📊 Amtliche Friedhofsgebühren im Überblick
Tarifstand: 2024🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext
1. Friedhofsgebührensatzung Stand: 2024 (Fassung der 1. Änderungssatzung, gültig ab 01.01.2024) Volltext anzeigen ▼
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Satzung über die Friedhofs- und Bestattungsgebühren der Stadt Treuchtlingen (Fassung der 1. Änderungssatzung, gültig ab 01.01.2024)
Satzung über die Friedhofs- und Bestattungsgebühren der Stadt Treuchtlingen in der Fassung der 1. Änderungssatzung zum 01.01.2024
Die Stadt Treuchtlingen erlässt aufgrund der Art. 1, 2 Abs. 1 und 8 des Kommunalabgabengesetzes und
Artikel 20 des Kostengesetzes folgende Satzung:
§ 1 Gebührenerhebung
Die Stadt Treuchtlingen erhebt für die Benutzung der Bestattungseinrichtungen Gebühren.
§ 2 Grabgebühren
Folgende Grabgebühren gelten für die vollen Ruhefristen nach § 9 der Friedhofs- und Bestattungssatzung der Stadt Treuchtlingen.
(1) In den Friedhöfen Treuchtlingen, Dietfurt und Schambach
a) Reihengrab
- 1. für Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr 570 €
- 2. Reihengrab für Personen über 12 Jahre 1.290 €
- b) Familiengrab
- 1. einfach 2.190 €
- 2. doppelt 4.380 €
- 3. jede weitere Grabstelle 2.190 €
- 4. Tieferlegung 900 €
- 5. Urnenbeisetzung - zusätzlich im Erdgrab 600 €
- c) Urnengräber
- 1. Urnengrab 1.140 €
- 2. Urnenhain 1.515 €
(2) Im Friedhof Treuchtlingen
a) Urnenmauer
- 1. Einzelnische 1.320 €
- 2. Doppelnische 2.640 €
- b) anonymes Urnengrab 1.100 €
- c) Grabkammer 2.190 €
- d) Grabplatz im Grabfeld für Sternenkinder 100 €
- e) Baumbestattung 1.100 €
- f) Urnenstele (Urnenwürfel) 2.640 €
- g) Urnenringsegment 1.260 €
(3) Im städtischen Teil des Friedhofes in Möhren
a) Einzelgrab (ohne Tieferlegung) 2.190 €
b) Doppelgrab (ohne Tieferlegung) 4.380 €
c) Urnenbeisetzung - zusätzlich im Erdgrab 600 €
(4) Wird in einem Familien-, Doppel- oder einer Grabkammer eine weitere Leiche oder Urne bzw. in einer Urnennische und einem Urnengrab eine weitere Urne beigesetzt, deren Ruhefrist die Dauer der Nutzungszeit übersteigt, dann ist für das zu verlängernde Nutzungsrecht auf die Dauer der neuen Ruhefrist die anteilmäßige Grabgebühr zu entrichten.
Satzung über die Friedhofs- und Bestattungsgebühren der Stadt Treuchtlingen vom 23.12.2022
Die Gebühr beträgt für jedes Jahr der Verlängerung: 1/15 der Urnengrab-Gebühr (Erdgrab und Nische) (in allen Friedhöfen) 1/30 der Familiengrab-Gebühr (im Friedhof Treuchtlingen) 1/30 der Doppelgräber im städtischen Teil des Friedhofes in Möhren 1/35 der Familiengrab-Gebühr (in den Friedhöfen Dietfurt und Schambach) 1/15 der Gebühr für eine Grabkammer im Friedhof Treuchtlingen 1/15 der Gebühr für eine Nische in der Urnenwand (Friedhof Treuchtlingen) 1/15 für die Gebühr einer Urnenstele (Urnenwürfel)
(5) Bei Bestattungen von Personen, die in Treuchtlingen keinen Wohnsitz und kein Recht auf Beisetzung in einem Familien-, Doppel- oder Urnengrab hatten, wird zu den unter 1 - 3 aufgeführten Gebühren ein Zuschlag von 50 Prozent erhoben.
(6) Bei Auflösung eines Grabes vor Ablauf der Ruhezeit je Jahr 30 €
(7) Zuschlag für Rasengräber in ausgewiesenen Bereichen je Jahr 30 €
§ 3 Ersatz für Fundamentstreifen
Zusätzlich zu den Grabgebühren werden für die von der Stadt hergestellten Streifenfundamente zur Grabsteinbefes-tigung folgende Kostenersätze erhoben:
(1) Im städtischen Teil des Friedhofes in Möhren:
a) für ein Einzelgrab 256 €
b) für ein Doppelgrab 512 €
(2) Im Friedhof in Dietfurt (neuer Teil)
a) für ein Einzelgrab 77 €
b) für ein Doppelgrab 154 €
§ 4 Bestattungsgebühren
(1) Gebühr für die
a) Benutzung der Leichenhalle
- 1. inkl. Vorraum im Friedhof Treuchtlingen 210 €
- 2. in den Ortsteilen Auernheim, Bubenheim, Dietfurt, Graben, Windischhausen und Schambach 110 €
- b) Benutzung des Aufbahrungsraums im Friedhof Treuchtlingen pro angefangenem Benutzungstag 40 €
- c) Leichenhausdienste
- 1. Annahme des / der Verstorbenen zur Aufbahrung im Aufbahrungsraum 40 €
- 2. Öffnen und Schließen des Sarges nach Angabe der Hinterbliebenen entfällt
- 3. Aufbahrung des Sarges bzw. der Urne für die Trauerfeier in der Leichenhalle 60 €
- d) Reinigen der Leichenhalle in Treuchtlingen
- 1. Reinigung (mit Nebenräumen) nach Bestattung 50 €
- 2. Reinigung des Aufbahrungsraumes bei einer Überführung nach auswärts - ohne Durchführung einer Bestattung 25 €
- e) Reinigung der Leichenhalle in den Ortsteilen 50 €
(2) Durchführung der Bestattung
a) Bestattungsdienste 70 €
b) Sargträger je Person 45 €
c) Urnenbegleiter /-träger je Person 45 €
(3) Öffnen und Schließen von Gräbern
a) Familien- oder Reihengrab
- 1. Normaltiefe 550 €
- 2. Zuschlag für Tieferlegung 150 €
- 3. Erschwerniszuschlag für Sargübergröße 85 €
- 4. Erschwerniszuschlag für Tieferlegung bei Sargübergröße 105 €
- b) Kindergrab 275 €
- c) Grabkammer 550 €
- d) Urnenbeisetzung
- 1. im Urnengrab oder Familiengrab 120 €
- 2. in der Urnennische / Urnenstelen 30 €
Satzung über die Friedhofs- und Bestattungsgebühren der Stadt Treuchtlingen vom 23.12.2022
- 3. in bestehender Grabkammer / Gruft 250 €
- 4. im Urnenhain mit eingelassener Urnenröhre 65 €
- 5. im Baumgrab 140 €
- e) Grabplatz im Grabfeld für Sternenkinder 125 €
(4) Exhumierungen und Umbettungen
a) Ausgraben einer Urne aus einem Erdgrab / Grabkammer / Baumgrab
- Gebühren nach 3.d.1, 3.d.3 bzw. 3.d.5 zuzüglich 100 €
b) Entnahme einer Urne aus der Urnenwand / Urnenstele / Urnenröhre -Gebühren nach 3.d.2 bzw. 3.d.4 zuzüglich 35 €
c) Exhumierung einer Leiche aus einem Erdgrab
- Gebühren nach 3 a - c) zuzüglich 450 €
d) Umbettung einer Leiche oder von Gebeinen aus einem Erdgrab
- Gebühren nach 3 a - b) zuzüglich 660 €
e) Umbettung einer Leiche oder von Gebeinen aus einer Grabkammer
- Gebühren nach 3 c) zuzüglich 250 €
(5) Für unaufschiebbare dringende Tätigkeiten außerhalb der Hauptgeschäftszeiten Montag bis einschl. Freitag von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr - außer gesetzlicher Feiertage wird zu den Gebühren nach Abs. 3 ein Zuschlag von 30 % erhoben.
