vollendeten  5.  Lebensjahr  Größe 90 cm x 200 cm außen, Stärke 8 cm.    c)  bei Urnenreihengrabstätten  Größe 90 cm  x 100 cm außen, Stärke 6 cm ‐ 8 cm.    d)  Die Abmessungen gelten für alle neu anzulegenden Grabfelder. 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (5) II.  Wahlgrabstätten    Die Art und Größe der Grabeinfassungen richtet sich nach den jeweiligen Belegungs‐ plänen. Die Stärke beträgt bei aufrechten Einfassungen 8 cm. Wahlgrabstätten sind  grundsätzlich nur mit Natursteineinfassungen zu versehen.    Bei  durchlaufenden  Grabbeeten  werden  das Material  und  dessen  Bearbeitung von  der Verwaltung festgelegt.    (6)  Die  Verwaltung  kann  in  begründeten  Fällen  aus  künstlerischen  Erwägungen  Aus‐ nahmen zulassen.    (7) Bei jeder weiteren Bestattung in Wahlgrabstätten ist das Grabmal und falls erforder‐ lich, die Grabeinfassung von den Nutzungsberechtigten vorher entfernen zu lassen.  Dabei ist auch das Grabmalfundament zu entfernen und zu entsorgen.    (8) Auf Rasenreihengräbern und Rasenwahlgräbern sind Grabmale zu errichten und mit  einer mindestens 10 cm breiten Mähkante aus Naturstein zu versehen, die niveau‐ gleich mit der angrenzenden Rasenfläche einzubauen ist. Die Fläche dieser Mähkante  ist  in  die  zulässige  Gesamtabdeckungsfläche  einzurechnen.  Die  maximale  Abde‐ ckungsbreite je Grabstelle beträgt 90 cm. Grabmal und evtl. Abdeckplatten sind je‐ weils als Einheit in quadratischer oder rechteckiger Grundform auszubilden. Die Auf‐ stellung von Grabeinfassungen ist nicht zulässig. Im Übrigen gelten die Gestaltungs‐ vorschriften für Reihengrabstätten bzw. Wahlgrabstätten.    (9)  Urnenrasenwahlgräber  sind  mit  einer  Grabplatte  aus  Naturstein  mit  eingehauener  Beschriftung zu versehen, die grabmittig, niveaugleich mit der angrenzenden Rasen‐ fläche einzulassen ist. Die Größe der Grabplatte muss 60 x 50 cm betragen bei einer  Mindeststärke von 5 cm. Die Aufstellung einer Grabeinfassung bei Urnenrasenwahl‐ gräbern ist nicht zulässig.

§ 21  Zustimmungserfordernis

    (1)  Die  Errichtung  und  jede  Veränderung  von  Grabmalen,  Grabeinfassungen  und  son‐ stigen baulichen Anlagen bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Fried‐ hofsverwaltung. Sie soll bereits vor der Anfertigung oder der Veränderung eingeholt  werden. Die Anträge sind durch die Nutzungsberechtigten zu stellen.    Die Zustimmung kann unter Auflagen und Bedingungen erteilt werden.    (2)  Den Anträgen sind zweifach beizufügen:    Der Grabmalentwurf mit Vorderansicht unter Angabe der Maße, des Materials, sei‐ ner Bearbeitung sowie der Beschriftung.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  Soweit es zum Verständnis erforderlich ist, sind zusätzlich Seitenansicht, Grundriss‐  oder  Schnittzeichnungen  dem  Antrag  beizufügen  oder  auf  Anforderung  nachzurei‐ chen.    (3)  Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige bauliche Anlage bin‐ nen eines Jahres nach Zustimmung nicht errichtet worden ist.    (4) Die nicht zustimmungspflichtigen provisorischen Grabmale sind nur als naturlasierte  Holztafeln oder ‐kreuze zulässig. Sie sind spätestens nach 12 Monaten nach der Bei‐ setzung  zu  entfernen.  Entsprechendes  gilt  für  provisorische  Grabeinfassungen  aus  Holz.    (5)  Grabmale und Grabeinfassungen, die ohne die erforderliche Genehmigung errichtet  worden sind oder von dieser abweichen, sind auf Verlangen der Friedhofsverwaltung  durch die Nutzungsberechtigten oder von diesen beauftragte Personen zu entfernen  oder entsprechend der Genehmigung abzuändern. Die Entfernung oder Abänderung  hat  innerhalb  von  3  Monaten  nach  schriftlicher  Aufforderung  durch  die  Friedhofs‐ verwaltung zu erfolgen. Wird dem nicht Folge geleistet, kann die Friedhofsverwaltung  die Maßnahmen nach Satz 1 auf Kosten des Nutzungsberechtigten vornehmen lassen  oder selbst vornehmen. Ein Entschädigungsanspruch des Nutzungsberechtigten be‐ steht nicht.

