Friedhofsgebühren Schwielowsee 2026 – aktuelle Satzung & Kosten

📍 Gemeinde Schwielowsee · Brandenburg · PLZ 14548

📊 Amtliche Friedhofsgebühren im Überblick

Tarifstand: 2023
🏛️ Auszug der wichtigsten Gebührentatbestände gemäß Friedhofsgebührensatzung (Stand: 2023 (Friedhofsgebührensatzung gültig ab 01.01.2023, beschlossen 05.10.2022)). Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtliche Originalsatzung der Friedhofsverwaltung.
⚰️ Sargreihengrab
🔵 Berechnet (inkl. Ruhezeit)
958,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
🧮 Grabnutzung 918 € + Zuschlag einmalig 40 €
📄 § 4 Abs. 1 GebS – Erdbestattungen, Einzelgrab
🏛️ Sargwahlgrab
🔵 Berechnet (inkl. Ruhezeit)
1.820,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
🧮 Grabnutzung 1.780 € + Zuschlag einmalig 40 €
📄 § 4 Abs. 1 GebS – Erdbestattungen, Doppelgrab (kleinstes wählbares Grab; ein 1-stelliges Wahlgrab ist nicht bepreist; Doppelgrab besteht gem. § 13 Abs. 8 Friedhofssatzung aus zwei Grabstellen)
🏺 Urnenreihengrab
🔵 Berechnet (inkl. Ruhezeit)
471,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
🧮 Grabnutzung 431 € + Zuschlag einmalig 40 €
📄 § 4 Abs. 1 GebS – Urnenbestattungen, Urneneinzelgrabstelle
🕊️ Urnenwahlgrab
🔵 Berechnet (inkl. Ruhezeit)
722,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
🧮 Grabnutzung 682 € + Zuschlag einmalig 40 €
📄 § 4 Abs. 1 GebS – Urnenbestattungen, Urnendoppelgrabstelle (keine 1-stellige Urnenwahlgrabstelle bepreist; Doppelgrab besteht gem. § 13 Abs. 8 Friedhofssatzung aus zwei Grabstellen)
🌿 Urnengrab anonym
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
388,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Abs. 1 GebS – Urnenbestattungen, anonyme Urnenbestattung (Grabfeld auf dem Waldfriedhof, § 13 Abs. 13 Friedhofssatzung)
🌳 Baumbestattung
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
719,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 4 Abs. 1 GebS – Baumbestattungen, Baumgrabstelle (Grabfeld auf dem Waldfriedhof, § 13 Abs. 14 Friedhofssatzung)
🕯️ Trauerhalle / Kapelle
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
94,00 €
Einmalgebühr je Nutzung
📄 § 5 GebS – Benutzung der Einrichtungen (Friedhofskapelle)

🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext

⚖️ 1. Friedhofsgebührensatzung Stand: 2023 (Friedhofsgebührensatzung gültig ab 01.01.2023, beschlossen 05.10.2022) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

​‌​‌​​‌‌​‌​​​‌‌‌​‌​​‌‌​‌​​‌​‌‌​‌​​‌‌​​​‌​​‌‌​​‌​​​‌‌​​​​​​‌‌​‌‌​​​‌‌‌​​‌​​‌‌​‌​‌​​‌‌‌​​‌​​‌‌​​​​ Friedhofsgebührensatzung der Gemeinde Schwielowsee (gültig ab 01.01.2023)

Satzung über die Gebühren für die Benutzung der kommunalen Friedhöfe in der Gemeinde Schwielowsee

  • Friedhofsgebührensatzung -

Gem. § 3 Abs. 1 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg (BbgKVerf) vom 18. De-zember 2007 (GVBl. I 2007 Nr. 19, S. 286), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2021 (GVBl.I/21, [Nr. 21]), i.V.m. §§ 1, 2, 4, 5 und 6 des Kommunalabgabengesetzes für das Land Brandenburg (KAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. März 2004 (GVBl.I/04, [Nr. 08], S.174) zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 19. Juni 2019 (GVBl.I/19, [Nr. 36]) sowie § 34 des Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofs-wesen im Land Brandenburg (BbgBestG) vom 7. November 2001 (GVBl.I/01, [Nr. 16], S.226) geändert durch Artikel 31 des Gesetzes vom 17. Dezember 2003 (GVBl.I/03, [Nr. 16], S.298, 310) hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Schwielowsee am 05.10.2022 folgende Sat-zung über die Gebühren für die Benutzung der kommunalen Friedhöfe der Gemeinde Schwie-lowsee beschlossen:

§ 1 Gebührenpflicht

Die Benutzung der kommunalen Friedhöfe und ihrer Einrichtungen ist gebührenpflichtig. Als Gebühren werden Grabbenutzungsgebühren, Sondergebühren (Genehmigungen) und Ge-bühren für die Nutzung der Friedhofskapelle erhoben.

§ 2 Gebührenschuldner

(1) Zur Zahlung der Gebühren verpflichtet sind diejenigen Personen (Gebührenschuldner), welche die kommunalen Friedhöfe der Gemeinde Schwielowsee oder sonstige Leistungen der Friedhofsverwaltung in Anspruch nehmen, diejenigen, welche die Leistungen bestellen (Auf-traggeber) oder Personen, deren Verpflichtungen nach § 20 des Brandenburgischen Bestat-tungsgesetzes durch die Leistung wahrgenommen werden.

(2) Mehrere Gebührenschuldner haften als Gesamtschuldner.