(6) Für durch die Stadt Treuchtlingen beauftragte Grabräumungen:
a) einteiliges Grab 330 €
b) zweiteiliges Grab 550 €
c) Grabkammer incl. Öffnen und Entsorgen der Überreste 800 €
d) Urnengrab 110 €
e) Entfernen einer Urne aus Urnennische, -Stele oder -Röhre und Verbringen der Asche an den ausgewiesenen Gedenkplatz im Feld H/106, mit anschließender Entsorgung der leeren Urne 105 €
f) Entfernen von Namensplatten bei Grabauflösung von Sozialgräbern, Baumbestattungen oder Sternenkinderfeld 65 €
g) Auflösung von drei- und mehrteiligen Gräbern sowie Gruften nach Aufwand
h) Zuschläge bei aufwändiger Fundamententferung und -entsorgung nach Aufwand (7) Sonstige Dienstleistungen (Regiearbeiten) je Person und Stunde 60 €
§ 5 Verwaltungsgebühren
(1) Allgemeine Verwaltungsgebühr (einschl. Ausstellung einer Graburkunde, Umschreibung Nutzungsrecht) 50 €
(2) Erlaubnis gem. § 2 Abs. 4 der Friedhofs- und Bestattungssatzung 55 €
(3) Ausstellung eines Berechtigungsscheines gem. § 40 der Friedhofs- und Bestattungssatzung je angefangenes Kalenderjahr 75 €
(4) Genehmigung für die Errichtung und Änderung eines Grabmals 55 € Bei unverhältnismäßig hohem Verwaltungsaufwand, kann die Gebühr bis zum doppelten Betrag erhöht werden.
(5) Genehmigung einer Ausgrabung 55 €
(6) Ausstellung eines Leichenpasses 60 €
(7) Bescheinigung zur Urnenbeisetzung 10 €
(8) Genehmigung zur vorzeitigen Auflösung eines Grabes 50 €
§ 6 Entstehung und Fälligkeit der Gebühren, Gebührenpflichtiger
(1) Die Gebühren entstehen mit der Leistung der Stadt Treuchtlingen bzw. durch die Stadt Treuchtlingen beauftrag-te Unternehmen.
(2) Die Gebühr wird einen Monat nach Bekanntgabe des Gebührenbescheides fällig.
Satzung über die Friedhofs- und Bestattungsgebühren der Stadt Treuchtlingen vom 23.12.2022
(3) Gebührenpflichtiger ist,
a) wer zur Tragung der Bestattungskosten gesetzlich verpflichtet ist,
b) wer den Antrag auf Benutzung der Bestattungseinrichtung gestellt hat,
c) wer das Nutzungsrecht an einer Grabstätte erwirbt,
d) wer den Auftrag zu einer Leistung erteilt hat. Mehrere Gebührenpflichtige sind Gesamtschuldner. Bei Verlängerung des Grabnutzungsrechtes sind die Grabnutzungsgebühren vom Grabnutzungsberechtigten zu tragen.
§ 7 Inkrafttreten
(1) Diese Satzung tritt am 01. Januar 2023 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Satzung über die Friedhofs- und Bestattungsbebühren der Stadt Treuchtlingen vom 15. Dezember 2017 außer Kraft.
Treuchtlingen, den 23.12.2022 STADT TREUCHTLINGEN
Dr. Dr. Kristina Becker Erste Bürgermeisterin
Stadtratsbeschluss vom 23.12.2022 Stadtratsbeschluss vom 21.12.2023 (1. Änderungssatzung)
2. Friedhofssatzung Stand: 2013 (Fassung der 2. Änderungssatzung vom 22.10.2021) Volltext anzeigen ▼
Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.
Friedhofs- und Bestattungssatzung der Stadt Treuchtlingen
in der Fassung der 2. Änderungssatzung vom 22.10.2021
Aufgrund Art. 23 und 24 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern erlässt die Stadt Treuchtlingen folgende
Friedhofs- und Bestattungssatzung
I. Allgemeine Bestimmungen
§ 1 Öffentliche Einrichtung
(1) Die Stadt Treuchtlingen unterhält folgende Bestattungseinrichtungen:
a) Friedhof in Treuchtlingen mit Leichenhaus und Aussegnungshalle
b) Friedhof in Dietfurt mit Leichenhalle
c) Friedhof in Schambach mit Leichenhalle
d) Friedhof in Mohren (stadt. Teil)
e) Leichenhalle in Auernheim
f) Leichenhalle in Bubenheim
g) Leichenhalle in Graben
h) Leichenhalle in Windischhausen
(2) Die Stadt stellt das erforderliche Friedhofs- und Bestattungspersonal.
§ 2 Friedhofswidmung
(1) Als Bestattung im Sinne dieser Satzung gilt die Erdbestattung von Leichen und die Beisetzung von Urnen. Die Beisetzung in Grabkammern gilt im Sinne dieser Satzung - soweit nicht ausdrücklich anders geregelt - als Erdbestattung. (2) In den städtischen Friedhöfen werden alle Personen beerdigt, die bei ihrem Tod Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im ehemaligen Stadtgebiet Treuchtlingen (Gebietsstand 31.03.1971) oder in den Stadtteilen Dietfurt, Schambach und Mohren hatten oder die ein Nutzungsrecht an einem Familien- oder Urnengrab besitzen oder solche Personen, deren Bestattung der Inhaber eines solchen Nutzungsrechts beantragt.
