Friedhofsgebühren Hünxe 2026 – aktuelle Satzung & Kosten

📍 Gemeinde Hünxe · Nordrhein-Westfalen · PLZ 46569

🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext

⚖️ 1. Friedhofsgebührensatzung Stand: 19.10.2022 Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

​‌​‌​​‌‌​‌​​​‌‌‌​‌​​‌‌​‌​​‌​‌‌​‌​​‌‌​​​​​​‌‌​‌​‌​​‌‌​​​‌​​‌‌​‌‌‌​​‌‌​​​​​​‌‌​​​​​​‌‌​​​‌​​‌‌​‌‌​ Kirchlicher Friedhof Evangelische Kirchengemeinde Hünxe — Gebührenordnung

F r i e d h o f s g e b ü h r e n s a t u n g

für den Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe vom 19. Oktober 2022

Die Evangelische Kirchengemeinde Hünxe

  • vertreten durch das Presbyterium -

erlässt gemäß Artikel 3 a Absatz 2 der Kirchenordnung i.V.m.

§ 41 Wirtschafts

- und Verwaltungsordnung (WiVo) vom 14. September 2018 in der jeweils gültigen Fassung und § 12 der Verordnung für das Friedhofswesen in der Evangelischen Kirche im Rheinland, der Evangelischen Kirche von Westfalen und in der Lippischen Landeskirche vom 15. Juli 2011 die nachstehende

Friedhofsgebührensatzung

§ 1

Gebührenpflicht

(1) Für die Benutzung des Friedhofes Im Sand in Hünxe der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe und der Bestattungseinrichtungen sowie für weitere Leistungen der Friedhofsverwaltung werden nach Maßgabe dieser Satzung Gebühren erhoben.

(2) Die Gebührenpflicht entsteht mit der Erbringung der Leistung. Die Friedhofsträgerin ist berechtigt, eine Vorauszahlung in angemessener Höhe auf Gebühren für die beantragten Leistungen zu verlangen.

(3) Werden beantragte Leistungen nur teilweise in Anspruch genommen, so ist dennoch die volle Gebühr zu entrichten.

(4) Wird von der Benutzung des Friedhofes und seiner Bestattungseinrichtungen nach Beantragung Abstand genommen, sind die Aufwendungen zu ersetzen, die der Friedhofsträgerin entstanden sind.

§ 2

Gebührenschuldner

(1) Zur Zahlung der Gebühren ist die nutzungsberechtigte Person oder die Person verpflichtet, in deren Auftrag der Friedhof oder die Bestattungseinrichtungen benutzt werden.

(2) Wird die Gebühr von mehreren Personen geschuldet, so haftet jede einzelne Person als Gesamtschuldnerin.

§ 3

Fälligkeit der Gebühren

(1) Die Festsetzung der Gebühren erfolgt durch einen schriftlichen Gebührenbescheid. Dieser wird der Gebührenschuldnerin oder dem Gebührenschuldner durch einen einfachen Brief bekannt gegeben.

(2) Die Gebühren sind mit Bekanntgabe des Gebührenbescheids fällig, sofern im Gebührenbescheid nicht eine spätere Fälligkeit festgesetzt ist.

(3) Sofern die fälligen Gebühren nicht entrichtet worden sind, kann die Friedhofsträgerin Bestattungen und Leistungen verweigern.

(4) Gebühren werden im Verwaltungszwangsverfahren beigetrieben.

§ 4

Nutzungsgebühren

**| Nr. | Leistung | Gebühr |

| :--- | :--- | :--- |

| (1) | Reihengrabstätten mit Nutzungsrecht | |

| a) | Erdbestattung von Tot- und Fehlgeburten (Ruhezeit 30 Jahre) | 510,00 Euro |

| b) | Erdbestattung von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr (Ruhezeit 30 Jahre) | 510,00 Euro |

| c) | Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an (Ruhezeit 30 Jahre) | 1.175,00 Euro |

| d) | Urnenbeisetzung (Ruhezeit 30 Jahre) | 750,00 Euro |

| (2) | Reihengemeinschaft... (pflegefreie Grabstätten) | |

| a) | Erdbestattung (Ruhezeit 30 Jahre) | 3.900,00 Euro |

| b) | Urnenbeisetzung (Ruhezeit 30 Jahre) | 1.890,00 Euro |

| (3) | Wahlgrabstätten mit Nutzungsrecht | |

| a) | Erdbestattung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) | 2.700,00 Euro |

| b) | Verlängerungsgebühr Erdbestattung je Grab und Jahr | 90,00 Euro |

| (4) | Wahlgemeinschaft... (ausschließlich bestehende Rasengrabstätten) | |

| a) | Erdbestattung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) | 4.200,00 Euro |

| b) | Urnenbeisetzung je Grab (Nutzungszeit 30 Jahre) | 1.950,00 Euro |

| c) | Verlängerungsgebühr Erdbestattung je Grab und Jahr | 140,00 Euro |

| d) | Verlängerungsgebühr Urnenbeisetzung je Grab und Jahr | 65,00 Euro |

§ 5

Bestattungsgebühren

**| Nr. | Leistung | Gebühr |

| :--- | :--- | :--- |

| (1) | Grundgebühren | |

| a) | Erdbestattung von Tot- und Fehlgeburten | 575,00 Euro |

| b) | Erdbestattung von Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr | 575,00 Euro |

| c) | Erdbestattung von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an | 800,00 Euro |

| d) | Urnenbeisetzung | 630,00 Euro |

| (2) | Besondere Gebühren | |

| a) | Benutzung des „Haus des Abschieds“ (Aufbewahrung der Leiche bis einschließlich Aussegnung) einschließlich Grunddekoration | 185,00 Euro |

| b) | Benutzung des „Haus des Abschieds“ (nur Aussegnung) einschließlich Grunddekoration | 125,00 Euro |

| c) | Orgelspiel (bei Gottesdiensten in der Dorfkirche oder in „Unsere Arche“ anlässlich der Bestattung von Nicht-Gemeindegliedern) | 80,00 Euro |

| d) | Benutzung der Kühleinrichtung, sofern die Bestattung nicht auf dem kirchengemeindlichen Friedhof in Hünxe stattfindet pro angefangenem Tag | 45,00 Euro |

| e) | Einheitliche Grabplatte gem. § 12 Abs. 5 und § 13 Abs. 11 der Friedhofssatzung | 350,00 Euro |

| f) | Küsterdienst (bei Gottesdiensten in der Dorfkirche oder in „Unsere Arche“ anlässlich der Bestattung von Nicht-Gemeindegliedern) | 55,00 Euro |

