Friedhofsgebühren Besigheim 2026 – aktuelle Satzung & Kosten

📍 Stadt Besigheim · Baden-Württemberg · PLZ 74354

📊 Amtliche Friedhofsgebühren im Überblick

Tarifstand: 2023
🏛️ Auszug der wichtigsten Gebührentatbestände gemäß Friedhofsgebührensatzung (Stand: 21.03.2023 (in Kraft seit 01.04.2023)). Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtliche Originalsatzung der Friedhofsverwaltung.
⚰️ Sargreihengrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.640,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 3.2 a) – Reihengrab für Erwachsene
🏛️ Sargwahlgrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
2.040,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 3.1 a) i.V.m. Ziff. 3.6 a) – Wahlgrab (einstellig), Nutzungszeit 20 Jahre
🏺 Urnenreihengrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.140,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 3.3 – Urnen-Reihengrab
🕊️ Urnenwahlgrab (4 Urnen)
🟢 Einmalbetrag laut Satzung 👥 4 Urnen
1.890,00 €
Mehrstelliges Grab für 4 Urnen, 20 J. Ruhezeit
💡 Umgerechnet: 472 € pro Urne
🧮 Satzungspreis 1.890 € für 4 Urnen (= Ø 472 € je Urne)
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 3.1 c) i.V.m. § 13 Abs. 2 FriedhofsS – Urnenwahlgrab (Pauschale, bis zu 4 Urnen zulässig)
🌿 Urnengrab anonym
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.260,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 3.4 i.V.m. § 10 Abs. 2 Nr. 4 FriedhofsS – anonymes Urnengrab
🌳 Baumbestattung
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
2.000,00 €
für 20 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 3.5 i.V.m. § 13a FriedhofsS – Urnenbestattung unter Bäumen (Baumwiesengrab), Preis pro Grabstelle
⛏️ Beisetzung / Aushub
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.150,00 €
Einmalgebühr je Beisetzung (1 Person)
🧮 Sarg: 1.150 € · Urne: 240 €
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 2.1 a) und d) – Grabaushubgebühren
🕯️ Trauerhalle / Kapelle
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
360,00 €
Einmalgebühr je Nutzung
📄 Anlage (Gebührenverzeichnis) Ziff. 2.2 b) – Benutzung der Aussegnungshalle

🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext

⚖️ 1. Friedhofs- & Gebührensatzung Stand: 21.03.2023 (in Kraft seit 01.04.2023) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Hinweis: Die Gemeinde stellt Satzung und Gebührenordnung als ein gemeinsames Dokument bereit. Beide sind unten vereint abgedruckt.

​‌​‌​​‌‌​‌​​​‌‌‌​‌​​‌‌​‌​​‌​‌‌​‌​​‌‌​​​​​​‌‌‌​​​​​‌‌​​​‌​​‌‌​​​‌​​‌‌‌​​​​​‌‌​​​​​​‌‌​​​​​​‌‌​‌‌‌ Friedhofssatzung (Friedhofsordnung und Bestattungsgebührensatzung) der Stadt Besigheim vom 30.01.2018, zuletzt geändert am 21.03.2023 (Stand 2023)

Stadt Besigheim Landkreis Ludwigsburg Friedhofssatzung (Friedhofsordnung und Bestattungsgebührensatzung) vom 30.01.2018 in Kraft seit 06.02.2018 Änderung vom 18.10.2022, in Kraft seit 01.01.2023 Änderung vom 21.03.2023, in Kraft seit 01.04.2023

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung Friedhofssatzung (Friedhofsordnung und Bestattungsgebührensatzung) vom 30.01.2018 Aufgrund der §§ 12 Abs. 2, 13 Abs. 1, 15 Abs. 1, 39 Abs. 2 und 49 Abs. 3 Nr. 2 des Bestattungsgesetzes in Verbindung mit den §§ 4 und 11 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg sowie den §§ 2, 11 und 13 des Kommunalabgabengesetzes für Baden-Württemberg hat der Gemeinderat am 30.01.2018 die nachstehende Friedhofssatzung beschlossen, zuletzt geändert am 21.03.2023: I. Allgemeine Vorschriften

§ 1 – Widmung

(1) Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung der Stadt Besigheim. Er dient der Bestattung verstorbener Einwohner und der in der Stadt Besigheim verstorbenen oder tot aufgefunde-nen Personen ohne Wohnsitz oder mit unbekanntem Wohnsitz Verstorbener sowie für Ver-storbene, für die ein Wahlgrab nach § 12 zur Verfügung steht. Ferner kann auf dem Friedhof bestattet werden, wer früher in der Stadt Besigheim gewohnt hat und seine Wohnung hier nur wegen der Aufnahme in ein auswärtiges Altenheim, Alten-pflegeheim oder eine ähnliche Einrichtung oder wegen Verlegung des Wohnsitzes zu aus-wärts wohnenden Angehörigen zur Vermeidung der Aufnahme in eine der genannten Ein-richtungen aufgegeben hat. In besonderen Fällen kann die Stadt Besigheim eine Bestattung anderer Verstorbener zu-lassen. Der Friedhof dient auch der Bestattung von Totgeburten, Fehlgeburten und Ungebo-renen, falls ein Elternteil Einwohner der Stadt Besigheim ist. (2) Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten die Vorschriften über die Bestattung auch für die Beisetzung von Aschen. II. Ordnungsvorschriften

§ 2 – Öffnungszeiten

(1) Der Friedhof darf nur während der bekannt gegebenen Öffnungszeiten betreten werden. (2) Die Stadt Besigheim kann das Betreten des Friedhofs oder einzelner Friedhofsteile aus besonderem Anlass vorübergehend untersagen.