(3) Es werden grundsätzlich bestattet:
a) Verstorbene aus dem Stadtteil Dietfurt im Friedhof in Dietfurt
b) Verstorbene aus dem Stadtteil Schambach im Friedhof in Schambach
c) Verstorbene aus dem Stadtgebiet Treuchtlingen (Gebietsstand 31.03.1971) im Friedhof in Treuchtlingen
d) Verstorbene aus dem Stadtteil Mohren im Friedhof in Mohren
(4) Andere Personen (auch Verstorbene aus dem Einzugsbereich der kirchlichen Friedhöfe in Auernheim, Bubenheim, Graben, Gundelsheim, Wettelsheim und Windischhausen) dürfen nur mit besonderer Erlaubnis in den städtischen Friedhöfen bestattet werden. Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die zur Durchführung der Beerdigung Verpflichteten im Stadtgebiet Treuchtlingen wohnen und der auswärts Verstorbene den Willen geäußert hat, in Treuchtlingen bestattet zu werden. (5) Die Bestattung der im Stadtgebiet oder in einem angrenzenden gemeinsdefreien Gebiet Verstorbenen oder tot Aufgefundenen ist zu gestatten, wenn eine ordnungsgemäß Beisetzung nicht anderweitig gewährleistet ist.
§ 3 Benutzungszwang
(1) Folgende Tätigkeiten müssen alle Bürger, die jemanden bestatten müssen, durch die Stadt oder durch andere durchführen lassen:
a) Es mussen die Leichenhausdienste (Reinigung, Desinfektion und dgl.) durchgefuhrt werden.
b) Es muss entweder eine Erdbestattung mit Öffnen und Schließen der Gräber, Benutzung des Bahwagens und Versenkung des Sarges durchgeführt oder eine Urne beigesetzt werden.
Buchst. b) gilt nur dann für den städtischen Teil des Friedhofes in Möhren, wenn die Bestattung im kirchlichen Friedhofsteil nicht möglich ist.
(2) Der Benutzungszwang nach Abs. 1 Buchst. a) und b) wird - solange in den Ortsteilen die Tätigkeiten von Bürgern ausgeübt werden - ausgesetzt. (3) Leichen, die nach § 4 BestV (nicht natürlicher Tod, Leiche eines Unbekannten) in das Leichenhaus gebracht worden sind, dürfen nur durch die Beauftragten der Stadt eingesagt werden. (4) Bei Überführungen nach auswärts gilt nur Abs. 1 Buchst. a).
§ 4 Ausnahmeregelung
Ausnahmen von einzelnen Regeln dieser Satzung kann nur die Stadt erteilen, wenn besondere Gründe genannt werden können, die die öffentliche Sicherheit, die öffentliche Gesundheit, das Erscheinungsbild des Friedhofes und die Würde des Verstorbenen nicht verletzen.
II. Bestattungsvorschriften
§ 5 Anzeigepflicht
(1) Sollen Bestattungen auf den städtischen Friedhöfen erfolgen, so ist dies unverzüglich nach Eintritt des Todes bei der Stadt zu melden. (2) Soll die Beisetzung in einer Grabstände durchgeführt werden, an der ein Nutzungsrecht besteht, so ist diese Recht nachzuweisen.
§ 6 Größe der Gräber
(1) Die Stadt bietet verschiedene Arten von Gräbern an (vgl. § 12 bis 21). (2) Die Großde der einzelnen Gräber beträgt im Normalfall:
a) Für die Beisetzung von Verstorbenen bis zum vollendeten 12. Lebensjahr (Kindergräber):
Länge: 1,20 m bis 1,50 m
Breite: 0,40 m bis 0,70 m
b) Reihengräber:
Länge: 2,00 m Breite: 0,90 m
im Friedhof Dietfurt, Teil B beträgt die Grablänge 1,90 m
c) Familiengräber:
einteilig: Länge: 2,00 m Breite: 0,90 m
zweiteilig: Länge: 2,00 m Breite: 2,00 m
dreiteilig: Länge: 2,00 m Breite: 3,00 m
im Friedhof Dietfurt, Teil B beträgt die Grablänge 1,90 m
d) Im Friedhof Möhren gelten folgende Grabgrößen:
Einzelgrab: Länge: 2,00 m Breite: 0,90 m
Doppelgrab: Länge: 2,00 m Breite: 1,80 m
In der Grablänge ist der Fundamentstreifen eingeschlossen.
e) Im Friedhof Treuchtlingen bestehen entlang der alten Friedhofsmauer und in den Feldern A und D Gräber mit Übergrößen. In diesen Bereichen beträgt die Größe der Gräber:
einteiliges Grab: Länge: 2,30 m Breite: 1,00 m
zweiteiliges Grab: Länge: 2,30 m Breite: 2,00 m
dreiteiliges Grab: Länge: 2,30 m Breite: 3,00 m
f) Die Größe der Urnengräber beträgt
Länge: 0,80 m Breite: 0,80 m
oder
Länge: 1,00 m Breite: 0,80 m
g) Im Bereich der Urnenhaine beträgt die Grabgröße
in Dietfurt und Schambach Länge: 0,40 m Breite: 0,40 m
im Friedhof Treuchtlingen Länge: 0,60 m Breite: 0,60 m
h) Die Größe der Gräber im Friedhof Treuchtlingen, Feld H (Grabkammern) beträgt:
Länge: 2,00 m Breite: 0,90 m
(3) In Einzelfällen und der Örtlichkeit angepasst können in Ausnahmefällen auch andere Grabgroßen genehmigt werden. (4) Abstand zwischen den Gräbern
a) Für alle neuen Gräber muss der Abstand zwischen den Gräbern mindestens 0,40 m betragen.
b) Bei bestehenden Gräbern bleibt es bis zum Ablauf der Ruhezeit beim bisherigen Abstand; nach Ablauf der Ruhezeit ist eine Neubelegung nur möglich, wenn der Abstand zwischen den Gräbern mindestens 0,40 m beträgt.
(5) Die Tiefe des einzelnen Grabes (Bestattungstiefe) bis zur Unterkante des Sarges beträgt
a) für Gräber von Kindern bis zu 12 Jahren: mindestens 1,30 m
b) für eine Tieferlegung: 2,40 m
c) ansonsten: 1,80 m.
(6) Urnen sind bei einer Beisetzung in Gräbern in einer Tiefe von mindestens 0,50 m, von der Erdoberfläche (ohne Erdhügel) bis zur Oberkante der Urne gerechnet, beizusetzen.