§ 6

Gebühren für Umbettungen

**| Nr. | Leistung | Gebühr |

| :--- | :--- | :--- |

| (1) | Umbettung auf demselben Friedhof | |

| a) | Erdbestattungen von Totgeburten und Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr je Grab | 3.430,00 Euro |

| b) | Erdbestattungen von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an je Grab | 3.430,00 Euro |

| c) | Urnenbeisetzungen je Grab | 1.830,00 Euro |

| (2) | Ausbettung bei Überführung auf einen fremden Friedhof | |

| a) | Erdbestattungen von Totgeburten und Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr je Grab | 2.080,00 Euro |

| b) | Erdbestattungen von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an je Grab | 2.080,00 Euro |

| c) | Urnenbeisetzungen je Grab | 1.030,00 Euro |

| (3) | Einbettung bei Überführung von einem fremden Friedhof | |

| a) | Erdbestattungen von Totgeburten und Verstorbenen bis zum vollendeten 5. Lebensjahr je Grab | 1.350,00 Euro |

| b) | Erdbestattungen von Verstorbenen vom vollendeten 5. Lebensjahr an je Grab | 1.350,00 Euro |

| c) | Urnenbeisetzungen je Grab | 900,00 Euro |

§ 7

Sonstige Gebühren

(1) Zustimmung zur Errichtung eines stehenden Grabmales 42,50 Euro (2) Zustimmung zur Errichtung eines liegenden Grabmals 42,50 Euro (3) Zustimmung zur Errichtung eines Holzkreuzes 42,50 Euro (4) Zustimmung zur Errichtung einer Grabeinfassung 42,50 Euro (5) Zustimmung zur Errichtung einer sonstigen baulichen Anlage 42,50 Euro (6) Zustimmung zur Änderung eines Grabmals, einer Grabeinfassung oder einer sonstigen baulichen Anlage 42,50 Euro (7) Ausstellung einer Berechtigungskarte an Gewerbetreibende gem. § 6 Abs. 6 Friedhofssatzung

  • Berechtigungskarte für ein Jahr 60,00 Euro
  • Einzelberechtigungskarte 10,00 Euro

(8) Ausstellung von sonstigen Urkunden / Bescheinigungen der Friedhofsverwaltung 42,50 Euro (9) Entfernung und Entsorgung eines liegenden Grabmals gemäß § 28 Absatz 3 Friedhofssatzung je angefangene 30 Min. 27,00 Euro (10) Entfernung und Entsorgung eines stehenden Grabmals gemäß § 28 Absatz 3 Friedhofssatzung je angefangene 30 Min. 27,00 Euro (11) Unterhaltung einer Grabstätte bis zum Ende der ursprünglichen festgesetzten Nutzungszeit bei Widerruf des Nutzungsrechts je Grab und Jahr 96,00 Euro

§ 8

Umsatzsteuer

Sofern künftig Leistungen nach dieser Friedhofsgebührensatzung der Umsatzsteuer unterworfen werden, so erhöhen sich die zu zahlenden Entgelte um den jeweils geltenden Steuersatz.

§ 9

Öffentliche Bekanntmachung

(1) Diese Friedhofsgebührensatzung und alle Änderungen hierzu bedürfen zu ihrer Gültigkeit der öffentlichen Bekanntmachung. (2) Öffentliche Bekanntmachungen erfolgen gemäß § 37 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom 09. Juni. 2021.

§ 10

Inkrafttreten

(1) Diese Friedhofsgebührensatzung und alle Änderungen treten gemäß § 37 der Friedhofssatzung der Kirchengemeinde vom 09. Juni 2021 in Kraft.

(2) Mit Inkrafttreten dieser Friedhofsgebührensatzung tritt die Friedhofsgebührensatzung vom 08. November 2004 außer Kraft.

Hünxe, den 19. Oktober 2022

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe

Siegel

(Vorsitzender des Presbyteriums)

(Mitglied des Presbyteriums)

📜 2. Friedhofssatzung Stand: 19.10.2022 Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Kirchlicher Friedhof Evangelische Kirchengemeinde Hünxe — Friedhofssatzung

Friedhofssatzung (Ordnung)

für den Friedhof der

Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe

vom

08. November 2004

geändert durch Satzung vom 03. November 2008

Inhaltsverzeichnis

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Aufsicht über den Friedhof

§ 2 Benutzung des Friedhofes

§ 3 Ordnung auf dem Friedhof

§ 4 Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof

II. Grabstätten

§ 5 Allgemeines

§ 6 Rechtsverhältnisse an Reihengrabstätten

§ 7 Rechtsverhältnisse an Wahlgrabstätten

§ 8 Benutzung der Wahlgrabstätten

§ 9 Übergang von Rechten an Wahlgrabstätten

§ 10 Rechtsverhältnisse an Rasengrabstätten

§ 11 Behandlung der Erbgrabstätten früheren Rechts

§ 12 Belegung, Wiederbelegung, Grabstättenöffnung

§ 13 Um- und Ausbettungen

§ 14 Särge, Urnen und Trauergebinde

§ 15 Herrichtung, Instandhaltung und Abräumen

§ 16 Grabstättenpflege durch die Friedhofsverwaltung

§ 17 Zustimmungspflicht für Grabmale und sonstige Anlagen

§ 18 Unterhaltung von Grabmalen und des Grabstättenzubehörs

§ 19 Verwendung alter Grabmale

III. Bestattungen und Feiern

§ 20 Ruhekammern bzw. Leichenhalle

§ 21 Anmeldung der Bestattung

§ 22 Die evangelisch-kirchliche Bestattung

§ 23 Andere Bestattungsfeiern sowie Reden von Laien und Kranzniederlegungen

§ 24 Besondere musikalische Darbietungen bei der Bestattung sowie andere Feier-

lichkeiten

§ 25 Andere Bestattungen

§ 26 Zuwiderhandlungen

IV. Schlussbestimmungen

§ 27 Grabmal- und Bepflanzungsgrundsätze

§ 28 Gebühren

§ 29 Öffentliche Bekanntmachungen

§ 30 Haftung

§ 31 In-Kraft-Treten

Vorwort

Auf der Grundlage des § 6 der Verwaltungsordnung für das Friedhofswesen in der Ev. Kirche im Rheinland vom 26.09.2003, bezugnehmend auf § 4 des Bestattungsgesetzes NRW vom 17.06.2003, erlässt das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe folgende Satzung als Friedhofsordnung.