§ 3 – Verhalten auf dem Friedhof

(1) Jeder hat sich auf dem Friedhof der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen. (2) Auf dem Friedhof ist insbesondere nicht gestattet:

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung

  1. 1. Die Wege mit Fahrzeugen aller Art zu befahren, ausgenommen Kinderwagen und Roll- stühlen, von der Stadt Besigheim berechtigte Personen sowie Fahrzeugen der Stadt Besig- heim und der für den Friedhof zugelassenen Gewerbetreibenden,
  2. 2. während einer Bestattung oder einer Gedenkfeier in der Nähe Arbeiten auszuführen,
  3. 3. den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädi- gen sowie Rasenflächen und Grabstätten unberechtigterweise zu betreten,
  4. 4. Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde,
  5. 5. Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern,
  6. 6. Waren und gewerbliche Dienste anzubieten,
  7. 7. Druckschriften zu verteilen. Ausnahmen können zugelassen werden, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofs und der Ordnung auf ihm zu vereinbaren sind. (3) Totengedenkfeiern auf dem Friedhof bedürfen der Zustimmung der Stadt Besigheim. Sie sind spätestens 7 Tage vorher anzumelden. § 4 Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof (1) Bildhauer, Steinmetze, Gärtner und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für die Tätig- keit auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch die Stadt Besigheim. Sie kann den Umfang der Tätigkeiten festlegen. (2) Zugelassen werden nur solche Gewerbetreibende, die fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sind. Die Stadt Besigheim kann für die Prüfung der Fachkunde, Leistungsfähig- keit und Zuverlässigkeit geeignete Nachweise verlangen, insbesondere dass die Vorausset- zungen für die Ausübung der Tätigkeit nach dem Handwerksrecht erfüllt werden. Die Zulassung erfolgt durch Ausstellung eines Berechtigungsscheins; dieser ist den auf- sichtsberechtigten Personen der Stadt Besigheim auf Verlangen vorzuzeigen. Die Zulas- sung wird auf 5 Jahre befristet. (3) Die Gewerbetreibenden und ihre Beauftragten haben die Friedhofssatzung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. (4) Die Gewerbetreibenden dürfen die Friedhofswege nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit und nur mit geeigneten Fahrzeugen bis 5 t Gesamtgewicht befahren. Werkzeuge und Materia- lien dürfen auf dem Friedhof nur vorübergehend oder nur an den dafür bestimmten Stellen gelagert werden. Bei Beendigung der Arbeit sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in den früheren Zustand zu bringen. (5) Gewerbetreibenden, die gegen die Vorschriften der Absätze 3 und 4 verstoßen, oder bei denen die Voraussetzungen des Abs. 2 ganz oder teilweise nicht mehr gegeben sind, kann die Stadt Besigheim die Zulassung auf Zeit oder auf Dauer zurücknehmen oder widerrufen. (6) Das Verfahren nach Abs. 1 und 2 kann über einen Einheitlichen Ansprechpartner im Sinne des Gesetzes über Einheitliche Ansprechpartner für das Land Baden- Württemberg

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung abgewickelt werden; § 42a und §§ 71a bis 71e des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes in der jeweils geltenden Fassung finden Anwendung. III. Bestattungsvorschriften

§ 5 – Allgemeines

(1) Bestattungen sind unverzüglich nach Eintritt des Todes bei der Stadt Besigheim anzu-melden. Wird eine Bestattung in einer früher erworbenen Wahlgrabstätte beantragt, so ist auf Verlangen der Stadt Besigheim das Nutzungsrecht nachzuweisen. (2) Die Stadt Besigheim oder ein von der Stadt Besigheim beauftragtes Unternehmen setzt Ort und Zeit der Bestattung fest und berücksichtigt dabei nach Möglichkeit die Wünsche der Hinterbliebenen und der Geistlichen.

§ 6 – Särge

(1) Särge dürfen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit sein. Sind in besonderen Fällen größere Särge erforderlich, so ist die Zustimmung der Stadt Be-sigheim einzuholen. (2) In den Fällen, in denen eine Bestattung ohne Sarg vorgesehen ist, können die Verstor-benen in Tüchern erdbestattet werden, sofern keine gesundheitlichen Gefahren zu befürch-ten sind. Für den Transport Verstorbener bis zur Grabstätte sind geschlossene Särge zu verwenden. Für eine würdevolle Durchführung von sarglosen Bestattungen werden Bretter zur Abdeckung des Verstorbenen benötigt. Diese Sachmittel werden von der Stadt zur Ver-fügung gestellt; diese sind zu verwenden. Die hierfür entstehenden Kosten sind der Stadt von den Gebührenschuldnern zu erstatten.

§ 7 – Ausheben der Gräber

(1) Die Stadt Besigheim lässt die Gräber ausheben und zufüllen. Die Bodenqualität des Füllmaterials wird von der Stadt festgelegt. Zusätzliche Maßnahmen zur Bodenverbesse-rung in einigen Grabfeldern sind darüber hinaus möglich. (2) Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur Oberkante des Sarges mindestens 0,90 m, bei doppeltiefen Gräbern 1,90 m bis zur Ober-kante der Urne mindestens 0,50 m.

§ 8 – Ruhezeit

Die Ruhezeit der Verstorbenen und Aschen beträgt 20 Jahre, bei Kindern die vor Vollen-dung des 10. Lebensjahres verstorben sind, 15 Jahre.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung

§ 9 – Umbettungen

(1) Umbettungen von Verstorbenen und Aschen bedürfen, unbeschadet sonstiger gesetzli-cher Vorschriften, der vorherigen Zustimmung der Stadt Besigheim. Bei Umbettungen von Verstorbenen wird die Zustimmung nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, in den ers-ten 5 Jahren der Ruhezeit nur bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses oder eines besonderen Härtefalls erteilt. Eine gutachterliche Äußerung des Staatlichen Gesund-heitsamtes, ob und unter welchen Voraussetzungen und Bedingungen eine Ausgrabung von Särgen unbedenklich ist, muss vorliegen. Umbettungen aus einem Reihengrab in ein anderes Reihengrab oder aus einem Urnenreihengrab in ein anderes Urnenreihengrab sind innerhalb der Stadt Besigheim nicht zulässig. Die Stadt Besigheim kann Ausnahmen zulas-sen. (2) Nach Ablauf der Ruhezeit aufgefundene Gebeine (Überreste von Verstorbenen) und Urnen mit Aschen Verstorbener dürfen nur mit vorheriger Zustimmung der Stadt Besigheim in belegte Grabstätten umgebettet werden. (3) Umbettungen erfolgen nur auf Antrag. Antragsberechtigt ist bei Umbettungen aus einem Reihengrab oder einem Urnenreihengrab der Verfügungsberechtigte, bei Umbettungen aus einem Wahlgrab oder einem Urnenwahlgrab der Nutzungsberechtigte. (4) In den Fällen des § 22 Abs. 1 Satz 3 und bei Entziehung von Nutzungsrechten nach § 22 Abs. 1 Satz 4 können aufgefundene Gebeine (Überreste von Verstorbenen) und Urnen mit Aschen Verstorbener, deren Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, von Amts wegen in ein Reihengrab oder ein Urnengrab umgebettet werden. Im Übrigen ist die Stadt Besigheim bei Vorliegen eines zwingenden öffentlichen Interesses berechtigt, Umbettungen vorzunehmen. (5) Die Umbettungen lässt die Stadt Besigheim durchführen. Sie bestimmt den Zeitpunkt der Umbettung. (6) Die Kosten der Umbettung haben die Antragsteller zu tragen. Dies gilt auch für den Er-satz von Schäden, die an benachbarten Grabstätten und an Anlagen durch eine Umbettung entstehen, es sei denn, es liegt ein Verschulden der Stadt Besigheim vor. (7) Der Ablauf der Ruhezeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen oder gehemmt. IV. Grabstätten

§ 10 – Allgemeines

(1) Die Grabstätten sind im Eigentum des Friedhofträgers. An ihnen können Rechte nur nach dieser Satzung erworben werden. (2) Auf dem Friedhof werden folgende Arten von Grabstätten zur Verfügung gestellt:

  1. 1. Reihengräber,
  2. 2. Urnenreihengräber,
  3. 3. Urnenbestattung unter Bäumen,
  4. 4. anonyme Urnenreihengräber,
  5. 5. anonyme Erdgräber (Reihengräber),
  6. 6. Wahlgräber,
  7. 7. Urnenwahlgräber.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung (3) Sämtliche Grabstätten bleiben im Eigentum der Stadt Besigheim. Ein Anspruch auf Überlassung einer Grabstätte in bestimmter Lage sowie auf die Unveränderlichkeit der Um-gebung besteht nicht. (4) Grüfte und Grabgebäude sind nicht zugelassen.

§ 11 – Reihengräber

(1) Reihengräber sind Grabstätten für Erdbestattungen, für die Bestattung von Fehlgeburten und Ungeborenen und für die Beisetzung von Aschen, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zugeteilt werden. Eine Verlängerung der Ruhezeit ist nicht möglich. Verfügungsberechtigter ist – sofern keine andere ausdrückliche Festlegung erfolgt - in nachstehender Reihenfolge

  1. 1. wer für die Bestattung sorgen muss (§ 31 Abs. 1 Bestattungsgesetz),
  2. 2. wer sich dazu verpflichtet hat,
  3. 3. der Inhaber der tatsächlichen Gewalt. (2) Auf dem Friedhof werden ausgewiesen:
  4. 1. Reihengrabfelder für Verstorbene bis zum vollendeten 10. Lebensjahr,
  5. 2. Reihengrabfelder für Verstorbene vom vollendeten 10. Lebensjahr ab, (3) In jedem Reihengrab wird nur ein Verstorbener beigesetzt. Die Stadt Besigheim kann Ausnahmen zulassen. (4) Ein Reihengrab kann auch nach Ablauf der Ruhezeit nicht in ein Wahlgrab umgewandelt werden. (5) Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen von ihnen nach Ablauf der Ruhezeit wird drei Monate vorher ortsüblich oder durch Hinweise auf dem betreffenden Grabfeld be- kannt gegeben. (6) In einem besonders ausgewiesenen Grabfeld sind Bestattungen in Reihengräbern mög- lich, die äußerlich nicht als Grabfeld angelegt werden (anonymes Grabfeld). Grabumran- dungen, Grabsteine, Bepflanzungen oder andere Hinweise auf das Grabfeld sind nicht ge- stattet. § 12 Wahlgräber (1) Wahlgräber sind Grabstätten für Erdbestattungen, für die Bestattung von Fehlgeburten und Ungeborenen und die Beisetzung von Aschen, an denen ein öffentlich-rechtliches Nut- zungsrecht verliehen wird. Das Nutzungsrecht wird durch Verleihung begründet. Nutzungs- berechtigter ist die durch die Verleihung bestimmte Person.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung (2) Nutzungsrechte an Wahlgräbern werden auf Antrag auf die Dauer von 20 Jahren (Nut-zungszeit) verliehen. Sie können nur anlässlich eines Todesfalles verliehen werden. Die erneute Verleihung eines Nutzungsrechts ist nur auf Antrag möglich. (3) Das Nutzungsrecht entsteht mit Zahlung der Grabnutzungsgebühr. Auf Wahlgräber, bei denen die Grabnutzungsgebühr für das Nutzungsrecht nicht bezahlt ist, sind die Vorschrif-ten über Reihengräber entsprechend anzuwenden. (4) Ein Anspruch auf Verleihung oder erneute Verleihung von Nutzungsrechten besteht nicht. (5) Wahlgräber können ein- und mehrstellige Einfach- oder Tiefgräber sein. In einem Tief-grab sind bei gleichzeitig laufenden Ruhezeiten zwei Erdbestattungen und 2 Urnenbestat-tungen zulässig. (6) Während der Nutzungszeit darf eine Bestattung nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die Nutzungszeit nicht übersteigt oder ein Nutzungsrecht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit erneut verliehen worden ist. (7) Der Nutzungsberechtigte soll für den Fall seines Ablebens seinen Nachfolger im Nut-zungsrecht bestimmen. Dieser ist aus dem nachstehend genannten Personenkreis zu be-nennen. Wird keine Regelung getroffen, so geht das Nutzungsrecht in nachstehender Rei-henfolge auf die Angehörigen des verstorbenen Nutzungsberechtigten mit deren Zustim-mung über

