Friedhofsgebühren Stuhr 2026 – aktuelle Satzung & Kosten

📍 Gemeinde Stuhr · Niedersachsen · PLZ 28816

📊 Amtliche Friedhofsgebühren im Überblick

Tarifstand: 2020
🏛️ Auszug der wichtigsten Gebührentatbestände gemäß Friedhofsgebührensatzung (Stand: 2019 (Beschluss 18.09.2019, in Kraft seit 03.01.2020)). Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtliche Originalsatzung der Friedhofsverwaltung.
⚰️ Sargreihengrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.118,00 €
für 25 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 2 Abs. 1 Ziff. 1 GebS (Reihengrab mit Bepflanzungsfläche, Sargbestattung)
🏺 Urnenreihengrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
521,00 €
für 25 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 2 Abs. 1 Ziff. 2 GebS (Reihengrab mit Bepflanzungsfläche, Urnenbestattung)
🌿 Urnengrab anonym
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
489,00 €
für 25 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
📄 § 2 Abs. 1 Ziff. 8 GebS ((Teil-)Anonymes Urnengrab)
⛏️ Beisetzung / Aushub
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
493,00 €
Einmalgebühr je Beisetzung (1 Person)
🧮 Sarg: 493 € · Urne: 164 €
📄 § 2 Abs. 3 Ziff. 1-2 GebS
🕯️ Trauerhalle / Kapelle
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
183,00 €
Einmalgebühr je Nutzung
📄 § 2 Abs. 6 GebS

🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext

⚖️ 1. Friedhofsgebührensatzung Stand: 2019 (Beschluss 18.09.2019, in Kraft seit 03.01.2020) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

​‌​‌​​‌‌​‌​​​‌‌‌​‌​​‌‌​‌​​‌​‌‌​‌​​‌‌​​​​​​‌‌​​‌‌​​‌‌​​‌​​​‌‌​‌​‌​​‌‌​​​‌​​‌‌​​​​​​‌‌​​‌‌​​‌‌​‌‌‌ Friedhofsgebührensatzung der Gemeinde Stuhr (Beschluss 18.09.2019, in Kraft seit 03.01.2020)

Friedhofsgebührensatzung der Gemeinde Stuhr

Aufgrund der §§ 10, 13 und 111 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) vom 17. Dezember 2010 und der §§ 1, 2 und 5 des Niedersächsischen Kommunalab-gabengesetzes (NKAG) vom 20. April 2017 in den zurzeit geltenden Fassungen hat der Rat der Gemeinde Stuhr in seiner Sitzung am 18.09.2019 folgende Satzung beschlossen:

§ 1 – Gegenstand der Gebühren

Für die Benutzung des gemeindeeigenen Friedhofes und ihrer Bestattungseinrichtungen sowie für besondere Leistungen auf dem Gebiet des Friedhofswesens werden Gebühren nach Maßga-be dieser Satzung erhoben.

§ 2 – Gebühren

(1) Grundgebühr für eine Grabstätte für die Dauer von 25 Jahren

  1. 1. Reihengrab mit Bepflanzungsfläche 1.118,00 € (Sargbestattung)
  1. 2. Reihengrab mit Bepflanzungsfläche 521,00 € (Urnenbestattung)
  1. 3. Reihengrab mit Rasenfläche 1.713,00 € (Sargbestattung)
  1. 4. Reihengrab mit Rasenfläche 728,00 € (Urnenbestattung)
  1. 5. Reihengrab mit Rasenfläche nach Umwandlung 2.902,00 € (Sargbestattung)
  1. 6. Reihengrab mit Rasenfläche nach Umwandlung 1.142,00 € (Urnenbestattung)
  1. 7. (Teil-)Anonymes Erdgrab 2.308,00 €
  1. 8. (Teil-)Anonymes Urnengrab 489,00 €
  1. 9. Kindergrab (bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) 999,00 € (Sargbestattung)

(2) Eine Umwandlung von Gräbern mit Rasenfläche ist nicht möglich. Die Umwandlung von Gräbern mit Bepflanzungsfläche in Gräber mit Rasenfläche kann jederzeit bean-tragt werden. Für die Umwandlung oder den Wiedererwerb von Nutzungsrechten an Gräbern mit Bepflanzungs- oder Rasenflächen gelten die in Abs. 1 genannten Grund-gebühren bzw. entsprechende Teilbeträge. Wenn bei einer Beisetzung die Verlänge-rung des Nutzungsrechtes an Gräbern mit Bepflanzungs- oder Rasenfläche erforder-lich wird, weil die Ruhezeit die noch vorhandene Nutzungszeit übersteigt, sind auch hier entsprechende Teilbeträge zu entrichten. Bei der Berechnung wird jedes volle Jahr der Überschreitung mit 1/25 der Grundgebühr zugrunde gelegt.