§ 7 Aufbahrung von Leichen
(1) Die Leichen werden im Leichenhaus aufgebahrt. Die im § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BestV genannten An-gehörigen entscheiden, ob die Aufbahrung im offenen oder geschlossenen Sarg geschieht. Wir dar-ber nichts bestimmt, bleibt der Sarg geschlossen. (2) Die Aufbahrung im offenen Sarg unterbleibt, wenn Gefahren für die Gesundheit zu befürchten sind oder es der Wurde des Verstorbenen widersprechen wurde. (3) Wahrend der Trauerfeier ist der Sarg geschlossen.
§ 8 Bestattung, Särge, Bekleidung
(1) Särge müssen so beschaffen sein, dass
a) die physikalische, chemische und biologische Beschaffenheit des Bodens und des Grundwassers nicht nachteilig verändert wird,
b) die Verwesung der Leiche innerhalb der Ruhezeit ermitteligt wird,
c) nach dem Stand der Technik bei der Verbrennung die gingestmöglichen Emissionen entstehen,
d) bis zur Bestattung keine Flüssigkeit austreten kann.
e) Im Feld "H" im Friedhof Treuchtlingen)dürfen keine Eichensarge verwendet werden.
(2) Für Sargausstattung und Bekleidung von Leichen ist leicht vergängliches Material aus Naturfasern zu verwenden; Abs. 1, Buchst. a) bis c) ist ebenfalls zu beachten. (3) Urnen müssen aus biologisch abbaubaren Material hergestellt sein. (4) Erdbestattungen in einem Leichentuch ohne Sarg aus religiösen und weltanschaulichen Gründen sind möglich, sowie öffentliche Belange nicht entgegenstehen (§ 30 Abs. 2 BestV).
§ 9 Ruhefristen
(1) Die Ruhefristen für Leichen betragen
a) im Friedhof Treuchtlingen 30 Jahre für Kinder bis zu 12 Jahren 15 Jahre im Feld „H" (Grabkammern) 15 Jahre
b) in den Friedhöfen in Dietfurt und Schambach 35 Jahre für Kinder bis zu 12 Jahren 20 Jahre
c) im städtischen Teil im Friedhof Mohren 30 Jahre für Kinder bis zu 12 Jahren 15 Jahre
(2) Die Ruhefrist für Aschenreste (Urnen) beträgt 15 Jahre.
§ 10 Umbettungen
(1) Für die Umbettung von Leichen und Aschenresten ist die vorherige Erlaubnis der Stadt erforderlich. Sie darf nur erteilt werden, wenn ein wichtiger Grund die Störung der Totenruhe und die Unterbrechung der Verwesung rechtfertigt. Außen dem müssen gesundheitliche Gefahren ausgeschlossen werden. (2) Die Erlaubnis kann grundsätzlich nur von den in § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr.1 BestV genannten Angehörigen beantragt werden. Zur Umbettung ist auch die Zustimmung des Grabstätteninhabers sowie des Gesundheitsamtes (§ 21 Abs. 1 BestV) notwendig. (3) Die Stadt bestimmt den Zeitpunkt der Umbettung. Sie lasst die Umbettung durchfuhren.
(4) Die Kosten der Umbettung und den Ersatz des Schadens, der an den benachbarten Grabstätten durch die Umbettung entstehen kann, haben die Antragsteller zu tragen. (5) Die Vorschriften, wonach eine Ausgrabung oder Umbettung von Amts wegen durchgeführt wird, bleiben unberührt.
III. Grabstätten
§ 11 Arten der Grabstätten
(1) Auf den städtischen Friedhöfen werden verschiedene Arten von Grabstätten zur Verfügung gestellt (vgl. §§ 12 bis 21). (2) Die Belegung der Gräber erfolgt in Absprache mit den Angehörigen; ein Anspruch auf Überlassung einer Grabstätte an einem bestimmten Platz besteht nicht.
§ 12 Reihengräber
(1) Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr werden in Reihengräbern (Kindergräbern) bestattet; unabhängig davon können Kinder auf Wunsch der Eltern in einem Familiengrab oder einer Grabkammer bestattet werden. (2) Reihengräber werden grundsätzlich nur für die Dauer der Ruhezeit (§ 9 Abs. 1) zur Verfügung gestellt. (3) In einem Reihengrab darf während der Ruhezeit grundsätzlich keine weitere Beisetzung vorgenommen werden, ausgenommen sind Urnen bis 15 Jahre vor Ablauf der Ruhezeit. (4) In Reihengräbern wird der Reihe nach beigesetzt. (5) Die Umwandlung eines Reihengrabes in ein Familiengrab kann je nach Lage des Grabes in Ausnahmefällen durch die Friedhofsverwaltung genehmigt werden.
§ 13 Sozialgräber
(1) Verstorbene ohne Angehörige, die nicht Inhaber eines Grabnutzungsrechtes sind, werden in der Regel im anonymen Urnengrab bzw. in sog. Sozialgräbern (Erdgrab) bestattet. (2) These Sozialgräber werden grundsätzlich mit Tieferlegung, d.h. mit 2 Personen belegt. (3) Die Sozialgräber werden regelmäßig angesät.
§ 14 Familiengräber
(1) Familiengräber sind Gräber, an denen ein Nutzungsrecht auf den im § 9 Abs. 1 festgelegten Zeitraum erworben werden kann. (2) Der Nutzungsberechtigte erhält eine Graburkunde. (3) Familiengräber können nach Ablauf der Nutzungszeit - ohne Neubelegung - nachgekauft werden. Dieser Nachkauf ist nur für 5, 10, 20 oder 30 Jahre (im Friedhof Treuchtlingen und Friedhof Möhren) bzw. 5, 10, 20 oder 35 Jahre (im Friedhof Dietfurt und Friedhof Schambach) möglich. (4) Familiengräber können Einzelgräber, Doppelgräber oder mehrteilige Gräber sein. (5) Soweit es die Bodenverhältnisse zulassen, können in Familiengräbern Leichen tiefer gelegt werden; somit können zwei Leichen übereinander zu liegen kommen.
(6) Die Beisetzung von Urnen in Familiengräbern ist unbegrenzt möglich. (7) § 42 dieser Satzung (Belegungssperren) findet Anwendung.
§ 15 Grabkammern (Feld H, Friedhof Treuchtlingen)
(1) Die Grabkammern im Feld H werden als Familiengräber belegt. Es gelten die Vorschriften des § 14 entsprechend.