§ 3 Entstehen und Fälligkeit der Gebühren

(1) Die Gebühren entstehen mit Antragstellung und Bestätigung durch die Gemeinde. In den Fällen, in denen kein Antrag vorliegt, Leistungen aber erbracht werden müssen, entstehen die Gebühren mit der Erbringung der Leistungen. Die Gebühren werden zu den in den Gebüh-renbescheiden genannten Terminen fällig und sind zu diesem Zeitpunkt zu entrichten

§ 4 Grabbenutzungsgebühren

(1) Es werden die nachfolgenden Grabbenutzungsgebühren erhoben:

Gebührentatbestand Liegezeiten Gebühr Erdbestattungen

Doppelgrab 20 Jahre 1.780,00 € Einzelgrab 20 Jahre 918,00 €

2 / 3 Verlängerung Einzelgrab 1 Jahr 43,00 € Verlängerung Doppelgrab 1 Jahr 86,00 €

Urnenbestattungen

Urnendoppelgrabstelle 20 Jahre 682,00 € Urneneinzelgrabstelle 20 Jahre 431,00 € anonyme Urnenbestattung 20 Jahre 388,00 € Verlängerung Urnengrabstelle 1 Jahr 18,00 € Verlängerung Urnendoppelgrab 1 Jahr 31,00 €

Baumbestattungen

Baumgrabstelle Reservierung 20 Jahre 468,00 € Baumgrabstelle 20 Jahre 719,00 €

(2) Endet das Nutzungsrecht an einer reservierten Baumgrabstätte mit einer Bestattung auf der Baumgrabstätte, ist die für den Zeitraum von der Bestattung bis zum Ablauf des Nut-zungsrechtes an der reservierten Baumgrabstätte bereits geleistete Gebühr auf die Gebühr für das neu begründete Nutzungsrecht an der Baumgrabstätte anzurechnen

§ 5 Benutzung der Einrichtungen

Benutzung der Friedhofskapelle

94,00 €

Das schließt folgende Leistungen ein: Nutzung der Räumlichkeiten incl. Bestuhlung.

§ 6 Genehmigungen / sonstige Verwaltungsgebühren

(1) Genehmigung eines Antrages auf Verlängerung der Nutzungszeit 27,00 €

(2) Genehmigung nach § 12 Friedhofssatzung (Aus-/Umbettung):

27,00 €

(3) Genehmigung für das Aufstellen bzw. Anbringen von Gedenkzeichen und besonderen Einfassungen nach § 15 Abs. 4 Satz 1 Friedhofssatzung: 27,00 €

(4) Namensschild für ein Baumgrab incl. Anbau nach § 15 Abs. 4 Satz 2 Friedhofssatzung

91,00 €

(5) Gebühr für die jährliche Überprüfung der Standfestigkeit der Grabsteine gem. § 14 Abs. 7 Friedhofssatzung für 20 Jahre pro Grabstein

40,00 €

für 1 Jahr pro Grabstein

2,00 €

(6) Erbringen die Mitarbeiter auf dem Friedhof Leistungen, die nicht durch einen Gebühren-tatbestand gedeckt sind, so werden für diese Leistungen Gebühren mit einem Stunden-satz von 39,00 € in Ansatz gebracht, für die Bearbeitung eines Antrages ein Gebühren-satz von 55,94 € pro Stunden. Es erfolgt eine Abrechnung je angefangene 15 Minuten. Zzgl. zu den Gebühren ist die Mehrwertsteuer in gesetzlicher Höhe zu zahlen.

3 / 3

§ 7 Stundung/Erlass bei der Bestattung von Kindern unter 12 Jahren

Die Gebühren nach § 4 dieser Satzung können bei der Bestattung von Kindern unter 12 Jahren auf Antrag unter den Voraussetzungen des § 12 c Abs. 2 Kommunalabgabengesetz Branden-burg gestundet oder erlassen werden.

§ 8 Billigkeitsmaßnahme

Bei Vorliegen der Voraussetzungen des 12 c Abs. 1 Kommunalabgabengesetz Brandenburg kann Ratenzahlung eingeräumt werden. Der Antrag ist schriftlich bei der Gemeinde Schwie-lowsee zu stellen. Im Übrigen unterliegen die fälligen Gebühren der Beitreibung im Verwal-tungszwangsverfahren.

§ 9 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am 01.01.2023 in Kraft. Mit In-Kraft-Treten dieser Satzung tritt die Satzung über die Gebühren für die Benutzung der kommunalen Friedhöfe in der Gemeinde Schwielow-see, vom 26.09.2013 außer Kraft.

Schwielowsee, 06.10.2022

gez.: Kerstin Hoppe Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee

Bekanntmachungsanordnung

Vorstehende Satzung über die Gebühren für die Benutzung der kommunalen Friedhöfe in der Gemeinde Schwielowsee (Friedhofsgebührensatzung) wird hiermit auf der Grundlage des § 3 Abs. 3 der Kommunalverfassung für das Land Brandenburg (BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I/07, [Nr. 19], S. 286), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2021 (GVBl.I/21, [Nr. 21]) i.V. mit der Verordnung über die öffentliche Bekanntmachung von Satzungen und sonstigen ortsrechtlichen Vorschriften in den Gemeinden, Verbandsgemein-den, Ämtern und Landkreisen (Bekanntmachungsverordnung - BekanntmV) vom 1. Dezember 2000 (GVBl.II/00, [Nr. 24], S.435) zuletzt am 12.01.2022 (GVBl.II/22, [Nr. 2]) bekannt gemacht.

Schwielowsee, den 06.10.2022

gez.: Kerstin Hoppe Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee

📜 2. Friedhofssatzung Stand: 2023 (beschlossen 05.10.2022, Inkrafttreten 01.01.2023) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Friedhofssatzung der Gemeinde Schwielowsee (gültig ab 01.01.2023)

Satzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen in der Gemeinde Schwielowsee

  • Friedhofssatzung -

Auf der Grundlage des § 3 Abs. 1 Satz 1 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg (BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I 2007 Nr. 19, S. 286), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2021 (GVBl.I/21, [Nr. 21]) i. V. m. dem Gesetz über das Leichen-, Bestattungs- und Fried-hofswesen im Land Brandenburg (BbgBestG) vom 7. November 2001 (GVBl.I/01, [Nr. 16], S.226) ge-ändert durch Artikel 31 des Gesetzes vom 17. Dezember 2003 (GVBl.I/03, [Nr. 16], S.298, 310) hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Schwielowsee in ihrer Sitzung am 05.10.2022 folgende Friedhofs-satzung beschlossen:

Inhalt I. Allgemeine Bestimmungen ................................................................................................................ 3

§ 1 Geltungsbereich .......................................................................................................................... 3

§ 2 Friedhofszweck ........................................................................................................................... 3

§ 3 Aufsicht und Verwaltung .............................................................................................................. 3

§ 4 Schließung und Entwidmung ....................................................................................................... 3

II. Ordnungsvorschriften ........................................................................................................................ 4

§ 5 Öffnungszeiten ............................................................................................................................ 4

§ 6 Verhalten auf dem Friedhof ......................................................................................................... 4

§ 7 Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof ................................................................................... 5

III. Allgemeine Bestattungsvorschriften ................................................................................................. 5