Der kirchliche Friedhof ist die Stätte, auf der die Gemeinde ihre Toten zur letzten Ruhe bettet und ihrer gedenkt. Er weist die Lebenden hin auf den Tod, die Vergänglichkeit des irdischen Leibes, das Gericht Gottes und die Auferstehung der Toten.

Er ist ein Ort, an dem die Kirche die Botschaft verkündet, dass „Christus Jesus dem Tode die Macht genommen und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht hat durch das Evangelium“ (2. Timotheus 1,10). Aus dieser Bestimmung zur Verkündigung erhalten auf dem Friedhof die Feier der Bestattung, die Trauerbegleitung, die Gestaltung und die Benutzung Richtung und Weisung.

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 – Aufsicht über den Friedhof

(1) Der Friedhof ist Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe. (2) Die Aufsicht und Verwaltung obliegt dem Presbyterium. Es kann sich dabei Beauftragter bedienen. (3) Die Aufsichtsbefugnisse der Ordnungs- und Gesundheitsbehörden werden hierdurch nicht berührt.

§ 2 – Benutzung des Friedhofes

(1) Der Friedhof ist bestimmt zur Bestattung der verstorbenen Mitglieder der Kirchengemeinde. (2) Ferner können auf ihm bestattet werden:

a) verstorbene Mitglieder anderer evangelischer Kirchengemeinden sowie solcher Religi-onsgemeinschaften, die zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland gehören, so weit sie oder ihre Angehörigen Nutzungs- oder Belegungsberechtigte einer Grabstätte auf dem Friedhof der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe sind oder ein neues Nutzungs- oder Belegungsrecht durch ihre ortsansässigen Angehörigen erwor-ben wird; als Angehörige im Sinne dieser Bestimmung gelten die in § 8 Abs. 2 Buch-staben a) – d) dieser Friedhofsordnung genannten Personen;

b) verstorbene ortsansässige Angehörige solcher Religionsgemeinschaften, die zur Ar-beitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland gehören;

c) verstorbene nicht-evangelische Ehegatten und Kinder der Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde, sofern diese mit ihnen einen gemeinsamen Haushalt führen zwecks Zusammenlegung in einer Familiengrabstätte;

d) Totgeburten und Fehlgeburten, von denen mindestens ein Elternteil zu Angehörigen des unter a) - c) genannten Personenkreises gehört.

(3) Andere Verstorbene können ausnahmsweise bestattet werden, wenn ein zu ihrer Auf-nahme verpflichteter Friedhof am Orte nicht vorhanden ist oder das Presbyterium dies ge-nehmigt.

(4) Die Bestattung richtet sich nach den bestehenden gesetzlichen und ordnungsrechtlichen Vorschriften.

§ 3 – Ordnung auf dem Friedhof

Für die Ordnung auf dem Friedhof erlässt das Presbyterium besondere Bestimmungen, die, unbeschadet der Veröffentlichung nach § 29, an geeigneter Stelle auf dem Friedhof dauerhaft auszuhängen sind.

§ 4 – Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof

(1) Gewerbetreibende bedürfen für die dem jeweiligen Berufsbild entsprechende gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch die Friedhofsverwaltung. (2) Auf ihren Antrag hin werden nur solche Gewerbetreibende zugelassen, die in fachlicher, betrieblicher und persönlicher Hinsicht zuverlässig sind.

(3) Die Friedhofsverwaltung hat die Zulassung davon abhängig zu machen, dass der Antrag-steller einen für die Ausführung seiner Tätigkeit ausreichenden Haftpflichtver-sicherungsschutz nachweist. (4) Die Zulassung erfolgt durch Ausstellung einer Berechtigungskarte. Die zugelassenen Ge-werbetreibenden haben für ihre Bediensteten einen Bedienstetenausweis auszustellen. Die Zulassung und der Bedienstetenausweis sind dem aufsichtsberechtigten Friedhofspersonal auf Verlangen vorzuzeigen. Die Zulassung kann befristet werden. (5) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofsordnung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuld-haft verursachen. (6) Gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof dürfen nur werktags ausgeführt werden. Sie dürfen in den Monaten März bis Oktober nicht vor 6.00 Uhr und in den Monaten November bis Februar nicht vor 7.00 Uhr begonnen werden und sind spätestens um 19.00 Uhr, an Sams-tagen und Werktagen vor kirchlichen Feiertagen spätestens um 13.00 Uhr zu beenden. Die Friedhofsverwaltung kann Verlängerungen der Arbeitszeiten zulassen. (7) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof nur an den von der Friedhofsverwaltung genehmigten Stellen gelagert werden. Bei Beendigung der Arbeiten sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen des Friedhofs gereinigt werden. Der bei der Ausübung gewerblicher Arbeiten anfallende, nicht kompostierbare Abfall ist auf Kosten der Gewerbetreibenden abzufahren.

(8) Die Friedhofsverwaltung kann die Zulassung der Gewerbetreibenden, die gegen die Vor-schriften der Friedhofsordnung verstoßen oder bei denen die Voraussetzungen des Abs. 2 ganz oder teilweise nicht mehr gegeben sind, auf Zeit oder Dauer durch schriftlichen Be-scheid entziehen.