§ 22  Anlieferung

    Bei Anlieferung von Grabmalen und sonstigen baulichen Anlagen ist der Friedhofsverwaltung  bzw. den örtlichen Friedhofsbeauftragten vor dem Abladen der genehmigte Entwurf zur Prü‐ fung  auf  Übereinstimmung  vorzulegen.  Wenn  die  angelieferten  Materialien  von  dem  ge‐ nehmigten Entwurf abweichen, darf die Anlage nicht errichtet werden. Vor Beginn der Arbei‐ ten  sind  die  erforderlichen  Angaben  über  Lage,  Flucht  und  Höhe  der  Grabstätte  bei  den  Friedhofsbeauftragten einzuholen.

§ 23  Fundamentierung

 und Befestigung    (1)  Die Grabmale sind ihrer Größe entsprechend, nach den allgemein anerkannten Re‐ geln des Handwerks (d.h. entsprechend der Richtlinien des Bundesinnungsverbandes  des deutschen Steinmetz‐, Stein‐ und Holzbildhauerhandwerks für das Fundamentie‐ ren und Versetzen von Grabdenkmälern in der jeweils geltenden Fassung) zu funda‐ mentieren und so zu befestigen, dass sie dauerhaft standsicher sind und auch beim  Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Dies gilt auch  für sonstige bauliche Anlagen.    (2)  Stehende Grabmale sind grundsätzlich nur durch zugelassene Steinmetzfirmen aufzu‐ stellen.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (3)  Firmenbezeichnungen dürfen nur in unauffälliger Weise seitlich an den Grabdenkmä‐ lern angebracht werden.

§ 24  Unterhaltung

    (1)  Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in gutem und ver‐ kehrssicherem  Zustand  zu  erhalten.  Verantwortlich  dafür  sind  die  jeweiligen  Nut‐ zungsberechtigten.    (2)  Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, von sonstigen baulichen Anlagen oder  Teilen davon gefährdet, so sind die Nutzungsberechtigten verpflichtet, unverzüglich  Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzuge kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten  der Nutzungsberechtigten Sicherungsmaßnahmen z.B. Umlegen von Grabmalen, Ab‐ sperrungen,  treffen.  Wird  der  ordnungswidrige  Zustand  trotz  schriftlicher  Auf‐ forderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer jeweils gesetzten angemes‐ senen Frist beseitigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, dies auf Kosten der Nut‐ zungsberechtigten zu tun oder das Grabmal, die sonstigen baulichen Anlagen oder  Teile davon zu entfernen; die Stadt Siegen ist nicht verpflichtet, diese Sachen auf‐ zubewahren.  Ein  Entschädigungsanspruch  des  Nutzungsberechtigten  besteht  nicht.  Sind die Nutzungsberechtigten nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln,  genügt eine öffentliche Bekanntmachung und ein 4‐wöchiger Hinweis auf der Grab‐ stätte.  Die  Nutzungsberechtigten  sind  für  den  Schaden  haftbar,  der  durch  Umfallen  von  Grabmalen bzw. sonstiger baulicher Anlagen oder durch Abstürzen von Teilen davon  verursacht wird. Die Stadt Siegen trifft im Verhältnis zu den Verantwortlichen und zu  Dritten keine eigene Haftungspflicht.

§ 25  Entfernung

    (1)  Grabmale  und  sonstige  bauliche  Anlagen  dürfen  vor  Ablauf  der  Ruhezeit  oder  des  Nutzungsrechtes  nur  mit  vorheriger  schriftlicher  Zustimmung  der  Friedhofsverwal‐ tung von der Grabstätte entfernt werden.    (2)  Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes sind die Grabmale und die sons‐ tigen  baulichen  Anlagen  zu  entfernen.  Dazu  bedarf  es  eines  Erlaubnisscheines  der  Friedhofsverwaltung. Sind die Grabmale oder die sonstigen baulichen Anlagen nicht  innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes ent‐ fernt, fallen sie entschädigungslos in die Verfügungsgewalt der Stadt Siegen.       