§ 8 Anzeigepflicht und Bestattungszeit / Sonderregelungen .............................................................. 5

§ 9 Särge und Urnen ......................................................................................................................... 5

§ 10 Ausheben der Gräber ................................................................................................................ 6

§ 11 Ruhezeiten ................................................................................................................................ 6

§ 12 Umbettungen / Exhumierungen ................................................................................................. 6

IV. Grabstätten...................................................................................................................................... 7

§ 13 Nutzungsrechte und Nutzungsdauer.......................................................................................... 7

V. Gestaltung der Grabstätten .............................................................................................................. 8

§ 14 Allgemeines ............................................................................................................................... 8

VI. Grabmale und bauliche Anlagen ...................................................................................................... 9

§ 15 Gestaltungsvorschriften ............................................................................................................. 9

§ 16 Zustimmungserfordernis .......................................................................................................... 10

§ 17 Anlieferung .............................................................................................................................. 10

§ 18 Fundamentierung und Befestigung .......................................................................................... 10

§ 19 Unterhaltung ............................................................................................................................ 11

§ 20 Entfernung ............................................................................................................................... 11

VII. Herrichtung und Pflege der Grabstätten........................................................................................ 12

§ 21 Herrichtung und Unterhaltung .................................................................................................. 12

§ 22 Vernachlässigung der Grabpflege ........................................................................................... 12

VIII. Trauerfeiern ................................................................................................................................. 12

§ 23 Trauerfeier ............................................................................................................................... 12

IX. Schlussvorschriften ....................................................................................................................... 13

§ 24 Alte Rechte .............................................................................................................................. 13

§ 25 Haftung.................................................................................................................................... 13

§ 26 Gebühren ................................................................................................................................ 13

§ 27 Ordnungswidrigkeiten .............................................................................................................. 13

§ 28 Inkrafttreten ............................................................................................................................. 14

2/14 I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Geltungsbereich

Diese Friedhofssatzung gilt für den im Gebiet der Gemeinde Schwielowsee gelegenen und von ihr ver-walteten Waldfriedhof Ferch, den kommunalen Teil des Kirchenfriedhofs Ferch sowie den Friedhof in Ferch – Kammerode.

§ 2 Friedhofszweck

(1) Die Friedhöfe der Gemeinde Schwielowsee sind öffentliche Einrichtungen der Gemeinde Schwielowsee.

(2) Die Friedhöfe dienen der Bestattung aller Personen, die bei ihrem Ableben Einwohner der Ge-meinde Schwielowsee waren oder ein Recht auf Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte besaßen.

(3) Auf den Friedhöfen der Gemeinde Schwielowsee kann ferner bestattet oder beigesetzt werden, wer früher in der Gemeinde gewohnt hat. Die Bestattung anderer Personen bedarf der vorherigen Zu-stimmung der Friedhofsverwaltung.

§ 3 Aufsicht und Verwaltung

Die Verwaltung der Friedhöfe obliegt der Verwaltung der Gemeinde Schwielowsee.

§ 4 Schließung und Entwidmung

(1) Die Friedhöfe oder Teile der Friedhöfe können aus wichtigem öffentlichen Grund für weitere Bestattungen gesperrt (Schließung) oder einer anderen Verwendung zugeführt (Entwidmung) werden.

(2) Durch die Schließung wird die Möglichkeit weiterer Bestattungen ausgeschlossen. Soweit durch Schließung das Recht auf weitere Bestattungen in Doppelgrabstätten erlischt, wird dem Nutzungsbe-rechtigten für die restliche Nutzungszeit bei Eintritt eines weiteren Bestattungsfalles auf Antrag eine andere Doppelgrabstelle zu den gleichen Gebührensätzen zur Verfügung gestellt. Die Kosten der Um-bettung trägt die Gemeinde Schwielowsee.

(3) Durch die Entwidmung geht die Eigenschaft eines Friedhofes als Ruhestätte der Toten verloren. Auf Kosten der Gemeinde Schwielowsee werden die in Einzelgrabstätten und Doppelgrabstätten Be-statteten in andere Grabstätten umgebettet, sofern das Nutzungsrecht für die Grabstätte im Zeitpunkt der Entwidmung noch nicht abgelaufen ist.

(4) Schließung und Entwidmung werden öffentlich bekanntgegeben. Der Nutzungsberechtigte einer Doppelgrabstätte erhält außerdem einen schriftlichen Bescheid, wenn sein Aufenthalt bekannt oder ohne besonderen Aufwand zu ermitteln ist.

3/14 II. Ordnungsvorschriften

§ 5 Öffnungszeiten

(1) Die Friedhöfe sind während der an den Eingängen bekanntgegebenen Zeiten für den Besuch geöffnet.

(2) Die Friedhofsverwaltung kann aus besonderem Anlass das Betreten der Friedhöfe oder einzel-ner Friedhofsteile vorübergehend untersagen.

§ 6 Verhalten auf dem Friedhof

(1) Jeder hat sich auf den Friedhöfen der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Den Anord-nungen des Friedhofspersonals ist Folge zu leisten.

(2) Kinder unter 14 Jahren dürfen die Friedhöfe nur in Begleitung und unter Verantwortung Erwach-sener betreten.

(3) Auf den Friedhöfen ist insbesondere nicht gestattet:

a) öffentliche Versammlungen und Aufzüge durchzuführen,

b) Uniformen, Uniformteile oder gleichartige Kleidungsstücke als Ausdruck gemeinsamer politi-scher Gesinnung zu tragen,

c) Äußerungen und Handlungen vorzunehmen, mit denen Glaubensbekenntnisse oder politische Gesinnungen anderer verachtet und verunglimpft werden können,

d) die Wege mit Fahrzeugen, ohne Sondergenehmigung der Friedhofsverwaltung, zu befahren; davon ausgenommen sind Kinderwagen, Rollstühle und Handwagen,

e) Waren aller Art, insbesondere Kränze, Blumen und gewerbliche Dienste anzubieten oder dies-bezüglich zu werben,

f) an Sonn- und Feiertagen und in der Nähe einer Bestattung, Beisetzung oder Gedenkfeier Arbeiten auszuführen,

g) ohne schriftlichen Auftrag der Angehörigen oder eines Berechtigten bzw. ohne Zustimmung der Friedhofsverwaltung gewerbsmäßig zu fotografieren oder zu filmen,

h) Druckschriften zu verteilen, ausgenommen Drucksachen, die im Rahmen der Bestattungsfeier notwendig und üblich sind,

i) Abraum und Abfall außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern,

j) die Friedhöfe und ihre Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädigen, Grab-stätten und Grabeinfassungen zu betreten, Einfriedungen und Hecken zu übersteigen und Ra-senflächen (soweit sie nicht als Wege dienen) zu betreten,

k) das Wegwerfen von Tabakresten, sowie der Genuss von Alkohol,

l) zu lärmen, zu spielen, zu essen und zu trinken sowie zu lagern,

m) Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde.