§ 16 Grabplatz für „Sternenkinder“
(1) Im Feld G des Friedhofs Treuchtlingen wurde ein Bereich für die Beisetzung von Frühgeborenen angelegt. (2) Die Bestattung erfolgt in Grabstellen rund um den Gedenkstein. Auf Wunsch konnen die Eltern eine Namensplatte - liegend mit einer GroBe von max. 20 cm x 30 cm - mit dem Namen des Kindes anbringen. Blumenschmuck ist spätestens 4 Wochen nach der Beisetzung zu entfernen. Weiterer Grabschmuck ist an der Grabstelle nicht gestattet; abgestellte Gegenstände werden vom Friedhofspersonal entfern. Blumen, Kerzen und keine Gegenstände dürfen nur auf der darauf vorgesehenen Fläche rund um den Gedenkstein abgestellt werden. (3) Unbenommen davon bleibt für betroffene Eltern die Möglichkeit ein reguläres Grab zu erwerben. (4) Die Ruhezeit beträgt 15 Jahre (§9 Abs. 1 Buchst. a dieser Satzung).
§ 17 Urnengräber
(1) Urnengräber sind Gräber, die ausschließlich für die Erdbestattung von Urnen dieren. An Urnengräbern kann ein Nutzungsrecht auf den im § 9 Abs. 2 festgelegten Zeitraum erworben werden. (2) Der Nutzungsberechtigte erhält eine Graburkunde. (3) Der Erwerb eines neuen Urnengrabs ist grundsätzlich nur bei einem Todesfall möglich. (4) Urnengräber konnen nach Ablauf der Nutzungszeit - ohne Neubelegung - nachgekauft werden. Diese Nachkauf ist nur für 5, 10 oder 15 Jahre möglich.
§ 18 Urnenhaine
(1) Urnenhaine wurden angelegt im Friedhof Dietfurt und im Friedhof Schambach sowie im Feld C des Friedhofs Treuchtlingen. (2) In den Urnenhainen gelten die Vorschriften für Urnengräber (§ 17) entsprechend.
§ 19 Urnenmauer / Urnenstelen
(1) Für die Bestattung in den Urnenstelen gelten die Vorschriften für die Urnenmauer entsprechend. (2) In der Urnenmauer / den Urnenstelen stehen Urnennischen als Einzel- und Doppelnischen bzw. Mehrfachnischen für die Beisetzung von Urnen zur Verfugung. Für die Urnennischen wird ein Nutzungsrecht auf den im § 9 Abs. 2 festgelegten Zeitraum erworben. (3) Der Nutzungsberechtigte erhält eine Graburkunde. (4) In den Einzelnischen kann eine Urne, in den Doppelnischen konnen zwei Urnen beigesetzt werden. (5) Der Erwerb einer Urnennische ist grundsätzlich nur im Todesfall möglich.
Friedhof- und Bestattungsentzug der Stadt Treuchtlingen vom 27. Dezember 2013 Steuerinitiative Fassung der Apterungsunterlagen vom 03.02.2016 und 03.10.2021
(6) Urnennischen können nach Ablauf der Nutzungszeit, bei Doppelnischen nach Ablauf der zweiten Ruhezeit, ohne eine erneute Bestattung einmal für den Zeitraum von 15 Jahren verlängert werden.
§ 20 Urnengrabanlage
(1) Bei dieser Grabanlage im Feld D des Friedhof Treuchtingen handelt es sich um eine geschlossene Grabanlage; in dieser werden nur Urnen bestattet. Die Bestattung erfolgt anonym, d.h. ohne Grabkreuz oder Namenstafel. (2) Die Vergabe der Bestattungspläte erfolgt der Reihe nach. (3) Der Bestattungsplatz wird nur für die Dauer der Ruhezeit nach § 9 Abs. 2 vergeben. Ein Nutzungsrecht an der Grabstelle wird nicht erworben.
§ 21 Baumbestattungen
(1) Unter einzeln ausgewiesenen Bäumen im Friedhof Treuchtingen können Aschenreste (Urnen) in einer sog. Baumbestattung beigesetzt werden. (2) Die Vergabe der Bestattungspläte erfolgt der Reihe nach. Die Gestaltung der Grabpläte ist in § 33 b geregelt. (3) Der Bestattungsplatz wird nur für die Dauer der Ruhezeit nach § 9 Abs. 2 vergeben. Ein Nutzungrecht an der Grabstelle wird nicht erworben.
IV. Nutzungsrecht
§ 22 Beisetzung in Familien- und Urnengräbern und der Urnenmauer
(1) Der Nutzungsberechtigte hat das Recht, in der Grabstände bestattet zu werden und Mitglieder seiner Familie darin bestatten zu halten. Ausnahmeweise kann die Stadt auch die Beisetzung anderer Personen zulassen. (2) Wahrend der Nutzungsdauer darf eine Beisetzung nur dann vorgenommen werden, wenn die Ruhezeit die Nutzungszeit nicht übersteigt oder das Nutzungsrecht für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhefrist verlangert wird. (3) Bei einer weiteren Bestattung in einem bestehenden Grab muss die komplette Grabanlage abgebaut werden.
§ 23 Übertragung des Nutzungsrechts
(1) Der Nutzungsberechtigte kann das Nutzungsrecht durch eine schriftliche Erklärung gegenüber der Stadt übertragen. Das Einverständnis des neuen Nutzungsberechtigten ist mit vorzulegen. (2) Triffr der Nutzungsberechtigte fur den Fall seines Todes keine oder eine unwirksame Bestimmung, so geht das Nutzungsrecht auf die in § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BestV genannten Angehörigen in der dort genannten Reihenfolge uber. Sind innerhalb der Reihenfolge mehrere Gleichberechtigte vorhanden, so sind diese verpflichtet, einen von ihren als einzigen neuen Nutzungsberechtigten zu benennen und die Umschreibung auf ihn zu veranlassen. Konnen die Angehörigen sich nicht auf eine Person einigen, die als Nutzungsberechtigte eingetragen werden soll, so ist die Stadt berechtigt, einer von ihren das Nutzungsrecht zu übertragen. Der Übergang des Nutzungsrechts auf eine andere als dem aufgeführten Personenkreis angehörige Person bedarf der Zustimmung durch die Stadt. (3) Zur Rechtsnachfolge ist die Umschreibung in der Grabkartei erforderlich. Der Antrag hierzu ist bei der Stadt zu stellen.
§ 23a Räumung vor Ablauf der Ruhezeit
(1) Mit Zustimmung der Friedhofsverwaltung ist eine Auflösung der Grabanlage auch vor Ablauf der Ruhezeit ausnahmsweise möglich. Die Genehmigung ist gebührenpflichtig. (2) § 24 Abs. 2 dieser Satzung gilt entsprechend.
§ 24 Verzicht auf das Nutzungsrecht
(1) Auf das Nutzungsrecht kann nach Ablauf der Ruhezeit verzichtet werden. Der Verzicht ist der Stadt unter Vorlage der Graburkunde schriftlich zu erklärern. (2) Die Grabgebühr für die Restzeit des Nutzungsrechts wird nicht erstattet.