II. Grabstätten

§ 5 – Allgemeines

(1) Grabstätten werden nur unter den in dieser Ordnung aufgestellten Bedingungen überlas-sen. Sie bleiben Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe. An ihnen bestehen nur Rechte nach dieser Friedhofsordnung. Ihre Größe ergibt sich aus dem Belegungsplan. (2) Auf dem Friedhof werden Nutzungsrechte vergeben an:

a) Reihengrabstätten für Erdbestattungen

b) Reihengrabstätten für Urnenbeisetzungen

c) Wahlgrabstätten für Erdbestattungen und / oder Urnenbeisetzungen Nutzungsrechte beinhalten das Recht, eine Grabstätte zur Beisetzung Verstorbener zu nutzen. Ferner ist damit das Recht zur individuellen Gestaltung der Grabstätte im Rahmen dieser Friedhofsordnung bzw. der Grabmal- und Bepflanzungsgrundsätze verbunden. (3) Des weiteren werden Belegungsrechte (keine Nutzungsrechte) vergeben an:

a) Rasengrabstätten für Erdbestattungen

b) Rasengrabstätten für Urnenbeisetzungen Belegungsrechte beinhalten ausschließlich das Recht, eine Grabstätte zur Beisetzung Verstorbener zu nutzen.

(4) Es besteht kein Anspruch auf Erwerb oder Wiedererwerb des Nutzungsrechtes oder Be-legungsrechtes an einer der Lage nach bestimmten Grabstätte oder auf Unveränderlich-keit der Umgebung. (5) Aus dem Nutzungsrecht ergibt sich die Verpflichtung zur gärtnerischen Anlage und zur Pflege der Grabstätten, soweit durch diese Friedhofsordnung nichts Anderes geregelt ist. (6) Eine Rückgabe des Nutzungsrechts ist vor Ablauf der Ruhezeit - bei mehrstelligen Grab-stätten vor Ablauf der letzten Ruhezeit - nicht möglich. (7) Jede Grabstätte muss beim Ausschachten von der nächsten Grabstätte durch eine aufrechtstehende, mindestens 0,30 m starke Erdwand getrennt und so tief sein, dass der höchste Punkt des Sarges 0,90 m unter der Erdoberfläche ohne Grabhügel bleibt. Die Tiefe von der Oberkante einer Urne bis zur Erdoberfläche beträgt mindestens 0,50 m.

§ 6 – Rechtsverhältnisse an Reihengrabstätten

(1) Reihengrabstätten sind Grabstätten, die im Bestattungsfall der Reihe nach abgegeben werden. (2) Reihengrabstätten werden mit einer Ruhezeit von 30 Jahren eingerichtet für

a) Verstorbene bis zum vollendeten 5. Lebensjahr sowie für Totgeburten und Fehlgeburten;

b) Verstorbene ab dem vollendeten 5. Lebensjahr;

c) Beisetzungen von Urnen.

(3) In einer Reihengrabstätte darf nur eine Leiche bestattet oder eine Urne beigesetzt werden. (4) Über die Vergabe des Nutzungsrechts an einer Reihengrabstätte wird eine schriftliche Be-stätigung erteilt. In ihr ist die genaue Lage der Reihengrabstätte anzugeben.

(5) Die Nutzung an einer Reihengrabstätte erlischt mit Ablauf der in dieser Friedhofsordnung festgesetzten Ruhezeit. Die Ruhezeit kann nicht verlängert werden. (6) Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen von ihnen nach Ablauf der Ruhezeit wird sechs Monate vorher öffentlich und durch ein Hinweisschild auf dem betreffenden Grabfeld bekannt gemacht. (7) Reihengrabstätten für Urnen sind mit Naturstein-Platten zu umranden. Die Gestellung und Verlegung der Platten für die Umrandung erfolgt ausschließlich durch die Friedhofsverwal-tung.

§ 7 – Rechtsverhältnisse an Wahlgrabstätten

(1) Wahlgrabstätten sind Grabstätten, die besonders angelegt und einzeln (Einzelwahlgrab-stätte) oder zu mehreren (Familienwahlgrabstätten) für eine bestimmte Nutzungszeit ver-geben werden. (2) In einer Einzelgrabstätte darf bei Erdbestattung nur eine Leiche bestattet werden. Es können statt einer Erdbestattung bis zu drei Urnen beigesetzt werden. Nach einer Erdbe-stattung können zusätzlich zwei Urnen bestattet werden. Für Familienwahlgrabstätten gelten die Sätze 1 bis 3 je Grabstelle entsprechend. (3) Die Ruhezeit bei Wahlgrabstätten entspricht der Ruhezeit bei den Reihengrabstätten (§ 6 Abs. 2). Vor Ablauf der Ruhezeit ist eine Wiederbelegung der Wahlgrabstätten nicht zulässig.

(4) Über die Vergabe des Nutzungsrechts an einer Wahlgrabstätte wird eine schriftliche Bestä-tigung erteilt. In ihr wird die genaue Lage der Wahlgrabstätte und die Dauer der Nutzungs-zeit angegeben. Dabei wird darauf hingewiesen, dass der Inhalt des Nutzungsrechts sich nach den Bestimmungen der jeweiligen Friedhofsordnung richtet. (5) a) Die Nutzungszeit wird auf 30 Jahre festgesetzt.

b) Bei Ablauf der Nutzungszeit kann das Nutzungsrecht verlängert werden. Wird das Nut-zungsrecht nicht verlängert, so erlischt es nach Ablauf der Nutzungszeit. Das Presbyterium weist die Nutzungsberechtigten 3 Monate vor Ablauf der Nutzungs-zeit auf das Ende der Nutzungszeit hin. Sind die Nutzungsberechtigten nicht ausfindig zu machen, erfolgt der Hinweis durch öffentliche Bekanntmachung.

c) Überschreitet bei einer weiteren Belegung oder Wiederbelegung von Wahlgrabstätten die neu begründete Ruhezeit die laufende Nutzungszeit, so ist vorher das Nutzungs-recht um die zur Wahrung der Ruhezeit notwendigen Jahre für die Wahlgrabstätte zu verlängern.

d) Bei Familienwahlgrabstätten ist die Verlängerung für sämtliche Grabstätten auf einmal vorzunehmen.