(4) Die Friedhofsverwaltung kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck der Friedhöfe und der Ordnung auf ihnen vereinbar sind.

(5) Totengedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende Veranstaltungen bedürfen der Zustimmung der Friedhofsverwaltung; sie sind spätestens vier Wochen vorher schriftlich anzumelden.

4/14 § 7 Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof

(1) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofssatzung und die dazu ergan-genen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf den Friedhöfen schuldhaft verursachen.

(2) Gewerbliche Arbeiten auf den Friedhöfen dürfen nur werktags innerhalb der Öffnungszeiten aus-geführt werden. Die Arbeiten sind eine halbe Stunde vor Ablauf der Öffnungszeiten der Friedhöfe, spä-testens um 19:00 Uhr, an Samstagen spätestens um 13:00 Uhr, zu beenden.

  1. 3. Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf den Friedhöfen nur an den von der Friedhofsverwaltung genehmigten Stellen gelagert werden. Bei Beendigung der Arbeiten sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen.

III. Allgemeine Bestattungsvorschriften

§ 8 Anzeigepflicht und Bestattungszeit / Sonderregelungen

(1) Jede Bestattung ist unverzüglich nach Feststellung des Todes bei der Friedhofsverwaltung an-zumelden. Bei der Anmeldung sind vom Beauftragten "die Bescheinigung über den Sterbefall für die Bestattung" und ein schriftlicher Antrag auf Durchführung einer Bestattung vorzulegen.

(2) Wird eine Bestattung in einer Doppelgrabstätte beantragt, ist auch das Nutzungsrecht nachzu-weisen.

(3) Soll eine Feuerbestattung erfolgen, so ist eine Bescheinigung über die Einäscherung vorzule-gen.

(4) Auf dem kommunalen Teil des kirchlichen Friedhofes in Ferch dürfen nur Aschen beigesetzt werden. Erdbestattungen sind unzulässig.

(5) Die Friedhofsverwaltung setzt Ort (Grabstelle) und Zeit der Bestattung fest. Die Bestattungen erfolgen regelmäßig an Werktagen. Folgen zwei Feiertage aufeinander, so kann die Bestattung auch am zweiten Feiertag stattfinden.

(6) Erdbestattungen und Einäscherungen sollen in der Regel spätestens 96 Stunden nach Eintritt des Todes erfolgen. Aschen müssen spätestens 2 Monate nach der Einäscherung bestattet werden, anderenfalls werden sie auf Kosten des Bestattungspflichtigen in einer Doppelgrabstelle bestattet.

§ 9 Särge und Urnen

(1) Die Särge müssen festgefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist. Särge, Sargausstattungen und Sargabdichtungen dürfen nicht aus Kunststoffen oder sonstigen nicht verrottbaren Werkstoffen hergestellt sein.

(2) Für die Bestattung sind nur Särge aus leicht abbaubarem, umweltverträglichem Material erlaubt, die keine umweltgefährdenden Lacke und Zusätze enthalten. Dies gilt auch für Sargzubehör und -aus-stattung sowie Überurnen.

5/14 (3) Die Särge dürfen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit sein. Sind in Ausnahmefällen größere Särge erforderlich, ist die Zustimmung der Friedhofsverwaltung bei der An-meldung der Bestattung einzuholen.

(4) Überurnen dürfen bis zu 30 cm hoch sein und eine Breite und Tiefe oder einen Außendurchmes-ser bis zu 21 cm haben.

§ 10 Ausheben der Gräber

(1) Das Ausheben und Wiederverfüllen von Gräbern ist durch einen Gewerbebetrieb/ Totengräber (vgl. § 7) auszuführen und vom Antragsteller für die Bestattung oder den Nutzungsberechtigte der Grabstelle zu beauftragen.

(2) Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur Oberkante des Sarges mindestens 0,90 m, bis zur Oberkante der Urne mindestens 0,50 m.

(3) Die Gräber für Erdbestattungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke Erdwände getrennt sein.

§ 11 Ruhezeiten

(1) Die Ruhezeit für Erdbestattungen beträgt 20 Jahre.

(2) Die Ruhezeit für Urnenbestattungen beträgt 20 Jahre.

(3) Eine Grabstätte darf nur neu belegt werden, wenn die Dauer des Nutzungsrechtes mindestens der Ruhezeit entspricht; erforderlichenfalls ist das Nutzungsrecht zu verlängern. Eine Grabstätte darf erst nach Ablauf der Ruhezeiten, gemäß der Absätze 1 und 2, wiederbelegt oder anderweitig verwendet werden.

§ 12 Umbettungen / Exhumierungen

(1) Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden.

(2) Umbettungen von Leichen und Aschen bedürfen, unbeschadet der sonstigen gesetzlichen Vor-schriften, der vorherigen Genehmigung der Friedhofsverwaltung. Die Genehmigung kann nur bei Vor-liegen eines wichtigen Grundes erteilt werden, bei Umbettungen innerhalb der Gemeinde im ersten Jahre der Ruhezeit nur bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses.

(3) Nach Ablauf der Ruhezeit noch vorhandene Leichen- und Aschenreste können nur mit vorheri-ger Genehmigung der Friedhofsverwaltung in belegte Grabstätten umgebettet werden.

(4) Alle Umbettungen erfolgen nur auf Antrag. Antragsberechtigt ist bei Umbettungen aus Einzel-grabstätten der verfügungsberechtigte Angehörige des Verstorbenen, bei Umbettungen aus Doppel-grabstätten der jeweilige Nutzungsberechtigte.

(5) Alle Umbettungen müssen der Friedhofsverwaltung angezeigt werden. Sie bestimmt den Zeit-punkt der Umbettung. Seitens der Angehörigen darf nur ein Beauftragter an der Umbettung teilnehmen.