(3) Gebühren für das Ausheben und Schließen einer Grabstätte

  1. 1. für Erdbestattungen 493,00 €
  1. 2. für Urnenbestattungen 164,00 €

(4) Gebühr für die Umschreibung des Nutzungsrechts 36,00 €

(5) Gebühren für Umbettungen

  1. 1. für die Ausgrabung eines Sarges 740,00 €
  1. 2. für die Wiederbeisetzung eines Sarges 493,00 €
  1. 3. für die Ausgrabung einer Urne 246,00 €
  1. 4. für die Wiederbeisetzung einer Urne 164,00 €

(6) Gebühr für die Benutzung der Friedhofskapelle 183,00 €

(7) Gebühr für die Benutzung der Leichenkammer mit Bestattung 8,00 € (3 Tage)

(8) Gebühr für die Benutzung der Leichenkammer mit Bestattung 2,00 € ab dem 4.Tag pro Tag

(9) Gebühr für die Benutzung der Leichenkammer ohne Bestattung 58,00 € (3 Tage)

(10) Gebühr für die Benutzung der Leichenkammer ohne Bestattung 19,00 € ab dem 4. Tag pro Tag

(11) Gebühr für die Genehmigung für die Aufstellung eines Grab- 36,00 € mals

(12) Gebühr für die Fertigung und Montage eines Namensschildes 331,00 € an den Stelen der anonymen Gräberfelder

(13) Für anlassbezogene, besondere, zusätzliche oder in dieser Satzung nicht aufgeführte Leistungen werden Gebühren nach dem tatsächlichen Verwaltungsaufwand analog der jeweils gültigen Verwaltungskostensatzung der Gemeinde Stuhr erhoben

§ 3 – Gebührenschuldner

(1) Zur Zahlung der Gebühren ist der Auftraggeber verpflichtet.

(2) Die Gemeinde Stuhr kann statt des Auftraggebers die nach dem Niedersächsischen Bestattungsgesetz in der jeweils gültigen Fassung verpflichteten Personen zur Zahlung der Gebühren heranziehen.

§ 4 – Veranlagung, Fälligkeit und Entrichtung der Gebühren

(1) Die Gebührenschuld entsteht mit der Anmeldung des Beerdigungsfalles oder der Be-antragung der Leistung. Sie wird einen Monat nach Zustellung des Bescheides fällig, soweit im Bescheid kein abweichender Zeitpunkt festgesetzt ist. Die Zahlung der Ge-bühren kann im Voraus gefordert werden.

(2) Die Aufrechnung gegen die Gebührenforderung ist ausgeschlossen.

§ 5 – Billigkeitsmaßnahmen

Die Gemeinde Stuhr kann von der Erhebung der Gebühren im Einzelfall ganz oder teilweise absehen, falls die Erhebung für den Gebührenschuldner zu einer unbilligen Härte führen würde.

§ 6 – Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung über die Erhebung von Gebühren für die Friedhöfe der Gemeinde Stuhr vom 10. Mai 1990 in der Fassung der 3. Änderungssatzung vom 12. Dezember 2002 außer Kraft.

Stuhr, den 28. Oktober 2019

Der Bürgermeister In Vertretung

Richter Erster Gemeinderat

Satzung Datum Verkündung Inkrafttreten Friedhofsgebührensatzung der Gemeinde Stuhr 28.10.2019 02.01.2020 03.01.2020

📜 2. Friedhofssatzung Stand: 2019 (Beschluss 18.09.2019, in Kraft seit 03.01.2020) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Friedhofssatzung der Gemeinde Stuhr (Beschluss 18.09.2019, in Kraft seit 03.01.2020)

Friedhofssatzung der Gemeinde Stuhr

Aufgrund der §§ 10 und13 des Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetzes (NKomVG) vom 17. Dezember 2010 in der zurzeit geltenden Fassung hat der Rat der Gemeinde Stuhr in seiner Sitzung am 18.09.2019 folgende Satzung beschlossen:

I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 – Geltungsbereich

Diese Friedhofssatzung gilt für den Friedhof der Gemeinde Stuhr an folgenden Standorten:

 Fahrenhorst  Moordeich  Seckenhausen

§ 2 – Friedhofszweck

(1) Der Friedhof bildet eine nicht rechtsfähige öffentliche Einrichtung der Gemeinde Stuhr.

(2) Der Friedhof dient der Bestattung aller Personen, die bei ihrem Ableben Einwohner der Gemeinde Stuhr waren oder ein Recht auf Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte be-saßen. Die Bestattung anderer Personen bedarf der vorherigen Zustimmung der Gemein-de Stuhr. Maßgebend sind hier die jeweiligen Bestattungsbezirke.