§ 8 – Benutzung der Wahlgrabstätten

(1) In Wahlgrabstätten werden Nutzungsberechtigte und ihre Angehörigen bestattet. (2) Als Angehörige im Sinne dieser Bestimmung gelten:

a) Ehegatten;

b) Lebenspartner nach dem Gesetz über die eingetragene Lebenspartnerschaft;

c) Verwandte auf- und absteigender Linie, Geschwister oder Geschwisterkinder;

d) die Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner der unter c) bezeichneten Personen;

e) Tot- und Fehlgeburten, so weit mindestens ein Elternteil zu dem unter a) - d) genann-ten Personenkreis gehört. Auf Wunsch der oder des Nutzungsberechtigten können darüber hinaus mit Zustimmung des Presbyteriums auch andere Verstorbene bestattet werden.

§ 9 – Übergang von Rechten an Wahlgrabstätten

(1) Die oder der Nutzungsberechtigte kann das Nutzungsrecht nur Angehörigen im Sinne von

§ 8 Abs. 2 Buchstaben a) - d) übertragen.

(2) Schon bei der Verleihung des Nutzungsrechts soll die Erwerberin oder der Erwerber für den Fall ihres oder seines Ablebens die Nachfolge im Nutzungsrecht bestimmen und das Nutzungsrecht durch einen schriftlichen Vertrag übertragen, der erst im Zeitpunkt des Todes der oder des Übertragenden wirksam wird.

(3) Wird bis zu ihrem oder seinem Ableben keine derartige Regelung getroffen, geht das Nut-zungsrecht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen der oder des verstorbenen Nutzungsberechtigten über:

a) auf den überlebenden Ehegatten, und zwar auch dann, wenn Kinder aus einer früheren Ehe vorhanden sind;

b) auf die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner nach dem Gesetz über die eingetra-gene Lebenspartnerschaft;

c) auf die Kinder;

d) auf die Stiefkinder;

e) auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter oder Mütter;

f) auf die Eltern;

g) auf die vollbürtigen Geschwister;

h) auf die Stiefgeschwister;

i) auf die nicht unter a) bis h) fallenden Erben. Innerhalb der einzelnen Gruppen c) bis d) und f) bis i) wird die älteste Person nutzungsbe-rechtigt. Sind keine Angehörigen der Gruppe a) bis h) vorhanden oder zu ermitteln, so kann das Nutzungsrecht mit Zustimmung des Presbyteriums auch von einer anderen Person über-nommen werden. (4) Die Rechtsnachfolgerin oder der Rechtsnachfolger hat dem Presbyterium den Übergang des Nutzungsrechtes unverzüglich anzuzeigen. Die Übertragung des Nutzungsrechtes wird der oder dem neuen Nutzungsberechtigten schriftlich bestätigt. Solange das nicht geschehen ist, können Bestattungen nicht verlangt werden. (5) Das Nutzungsrecht an unbelegten Grabstätten kann jederzeit, an teilbelegten oder be-legten Grabstätten erst nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden. Eine Rückgabe ist nur für die gesamte Grabstätte möglich. Gebühren werden nicht erstattet.

Bei Rückgabe von Grabstätten besteht die Verpflichtung gemäß § 15 Abs. 6 (Abräumen der Grabstätte). Kommt der Nutzungsberechtigte dieser Verpflichtung auch nach Aufforde-rung der Friedhofsverwaltung zum Abräumen der Grabstätte nicht innerhalb der gesetzten Frist nach, kann die Friedhofsverwaltung die Grabstätte auf Kosten des Nutzungsberechtig-ten abräumen bzw. abräumen lassen (§ 15 Abs. 4).

§ 10 – Rechtsverhältnisse an Rasengrabstätten

(1) Rasengrabstätten sind Grabstätten, die in einem Rasenfeld angelegt werden. Sie werden als Reihengrabstätten und als Wahlgrabstätten abgegeben. (2) An diesen Grabstätten werden Belegungsrechte, jedoch keine Nutzungsrechte (vgl. § 5 Abs. 2 u. 4 - 6) vergeben. Ein Belegungsrecht wird nur vergeben, wenn ein Sterbefall vor-liegt; bei Wahlgrabstätten gilt dies nur für die Einräumung des ersten Belegungsrechtes. (3) Die Anlage und Pflege dieser Grabstätten erfolgt bei Reihengrabstätten auf die Dauer der Ruhezeit bzw. bei Wahlgrabstätten auf die Dauer der Belegungszeit allein durch den Fried-hofsträger. Die Grabstätten müssen für diese Pflege freigehalten werden. (4) Das Presbyterium trägt dafür Sorge, dass die Kennzeichnung und Wiederauffindbarkeit jeder belegten Grabstätte durch eine beschriftbare Steinplatte gewährleistet ist. Inhalt und Form der Beschriftung werden vom Presbyterium beschlossen. (5) Die in dieser Friedhofsordnung getroffenen Bestimmungen für Reihengrabstätten (§ 6 mit Ausnahme der Ziffer 7) und Wahlgrabstätten (§§ 7 - 9) finden auch auf die entsprechenden Rasengrabstätten Anwendung mit der Maßgabe, dass in Bezug auf die Rasengrabstätten in den §§ 6 - 9 jeweils an die Stelle des Wortes „Nutzungsrecht“ das Wort „Belegungs-recht“, an die Stelle des Wortes „Nutzungsberechtigte“ das Wort „Belegungsberechtigte“ und an die Stelle des Wortes „Nutzungszeit“ das Wort „Belegungszeit“ tritt. (6) Die §§ 15 - 18 dieser Friedhofsordnung kommen für Rasengrabstätten nicht zum Tragen.

§ 11 – Behandlung der Erbgrabstätten früheren Rechts

Nutzungsrechte auf Friedhofsdauer sind nicht vorhanden und werden auch künftig nicht abge-geben.

§ 12 – Belegung, Wiederbelegung, Grabstättenöffnung

(1) Bestattungen sind grundsätzlich in Särgen oder Urnen vorzunehmen. (2) Vor Ablauf der in dieser Friedhofsordnung festgesetzten Ruhezeiten dürfen die Grabstätten nicht wiederbelegt werden.