(6) Die Kosten der Umbettung und den Ersatz von Schäden, die an benachbarten Grabstätten und Anlagen durch eine Umbettung entstehen, hat der Antragsteller zu tragen.

6/14 (7) Der Ablauf der Ruhezeit und der Nutzungszeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen oder gehemmt.

(8) Leichen und Aschen dürfen zu anderen als zu Umbettungszwecken nur aufgrund behördlicher oder richterlicher Anordnung ausgegraben werden.

(9) Sarg- und Urnenexhumierungen dürfen nur durch einen Bestatter/ eine Spezialfirma durchge-führt werden.

IV. Grabstätten

§ 13 Nutzungsrechte und Nutzungsdauer

(1) Die Grabstätten sind und bleiben Eigentum des Friedhofseigentümers. Die Grabstätten werden unterschieden in:

a) Urnengrabstellen,

b) Grabstätten für Erdbestattungen,

c) Grabstätten für anonyme Urnenbestattungen,

d) Grabstätten für Baumbestattungen.

(2) Es besteht kein Anspruch auf Erwerb des Nutzungsrechtes an einer der Lage nach bestimmten Grabstätte oder auf Unveränderlichkeit der Umgebung. Für Baumbestattungen ist der Erwerb einer be-stimmten Grabstätte zulässig.

(3) Nutzungsrechte werden nur anlässlich eines Todesfalles verliehen. Für Baumbestattungen kann die Friedhofsverwaltung auf Antrag ein Nutzungsrecht auch unabhängig von einem Todesfall verleihen. Das Nutzungsrecht entsteht durch die Festsetzungen gem. § 11 dieser Satzung.

(4) Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist nach Maßgabe dieser Satzung möglich. Das Nut-zungsrecht an Grabstätten für anonyme Urnenbestattungen und das Nutzungsrecht an Grabstätten für Baumbestattungen ist nicht verlängerbar.

(5) In jeder Einzelgrabstätte darf nur eine Leiche bestattet werden. Im Grabe eines verstorbenen Elternteiles kann auch die Leiche eines noch nicht ein Jahr alten verstorbenen Kindes beigesetzt wer-den. Wenn die Ruhezeit des Kindes die Ruhezeit des Einzelgrabes übersteigt, ist eine Verlängerung des Nutzungsrechtes erforderlich.

(6) In den Doppelgräbern können die Angehörigen des Verstorbenen, der auf einer Grabstelle eines Doppelgrabes bestattet worden ist, bestattet werden.

Als Angehörige gelten:

a) der überlebende Ehegatte,

b) die Kinder,

c) die Stiefkinder,

d) die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter und Mütter.

Innerhalb der Gruppen b - d wird der älteste Angehörige Nutzungsberechtigter, soweit die Hinterbliebe-nen keine andere einvernehmliche Regelung treffen.

7/14 (7) Die Friedhofsverwaltung ist nicht verpflichtet, zwecks Belegung einer Grabstelle den rechtmäßi-gen Nutzungsberechtigten festzustellen.

(8) Doppelgräber bestehen aus zwei Grabstellen. Jede Grabstelle eines Doppelgrabes darf wäh-rend der Ruhezeit nur einmal belegt werden.

(9) Eine Beisetzung in einer unbelegten Grabstelle auf einer Doppelgrabstelle darf nur erfolgen, wenn die Nutzungsdauer für die Doppelgrabstelle um so viele Jahre verlängert wird, dass die Ruhefrist von 20 Jahren für Erd- und Urnenbestattungen gewährt bleibt.

(10) Unbelegte Grabstellen von Doppelgräbern werden grundsätzlich nicht zurückgenommen.

(11) Das Ausmauern von Grabstellen ist nicht zulässig.

(12) Urnen dürfen auch in den für die Erdbestattung vorgesehenen Doppel- oder Einzelgrabstätten beigesetzt werden, sofern die Friedhofsverwaltung zustimmt. Die Beisetzung ist nur unterirdisch gestat-tet. In jeder unbelegten Einzelgrabstelle ist die Beisetzung von zwei Urnen möglich. In einer unbelegten Doppelgrabstelle dürfen maximal fünf Urnen beigesetzt werden. Um die Ruhezeit der zuletzt beigesetz-ten Urne zu gewährleisten, ist eine Nutzungsverlängerung vorzunehmen. Die Vorschriften über die Dop-pelgrabstätten gelten entsprechend.

(13) Auf dem Waldfriedhof wird ein Grabfeld für anonyme Grabstätten (Urnenbeisetzungen) bereit-gestellt. Bepflanzungen und Ausschmückungen werden ausschließlich durch die Friedhofsverwaltung vorgenommen. Anonyme Gräber werden nach Ablauf der Ruhefrist ohne Ankündigung oder Bekannt-machung erneut belegt.

(14) Auf dem Waldfriedhof wird ein Grabfeld für Baumbestattungen bereitgestellt. Die Pflege des Grabfeldes sowie der Baumplakette übernimmt die Friedhofsverwaltung; individuelle Gestaltungen sind nicht zulässig. Zulässig ist ein Namensschild, dessen Größe, Gestaltung und Inhalt durch die Friedhofs-verwaltung bestimmt und angebracht wird. Nach Ablauf der Ruhefrist wird ohne Ankündigung oder Be-kanntmachung das Namensschild durch die Friedhofsverwaltung entfernt und das Nutzungsrecht neu vergeben.

V. Gestaltung der Grabstätten

§ 14 Allgemeines

(1) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass der Friedhofs-zweck und die Würde der Friedhöfe in ihren einzelnen Teilen und in ihrer Gesamtanlage gewahrt wer-den.

(2) Grabstätten sind, sofern eine individuelle Gestaltung zulässig ist, innerhalb von sechs Monaten nach einer erfolgten Beisetzung anzulegen.

(3) Zur Pflege der Grabstätten sind keine umweltbeeinträchtigenden Mittel zu verwenden.

(4) Winterschutz an Gräbern einschließlich Zubehör, Grabzeichen und Denkmälern darf nur mit na-türlichem Material wie Deckreisig u. ä. ausgeführt werden.

8/14 (5) Das Grabbeet ist ohne Hügel in der gleichen Höhe wie die umgebenden Wege bzw. das angren-zende Gelände herzurichten.