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  VII.   Herrichtung und Pflege der Grabstätten    § 26  Allgemeines    (1)  Durch die Friedhofsverwaltung werden 4 ‐ 6 Wochen nach der Bestattung verwelkte  Blumen und verwelkte Kränze einschließlich der Schleifen abgeräumt und entsorgt.    Danach müssen alle Grabstätten im Rahmen der Vorschriften des § 19 hergerichtet  und dauernd instand gehalten und gepflegt werden. Dies gilt entsprechend für den  übrigen  Grabschmuck.  Dabei  anfallende  Abfälle  sind  an  den  dafür  eingerichteten  Plätzen abzulegen.    (2)  Die  Höhe  und  die  Form  der  Grabhügel  und  die  Art  ihrer  Gestaltung  sind  dem  Ge‐ samtcharakter  des  Friedhofes,  dem  besonderen  Charakter  des  Friedhofsteiles  und  der unmittelbaren Umgebung anzupassen. Die Grabstätten dürfen nur mit Pflanzen  bepflanzt werden, die andere Grabstätten und die öffentlichen Anlagen und Wege  nicht beeinträchtigen. Nicht zugelassen sind Bäume, großwüchsige Sträucher, Einfas‐ sungshecken und das Aufstellen von Bänken.    (3)  Das Gestalten der Gräber für Körperbestattungen mit Kies ist nur bis zu den in § 20  Absatz  3  c  erlaubten  Abdeckungsgrößen  erlaubt.  Die  restliche  Grabfläche  ist  als  Pflanzfläche anzulegen.    (4)  Für die Herrichtung und die Instandhaltung sind die jeweiligen Nutzungsberechtigten  verantwortlich. Die Verpflichtung erlischt erst mit dem Ablauf der Ruhezeit oder des  Nutzungsrechtes oder bei Rückgabe des Nutzungsrechtes gemäß § 15 Absatz 12.    (5)  Die  für  die  Grabstätte  Verantwortlichen  können  die  Grabstätten  selbst  gärtnerisch  anlegen und pflegen oder damit einen zugelassenen Friedhofsgärtner beauftragen.    (6)  Alle Grabstätten müssen binnen 6 Monaten nach Belegung gärtnerisch angelegt sein.    (7) Die  Herrichtung,  Unterhaltung  und  jede  Veränderung  der  Anlagen  außerhalb  der  Grabstätten obliegt ausschließlich der Friedhofsverwaltung.    (8)  Bei Reihengrabstätten und Wahlgrabstätten auf Rasengrabfeldern darf Grabschmuck,  z.B. in Pflanzschalen und Vasen, nur innerhalb der Gesamtabdeckungsfläche aufge‐ stellt  werden.  Das  Aufstellen  von  figürlichem  Grabschmuck  und  kleineren  Gegen‐ ständen ist nicht gestattet. Das Abstellen von Gegenständen auf den Rasenflächen  sowie die Anlage von Pflanzbeeten sind nicht zulässig.     In der Grabplatte/Abdeckplatte kann eine Aussparung von maximal 0,05 m², z.B. für  eine Pflanze, vorgesehen werden. Die vorgeschriebene Mähkante von 10 cm ist in je‐ dem Fall freizuhalten.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  (9)  Bei  Urnenrasenwahlgräbern  ist  das  Abstellen  von  Gegenständen  auf  den  Rasenflä‐ chen sowie die Anlage von Pflanzbeeten nicht zulässig. Loser Grabschmuck, z.B. in  Pflanzschalen und Vasen, darf nur vom 15. Oktober bis zum 15. April und nur auf den  Grabplatten  aufgestellt  werden.  Das  Aufstellen  von  figürlichem  Grabschmuck  und  kleineren Gegenständen ist nicht gestattet.     In der Grabplatte kann eine runde Aussparung von maximal 10 cm Durchmesser vor‐ gesehen werden, um z.B. Vasen einstecken zu können. Eine Mähkante von 10 cm ist  in jedem Fall freizuhalten.