(3) Wenn beim Ausheben einer Grabstätte zur Wiederbelegung Sargteile, Gebeine oder Urnenreste gefunden werden, sind diese unter der Sohle der neu aufgeworfenen Grabstät-te zu versenken. Mit der Asche von unbeschädigt aufgefundenen Urnen ist ebenso zu ver-fahren. Werden noch nicht verweste Leichen vorgefunden, so ist die Grabstätte sofort wie-der zu schließen. (4) In einer Grabstätte darf nur eine Leiche bestattet werden. Es ist jedoch gestattet, eine Mut-ter mit ihrem neugeborenen Kind oder zwei gleichzeitig verstorbene Geschwister unter ei-nem Jahr in einem Sarg zu bestatten. (5) Eine Grabstätte zu öffnen, ist, abgesehen von der richterlichen Leichenschau, nur mit Ge-nehmigung der zuständigen Ordnungsbehörde und des Presbyteriums statthaft.

§ 13 – Um- und Ausbettungen

(1) Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden. (2) Umbettungen von Leichen und Aschenresten bedürfen der vorherigen Zustimmung des Presbyteriums sowie der zuständigen Ordnungsbehörde. Die Zustimmung kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes erteilt werden. Umbettungen aus einer Reihengrabstät-te in eine andere Reihengrabstätte auf dem gleichen Friedhof sind nicht zulässig. (3) Die Zustimmung zur Umbettung muss schriftlich beantragt werden. Antragsberechtigt ist jede oder jeder Angehörige. Die Einverständniserklärung der oder des Verfügungsberech-tigten ist beizufügen. (4) Für die Umbettung hat die oder der verfügungsberechtigte Angehörige zu sorgen. Der Zeit-punkt der Umbettung wird vom Presbyterium festgesetzt. Umbettungen von Erdbestattun-gen finden in der Regel nur in den Monaten Dezember bis Mitte März statt. Im ersten Jahr der Ruhezeit werden Umbettungen nur bei Vorliegen eines dringenden öf-fentlichen Interesses ausgeführt. (5) Die Antragstellerin oder der Antragsteller hat für Schäden aufzukommen, die an der eige-nen Grabstätte sowie an den Nachbargrabstätten und Anlagen durch eine Umbettung zwangsläufig entstehen. (6) Der Ablauf der Ruhezeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen oder gehemmt.

(7) Leichen und Urnen zu anderen als zu Umbettungszwecken wieder auszugraben, bedarf einer behördlichen oder richterlichen Anordnung. (8) Nach Ablauf der Ruhezeit noch vorhandene Leichen- und Aschenreste können nur mit vorheriger Zustimmung der Friedhofsverwaltung in belegte Grabstätten umgebettet werden.

§ 14 – Särge, Urnen und Trauergebinde

(1) Särge für Verstorbene ab dem vollendeten 5. Lebensjahr sollen im Allgemeinen nicht län-ger als 2,10 m und die Kopfenden einschließlich der Sargfüße nicht höher als 0,80 m und im Mittelmaß nicht breiter als 0,70 m sein. Sind in Ausnahmefällen größere Särge erforder-lich, ist die Zustimmung des Presbyteriums bei der Anmeldung der Bestattung einzuholen. (2) Die Särge müssen gegen das Durchsickern von Feuchtigkeit gesichert und genügend fest gearbeitet sein. Sie müssen so beschaffen sein, dass die Verwesung der Leichen innerhalb der Ruhezeit ermöglicht wird. Särge, Sargausstattungen, Sargbeigaben und Sargabdich-tungen müssen zur Vermeidung von Umweltbelastungen aus leichtverrottbaren Werkstof-fen hergestellt sein. Das Presbyterium ist berechtigt, Särge und Ausstattungen von Särgen, die in der Erde nicht zerfallen, zurückzuweisen. (3) Urnenkapseln und Überurnen müssen aus zersetzbarem Material bestehen. (4) Trauergebinde und Kränze müssen aus natürlichen, biologischen, abbaubaren Materialien hergestellt sein.

§ 15 – Herrichtung, Instandhaltung und Abräumen

(1) Reihengrabstätten sind bis zum Ablauf von 6 Wochen nach ihrer Belegung abzuräumen und binnen weiterer 4 Monate mit einer winterfesten Bepflanzung ordnungsgemäß herzu-richten sowie bis zum Ablauf der Ruhezeit laufend instand zu halten. (2) Wahlgrabstätten müssen spätestens 6 Monate nach Erwerb des Nutzungsrechts - auch solange sie nicht belegt sind - sowie nach jeder Bestattung alsbald ordnungsgemäß gärtne-risch hergerichtet und laufend unterhalten werden. Nach der Erstbelegung sind sie spätes-tens 2 Werktage vor jeder weiteren Beisetzung durch die Nutzungsberechtigten soweit ab-zuräumen, dass das Ausheben des Grabes ohne weiteren Aufwand möglich ist; bei Familienwahlgrabstätten umfasst dies auch die Lagerung des Erdaushubs auf der Grab-stätte. (3) Die Gestaltung der Gräber ist dem Gesamtcharakter des Friedhofes, dem besonderen Charakter des Friedhofsteiles und der unmittelbaren Umgebung anzupassen. Die Grab-stätten dürfen nur mit Pflanzen bepflanzt werden, die andere Grabstätten und die öffentli-chen Anlagen und Wege nicht beeinträchtigen und deren Wurzelwerk spätere Beisetzun-gen nicht erheblich erschwert.

(4) Unterbleibt die Herrichtung oder wird die Instandhaltung vernachlässigt, fordert das Presby-terium die Verpflichtete oder den Verpflichteten unter Hinweis auf ihre / seine sich aus den Absätzen 1 und 2 ergebenden Verpflichtungen schriftlich per Einschreiben dazu auf, die Grabstätte innerhalb einer bestimmten Frist herzurichten bzw. instand zu setzen. In der Aufforderung sind die Folgen der Nichtbeachtung anzugeben. Insbesondere ist da-rauf hinzuweisen, dass nach Fristablauf auf Kosten der oder des Verpflichteten nach Lage des Einzelfalles entweder die Herrichtung bzw. Instandsetzung durchgeführt oder die Grab-stätte abgeräumt und eingeebnet wird.