V. Gestaltung der Grabstätten
§ 25 Errichtung von Grabmalen
(1) Für die Grabstätten ist die Errichtung von Grabmalen vorgeschreiben. (2) Keine Grabmale werden errichtet für Baumbestattungen, im Sternenkinderfeld und an der Urnengrabanlage im Feld D (anonymes Urnengrab).
§ 26 Genehmigung von Grabmalen
(1) Zur Errichtung von Grabmalen ist die Genehmigung der Stadt erforderlich. (2) Dem Antrag auf Genehmigung sind die zur Prüfung notwendigen Unterlagen dreifach beizufugen. Dazu gehoren
a) eine Zeichnung des Grabmalentwurfes einschließlich Grund-, Seiten- und Vorderansicht im Maßstab 1: 10 oder 1: 20;
b) die Angabe des Materials, seiner Farbe und Bearbeitung;
c) Hohen von Grab, Sockel und Umrandung;
d) Steinstärken;
e) eine Angabe über die Schriftverteilung (Name des Verstorbenen und alle weiteren Angaben);
f) Name und Anschrift des Antragstellers.
Soweit es erforderlich ist, kann die Stadt im Einzelfall weitere Unterlagen anfordern.
(3) Die Genehmigung wird erteilt, wenn das Grabmal und die Grabeinfassung den gesetzlichen Vorschriften (z.B. Art.9 Abs.1 Satz 1 BestG) und den Bestimmungen dieser Satzung und dem Belegplan entsprechen. (4) Ohne Genehmigung errichtete Grabmale und Grabeinfassungen konnen nach Aufforderung mit Fristsetzung auf Kosten der Grabinhaber entfern werden.
§ 27 Größe der Grabmale
(1) Grabmale und Grabeinfassungen dürfen die Grabgroßen nicht überschreiben. (2) Stehende Grabmale dürfen grundsätzlich nicht higher als 1,60 m sein (einschließlich Grabmal-Sockel). (3) Abweichend von Absatz 2 werden Grabmaler entlang der Friedhofsmauer des alten Friedhofsteils im Friedhof Treuchtlingen bis zur Höhe der Mauern gestattet.
(4) Die Mindeststärke des Materials beträgt 0,14 m. Die Grabeinfassungen haben den Grabgrößen zu entsprechen.
§ 28 Gestaltung der Grabmale
(1) Jedes Grabmal muss der besonderen Zweckbestimmung des Friedhofes (Art. 8 Abs. 1 BestG) Rechnung trag und sich in das Gesamtbild des Friedhofes einfugen. (2) Firmenbezeichnungen dürfen nur unauffällig, möglichst seitlich der Grabmale angebracht werden. (3) Als Material für die Grabmale sind grundsätzlich nur Naturstein, Holz und Metalle zugelassen.
§ 29 Grabfelder mit besonderen Gestaltungsvorschriften
(Friedhof Treuchtlingen Feld G und Feld H)
(1) Die Grabmale mussen in ihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung erhöhten Anforderungen entsprechen und sich harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofes einordnen. (2) Für Grabmale dürfen nur Natursteine, Holz, Schmiedeeisen, Gusseisen und Bronze in werkgerechter Ausführung verwendet werden. Bei der Gestaltung und Bearbeitung sind folgende Vorschriften einzuhalten:
a) Politur ist nur als gestalterisches Element für Ornament und Schrift erlaubt, sofern sie nicht überwiegt.
b) die Grabmale aus Stein dürfen keinen sightbaren Sockel haben,
c) nicht zugelassen sind alle nicht aufgeführten Materialien, Zutaten, Gestaltungs- und Bearbeitungsarten, insbesondere Beton und Kunststoff.
(3) In den Feldern G und H im Friedhof Treuchtlingen sind Grabmale im Hochformat mit einer Höhe bis 1,60 m zulässig; die Mindeststärke muss 0,18 m (aus Stein) betragen. (4) Im Feld G sind nach naherer Bestimmung der Aufteilungspläne stehende oder liegende Grab male zulässig. Liegende Grabmale dürfen max. 50% der Grabfläche bedecken. (5) Im Feld H sind keine liegenden Grabmale zulässig. (6) Die Bepflanzung der Grabstätten muss die gesamte Fläche bedecken. Zur Gestaltung dürfen Schmuck-Steine ohne Fundament auf die Grabfläche - auch in Form einer „Einfassung" - gelegt werden. (7) Zur Bepflanzung der Grabstätten sind nur geeignete Gewächse zu verwenden, welche die benachbarten Gräber nicht stären; baumartige Gewächse dürfen max. 1 m hoch wachsen, strauchartige Gewächse dürfen nicht higher als 30 cm sein. (8) Die Grabbeete dürfen nicht hoher als 15 cm über dem Gelände angelegt werden. Bodengleiche Einfassungen aus Metall/Stahlblech sind erlaubt und so einzugruen, dass sie nicht sightbar sind; andere Einfassungen sind nicht gestattet. Die Grabeinfassungen haben den Grabgroßen zu entsprechen. (9) Zwischen den Gräbern ist ein Grasstreifen anzulegen.
§ 30 Gestaltungsvorschriften für den Friedhof Möhren
(1) Die Grabmale mussen in ihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung erhöhten Anforderungen entsprechen und sich harmonisch in das Gesamtbild des Friedhofes einordnen. (2) Für Grabmale dürfen nur Natursteine, Holz, Schmiedeeisen, Gusseisen und Bronze in werkgerechter Ausführung verwendet werden. Bei der Gestaltung und Bearbeitung ist zu beachten, dass alle nicht aufgeführten Materialien, Zutaten, Gestaltungs- und Bearbeitungsarten, insbesondere Beton und Kunststoff nicht zugelassen sind.
(3) Für Grabstätten sind Grabmale im Hochformat mit einer Höhe bis 1,60 m zulässig; die Mindeststärke muss 0,18 m (aus Stein) betragen. (4) Nach naherer Bestimmung der Aufteilungspläne sind stehende oder liegende Grabmale zulässig. Liegende Grabmale dürfen max. 50% der Grabfläche bedecken. (5) Die Grabstätten müssen eine die gesamte Fläche bedeckende Bepflanzung erhalten und in ihrer gärnerischen Gestaltung und in ihrer Anpassung an die Umgebung erhöhten Anforderungen entsprechen. (6) Zur Bepflanzung der Grabstätten sind nur geeignete Gewächse zu verwenden, welche die benachbarten Gräber nicht stären; baumartige Gewächse dürfen max. 1 m hoch wachsen, strauchartige Gewächse dürfen nicht höher als 30 cm sein. (7) Die Grabeinfassungen haben den Grabgroßen zu entsprechen. (8) Zwischen den Gräbern ist ein Grasstreifen anzulegen.