§ 27  Vernachlässigung

    (1)  Wird  eine  Grabstätte  nicht  ordnungsgemäß  hergerichtet  oder  gepflegt,  haben  die  Nutzungsberechtigten  (§  26  Abs.  4)  auf  schriftliche Aufforderung  der Friedhofsver‐ waltung die Grabstätte innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist  in Ordnung zu bringen. Wird diese Aufforderung nicht befolgt, kann die Friedhofs‐ verwaltung das Nutzungsrecht entziehen und die Grabstätte entschädigungslos ab‐ räumen und einebnen. Die Pflegekosten der Grabstätte für die restliche Dauer der  Ruhezeit haben die Nutzungsberechtigten gemäß § 15 Abs. 12 Satz 4 zu tragen. Vor  dem Entzug des Nutzungsrechtes sind die Nutzungsberechtigten noch einmal aufzu‐ fordern die Grabstätte unverzüglich in Ordnung zu bringen und auf die maßgeblichen  Rechtsfolgen des Satzes 1 und 2 hinzuweisen.    (2)  Sind die Nutzungsberechtigten nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln,  genügt ein 3‐monatiger Hinweis auf der Grabstätte. Wird diese Aufforderung nicht  befolgt,  kann  die  Grabstätte  von  der  Friedhofsverwaltung  entschädigungslos  abge‐ räumt und eingeebnet werden. Vor dem Entzug des Nutzungsrechtes hat eine ent‐ sprechende öffentliche Bekanntmachung zu erfolgen.    VIII.   Leichenhalle und Trauerfeier    § 28  Transport der Toten auf dem Friedhof    Tote sind auf dem Friedhof ausschließlich in einem geschlossenen Sarg zu transportieren.

§ 29  Benutzung

 der Leichenzellen    (1)  Die Leichenzellen dienen der Aufnahme der Leichen bis zur Trauerfeier bzw. Bestat‐ tung. Sie dürfen nur mit Erlaubnis der Friedhofsverwaltung und in Begleitung eines  Bestatters betreten werden.    (2)  Sofern  keine  gesundheitsaufsichtlichen  und  sonstigen  Bedenken  bestehen,  können  die Angehörigen die Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen. Die Sär‐

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  ge sind vor Beginn der Trauerfeier oder der Beisetzung endgültig zu schließen. Das  Öffnen und Schließen der Särge obliegt dem Bestattungsinstitut.    (3)  Die Särge der an meldepflichtigen oder gefährlichen übertragbaren Krankheiten Ver‐ storbenen oder Verstorbener, bei denen der Verdacht auf eine solche Krankheit be‐ steht, sollen in besonderen Räumen der Trauerhallen aufgestellt werden. Der Zutritt  zu diesen Räumen und die Besichtigung der Leichen bedürfen grundsätzlich der vor‐ herigen Zustimmung des Amtsarztes bzw. der unteren Gesundheitsbehörde.

§ 30  Trauerfeiern

    (1)  Die Trauerfeiern können in einem dafür bestimmten Raum, am Grabe oder an einer  im Freien vorgesehenen Stelle abgehalten werden.    (2)  Die Benutzung des Feierraumes kann untersagt werden, wenn die Verstorbenen an  einer meldepflichtigen übertragbaren Krankheit gelitten haben oder Bedenken we‐ gen des Zustandes der Leichen bestehen.    (3)  Die Trauerfeiern sollten jeweils nicht länger als 30 Minuten dauern. Ausnahmen be‐ dürfen der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung.    (4)  Stehen für ein Begräbnis keine Träger zur Verfügung, so führt die Stadt, soweit dies  personell möglich ist, auf Antrag den Trägerdienst durch.  Ein Anspruch auf Trägerdienste besteht nicht.    (5)  Jede Musik‐ und jede Gesangsdarbietung auf den Friedhöfen bedarf der vorherigen  Zustimmung  der  Friedhofsverwaltung.  Die  Musikinstrumente  in  den  Feierräumen  dürfen grundsätzlich nur von den zugelassenen Musikern gespielt werden.    IX.   Schlussvorschriften    § 31  Alte Rechte    Die vorhandenen ehemaligen Erbgrabstätten werden den Wahlgrabstätten an Hauptwegen  gleichgestellt.  Die Belegung ausgemauerter Gruften richtet sich nach den oberirdisch zah‐ lenmäßig ausgewiesenen Grabstellen. Eine Wiederbelegung kann erst dann erfolgen, wenn  die Ruhefrist des zuletzt Beigesetzten abgelaufen ist. Sie ist nur als eine normale Erdbestat‐ tung zulässig. Die vorhandenen Grabgewölbe sind auf Kosten der Nutzungsberechtigten zu  entfernen.