  1. 1. auf die Ehegattin oder den Ehegatten, die Lebenspartnerin, oder den Lebenspartner,
  2. 2. auf die Kinder,
  3. 3. auf die Stiefkinder,
  4. 4. auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter oder Mütter,
  5. 5. auf die Eltern,
  6. 6. auf die Geschwister,
  7. 7. auf die Stiefgeschwister,
  8. 8. auf die nicht unter 1. bis 7. fallenden Erben. Innerhalb der einzelnen Gruppen Nrn. 2 bis 4 und 6 bis 8 wird jeweils der Älteste nutzungs- berechtigt. (8) Der Nutzungsberechtigte kann mit Zustimmung der Stadt Besigheim das Nutzungsrecht auf eine der in Absatz 7 Satz 3 genannten Personen übertragen. (9) Der Nutzungsberechtigte hat im Rahmen der Friedhofssatzung und der dazu ergange- nen Regelungen das Recht, in der Wahlgrabstätte bestattet zu werden und über die Bestat- tung sowie über die Art der Gestaltung und Pflege der Grabstätte zu entscheiden. Verstor- bene, die nicht zu dem Personenkreis des Absatzes 7 Satz 3 gehören, dürfen in der Grab- stätte nicht bestattet werden. Die Stadt Besigheim kann Ausnahmen zulassen. (10) Auf das Nutzungsrecht kann jederzeit nach Ablauf der letzten Ruhezeit ersatzlos ver- zichtet werden.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung (11) Mehrkosten, die der Stadt Besigheim beim Ausheben des Grabes zu einer weiteren Bestattung durch die Entfernung von Grabmalen, Fundamenten und sonstigen Grabausstat-tungen entstehen, hat der Nutzungsberechtigte zu erstatten, falls er nicht selbst rechtzeitig für die Beseitigung dieser Gegenstände sorgt. (12) In Wahlgräbern können auch Urnen beigesetzt werden.

§ 13 – Urnenreihen- und Urnenwahlgräber

(1) Urnenreihen- und Urnenwahlgräber sind Aschengrabstätten als Urnenstätten in Grabfel-dern oder Nischen unterschiedlicher Größe in Mauern, Terrassen und Hallen, die aus-schließlich der Beisetzung von Aschen Verstorbener dienen. (2) Die Anzahl der Urnen die beigesetzt werden können, richtet sich nach der Größe der Aschengrabstätte; zulässig sind 4 Urnen. (3) Soweit sich aus der Friedhofssatzung nichts anderes ergibt, gelten die Vorschriften für Reihen- und Wahlgräber entsprechend für Urnenstätten.

§ 13a – Baumwiesengräber

(1) Baumwiesengräber sind Grabstätten für die Beisetzung von Urnen, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zugeteilt werden. Innerhalb eines Seg-ments können 2 Grabstellen belegt werden. Der Nutzungsberechtigte des ersten Grabes entscheidet über eine weitere Belegung. (2) Baumwiesengräber stellen eine besondere Art einer naturnahen Bestattung dar, deshalb hat auch das Umfeld in einem naturbelassenen Zustand zu bleiben. Die Urnen werden um einen Baum ins Erdreich eingelassen. Am Baum ist ein Stahl-Doppelring angebracht, an dem eine in Größe und Gestaltung festgelegte Gedenktafel für die/den Verstorbene/n be-festigt wird. Auf der Gedenktafel wird der Name der/des Verstorbenen sowie das Geburts-und Todesjahr vermerkt. Weitere Angaben sind nicht zulässig. Bei einer Doppelbelegung im gleichen Segment ist eine Doppelnamenstafel anzubringen. (3) Für das Einsäen und die Pflege dieser Grabstätten und deren Umgebung ist ausschließ-lich die Stadt bzw. ein von ihr beauftragter Dritter zuständig. Das Abstellen von Gegenstän-den sowie Anpflanzungen jeglicher Art sind nicht zulässig und werden ggf. kostenpflichtig entfernt. V. Grabmale und sonstige Grabausstattungen

§ 14 – Auswahlmöglichkeiten

(1) Auf dem Friedhof werden Grabfelder ohne Gestaltungsvorschriften und Grabfelder mit Gestaltungsvorschriften eingerichtet.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung (2) Bei der Zuweisung einer Grabstätte bestimmt der Antragsteller, ob diese in einem Grab-feld mit Gestaltungsvorschriften liegen soll. Entscheidet er sich für ein Grabfeld mit Gestal-tungsvorschriften, so besteht auch die Verpflichtung, die in Belegungs- und Grabmalplänen für das Grabfeld festgesetzten Gestaltungsvorschriften einzuhalten. Wird von dieser Aus-wahlmöglichkeit nicht rechtzeitig vor der Bestattung Gebrauch gemacht, so erfolgt die Be-stattung in einem Grabfeld ohne Gestaltungsvorschriften.

§ 15 – Allgemeiner Gestaltungsgrundsatz

Grabmale und sonstige Grabausstattungen müssen der Würde des Friedhofs in seinen ein-zelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage entsprechen.

§ 16 – Grabfelder mit Gestaltungsvorschriften

(1) In Grabfeldern mit Gestaltungsvorschriften müssen nach Ablauf der Frist in § 17 Abs. 1 Satz 2 Grabmale errichtet werden. Grabmale und sonstigen Grabausstattungen in Grabfel-dern mit Gestaltungsvorschriften müssen in ihrer Gestaltung, Bearbeitung und Anpassung an die Umgebung erhöhten Anforderungen entsprechen. (2) Bei der Gestaltung und Bearbeitung sind folgende Vorschriften einzuhalten:

  1. 1. Die Grabmale müssen auf allen Seiten gleichmäßig bearbeitet sein.
  2. 2. Schriften, Ornamente und Symbole sind auf das Material, aus dem das Grabmal besteht, werkgerecht abzustimmen.
  3. 3. Firmenbezeichnungen dürfen nur unauffällig und nicht auf der Vorderseite des Grabmals angebracht werden.
  4. 4. Die Ganzabdeckung der Gräber mit Steinplatten ist auf den Friedhöfen in Besigheim und Ottmarsheim verboten. Die Gräber dürfen höchstens zu 1/3 mit Steinplatten oder Grabma- len überdeckt werden (die Böden auf dem Besigheimer Friedhof müssen eine ausreichende Belüftung aufweisen). Urnengrababdeckungen sind möglich. (3) Als Grabeinfassung dürfen nur ebenerdige Platten-Einfassungen verwendet werden. (4) Grabeinfassungen jeder Art – auch aus Pflanzen - sind nicht zulässig, soweit die Stadt Besigheim die Grabzwischenwege in den einzelnen Grabfeldern mit Trittplatten belegt. Auf dem Friedhof in Ottmarsheim sind nur Grabeinfassungen in der dort bisher verwende- ten Art zulässig. Diese sind von den Grabberechtigten zu beschaffen und zu verlegen. (5) Die Stadt Besigheim kann unter Berücksichtigung der Gesamtgestaltung des Friedhofs und im Rahmen von Absatz 1 Ausnahmen von den Vorschriften der Absätze 2 bis 4 und auch sonstige Grabausstattungen zulassen.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung

§ 17 – Genehmigungserfordernis

(1) Die Errichtung von Grabmalen bedarf der vorherigen schriftlichen Genehmigung der Stadt Besigheim. Ohne Genehmigung sind bis zur Dauer von zwei Jahren nach der Bestat-tung oder Beisetzung provisorische Grabmale als Holztafeln bis zur Größe von 25 mal 110 cm und Holzkreuze zulässig. (2) Dem Antrag ist die Zeichnung über den Entwurf des Grabmals im Maßstab 1:10 zwei-fach beizufügen. Dabei ist das zu verwendete Material, seine Bearbeitung, der Inhalt und die Anordnung der Schrift, der Ornamente und Symbole sowie die Fundamentierung anzu-geben. Soweit erforderlich, kann die Stadt Besigheim Zeichnungen der Schrift, der Orna-mente und der Symbole im Maßstab 1:1 unter Angabe des Materials, seiner Bearbeitung und der Form verlangen. In besonderen Fällen kann die Vorlage eines Modells oder das Aufstellen einer Attrappe auf der Grabstätte verlangt werden. (3) Die Errichtung aller sonstigen Grabausstattungen bedarf ebenfalls der vorherigen schrift-lichen Genehmigung der Stadt Besigheim. Absatz 2 gilt entsprechend. (4) Die Genehmigung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige Grabausstattung nicht innerhalb von zwei Jahren nach Erteilung der Genehmigung errichtet worden ist. (5) Die Grabmale sind so zu liefern, dass sie vor ihrer Aufstellung von der Stadt Besigheim überprüft werden können. (6) Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn alle Voraussetzungen dieser Friedhofssatzung erfüllt werden.

§ 18 – Standsicherheit

Grabmale und sonstige Grabausstattungen müssen standsicher sein. Sie sind ihrer Größe entsprechend nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks zu fundamentieren und zu befestigen. Steingrabmale müssen aus einem Stück hergestellt sein und dürfen fol-gende Mindeststärken nicht unterschreiten: Stehende Grabmale über 90 cm bis 1.00 m Höhe: 16 cm ab 1,00 m Höhe: 18 cm. Grabmale und Grabeinfassungen dürfen nur von fachkundigen Personen (i.d.R. Bildhauer, Steinmetze) errichtet werden.

§ 19 – Unterhaltung

(1) Die Grabmale und die sonstigen Grabausstattungen sind dauernd in würdigem und ver-kehrssicherem Zustand zu halten und entsprechend zu überprüfen. Verantwortlich dafür ist bei Reihengrabstätten und Urnenreihengrabstätten der Verfügungsberechtigte, bei Wahl-grabstätten und Urnenwahlgrabstätten der Nutzungsberechtigte. (2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen und sonstigen Grabausstattungen gefähr-det, so sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzug kann die Stadt Besigheim auf Kosten des Verantwortlichen

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung Sicherungsmaßnahmen (z.B. Absperrungen, Umlegung von Grabmalen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Stadt Besigheim nicht inner-halb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, so ist die Stadt Besigheim berechtigt, dies auf Kosten des Verantwortlichen zu tun oder nach dessen Anhörung das Grabmal oder die sonstige Grabausstattung zu entfernen. Die Stadt Besigheim bewahrt diese Sachen drei Monate auf. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weite-res zu ermitteln, so genügt ein sechswöchiger Hinweis auf der Grabstätte.

§ 20 – Entfernung

(1) Grabmale und sonstige Grabausstattungen dürfen vor Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Stadt Besigheim von der Grabstätte entfernt werden. (2) Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts sind die Grabmale und die sonstigen Grabausstattungen zu entfernen. Wird diese Verpflichtung trotz schriftlicher Aufforderung der Stadt Besigheim innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist nicht er-füllt, so kann die Stadt Besigheim die die Grabmale und die sonstigen Grabausstattungen im Wege der Ersatzvornahme nach dem Landesverwaltungsvollstreckungsgesetz selbst entfernen; § 19 Abs. 2 Satz 5 ist entsprechend anwendbar. Die Stadt Besigheim bewahrt diese Sachen drei Monate auf. VI. Herrichten und Pflege der Grabstätte