Grabmale und Grabzubehör werden beseitigt, wenn sie nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf der Frist abgeholt werden. Wahlgrabstätten fallen unentgeltlich an die Kirchen-gemeinde zurück. (5) Sind die oder der Verpflichtete nicht zu ermitteln, so genügt eine einmalige befristete öffent-liche Aufforderung, um die Grabstätten nach Fristablauf abzuräumen und einzuebnen. (6) Nach Ablauf der Ruhezeit bei Reihengrabstätten bzw. des Nutzungsrechts bei Wahlgrab-stätten ist die / der Nutzungsberechtigte verpflichtet, die Grabstätte innerhalb einer Frist von einem Monat abzuräumen. Kommen die Verpflichteten ihrer Abräumpflicht nicht nach, gilt Absatz 4 entsprechend.

§ 16 – Grabstättenpflege durch die Friedhofsverwaltung

Grabpflegeverpflichtungen werden - mit Ausnahme der Rasengrabstätten (§ 10 Abs. 3) - durch die Kirchengemeinde nicht übernommen.

§ 17 – Zustimmungspflicht für Grabmale und sonstige Anlagen

(1) Die Errichtung sowie jede Veränderung von Grabmalen, Einfassungen und sonstigen bau-lichen oder besonderen gärtnerischen Anlagen bedarf der vorherigen schriftlichen Zustim-mung des Presbyteriums. Gestaltung, Inschriften und Symbole dürfen nichts enthalten, was das christliche Empfinden und Bewusstsein verletzt. Grabmale und sonstige Anlagen sind so zu gestalten und aufzustellen, dass andere Grabstätten und die öffentlichen Anlagen und Wege nicht beeinträchtigt werden. (2) Die Zustimmung ist rechtzeitig vor Vergabe des Auftrages unter Vorlage von maßstäblichen Zeichnungen und mit genauen Angaben über Art und Bearbeitung des Werkstoffes, über Inhalt, Form und Anordnung der Schrift oder sonstiger Zeichen einzuholen. Diese Zu-stimmung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige Anlage nicht binnen eines Jahres errichtet worden ist.

(3) Bei der Anlieferung von Grabmalen und sonstigen Anlagen ist der Friedhofsverwaltung der genehmigte Aufstellungsantrag vorzulegen.

(4) Die Grabmale und Anlagen sind so zu liefern, dass sie am Friedhofseingang von der Fried-hofsverwaltung überprüft werden können. (5) Die Grabmale und Anlagen, die ohne die erforderliche Zustimmung aufgestellt oder verän-dert werden, können einen Monat nach Benachrichtigung der oder des Nutzungsberechtig-ten auf deren oder dessen Kosten entfernt werden.

(6) Aus Gründen der Ökologie und der ungehinderten Durchfeuchtung und Durchlüftung ist eine Versiegelung der gesamten Grabstätte mit Platten und Folien (z.B. als Unterlage für Kies) nicht zugelassen. Grabstätten dürfen nicht ausgemauert werden.

§ 18 – Unterhaltung von Grabmalen und des Grabstättenzubehörs sowie

Änderungen an Grabmalen und sonstigen Anlagen aus Anlass einer Bestattung

(1) Die Grabmale sind ihrer Größe entsprechend nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks (Richtlinien für das Fundamentieren und Versetzen von Grabdenkmälern und Einfassungen für Grabstätten des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks, in der jeweils gültigen Fassung) zu fundamentieren und so zu befestigen, dass sie dauernd standsicher sind und auch beim Öffnen benachbar-ter Grabstätten nicht umstürzen oder sich senken können. Satz 1 gilt für sonstige bauliche Anlagen entsprechend. Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen gefährdet, ist die oder der Nutzungsberechtigte verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaf-fen. Bei Nichtbeachtung dieser Bestimmung haftet die oder der Nutzungsberechtigte für den Schaden. Die Sicherung, Änderung oder Entfernung der Anlagen kann auf ihre oder seine Kosten veranlasst werden. (2) Die bei einer Bestattung aus Sicherheitsgründen erforderliche Veränderung und Beseiti-gung von Grabmalen, Fundamenten, Einfassungen und Bepflanzungen kann vom Presby-terium veranlasst werden.

Die entstehenden Kosten gehen zu Lasten der oder des Nutzungsberechtigten der jeweili-gen Grabstätte.

§ 19 – Verwendung alter Grabmale

Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts sind die Grabmale und die sonstigen bauli-chen Anlagen durch die oder den Nutzungsberechtigten zu entfernen. Sind die Grabmale oder die sonstigen baulichen Anlagen nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts entfernt, verfügt das Presbyterium darüber. Die dem Presbyterium erwachsenen Kosten hat die oder der Nutzungsberechtigte zu tragen.

III. Bestattungen und Feiern

§ 20 – Ruhekammern bzw. Leichenhalle

(1) Die Aussegnungshalle der Leichenhalle dient als Stätte der Verkündigung bei der evange-lisch-kirchlichen Bestattung. Das Presbyterium kann ihre Benutzung durch andere christli-che Kirchen und durch die zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland ge-hörenden Religionsgemeinschaften gestatten und von besonderen Bedingungen abhängig machen. (2) Die Ruhekammern bzw. die Leichenhalle dienen zur Aufbewahrung der eingesargten Lei-chen bis zu ihrer Bestattung. (3) Leichen dürfen ohne Erlaubnis der zuständigen kommunalen bzw. staatlichen Behörde nicht öffentlich ausgestellt werden. Bei Bestattungsfeierlichkeiten dürfen Särge weder ge-öffnet noch offen gehalten werden. Ausnahmen sind nur mit Genehmigung der zuständigen kommunalen bzw. staatlichen Behörde zulässig.

(4) Den Angehörigen kann der Zutritt zu den Ruhekammern bzw. der Leichenhalle gewährt werden. Auf Wunsch kann der Sarg durch Beauftragte des Presbyteriums geöffnet werden. Wenn der Tod durch eine meldepflichtige übertragbare Krankheit im Sinne des staatlichen Seuchengesetzes eingetreten ist, bedarf es zur Sargöffnung der Genehmigung der zustän-digen kommunalen oder staatlichen Behörde. (5) Die Ausschmückung der Ruhekammern bzw. der Leichenhalle geschieht im Einvernehmen mit der Kirchengemeinde auf Kosten der Nutzungsberechtigten.