§ 31 Gestaltung der Urnenhaine
(1) Es dürfen liegende und stehende Grabmale errichtet werden. (2) Die Grabmale in Urnenhainen dürfen folgende Maße nicht überschreiben:
a) liegende Grabmale dürfen max. die Maße der Urnenstelle (40 cm x 40 cm) haben;
b) Stehende Grabmale dürfen
- max. Grundfläche von 32 x 32 cm haben, wenn es sich um einen „Würfel" handelt;
- max. Grundfläche von 25 (Breite) x 20 cm (Tiefe) haben, wenn es sich um eine Stele handelt;
c) Die Höhe der stehende Grabmale liegt zwischen 25 cm und 100 cm ab Erdoberkante.
d) Im Urnenhain in Treuchtlingen, Feld C (GrabNr. 431 - 440) sind nur liegende Grabmale in Naturstein mit einer GroBe von 40~cm x 40~cm zulässig.
(3) Als Material dürfen alle Natursteine, Holz, Schmiedeeisen, Gusseisen und Bronze in werkgerechter Ausführung verwendet werden. (4) Es kann ein Pflanzrahmen aus Metall oder eine schmale Grabeinfassung (proportional der Groß des Grabes angepaßt) angebracht werden. Diese dürfen max. die Groß der Grabstelle haben.
§ 32 Gestaltung der Sozialgräber
(1) Sozialgräber erhalten keine Einfassung. (2) Als Grabmal wird bei den Sozialgrabern grundsätzlich ein kleiner Stein mit den Namen des bzw. der Verstorbenen angebracht.
§ 33 Gestaltung der Urnenmauer
(1) Die Verschlussplatten der Urnenmauer wurden durch die Stadt Treuchtlingen bauseitig angebracht. (2) Ein Grabmalplan muss nicht eingereicht werden. (3) Blumenschmuck ist spätestens 4 Wochen nach der Beisetzung zu entfernen. Weiterer Grabschmuck ist nicht gestattet; abgestellte Gegenstände werden vom Friedhofspersonal entfern.
§ 33a Gestaltung der Urnenstelen
(1) Die Verschlussplatten dürfen nur mit eingravierter Schrift beschriftet werden. (2) Auf die Verschlussplatten dürfen keinerlei Gegenstände geklebt werden. (3) Blumenschmuck ist spätestens 4 Wochen nach der Beisetzung zu entfernen. Weiterer Grabschmuck ist nicht gestattet; abgestellte Gegenstände werden vom Friedhofspersonal entfernt.
§ 33b Gestaltung Baumbestattungen
(1) Auf Wunsch kann ein Stein - liegend mit einer Groß von 40 cm x 40 cm - mit dem/den Namen der Verstorbenen angebracht werden. Die Platten müssen so im Boden versenkt werden, dass problemlos darüber gemahrt werden kann. (2) Die Urnen werden der Reihe nach bestattet. Ehegatten konnen unmittelbar nebeneinander beigesetzt werden. Für weitere Familienangehörige konnen keine Plätze reserviert werden. (3) Nach der Beisetzung wird kein Grabkreuz aufgestellt; ggf. kann eine Namensplatte gleich gesetzt werden. (4) Blumenschmuck ist spätestens 4 Wochen nach der Beisetzung zu entfernen. Weiterer Grabschmuck ist nicht gestattet; abgestellte Gegenstände werden vom Friedhofspersonal entfernt. (5) Die Entfernung vom Baum für die erste "Reihe" beträgt 1,20 m, zwischen den Gräbern beträgt der Abstand 60 cm.
§ 34 Standsicherheit
(1) Grabmale und sonstige Grabeinrichtungen müssen verkehrssicher sein. Sie sind entsprechend ihrer Großne nach den allgemeinen anerkannten Regeln zu fundamentieren und zu befestigen. (2) Die Nutzungsberechtigten, bei Reihengrabern die Angehörigen gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BestV, haben das Grabmal und die sonstigen Grabeinrichtungen in einem verkehrssicheren Zustand zu erhalten. (3) Die Stadt kann, wenn sie Mängel in der Standsicherheit von Grabmalen feststellt, und die Nutzungsberechtigten nach Aufforderung innerhalb angemessener Frist nicht das Erforderliche veranlassen, die Grabmale auf Kosten der Verpflichteten gem. Abs. 2 umlegen setzen oder den gefährlichen Zustand auf andere Weise beseitigen. Davon unberührt bleibt das Recht der Stadt, bei drohender Gefahr die Mängel zu beseitigen, ohne vorher den Nutzungsberechtigten zu benachrichtigen.
§ 35 Kennzeichnung der Grabmale/-stätten
An den Grabmälern sind künftig am Rand dauerhaft die Bezeichnung der Grabstätte (Feld und Grabnummer) anzubringen.
§ 36 Pflege der Grabstätten
(1) Die Grabstätten sind in einem würdigen Zustand grundsätzlich gartnerisch anzulegen und zu erhalten. Hierzu sind die Nutzungsberechtigten bzw. bei Reihengrabern die Angehörigen gem. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 BestV verpflichtet. (2) Die Grabbeete dürfen nicht über 15 cm hoch sein. (3) Die Bepflanzung der Gräber darf nicht über die Einfassung des Grabes wuchern. Baumartige Bepflanzung (solitär stehende Gewächse) darf max. die Höhe des Grabmals haben, Straucher dürfen nicht hoher als 30 cm wachsen. (4) Anpflanzungen der Stadt dürfen nur von den von der Stadt beauftragten Personen gepflegt, geschnitten oder in sonstiger Weise bearbeitet oder geändert werden.
(5) Wird ein Grab trotz Aufforderung der Stadt nicht gepflegt, wird die Grabstände durch die Stadt Treucht- lingen geräumt. Die Kosten werden den Verpflichteten nach Abs. 1 in Rechnung gestellt. (6) Die Wege und Abstände zwischen den Gräbern sind freizuhalten. (7) Es dürfen keine Gegenstände (Gießkannen, Rechen, Blumenschalen etc.) außerhalb der Grabfläche abgestellt werden.
§ 37 Ablauf
(1) Nach Ablauf des Nutzungsrechts an den Urnen- und Familiengräbern bzw. der Ruhezeit bei Reihengräbern sind die Grabmale mit den Fundamenten, Einfriedungen, Anpflanzungen usw. binnen 3 Monaten nach der Aufforderung der Stadt zu entfernen. (2) Nach dieser Zeit wird die Räumung durch die Stadt veranlasst. Die Kosten werden dem zur Pflege des Grabes Verpflichteten nach § 36 Abs. 1 dieser Satzung in Rechnung gestellt. (3) § 23 a dieser Satzung ist zu beachten.
VI. Ordnungsvorschriften
§ 38 Öffnungszeiten
(1) Die Friedhofe dürfen nur während derbekannt gemachten Öffnungszteiten betreten werden. (2) Die Stadt kann das Betreten des Friedhofes oder einzelnr Teile aus besonderem Anlass untersagen.