§ 3 – Bestattungsbezirke

(1) Für den kommunalen Friedhof werden folgende Bestattungsbezirke gebildet:

  1. 1. Bestattungsbezirk des Standorts Fahrenhorst Er umfasst das Gebiet des Ortsteiles Fahrenhorst.
  1. 2. Bestattungsbezirk des Standorts Moordeich Er umfasst das Gebiet der Ortsteile Stuhr, Moordeich und Varrel.
  1. 3. Bestattungsbezirk des Standorts Seckenhausen Er umfasst das Gebiet des Ortsteiles Seckenhausen.

(2) Daneben bestehen für die kirchlichen Friedhöfe folgende Bestattungsbezirke:

  1. 1. Bestattungsbezirk des Friedhofs Brinkum Er umfasst das Gebiet des Ortsteiles Brinkum.
  1. 2. Bestattungsbezirk des Friedhofs Heiligenrode Er umfasst das Gebiet der Ortsteile Heiligenrode und Groß Mackenstedt.
  1. 3. Bestattungsbezirk des Friedhofs Stuhr Er umfasst das Gebiet der Ortsteile Stuhr, Moordeich und Varrel.

(3) Die Verstorbenen sollen innerhalb des Bestattungsbezirkes bestattet werden, in dem sie zuletzt ihren Wohnsitz hatten. Etwas anderes gilt, wenn

  1. 1. ein Nutzungsrecht an einer bestimmten Grabstätte in einem anderen Bestattungsbe- zirk besteht,
  1. 2. Eltern, Kinder oder Geschwister in einem anderen Bestattungsbezirk bestattet sind,
  1. 3. entsprechende Arten der Grabstätten in dem Bestattungsbezirk nicht vorhanden sind (z. B. anonyme Grabstätten)
  1. 4. der letzte Wohnortwechsel und somit der Wegzug aus der Gemeinde Stuhr unmittel- bar mit dem Einzug in eine Pflegeeinrichtung zusammenhing.

(4) Die Gemeinde Stuhr kann Ausnahmen zulassen.

§ 4 – Schließung und Entwidmung

(1) Der Friedhof, Friedhofsstandorte und Friedhofsteile können aus wichtigem öffentlichem Grund für weitere Bestattungen gesperrt (Schließung) oder einer anderen Verwendung zu-geführt (Entwidmung) werden.

(2) Durch die Schließung wird die Möglichkeit weiterer Bestattungen ausgeschlossen. Soweit durch Schließung das Recht auf weitere Bestattungen erlischt, wird dem/der Nutzungsbe-rechtigten für die restliche Nutzungszeit bei Eintritt eines weiteren Bestattungsfalles auf An-trag eine andere entsprechende Reihengrabstätte zur Verfügung gestellt. Außerdem kann er/sie die Umbettung bereits bestatteter Leichen verlangen.

(3) Durch die Entwidmung geht die Eigenschaft als Ruhestätte der Toten verloren. Die Bestat-teten werden, falls die Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, auf Kosten der Gemeinde in an-dere Grabstätten umgebettet.

(4) Schließung oder Entwidmung werden öffentlich bekanntgegeben. Der/Die Nutzungsbe-rechtigte einer Grabstätte erhält darüber außerdem einen schriftlichen Bescheid, wenn sein/ihr Aufenthalt bekannt oder ohne besonderen Aufwand zu ermitteln ist.

(5) Umbettungstermine werden einen Monat vorher öffentlich bekannt gemacht. Gleichzeitig sind sie bei Reihengrabstätten dem/der Nutzungsberechtigten mitzuteilen.

(6) Ersatzgrabstätten werden von der Gemeinde auf ihre Kosten in ähnlicher Weise wie die Grabstätten auf den entwidmeten oder außer Dienst gestellten Flächen hergerichtet. Die Ersatzwahlgrabstätten werden Gegenstand des Nutzungsrechtes.

II. Ordnungsvorschriften

§ 5 – Öffnungszeiten

(1) Die Friedhofstandorte sind während der an den Eingängen bekannt gegebenen Zeiten für den Besuch geöffnet.

(2) Die Gemeinde Stuhr kann aus besonderem Anlass das Betreten eines Standortes oder einzelner Teile vorübergehend untersagen.

§ 6 – Verhalten auf dem Friedhof

(1) Jeder hat sich der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen.