§ 21 – Allgemeines

(1) Alle Grabstätten müssen der Würde des Ortes entsprechend hergerichtet und dauernd gepflegt werden. Verwelkte Blumen, Abraum, Schnittgut und ähnliche Stoffe sind von den Grabstätten zu entfernen und getrennt in Bezug auf Wiederverwertbarkeit und Kompostie-rung in die von der Stadt Besigheim aufgestellten Behälter zu bringen. Kränze sind auf dem Abraumlager abzulagern. Alle weiteren Stoffe sind in die Restmüllbehälter zu bringen. (2) Die Höhe und die Form der Grabhügel und die Art ihrer Gestaltung sind dem Ge-samtcharakter des Friedhofs, dem besonderen Charakter des Friedhofsteils und der unmit-telbaren Umgebung anzupassen. Bei Plattenbelägen zwischen den Gräbern (§ 16 Abs. 4) dürfen die Grabbeete nicht höher als die Platten sein. Die Grabstätten dürfen nur mit sol-chen Pflanzen bepflanzt werden, die andere Grabstätten und die öffentlichen Anlagen nicht beeinträchtigen. (3) Für das Herrichten und für die Pflege der Grabstätte hat der nach § 19 Absatz 1 Verant-wortliche zu sorgen. Die Verpflichtung erlischt erst mit dem Ablauf der Ruhezeit bzw. des Nutzungsrechts. (4) Die Grabstätten müssen innerhalb von sechs Monaten nach Belegung hergerichtet sein. (5) Die Grabstätten sind nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts abzuräumen. § 20 Absatz 2 Satz 2 und 3 gilt entsprechend. (6) Das Herrichten, die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen au-ßerhalb der Grabstätten obliegt ausschließlich der Stadt Besigheim. Verfügungs- bzw. Nut-

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung zungsberechtigte sowie die Grabpflege tatsächlich vornehmenden Personen sind nicht be-rechtigt, diese Anlagen der Stadt Besigheim zu verändern. (7) In Grabfeldern mit Gestaltungsvorschriften (§16) ist die gesamte Grabfläche zu bepflan-zen. Ihre gärtnerische Gestaltung muss den erhöhten Anforderungen entsprechen und auf die Umgebung abgestimmt werden; nicht zugelassen sind insbesondere Bäume und groß-wüchsige Sträucher, Grabgebinde aus künstlichen Werkstoffen und das Aufstellen von Bänken.

§ 22 – Vernachlässigung der Grabpflege

(1) Wird eine Grabstätte nicht hergerichtet oder gepflegt so hat der Verantwortliche (§ 19 Absatz 1) auf schriftliche Aufforderung der Stadt Besigheim die Grabstätte innerhalb einer jeweils festgesetzten angemessenen Frist in Ordnung zu bringen. Ist der Verantwortli-che nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so genügt ein dreimonatiger Hin-weis auf der Grabstätte. Wird die Aufforderung nicht befolgt, so können Reihengrabstätten und Urnenreihengrabstätten von der Stadt Besigheim abgeräumt, eingeebnet und eingesät werden. Bei Wahlgrabstätten und Urnenwahlgrabstätten kann die Stadt Besigheim in die-sem Fall die Grabstätte im Wege der Ersatzvornahme nach dem Landesverwaltungsvoll-streckungsgesetz in Ordnung bringen lassen oder das Nutzungsrecht ohne Entschädigung entziehen. In dem Entziehungsbescheid ist der Nutzungsberechtigte aufzufordern, das Grabmal und die sonstigen Grabausstattungen innerhalb von drei Monaten nach Unan-fechtbarkeit des Entziehungsbescheids zu entfernen. (2) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Absatz 1 Satz 1 entsprechend. Wird die Auf-forderung nicht befolgt oder ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so kann die Stadt Besigheim den Grabschmuck entfernen. (3) Zwangsmaßnahmen nach Absatz 1 und 2 sind dem Verantwortlichen vorher anzudro-hen. VII. Benutzung der Leichenhalle

§ 23 – Benutzung der Leichenhalle

(1) Die Leichenhalle dient der Aufnahme der Verstorbenen bis zur Bestattung. Sie darf nur in Begleitung eines Angehörigen des Friedhofspersonals oder mit Zustimmung der Stadt Besigheim betreten werden. (2) Sofern keine gesundheitlichen oder sonstigen Bedenken bestehen, können die Angehö-rigen den Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung VIII. Haftung, Ordnungswidrigkeiten

§ 24 – Obhuts- und Überwachungspflicht, Haftung

(1) Der Stadt Besigheim obliegen keine über die Verkehrssicherungspflicht hinausgehenden Obhuts- und Überwachungspflichten. Die Stadt Besigheim haftet nicht für Schäden, die durch nichtsatzungsgemäße Benutzung des Friedhofs, seiner Anlagen und Einrichtungen, durch dritte Personen oder durch Tiere entstehen. Im Übrigen haftet die Stadt Besigheim nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Vorschriften über Amtshaftung bleiben unbe-rührt. (2) Verfügungsberechtigte und Nutzungsberechtigte haften für die schuldhaft verursachten Schäden, die infolge einer unsachgemäßen oder den Vorschriften der Friedhofssatzung widersprechenden Benutzung oder eines mangelhaften Zustands der Grabstätten entste-hen. Sie haben die Stadt Besigheim von Ersatzansprüchen Dritter freizustellen, die wegen solcher Schäden geltend gemacht werden. Gehen derartige Schäden auf mehrere Verfü-gungsberechtigte oder Nutzungsberechtigte zurück, so haften diese als Gesamtschuldner. (3) Absatz 2 findet sinngemäß Anwendung auf die nach § 4 zugelassenen Gewerbetreiben-den, auch für deren Bedienstete.

§ 25 – Ordnungswidrigkeiten

Ordnungswidrig im Sinne von § 49 Absatz 3 Nr. 2 des Bestattungsgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

  1. 1. den Friedhof entgegen der Vorschrift des § 2 betritt,
  2. 2. entgegen § 3 Abs. 1 und 2
    • a) sich auf dem Friedhof nicht der Würde des Ortes entsprechend verhält, oder die Wei- sungen des Friedhofspersonals nicht befolgt,
    • b) die Wege mit Fahrzeugen aller Art befährt
    • c) während einer Bestattung oder einer Gedenkfeier in der Nähe Arbeiten ausführt,
    • d) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen verunreinigt oder beschädigt sowie Rasenflächen und Grabstätten unberechtigterweise betritt,
    • e) Tiere mitbringt, ausgenommen Blindenhunde,
    • f) Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen ablagert,
    • g) Waren und gewerbliche Dienste anbietet,
    • h) Druckschriften verteilt,
  3. 3. eine gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof ohne Zulassung ausübt (§ 4 Abs. 1)