(6) Die Gemeinde Schwielowsee führt 1-mal jährlich, durch eine beauftragte Firma eine Standfes-tigkeitsprüfung der Grabsteine gem. § 9 der Unfallverhütungsvorschrift der Gartenbau-Berufsgenossen-schaft Friedhöfe und Krematorien (VSG 4.7) durch. Diese Überprüfung ist gebührenpflichtig. Die Ge-bühren werden bei Beantragung des Grabmales einmalig für 20 Jahre erhoben. Diese Gebühren erge-ben sich aus § 6 Abs. 5 Friedhofsgebührensatzung. Auf der anonymen Urnengrabanlage und der Baum-grabanlage werden diese Gebühren nicht erhoben.

VI. Grabmale und bauliche Anlagen

§ 15 Gestaltungsvorschriften

(1) Die Grabsteine müssen „werkgerecht'' verarbeitet sein, d. h., es dürfen keine Materialien zur Ver-wendung kommen, die ihren natürlichen Charakter durch die Bearbeitung verlieren. Auf Grabstätten sind Grabmale mit folgenden Maßen zulässig:

a) auf Urnengräbern: stehende Grabmale: Höhe 0,60 bis 0,80 m Breite bis 0,45 m Mindeststärke 0,14 m

liegende Grabmale: Breite bis 0,35 m Höchstlänge 0,40 m Mindeststärke 0,14 m

b) auf Grabstätten für Erdbestattungen: stehende Grabmale: Höhe bis 1,30 m Breite bis 1,40 m Mindeststärke 0,22 m

liegende Grabmale: Breite bis 1,00 m Länge bis 1,20 m Mindesthöhe 0,18 m

(2) Grabplatten sind nur auf Urnengrabstellen (§13 Abs.1 lit.a) zulässig. Es darf nicht mehr als ein Drittel eines Doppelgrabes durch Stein abgedeckt sein.

(3) Jedes Grabmal muss entsprechend seiner Größe dauerhaft gegründet sein.

(4) Das Aufstellen bzw. Anbringen von Gedenkzeichen sowie von Einfassungen ist genehmigungs-und gebührenpflichtig. Das Anbringen eines Namensschildes für eine Baumgrabstelle ist antrags- und gebührenpflichtig.

(5) Soweit es der Friedhofsträger unter Beachtung des § 13 für vertretbar hält, kann er Ausnahmen von den Vorschriften der Absätze 1 und 2 im Einzelfall zulassen.

9/14 § 16 Zustimmungserfordernis

(1) Die Errichtung und jede Veränderung von Grabmalen und Grabplatten bedarf der vorherigen Zustimmung der Friedhofsverwaltung.

(2) Auch provisorische Grabmale und Grabplatten sind zustimmungspflichtig, sofern sie größer als 0,15 m x 0,30 m sind.

(3) Normgröße 1. Einzelgrab Länge: 2,50 m Breite: 1,25 m

  1. 2. Doppelgrab Länge: 2,50 m Breite: 2,50 m
  1. 3. Urnengrab Länge: 0,80 m Breite: 0,80 m

(4) Dem Antrag auf Errichtung eines Grabmales sind zweifach beizufügen:

a) der Grabmalentwurf mit Grundriss und Seitenansicht im Maßstab 1 : 10 unter Angabe des Ma-terials, seiner Bearbeitung, der Anordnung der Schrift, der Ornamente und der Symbole sowie der Fun-damentierung.

b) soweit es zum Verständnis erforderlich ist, Zeichnungen der Schrift, der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1 : 1 unter Angabe des Materials, seiner Bearbeitung, des Inhalts, der Form und der Anordnung. Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige bauliche Anlage nicht binnen eines Jahres nach der Zustimmung errichtet worden ist. Die nicht zustimmungspflichtigen pro-visorischen Grabmale sind nur als naturlasierte Holztafeln oder Holzkreuze zulässig und dürfen nicht länger als 1 Jahr nach der Beisetzung verwendet werden.

§ 17 Anlieferung

Die Grabmale, Grabplatten oder sonstige bauliche Anlagen sind so zu liefern, dass sie an den Fried-hofseingängen von der Friedhofsverwaltung überprüft werden können. Einzelheiten hierzu kann die Friedhofsverwaltung bestimmen.

§ 18 Fundamentierung und Befestigung

(1) Die Grabmale sind nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks so zu fundamen-tieren und zu befestigen, dass sie dauernd standsicher sind und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Dies gilt für sonstige bauliche Anlagen entsprechend. (2) Die Art der Fundamentierung und der Befestigung, insbesondere die Größe und Stärke der Fun-damente, bestimmt die Friedhofsverwaltung gleichzeitig mit der Zustimmung nach § 15 dieser Satzung. Die Friedhofsverwaltung kann überprüfen, ob die vorgeschriebene Fundamentierung durchgeführt wor-den ist.

(3) Die Steinstärke muss die Standfestigkeit der Grabmale gewährleisten. Die Mindeststärke der Grabmale bestimmt sich nach § 15 dieser Satzung.

10/14 § 19 Unterhaltung

(1) Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in würdigem und verkehrssi-cherem Zustand zu halten. Verantwortlich ist der jeweilige Grabnutzungsberechtigte.

(2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, ist der Grabnutzungsberechtigte verpflichtet, unverzüglich für Abhilfe zu sorgen. Bei Gefahr im Verzuge kann die Friedhofsverwaltung, auf Kosten des Grabnutzungsberechtigten, Sicherungsmaß-nahmen (z. B. Umlegung von Grabmalen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer festzusetzenden angemessenen Frist be-seitigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, das Grabmal oder Teile davon auf Kosten des Grabnut-zungsberechtigten zu entfernen. Die Gemeinde ist verpflichtet, diese Gegenstände drei Monate aufzu-bewahren. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder ohne besonderen Aufwand nicht zu ermitteln, genügen als Aufforderung eine öffentliche Bekanntmachung und ein Hinweisschild auf der Grabstätte, das für die Dauer von einem Monat aufgestellt wird.

(3) Die Grabnutzungsberechtigten sind für jeden Schaden haftbar, der durch das Umstürzen von Grabmalen oder Grabmalteilen verursacht wird.

(4) Werden Grabmale und sonstiges Grabzubehör ohne Genehmigung oder davon abweichend auf-gestellt, kann die Friedhofsverwaltung den Antragsteller oder Grabnutzungsberechtigten der Grabstelle zur Änderung oder Entfernung derselben auffordern. Wird die Aufforderung nicht innerhalb einer ange-messenen Frist befolgt, kann das beanstandete Grabmal einschließlich Zubehör auf Kosten des An-tragstellers oder Grabnutzungsberechtigten von der Grabstelle entfernt werden.