§ 32  Haftung

    (1)  Die Stadt Siegen haftet nicht für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Nutzung  der  Friedhöfe,  ihrer  Anlagen  und  ihrer  Einrichtungen,  durch  dritte  Personen  oder 

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  durch Tiere entstehen. Im Übrigen haftet die Stadt Siegen nur bei Vorsatz oder gro‐ ber Fahrlässigkeit.    (2)  Neben den turnusmäßigen Grabsteinkontrollen der Stadt haben die Nutzungsberech‐ tigten einer Grabstätte den darauf errichteten Grabstein regelmäßig darauf zu über‐ prüfen,  ob  erkennbare  oder  versteckte  Mängel  seine  Standsicherheit  beeinträchti‐ gen.

§ 33  Ordnungswidrigkeiten

    (1)  Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig    1.  gegen die Bestimmungen des § 6 Abs. 1 ‐ 3 verstößt,    2.  eine gewerbliche Tätigkeit auf den Friedhöfen ohne Zulassung gemäß § 7 (1)  ausübt, außerhalb der festgesetzten Zeiten Arbeiten durchführt oder Werkzeu‐ ge oder Materialien unzulässig lagert.    3.  die Bestimmung über zulässige Abmessungen für Grabmale und Grabeinfassun‐ gen gemäß § 20 Abs. 1 ‐ 5 nicht einhält,    4.  als  Nutzungsberechtigte  oder  Gewerbetreibende  Grabmale  und  Grabein‐ fassungen oder sonstige bauliche Anlagen ohne Zustimmung gemäß der §§ 21  und 22 errichtet oder verändert,    5.  Grabmale, Grabeinfassungen und sonstige bauliche Anlagen nicht in verkehrs‐ sicherem Zustand gemäß § 24 (1) hält,  6.  Grabstätten gemäß § 27 vernachlässigt,    7.  entgegen § 9 Abs. 1 die Erdbestattung ohne Sarg vornimmt, entgegen § 9 Abs. 3  die Anlieferung der Leichen nicht in dem für die Beerdigung vorgesehenen Sarg  vornimmt oder Tote entgegen § 28 ohne Sarg auf dem Friedhof transportiert,    8.  Leichen entgegen § 29 nicht in den dafür vorgesehenen Räumen aufbewahrt.    (2)  Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 1.000,00 EUR geahndet wer‐ den. Das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) vom 19.03.1987 (BGBl. I. S. 602),  zuletzt geändert durch Gesetz vom 30.08.1990 (BGBl. I. S. 1853), in der jeweils gel‐ tenden Fassung findet Anwendung.

§ 34  Gebühren

    Für die Benutzung der von der Stadt Siegen verwalteten Friedhöfe und ihrer Einrichtungen  sind die Gebühren nach der jeweils geltenden Friedhofsgebührensatzung zu entrichten.   

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen  Ordnungsziffer 67.010        Friedhofssatzung  § 35  Inkrafttreten    Diese Satzung tritt mit dem Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.       +++   Diese Satzung wurde am 28.07.2010 öffentlich bekannt gemacht.   +++

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen (Ordnungsziffer 67.012), Stand 2010

Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.012

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen Ordnungsziffer Zuständigkeit Ratsbeschluss vom

67.012 Abteilung 4/6 14.07.2010 Grünflächen

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen Seite 1 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.012

Aufgrund § 4 des Bestattungsgesetzes für das Land Nordrhein‐Westfalen (BestG NRW) vom 17. Juni 2003 (GV. NRW S. 313) i.V.m. §§ 7 und 8 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein‐Westfalen (GO NRW) in der Fas‐ sung der Bekanntmachung vom 14. Juli 1994 (GV. NRW S. 666, zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 17. Dezember 2009 (GV. NRW. S. 950), hat der Rat der Stadt Siegen am 14.07.2010 folgende Änderung der Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen beschlossen:

§ 1 – Geltungsbereich

(1) Neben der Friedhofssatzung der Stadt Siegen wird diese Friedhofswaldsatzung erlas‐ sen. Diese Satzung gilt für den im Bereich der Hermelsbach angelegten Friedhofswald Siegen. Der Friedhof umfasst die Waldflächen Gemarkung Siegen, Flur 15, Flurstücke 142, 544, 751, die in dem dieser Satzung als Anlage zugehörigen Lageplan gekenn‐ zeichnet sind.