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung

  1. 4. als Verfügungs- oder Nutzungsberechtigter oder als Gewerbetreibender Grabmale und sonstige Grabausstattungen ohne oder abweichend von der Genehmigung errichtet (§ 17 Abs. 1 und 3) oder entfernt (§ 20 Absatz 1),
  2. 5. Grabmale und sonstige Grabausstattungen nicht in verkehrssicherem Zustand hält (§ 19 Absatz 1). IX. Bestattungsgebühren § 26 Erhebungsgrundsatz Für die Benutzung der gemeindlichen Bestattungseinrichtungen und für Amtshandlungen auf dem Gebiet des Friedhofs- und Bestattungswesens werden Gebühren nach den folgen- den Bestimmungen erhoben. § 27 Gebührenschuldner (1) Zur Zahlung der Verwaltungsgebühren ist verpflichtet,
  3. 1. wer die Amtshandlung veranlasst oder in wessen Interesse sie vorgenommen wird;
  4. 2. wer die Gebührenschuld der Stadt Besigheim gegenüber durch schriftliche Erklärung übernommen hat oder für die Gebührenschuld eines anderen kraft Gesetzes haftet. (2) Zur Zahlung der Benutzungsgebühr sind verpflichtet,
  5. 1. wer die Benutzung der Bestattungseinrichtung beantragt;
  6. 2. die bestattungspflichtigen Angehörigen der verstorbenen Person (Ehegatte oder Ehegat- tin, Lebenspartner oder Lebenspartnerin, volljährige Kinder, Eltern, Großeltern, volljährige Geschwister und Enkelkinder). (3) Mehrere Gebührenschuldner haften als Gesamtschuldner. § 28 Entstehung und Fälligkeit der Gebühren (1) Die Gebührenschuld entsteht
  7. 1. bei Verwaltungsgebühren mit der Beendigung der Amtshandlung,
  8. 2. bei Benutzungsgebühren mit der Inanspruchnahme der Bestattungseinrichtungen und bei Grabnutzungsgebühren mit der Verleihung des Nutzungsrechts.
  9. 3. für Bestattungsordner und Sargträger nach Beendigung der Amtshandlung. Die Abrech- nung erfolgt durch das von der Stadt vertraglich verpflichtete Unternehmen (Erfüllungsgehil- fe der Stadt Besigheim).

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung (2) Die Verwaltungsgebühren und die Benutzungsgebühren werden einen Monat nach Be-kanntgabe der Gebührenfestsetzung fällig.

§ 29 – Verwaltungs- und Benutzungsgebühren

(1) Die Höhe der Verwaltungs- und Benutzungsgebühren richtet sich nach dem als Anlage zu dieser Satzung beigefügten Gebührenverzeichnis. Sofern und soweit gebührenpflichtige Leistungen von den obersten Finanzbehörden des Bundes oder des Landes Baden-Württemberg der Umsatzsteuer unterworfen werden, wird zusätzlich zu den Gebühren die jeweils geltende gesetzliche Umsatzsteuer erhoben. (2) Ergänzend findet die Satzung über die Erhebung von Verwaltungsgebühren - Verwaltungsgebührenordnung - in der jeweiligen Fassung entsprechend Anwendung. X. Übergangs- und Schlussvorschriften

§ 30 – Alte Rechte

Die vor dem In-Kraft-Treten dieser Friedhofssatzung entstandenen Nutzungsrechte gelten weiter. Sie enden jedoch erst mit dem Ablauf der Ruhezeit des in dieser Grabstätte zuletzt Bestatteten.

§ 31 – In-Kraft-Treten*

(1) Diese Satzung tritt am Tag nach der Veröffentlichung in Kraft. (2) Zum gleichen Zeitpunkt tritt die Friedhofssatzung vom 09.05.1995 mit allen späteren Änderungen außer Kraft. *Diese Vorschrift betrifft das Inkrafttreten der Satzung in ihrer ursprünglichen Fassung.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung Anlage zur Friedhofsordnung und Bestattungsgebührensatzung vom 30.01.2018, zuletzt geändert am 21.03.2023

  • Gebührenverzeichnis -
  1. 1. Verwaltungsgebühren 1.1 Für die Genehmigung der Aufstellung und die Veränderung eines Grabmals: 34,00 € 1.2 Zulassung von gewerbsmäßigen Grabmalaufstellern
    • a) für den Einzelfall 8,00 €
    • b) für eine Dauerzulassung 53,00 € 1.3 Für die Zulassung der gewerbsmäßigen Grabpflege 34,00 € 1.4 Für die Genehmigung zur Ausgrabung von Leichen und Gebeinen 69,00 €
  2. 2. Benutzungsgebühren
  3. 2.1. Grabaushubgebühren
    • a) für die Aushebung eines einfach tiefen Grabes und die übrigen Geschäfte einschl. Bodenabfuhr 1.150,00 €
    • b) für die Aushebung eines doppelt tiefen Grabes und die übrigen Geschäfte einschl. Bodenabfuhr 1.450,00 €
    • c) wenn ein Grabstein zu entfernen ist, ein Zuschlag von 260,00 €
    • d) für die Aushebung eines Urnengrabes 240,00 €
    • e) für die Beisetzung in einem Baumgrab 160,00 €
    • f) für die Aushebung eines Grabes für Tot-, Fehlgeburten und Kinder bis 10 Jahren 440,00 €
    • g) für die Arbeiten an Samstagen, ein Zuschlag von 240,00 €
  4. 2.2. Benutzung der Aussegnungshalle
    • a) Benutzung eines Aufbahrungsraumes pro Bestattung 130,00 €
    • b) Benutzung der Aussegnungshalle für Trauergottesdienste 360,00 €
  5. 3. Grabberechtigungsgebühren 3.1
    • a) Überlassung eines Wahlgrabes für eine Nutzungszeit von 20 Jahren 2.040,00 €
    • b) für ein Familiengrab mit doppelter Breite 3.640,00 €
    • c) für ein Urnenwahlgrab 1.890,00 € 3.2
    • a) Überlassung eines Reihengrabes für Erwachsene (Ruhezeit 20 Jahre) 1.640,00 €
    • b) Überlassung eines anonymen Reihengrabes für Erwachsene (Ruhezeit 20 Jahre) 1.980,00 €
    • c) für Kinder bis zu 10 Jahren 850,00 €