(5) Als Werkstoff zur Herstellung der Grabmale sind Natursteine, Holz, Schmiedeeisen sowie ge-gossene Bronze zulässig.

(6) Provisorische Grabmale sind nur als naturlasierte Holztafeln oder –kreuze zulässig und dürfen nicht länger als 1 Jahr nach der Beisetzung verwendet werden.

§ 20 Entfernung

(1) Vor Ablauf der Ruhezeit oder der Nutzungszeit dürfen Grabmale und Grabplatten nur mit vorhe-riger Zustimmung der Friedhofsverwaltung entfernt werden.

(2) Nach Ablauf der Nutzungszeit oder nach der Entziehung von Grabstätten und Nutzungsrechten sind die Grabmale, Grabplatten und sonstige bauliche Anlagen durch den Grabnutzungsberechtigten zu entfernen. Erfolgt die Beräumung trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht bin-nen drei Monaten, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, das Grabmal oder Teile davon auf Kosten des Grabnutzungsberechtigten zu entfernen und zu entsorgen. Ist der Grabnutzungsberechtigte nicht be-kannt oder ohne besonderen Aufwand nicht zu ermitteln, genügen als Aufforderung eine öffentliche Bekanntmachung und ein Hinweisschild auf der Grabstätte, das für die Dauer von einem Monat aufge-stellt wird.

(3) Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, ohne ihre Zustimmung aufgestellte Grabmale und Grab-platten einen Monat nach Aufforderung des Grabnutzungsberechtigten auf dessen Kosten entfernen und entsorgen zu lassen. Ist der Grabnutzungsberechtigte nicht bekannt oder ohne besonderen Auf-wand nicht zu ermitteln, genügen als Aufforderung eine öffentliche Bekanntmachung und ein Hinweis-schild auf der Grabstätte, das für die Dauer von einem Monat aufgestellt wird.

11/14 VII. Herrichtung und Pflege der Grabstätten

§ 21 Herrichtung und Unterhaltung

(1) Alle Grabstätten müssen im Rahmen der Vorschriften des § 13 dieser Satzung hergerichtet und dauernd verkehrssicher in Stand gehalten werden. Dies gilt entsprechend für den Grabschmuck. Ver-welkte Blumen und Kränze sind unverzüglich von den Grabstellen zu entfernen.

(2) Die Gestaltung der Gräber ist dem Gesamtcharakter des Friedhofs, dem besonderen Charakter des Friedhofsteiles und der unmittelbaren Umgebung anzupassen. Die Grabstätten dürfen nur mit Pflan-zen bepflanzt werden, die andere Grabstätten und die öffentlichen Anlagen und Wege nicht beeinträch-tigen.

(3) Für die Herrichtung und die Instandhaltung ist bei Einzelgräbern der Bestattungspflichtige, bei Doppelgräbern der Nutzungsberechtigte oder der Bestattungspflichtige verantwortlich. Die Verpflich-tung erlischt mit dem Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts. § 19 Abs. 2 bleibt unberührt.

(4) Die für die Grabstätten Verantwortlichen können die Grabstätten selbst anlegen und pflegen oder damit einen zugelassenen Friedhofsgärtner beauftragen.

(5) Grabstätten müssen innerhalb von 6 Monaten nach der Bestattung hergerichtet werden.

(6) Die Kunststoffabfälle und sonstige verrottbare Abfälle sind getrennt von den wieder verwendba-ren organischen Abfällen in die an den Friedhöfen vorhandenen Abfallsammelbehälter zu bringen.

§ 22 Vernachlässigung der Grabpflege

(1) Wird eine Grabstätte nicht ordnungsgemäß hergerichtet oder gepflegt, hat der Grabnutzungsbe-rechtigte nach schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung die Grabstätte innerhalb einer Frist von drei Monaten in Ordnung zu bringen. Ist der Grabnutzungsberechtigte nicht bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln, wird durch eine öffentliche Bekanntmachung auf die Verpflichtung zur Herrichtung und Pflege hingewiesen. Außerdem wird der Grabnutzungsberechtigte durch ein Hin-weisschild auf der Grabstätte aufgefordert, sich mit der Friedhofsverwaltung in Verbindung zu setzen und die Grabstätte ordnungsgemäß herzurichten. Bleibt die Aufforderung oder der Hinweis drei Monate unbeachtet, kann die Friedhofsverwaltung:

a) die Grabstätte abräumen, einebnen und einsäen und Grabmale und sonstige bauliche Anlagen auf Kosten des Grabnutzungsberechtigten beseitigen lassen.

b) die Grabstätte auf Kosten des Grabnutzungsberechtigten in einen ordnungsgemäßen Zustand bringen.

VIII. Trauerfeiern

§ 23 Trauerfeier

(1) Die Trauerfeiern können in einem dafür bestimmten Raum (Friedhofskapelle) und am Grab ge-halten werden.

12/14 (2) Die Benutzung der Friedhofskapelle kann untersagt werden, wenn der Verstorbene an einer meldepflichtigen übertragbaren Krankheit gelitten hat oder Bedenken wegen des Zustandes der Leiche bestehen.

IX. Schlussvorschriften

§ 24 Alte Rechte

(1) Bei Grabstellen, über welche die Friedhofsverwaltung bei Inkrafttreten dieser Satzung bereits verfügt hat, richten sich die Nutzungszeit und die Gestaltung nach den bisherigen Vorschriften.

(2) Die vor dem Inkrafttreten dieser Satzung entstandenen Nutzungsrechte von unbegrenzter bzw. unbestimmter Dauer sind vom Nutzungsberechtigten im Einzelfall nachzuweisen und haben dann Be-stand.

(3) Im Übrigen gilt diese Satzung.

§ 25 Haftung

Die Gemeinde Schwielowsee haftet nicht für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Benutzung der Friedhöfe, ihrer Anlagen oder ihrer Einrichtungen, durch dritte Personen oder durch Tiere entstehen. Ihr obliegen keine besonderen Obhuts- und Überwachungspflichten. Die Vorschriften über Amtshaftung bleiben unberührt.