§ 39 Verhalten auf dem Friedhof
(1) Die Besucher der Friedhofe haben sich ruhig und der Wurde des Ortes entsprechend zu verhalten. Den Anordnungen der Stadt und beauftragter Personen ist Folge zu leisten. (2) In den Friedhofen ist nicht gestattet:
a) die Wege zu befahren, ausgenommen mit Kinderwagen, Krankenfahrstuhlen und von der Stadt zugelassenen Fahrzeugen (Arbeitsfahrzeuge),
b) Tiere mitzubringen,
c) Waren und gewerbliche Dienste anzubieten,
d) Druckschriften zu verteilen,
e) während einer Bestattung oder Trauerfeier störende Arbeiten in der Nähe zu verrichten,
f) zu rauchen und zu lärmen,
g) der Aufenthalt von Kindern unter 10 Jahren ohne Begleitung Erwachsener,
h) die Graber und Einfriedungen zu betreten,
i) die Benutzung von Handys während einer Trauerfeier oder Bestattung.
§ 40 Gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof
(1) Zur gewerbsmäßigen Tätigkeit auf dem Friedhof sind nur Gewerbetriebende zugelassen, denen von der Stadt nach Prüfung der Zuverlösigkeit ein Berechtigungsschein auf Widerruf ausgestellt wurde. (2) Die Wurde des Friedhofes darf durch die gewerblichen Tätigkeiten nicht beeinträchtigt werden. Bei Beendigung der jeweiligen Arbeiten sind die Arbeits- und Lagerpläte wieder in den früheren Zustand zu bringen.
§ 41 Erdaushub, Pflanzenabfälle
Erdaushub und Pflanzenabfälle sind an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulagern.
VII. Übergangsvorschriften
§ 42 Belegungssperren
Im Friedhof Treuchtlingen müssen die Grabfelder B und C teilweise neu geplant werden. Deshalb werden folgende Regelungen getroffen:
(1) In den Feldern B und C konnen neue Grabstätten nur dann vergeben werden, wenn sie dem aktuellen Belegungsplan entsprechen. (2) Vorhandene Gräber konnen nach Ablauf der Nutzungszeit nur weiterbelegt werden, wenn sie innerhalb des neuen Belegungsplanes liegen bzw. entsprechend dem neuen Belegungsplan verschoben werden konnen. (3) Eine weitere Belegung von Familiengräbern, an denen die Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, ist möglich.
§ 43 Bestandsschutz
Auf Wunsch der Angehörigen wird bei alten Gräbern auf eine Änderung der Grabgröße (vgl. § 6 Abs. 2 Buchst. e) verzichtet.
§ 43 a Schützenswerte Grabmale
(1) Die Friedhofsverwaltung kann schützenswerte Grabmale, für die es kein Nutzungsrecht mehr gibt, erhalten. (2) Interessierte Bürger konnen Grabanlagen nach Abs. 1 kauchlich erwerben.
VIII. Schlussvorschriften
§ 44 Alte Nutzungsrechte
(1) Die vor dem Inkrafttreten dieser Satzung begründeten Nutzungsrechte von unbegrenzter Dauer werden auf die im § 9 festgesetzten Zeiten begrenzt. Sie enden jedoch erst mit Ablauf der Ruhefrist des in dieser Grabstände zuletzt Bestatteten. (2) Auf Antrag kann bei Ablauf eines alten Nutzungsrechtes (Abs. 1) ein neues Nutzungsrecht (jedoch nicht unbefristet) erworben werden.
§ 45 Ersatzvornahme, Anordnung für den Einzelfall
(1) Die Stadt kann zur Erfüllung der nach dieser Satzung bestehenden Verpflichtungen Anordnungen für den Einzelfall erlassen. (2) Die Stadt kann die Einhaltung der Regeln dieser Satzung erzwingen (gemäß den Vorschriften des Bayerischen Verwaltungszustellungs- und Vollstreckungsgesetzes).
Friedhofs- und Bestattungssatzung der Stadt Treuchtlingen vom 21. Dezember 2019 fortgeschrittene Fassung der Änderungsstationen vom 03.12.2016 und 22.10.2021
§ 46 Ordnungswidrigkeiten
Mit einer Geldbuße bis zu 2.500 € (zweitausendfünfhundert Euro) kann belegt werden (Art. 24 Abs. 2 Satz 2 GO), wer
a) den Vorschriften über den Benutzungszwang zuwiderhandelt (§ 3 Abs. 1, 2 und 3),
b) die in § 5 festgelegte Anzeigepflicht verletzt,
c) die Bestimmungen über die Errichtung und Gestaltung von Grabmalen missachtet (§§ 25 bis 35),
d) den in § 36 enthaltenen Vorschriften über die Pflege der Grabstätten zuwiderhandelt,
e) sich nicht an die Bestimmungen über das Betreten und Verhalten in den Friedhöfen hält (§§ 38 und 39),
f) gewerbliche Arbeiten ohne Genehmigung ausführt (§ 40).
§ 47 Gebühren im Bestattungswesen
Für die Benutzung der Bestattungseinrichtungen und für die Amtshandlungen im Bestattungswesen werden Gebühren nach der jeweils geltenden Gebührensatzung erhoben.
§ 48 Inkrafttreten
Die 2. Änderungssatzung tritt am 01. November 2021 in Kraft.
Die 1. Änderungssatzung tritt am 15. Februar 2016 in Kraft.
(1) Diese Satzung tritt am 01. Januar 2013 in Kraft.
(2) Gleichzeitig wird die Friedhofs- und Bestattungssatzung der Stadt Treuchtlingen vom 26. Oktober 2010 mit allen Änderungssatzungen aufgehoben.
Treuchtlingen, den 22.10.2021 STADT TREUCHTLINGEN
Dr.Dr. Kristina Becker Erste Bürgermeisterin
Bekanntmachungsvermerk
Die Satzung wurde am 22.10.2021 im Rathaus Treuchtlingen, Zimmer 3 (Standesamt), zur Einsichtnahme niedergelegt und die Niederlegung in dem für amtliche Bekanntmachungen bestimmten Teil des „Treuchtlinger Kuriers“ vom 28.10.2021 bekanntgemacht.
Treuchtlingen, den 29.10.2021 STADT TREUCHTLINGEN
Dr. Dr. Kristina Becker Erste Bürgermeisterin
🧮 Interaktiver Kosten-Baukasten: Was kostet eine Bestattung in Treuchtlingen?
Da jede Satzung andere Positionen enthält, können Sie hier die amtlichen Gebühren von Treuchtlingen mit Ihren persönlichen Wünschen kombinieren. Alle Häkchen und Euro-Beträge sind frei anpassbar!