(2) In dem nach § 1 Abs. 1 dieser Satzung näher bezeichneten Friedhofswald Siegen wer‐ den Grabstätten im Bereich der Wurzel des Bewuchses angeboten. Die Stadt Siegen führt über die anzubietenden Grabstätten ein Friedhofsregister.

(3) Soweit sich nicht aus dieser Satzung etwas anderes ergibt, gelten die Vorschriften der Friedhofssatzung der Stadt Siegen vom 09.08.2004 in der jeweils gültigen Fassung mit Ausnahme der §§ 13 ‐ 18 (Grabstätten) entsprechend auch für den Friedhofswald Siegen.

§ 2 – Zuständigkeit

Der Friedhofsträger ist die Stadt Siegen. Die Verwaltung und der Betrieb des Friedhofswaldes Siegen obliegen dem Bürgermeister der Stadt Siegen.

§ 3 – Friedhofszweck

(1) Der Friedhofswald Siegen bietet eine zusätzliche Grab‐ bzw. Bestattungsform in Sie‐ gen an. Er dient der Beisetzung von Urnen im Wurzelwerk des Bewuchses innerhalb der in § 1 Abs. 1 festgelegten Grenzen und den jeweils von der Stadt Siegen freigege‐ benen Flächen.

(2) Die Beisetzung der Totenasche erfolgt durch Vergraben einer biologisch abbaubaren Urne. Die Überdeckung der Urne mit Erdreich muss mindestens 0,50 m betragen.

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen Seite 2 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.012

§ 4 – Arten von Grabstätten

(1) Im Friedhofswald Siegen werden folgende Grabstätten angeboten:

  1. 1. Kauf eines einzelnen Baumes als Familien‐ oder Freundschaftsbaum Bei dieser Bestattungsart ist es zulässig, im Bereich eines Baumes bis zu 12 Ur‐ nenbeisetzungen vorzunehmen. Für diese Grabstätten wird ein Nutzungsrecht von 99 Jahren festgesetzt. Das Nutzungsrecht beginnt mit dem Datum der Nut‐ zungsurkunde.
  1. 2. Erwerb von Begräbnisstätten an einem Gemeinschaftsbaum Bei dieser Bestattungsart werden ein oder mehrere Begräbnisplätze an einem Gemeinschaftsbaum erworben, wobei das Recht auf Beisetzung mit übertragen wird. Die Ruhezeit wird entsprechend den übrigen Urnenbeisetzungen auf städ‐ tischen Friedhöfen auf 20 Jahre festgesetzt und zählt ab der jeweiligen Beiset‐ zung. Diese Begräbnisplätze können nach Ablauf von 20 Jahren auch nach dem dann gültigen Gebührensatz nacherworben werden.
  1. 3. Es besteht auch die Möglichkeit, auf einer bestimmten Fläche des Siegener Friedhofswaldes einen neuen heimischen Baum mit einem Mindeststammum‐ fang von 16 cm bis 18 cm zu pflanzen, der als Begräbnisplatz dienen kann. Die‐ ser Baum steht dann für den Erwerber als Familien‐ oder Freundschaftsbaum zur Verfügung (siehe § 4 Abs. 1). Die Pflanzung dieses Baumes übernimmt die Stadt Siegen nach Zahlung der je‐ weiligen Nutzungsgebühr. Das Nutzungsrecht beginnt mit dem Datum der Nut‐ zungsurkunde und wird für 99 Jahre festgesetzt.

(2) Der Kauf/die Neupflanzung eines Baumes zum Zwecke der Wiederveräußerung ein‐ zelner oder aller Grabstellen ist nicht zulässig. Die Übertragung von Nutzungsrechten ist nur nach vorheriger Genehmigung der Stadt Siegen, Friedhofsverwaltung, zulässig. Diese Genehmigung liegt im Ermessen des Friedhofsträgers und wird nur bei Vorlie‐ gen besonderer Umstände erteilt.