§ 21 – Anmeldung der Bestattungen

(1) Die Bestattung ist bei der Friedhofsverwaltung unter Vorlage der Bescheinigung des Stan-desamtes über die Beurkundung des Todesfalles oder des Bestattungserlaubnisscheines der Ordnungsbehörde, ohne die keine Bestattung vorgenommen werden darf, anzumelden. Bei Beisetzung von Aschenurnen tritt an die Stelle des Bestattungserlaubnisscheines die Bescheinigung über die Einäscherung. Für die Anmeldung der kirchlichen Bestattung siehe § 22.

(2) Den Zeitpunkt der Bestattung legt die Friedhofsverwaltung im Einvernehmen mit der zu-ständigen Pfarrerin bzw. dem zuständigen Pfarrer fest. Dabei sind die Bestimmungen über den frühesten und spätesten Termin zu beachten.

§ 22 – Die evangelisch-kirchliche Bestattung

Die evangelisch-kirchliche Bestattung ist eine gottesdienstliche Handlung, die die zuständige Pfarrerin oder der zuständige Pfarrer leitet. Sie ist unbeschadet des § 21 bei dieser oder diesem unter Vorlage einer standesamtlichen Sterbeurkunde anzumelden.

§ 23 – Andere Bestattungsfeiern sowie Reden von Laien und Kranzniederlegungen

(1) Für Bestattungsfeiern auf dem Friedhof durch Geistliche oder Prediger anderer christlicher Kirchen und der zur Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland gehörenden Religionsgemeinschaften trifft das Presbyterium besondere Bestimmungen. Wegen der Benutzung der Aussegnungshalle wird auf § 20 Abs. 1 verwiesen. (2) Zu Ansprachen von Vertretern anderer Religionsgemeinschaften und von Weltan-schauungsgemeinschaften sowie von Laien bedarf es einer schriftlichen Genehmigung des Presbyteriums, in eiligen Fällen seiner oder seines Vorsitzenden. Die Genehmigung ist der Friedhofsverwaltung rechtzeitig vorher vorzulegen. (3) Kränze können mit kurzen Widmungsworten, soweit diese nicht widerchristlichen Inhalts sind, nach Abschluss der Bestattungsfeier an der Grabstätte niedergelegt werden. (4) Kranzschleifen dürfen keine Inschriften widerchristlichen Inhalts haben; andernfalls können solche Schleifen entfernt werden.

§ 24 – Besondere musikalische Darbietungen bei der Bestattung sowie andere Feierlichkeiten

(1) Besondere musikalische Darbietungen bei Bestattungsfeiern in der Leichenhalle und auf dem Friedhof bedürfen der rechtzeitig bei der amtierenden Pfarrerin oder dem amtierenden Pfarrer einzuholenden Genehmigung. In den Fällen des § 23 erteilt die oder der Vorsitzen-de des Presbyteriums die Genehmigung. (2) Besondere Feierlichkeiten auf dem Friedhof (einschließlich Musikdarbietungen) außerhalb einer Bestattungsfeierlichkeit bedürfen der rechtzeitig einzuholenden Genehmigung des Presbyteriums.

§ 25 – Andere Bestattungen

(1) Aschenurnen dürfen, wenn keine Feier stattfindet, nur in Anwesenheit eines Beauftragten des Presbyteriums beigesetzt werden. (2) Gleiches gilt für stille Bestattungen.

§ 26 – Zuwiderhandlungen

Wer den Bestimmungen der §§ 23 und 24 zuwider handelt, kann durch Beauftragte des Presby-teriums zum Verlassen des Friedhofes aufgefordert werden, ggf. durch das Presbyterium we-gen Hausfriedensbruch angezeigt werden.

IV. Schlussbestimmungen

§ 27 – Grabmal- und Bepflanzungsgrundsätze

Für die Gestaltung der Grabstätten (Grabmal, Einfassung, gärtnerische Gestaltung usw.) kanndas Presbyterium besondere Vorschriften erlassen. Die Vorschriften können für einzelne Teile des Friedhofes unterschiedlich sein.

§ 28 – Gebühren

Für die Benutzung des Friedhofes und seiner Einrichtungen sind die Gebühren nach der jeweils geltenden Friedhofsgebührensatzung (Ordnung) zu entrichten.

§ 29 – Öffentliche Bekanntmachungen

Diese Friedhofsordnung und alle Änderungen hierzu bedürfen nach aufsichtlicher Genehmi-gung zu ihrer Gültigkeit der öffentlichen Bekanntmachung. Die Veröffentlichung erfolgt in vollem Wortlaut gemäß § 8 Buchstabe c) der Verwaltungsord-nung für das Friedhofswesen in der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 26.09.2003.

§ 30 – Haftung

Die Evangelische Kirchengemeinde Hünxe haftet nicht für Schäden, die durch nicht dieser Friedhofsordnung gemäße Benutzung des Friedhofes, seiner Anlagen und Einrichtungen, durch dritte Personen, durch Tiere oder durch höhere Gewalt entstehen. Ihm obliegen keine beson-deren Obhuts- und Überwachungspflichten. Im Übrigen haftet die Evangelische Kirchenge-meinde Hünxe nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.

§ 31 – In-Kraft-Treten

(1) Diese Friedhofsordnung und alle Änderungen treten jeweils am Tage nach der Veröffent-lichung in Kraft. (2) Mit In-Kraft-Treten dieser Friedhofsordnung tritt die bisherige Friedhofsordnung vom 06. Oktober 1997 außer Kraft.

Hünxe, 03. November 2008

Das Presbyterium der

Evangelischen Kirchengemeinde Hünxe

⛪ Kirchliche Friedhöfe in Hünxe:
Neben den kommunalen Friedhöfen bestehen im Gemeindegebiet kirchliche Friedhöfe mit eigener Gebührenordnung:

Kirchliche Friedhöfe in Hünxe

Friedhöfe von Kirchengemeinden — Satzung und Gebühren bestimmt die Kirchengemeinde.