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung 3.3 Überlassung eines Urnen-Reihengrabes 1.140,00 € 3.4 Überlassung eines anonymen Urnengrabes 1.260,00 € 3.5 Urnenbestattung unter Bäumen

  • pro Grabstelle (auch im gleichen Segment)

2.000,00 € (Die Kosten für die Grabtafel - einschl. Anteil am Befestigungsring – werden nach Aufwand in Rechnung gestellt) 3.6 Verlängerung der Nutzungszeit um eine weitere Ruhezeit von 20 Jahren

a) für ein Wahlgrab (einstellig) 2.040,00 €

b) für ein Familiengrab mit doppelter Breite (pro Grabstelle) 3.640,00 €

c) bei Urnenwahlgräbern 1.890,00 € 3.7 Bei ausnahmsweiser Verlängerung der Nutzungszeit um eine Teilnutzung wird eine entsprechende Teilgebühr erhoben. Es findet eine monatsgenaue Abrechnung statt. 4. Gebühr für Auswärtige Gebühren für die Bestattung anderer Verstorbener im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 3 der Friedhofsordnung werden zu 100 %-iger Kostendeckung erhoben. 4.1

a) Überlassung eines Wahlgrabes für eine Nutzungszeit von 20 Jahren 2.400,00 €

b) für ein Familiengrab mit doppelter Breite 4.270,00 €

c) für ein Urnenwahlgrab 2.220,00 € 4.2

a) Überlassung eines Reihengrabes für Erwachsene (Ruhezeit 20 Jahre) 1.920,00 €

b) Überlassung eines anonymen Reihengrabes für Erwachsene (Ruhezeit 20 Jahre) 2.330,00 €

c) für Kinder bis zu 10 Jahren 1.000,00 € 4.3 Überlassung eines Urnen-Reihengrabes 1.340,00 € 4.4 Überlassung eines anonymen Urnengrabes 1.470,00 € 4.5 Urnenbestattung unter Bäumen

  • pro Grabstelle (auch im gleichen Segment)

2.350,00 € (Die Kosten für die Grabtafel - einschl. Anteil am Befestigungsring - werden nach Aufwand in Rechnung gestellt). 4.6 Verlängerung der Nutzungszeit um eine weitere Ruhezeit von 20 Jahren

a) für ein Wahlgrab (einstellig) 2.400,00 €

b) für ein Familiengrab mit doppelter Breite 4.270,00 €

c) bei Urnenwahlgräbern 2.220,00 € 4.7 Bei ausnahmsweiser Verlängerung der Nutzungszeit um eine Teilnutzung wird eine entsprechende Teilgebühr erhoben. Es findet eine monatsgenaue Abrechnung statt.

Stadt Besigheim – Friedhofssatzung 5. Für Leistungen der Stadt, die in dieser Gebührensatzung nicht aufgeführt sind, werden die der Stadt entstandenen Auslagen als Gebühren berechnet.

🧮 Interaktiver Kosten-Baukasten: Was kostet eine Bestattung in Besigheim?

Da jede Satzung andere Positionen enthält, können Sie hier die amtlichen Gebühren von Besigheim mit Ihren persönlichen Wünschen kombinieren. Alle Häkchen und Euro-Beträge sind frei anpassbar!

Info zu Marktrichtwerten (PLZ-Region 74xxx) ↗
1. Gewünschte Grabart in Besigheim anklicken (übernimmt den Satzungspreis):
2. Kostenpositionen prüfen, an-/abhaken oder eigene Angebote eintragen:
1. Grabnutzungsgebühr (🏺 Urnenreihengrab) 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für das Nutzungsrecht an der Grabstelle in Besigheim
€
2. Beisetzung / Grabaushub (Öffnen & Schließen) 🟢 Laut Satzung
Satzungswert: 240 € (Urne) bzw. 1.150 € (Sarg)
€
3. Trauerhalle / Feierhalle / Leichenhalle 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für die Nutzung der Trauer-/Leichenhalle in Besigheim (Bei stiller Beisetzung ohne Halle einfach Häkchen entfernen)
€
4. Kommunale Friedhofsunterhaltungs- / Pflegegebühr (falls erhoben) 🔶 Optional laut Satzung
Manche Gemeinden (z. B. über einen eigenen § für Friedhofsunterhalt) erheben zusätzlich 5–15 € pro Ruhezeitjahr für Wasser/Müll/Wegepflege.
€
5. Bestatter, Sarg/Urne, Versorgung, Überführung & Krematorium 📊 Richtwert PLZ-Region 74xxx ↗
Regionaler Marktrichtwert für Bestatterleistungen (oder eigenen Kostenvoranschlag eintragen):
€
6. Ärztliche Leichenschau (GOÄ Ziff. 101) & Sterbeurkunden ⚖️ Gebührenordnung (GOÄ)
Totenschein (165,77 € Festbetrag + Wegegeld), Sterbeurkunden & ggf. 2. Leichenschau im Krematorium
€
Optionale Zusatz- & Folgekosten (bei Bedarf anhaken):
7. Steinmetz: Grabstein, Einfassung & Inschrift 🔶 Optionaler Richtwert
Entfällt bei anonymen Grabfeldern oder pflegefreien Rasen-/Baumgräbern ohne eigenes Denkmal.
€
8. Trauerkranz, Blumenschmuck, Trauerredner & Bewirtung 🔶 Optionaler Richtwert
Je nach Gästeanzahl beim anschließenden Trauerkaffee und gewünschtem Blumenschmuck.
€
9. Nachlass: 3 Monate Mietfortzahlung (§ 564 BGB) & Wohnungsauflösung 🏠 Häufig übersehen
Ein Mietvertrag endet nicht mit dem Tod: Erben haften für die 3-monatige Kündigungsfrist (§ 573c BGB) sowie Räumung.
€
Ihre persönliche Kalkulation für Besigheim:
Friedhofsgebühren: 0 €  +  Bestatter, GOÄ & Extras: 0 €
Berechneter Gesamtrahmen:
0 €