§ 5 – Grabgestaltung

(1) Grabmale jeglicher Art einschließlich Grabeinfassungen sind im Friedhofswald Siegen nicht zulässig. Das Erscheinungsbild des Siegener Begräbniswaldes darf weder gestört noch verändert werden. Aus diesem Grund ist insbesondere untersagt,

‐ Kränze, Grabschmuck oder sonstige Grabbeigaben niederzulegen ‐ Kerzen oder Lampen aufzustellen ‐ Anpflanzungen vorzunehmen.

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen Seite 3 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.012

(2) Auf Wunsch der Angehörigen bringt der Friedhofsträger ein Markierungsschild am jeweiligen Begräbnisbaum an, worauf die persönlichen Daten und auf Wunsch ein re‐ ligiöses Symbol verzeichnet werden können. Äußere Form, Material und Größe des Schildes werden durch den Friedhofsträger festgelegt.

(3) Pflegeeingriffe im Siegener Friedhofswald durch Angehörige von Verstorbenen oder Dritten sind nicht zulässig.

(4) Die Stadt Siegen als Friedhofsträger kann Pflegeeingriffe durchführen, wenn sie aus Gründen der Verkehrssicherung bzw. anlässlich der Beisetzung von Urnen erforder‐ lich sind. Eine umfassende Rücksichtnahme auf die vorhandenen Grabstätten ist selbstverständlich.

§ 6 – Gebühren und Entgelte

Für die Einräumung von Nutzungsrechten, die Durchführung der Bestattung einschließlich aller Vor‐ und Nachbereitungsarbeiten erhebt die Stadt Siegen Entgelte nach der jeweils gül‐ tigen Gebührensatzung für den Friedhofswald Siegen.

§ 7 – Rückgabe von Nutzungsrechten

Eine Rückgabe von Nutzungsrechten an Begräbnisplätzen im Friedhofswald Siegen ist grund‐ sätzlich nicht möglich.

§ 8 – Um‐ und Ausbettungen

(1) Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden.

(2) Um‐ und Ausbettungen von Urnen im Friedhofswald Siegen sind nicht zulässig.

§ 9 – Verkehrssicherungspflicht

Die Verkehrssicherungspflicht des Siegener Begräbniswaldes obliegt der Stadt Siegen. Der Friedhofswald ist ungeachtet seiner besonderen Zweckbestimmung Wald im Sinne des Bun‐ deswaldgesetzes und des Landesforstgesetzes NRW. Besucher haben sich beim Betreten des Beerdigungswaldes sowohl auf den angelegten Wegen als auch außerhalb dieser Wege durch Beachtung entsprechender Sorgfalt auf die beschränkte Verkehrssicherheit eines weitgehend naturbelassenen Waldgeländes einzustellen. Die Verkehrssicherungspflicht der Stadt Siegen besteht nur hinsichtlich der Vermeidung von Gefahren, mit denen in einem sol‐ chen Gelände nicht gerechnet werden muss. Insoweit obliegt der Stadt Siegen keine beson‐ dere Obhut und Überwachungspflicht. Die Stadt Siegen haftet daher nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Vorschriften über die Amtshaftung bleiben unberührt.

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen Seite 4 Handbuch: Ortsrecht der Stadt Siegen Ordnungsziffer 67.012

§ 10 – Verhalten in dem Friedhofswald Siegen

(1) Jeder hat sich im Friedhofswald Siegen der Würde des Ortes entsprechend zu verhal‐ ten. Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen.

(2) Kinder unter 12 Jahren dürfen den Friedhofswald nur in Begleitung verantwortlicher Erwachsener betreten.

(3) Im Friedhofswald Siegen ist insbesondere nicht gestattet,

a) die Wege mit Kraftfahrzeugen zu befahren, es sei denn, dass eine schriftliche Genehmigung der Friedhofsverwaltung vorliegt,

b) Film‐, Ton‐, Video‐ und Fotoaufnahmen zu erstellen oder zu verwerten, außer zu privaten Zwecken,

c) Bestattungen ohne Erlaubnis der Angehörigen zu fotografieren oder zu filmen,

d) den Friedhofswald und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädigen,

e) zu lärmen, zu spielen, zu essen und zu trinken sowie zu lagern.

Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck und der Ordnung des Friedhofswaldes vereinbart sind.

§ 11 – Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Bestimmungen des

§ 10 Absätze 1 bis 3 dieser Satzung verstößt.

(2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße von bis zu 1.000 EUR geahndet werden. Das Gesetz über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) vom 19.03.1987 (BGBl. I, S. 602), zuletzt geändert durch Gesetz vom 30.08.1990 (BGBl. I, S. 1853) in der jeweils geltenden Fassung findet Anwendung.

§ 12 – Tätigkeiten im Friedhofswald

Alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit einer Bestattung im Siegener Friedhofswald werden ausschließlich durch städtisches Personal oder hierfür von der Stadt Siegen Beauftragte durchgeführt.

§ 13 – Inkrafttreten

Diese Satzung tritt mit dem Tag nach ihrer Bekanntmachung in Kraft.

+++ Die Satzung wurde am 28.07.2010 öffentlich bekannt gemacht. +++

Satzung für den Friedhofswald der Stadt Siegen Seite 5

🧮 Interaktiver Kosten-Baukasten: Was kostet eine Bestattung in Siegen?

Da jede Satzung andere Positionen enthält, können Sie hier die amtlichen Gebühren von Siegen mit Ihren persönlichen Wünschen kombinieren. Alle Häkchen und Euro-Beträge sind frei anpassbar!

Info zu Marktrichtwerten (PLZ-Region 57xxx) ↗
1. Gewünschte Grabart in Siegen anklicken (übernimmt den Satzungspreis):
2. Kostenpositionen prüfen, an-/abhaken oder eigene Angebote eintragen:
1. Grabnutzungsgebühr (🏺 Urnenreihengrab) 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für das Nutzungsrecht an der Grabstelle in Siegen
€
2. Beisetzung / Grabaushub (Öffnen & Schließen) 🟢 Laut Satzung
Satzungswert: 245 € (Urne) bzw. 818 € (Sarg)
€
3. Trauerhalle / Feierhalle / Leichenhalle 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für die Nutzung der Trauer-/Leichenhalle in Siegen (Bei stiller Beisetzung ohne Halle einfach Häkchen entfernen)
€
4. Kommunale Friedhofsunterhaltungs- / Pflegegebühr (falls erhoben) 🔶 Optional laut Satzung
Manche Gemeinden (z. B. über einen eigenen § für Friedhofsunterhalt) erheben zusätzlich 5–15 € pro Ruhezeitjahr für Wasser/Müll/Wegepflege.
€
5. Bestatter, Sarg/Urne, Versorgung, Überführung & Krematorium 📊 Richtwert PLZ-Region 57xxx ↗
Regionaler Marktrichtwert für Bestatterleistungen (oder eigenen Kostenvoranschlag eintragen):
€
6. Ärztliche Leichenschau (GOÄ Ziff. 101) & Sterbeurkunden ⚖️ Gebührenordnung (GOÄ)
Totenschein (165,77 € Festbetrag + Wegegeld), Sterbeurkunden & ggf. 2. Leichenschau im Krematorium
€
Optionale Zusatz- & Folgekosten (bei Bedarf anhaken):
7. Steinmetz: Grabstein, Einfassung & Inschrift 🔶 Optionaler Richtwert
Entfällt bei anonymen Grabfeldern oder pflegefreien Rasen-/Baumgräbern ohne eigenes Denkmal.
€
8. Trauerkranz, Blumenschmuck, Trauerredner & Bewirtung 🔶 Optionaler Richtwert
Je nach Gästeanzahl beim anschließenden Trauerkaffee und gewünschtem Blumenschmuck.
€
9. Nachlass: 3 Monate Mietfortzahlung (§ 564 BGB) & Wohnungsauflösung 🏠 Häufig übersehen
Ein Mietvertrag endet nicht mit dem Tod: Erben haften für die 3-monatige Kündigungsfrist (§ 573c BGB) sowie Räumung.
€
Ihre persönliche Kalkulation für Siegen:
Friedhofsgebühren: 0 €  +  Bestatter, GOÄ & Extras: 0 €
Berechneter Gesamtrahmen:
0 €