§ 26 Gebühren

Für die Benutzung der von der Gemeinde Schwielowsee verwalteten Friedhöfe und seiner Einrichtun-gen sind die Gebühren nach der jeweils geltenden Friedhofsgebührensatzung zu entrichten.

§ 27 Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

a) die Friedhöfe unbefugt betritt (§ 6),

b) gegen die Bestimmungen der Satzung verstößt und auf den Friedhöfen Ruhe und Ordnung stört oder die Anordnungen des Friedhofspersonals nicht befolgt (§ 6 Abs. 1),

c) eine gewerbliche Tätigkeit auf den Friedhöfen außerhalb der Zeiten gem. §7 Abs. 1 Satz 2 aus-übt oder gegen die Vorschriften gem. §7 Abs. 3 verstößt.

d) Särge und Überurnen verwendet, die nicht den Anforderungen des §9 Abs. 3 und Abs. 4 ent-sprechen,

e) Grabstätten nicht entsprechend der Vorschriften herstellt, bepflanzt und pflegt (§§ 19 Abs. 1, 5; 20 Abs. 2 und 21 Abs. 1, 2, 5, 6),

f) ohne vorherige Zustimmung Grabmale oder bauliche Anlagen errichtet oder verändert, von der Zustimmung abweichend errichtet oder verändert sowie Grabmale nicht fachgerecht fundamen-tiert oder befestigt (§§ 15 Abs. 1, 2, 3, 4; 16 Abs. 1, 2, 17 und 18 Abs. 1, 2, 3),

g) Grabmale und sonstige Grabausstattungen nicht in verkehrssicherem Zustand hält (§ 21 Abs.

  1. 1. oder ohne vorherige Zustimmung entfernt (§ 20 Abs. 1).

13/14 (2) Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zur Höhe des in § 17 Abs. 1 des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten (OWiG) in der geltenden Fassung bestimmten Höchstbetrages ge-ahndet werden.

§ 28 Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am 01.01.2023 in Kraft. Mit In-Kraft-Treten dieser Satzung, tritt die Satzung über das Friedhofs- und Bestattungswesen der Gemeinde Schwielowsee, vom 26.09.2013 außer Kraft.

Schwielowsee, 06.10.2022

gez.: Kerstin Hoppe Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee

Bekanntmachungsanordnung

Vorstehende Satzung über die Gebühren für die Benutzung der kommunalen Friedhöfe in der Ge-meinde Schwielowsee (Friedhofsgebührensatzung) wird hiermit auf der Grundlage des § 3 Abs. 3 der Kommunalverfassung für das Land Brandenburg (BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I/07, [Nr. 19], S. 286), zuletzt geändert durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2021 (GVBl.I/21, [Nr. 21]) i.V. mit der Verordnung über die öffentliche Bekanntmachung von Satzungen und sonstigen ortsrechtli-chen Vorschriften in den Gemeinden, Verbandsgemeinden, Ämtern und Landkreisen (Bekanntma-chungsverordnung - BekanntmV) vom 1. Dezember 2000 (GVBl.II/00, [Nr. 24], S.435) zuletzt am 12.01.2022 (GVBl.II/22, [Nr. 2]) bekannt gemacht.

Schwielowsee, den 06.10.2022

gez.: Kerstin Hoppe Bürgermeisterin der Gemeinde Schwielowsee

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🧮 Interaktiver Kosten-Baukasten: Was kostet eine Bestattung in Schwielowsee?

Da jede Satzung andere Positionen enthält, können Sie hier die amtlichen Gebühren von Schwielowsee mit Ihren persönlichen Wünschen kombinieren. Alle Häkchen und Euro-Beträge sind frei anpassbar!

Info zu Marktrichtwerten (PLZ-Region 14xxx) ↗
1. Gewünschte Grabart in Schwielowsee anklicken (übernimmt den Satzungspreis):
2. Kostenpositionen prüfen, an-/abhaken oder eigene Angebote eintragen:
1. Grabnutzungsgebühr (🏺 Urnenreihengrab) 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für das Nutzungsrecht an der Grabstelle in Schwielowsee
€
2. Beisetzung / Grabaushub (Öffnen & Schließen) 🔶 Schätzwert (anpassbar)
In der Satzung von Schwielowsee nicht separat aufgeführt (wird meist über den Bestatter / Dienstleister abgerechnet).
€
3. Trauerhalle / Feierhalle / Leichenhalle 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für die Nutzung der Trauer-/Leichenhalle in Schwielowsee (Bei stiller Beisetzung ohne Halle einfach Häkchen entfernen)
€
4. Kommunale Friedhofsunterhaltungs- / Pflegegebühr (falls erhoben) 🔶 Optional laut Satzung
Manche Gemeinden (z. B. über einen eigenen § für Friedhofsunterhalt) erheben zusätzlich 5–15 € pro Ruhezeitjahr für Wasser/Müll/Wegepflege.
€
5. Bestatter, Sarg/Urne, Versorgung, Überführung & Krematorium 📊 Richtwert PLZ-Region 14xxx ↗
Regionaler Marktrichtwert für Bestatterleistungen (oder eigenen Kostenvoranschlag eintragen):
€
6. Ärztliche Leichenschau (GOÄ Ziff. 101) & Sterbeurkunden ⚖️ Gebührenordnung (GOÄ)
Totenschein (165,77 € Festbetrag + Wegegeld), Sterbeurkunden & ggf. 2. Leichenschau im Krematorium
€
Optionale Zusatz- & Folgekosten (bei Bedarf anhaken):
7. Steinmetz: Grabstein, Einfassung & Inschrift 🔶 Optionaler Richtwert
Entfällt bei anonymen Grabfeldern oder pflegefreien Rasen-/Baumgräbern ohne eigenes Denkmal.
€
8. Trauerkranz, Blumenschmuck, Trauerredner & Bewirtung 🔶 Optionaler Richtwert
Je nach Gästeanzahl beim anschließenden Trauerkaffee und gewünschtem Blumenschmuck.
€
9. Nachlass: 3 Monate Mietfortzahlung (§ 564 BGB) & Wohnungsauflösung 🏠 Häufig übersehen
Ein Mietvertrag endet nicht mit dem Tod: Erben haften für die 3-monatige Kündigungsfrist (§ 573c BGB) sowie Räumung.
€
Ihre persönliche Kalkulation für Schwielowsee:
Friedhofsgebühren: 0 €  +  Bestatter, GOÄ & Extras: 0 €
Berechneter Gesamtrahmen:
0 €