(2) Auf den Standorten ist nicht gestattet,

  1. 1. die Wege mit Fahrzeugen aller Art zu befahren, ausgenommen ist das Befahren mit Fahrzeugen, die zur Fortbewegung zwingend erforderlich sind, insbesondere Krankenfahrstühle, Elektroscooter, Behindertenfahrräder oder ähnliche Hilfsmittel sowie Fahrzeuge der Gemeinde Stuhr und der für den Friedhof zugelassenen Ge- werbetreibenden,
  1. 2. Waren aller Art sowie gewerbliche Dienste anzubieten oder diesbezüglich zu werben,
  1. 3. an Sonn- und Feiertagen und in der Nähe einer Bestattung störende Arbeiten auszu- führen,
  1. 4. ohne Auftrag eines/einer Berechtigten bzw. ohne Zustimmung der Gemeinde Stuhr gewerbsmäßig Film-, Ton-, Video- und Fotoaufnahmen zu erstellen,
  1. 5. Druckschriften zu verteilen, ausgenommen Drucksachen, die im Rahmen der Bestat- tungsfeier notwendig und üblich sind,
  1. 6. den Friedhof und seine Einrichtungen, Anlagen und Grabstätten zu verunreinigen oder zu beschädigen sowie Grabstätten unberechtigt zu betreten,
  1. 7. Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern,
  1. 8. der Aufenthalt von Tieren, ausgenommen Assistenzhunde wie z. B. Blindenhunde.
  1. 9. zu lärmen und zu spielen, zu essen und zu trinken sowie zu lagern,
  1. 10. abgesehen von Trauerfeiern Musikinstrumente zu spielen oder Tonwiedergabegeräte für Dritte hörbar zu betreiben,

(3) Die Gemeinde Stuhr kann Ausnahmen zulassen, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofes und der Ordnung auf ihm vereinbar sind. Als zugelassene Ausnahme gilt der Transport körperlich beeinträchtigter Menschen zur Trauerfeier bis zur Kapelle.

(4) Totengedenkfeiern und andere nicht mit einer Bestattung zusammenhängende Veranstal-tungen bedürfen der Zustimmung der Gemeinde Stuhr; sie sind spätestens vier Tage vor-her anzumelden.

§ 7 – Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof

(1) Steinmetze, Steinmetzinnen, Bildhauer/innen, Gärtner/innen und Bestatter/innen bedürfen für die dem jeweiligen Berufsbild entsprechende gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch die Gemeinde Stuhr.

(2) Auf ihren Antrag hin werden nur solche Gewerbetreibende zugelassen, die in fachlicher, betrieblicher und persönlicher Hinsicht zuverlässig sind und eine entsprechende Berufs-haftpflichtversicherung nachweisen können.

(3) Die Zulassung erfolgt durch schriftliche Bewilligung. Diese Bewilligung ist dem Friedhofs-personal auf Verlangen vorzulegen. Die Bewilligung ist alle 5 Jahre neu zu beantragen.

(4) Hat die Gemeinde Stuhr über einen Antrag auf Zulassung im Sinne von Abs. 1 nicht inner-halb einer Frist von drei Monaten entschieden, gilt die Bewilligung gem. Abs. 3 Satz 1 nach Maßgabe der Vorschriften des Nds. Verwaltungsverfahrensgesetzes als erteilt.

(5) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofssatzung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf den Friedhöfen schuldhaft verursachen.

(6) Gewerbliche Arbeiten auf den Friedhöfen dürfen nur werktags innerhalb der Öffnungszei-ten ausgeführt werden. Die Arbeiten sind eine halbe Stunde vor Ablauf der Öffnungszeit des Friedhofes, spätestens um 19:00 Uhr, an Samstagen und Werktagen vor Feiertagen spätestens um 13:00 Uhr zu beenden. Soweit Öffnungszeiten nicht festgelegt sind, dürfen die Arbeiten in den Monaten März bis Oktober nicht vor 06:00 Uhr und in den Monaten No-vember bis Februar nicht vor 07:00 Uhr begonnen werden. Die Gemeinde Stuhr kann Ver-längerungen der Arbeitszeiten zulassen.

(7) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf den Friedhöfen nur an den von der Gemeinde Stuhr genehmigten Stellen gelagert werden. Bei Beendi-gung der Arbeiten sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahme-stellen der Friedhöfe gereinigt werden.

(8) Die Gemeinde Stuhr kann die Zulassung der Gewerbetreibenden, die gegen die Vorschrif-ten der Friedhofssatzung verstoßen oder bei denen die Voraussetzungen des Abs. 2 ganz oder teilweise nicht mehr gegeben sind, auf Zeit oder Dauer durch schriftlichen Bescheid entziehen.

III. Allgemeine Bestattungsvorschriften

§ 8 – Anzeigepflicht und Bestattungszeit

(1) Jede Bestattung ist unverzüglich nach Beurkundung des Sterbefalls bei der Gemeinde Stuhr anzumelden. Der Anmeldung sind die erforderlichen Unterlagen beizufügen.

(2) Wird eine Bestattung in einer vorher erworbenen Grabstätte beantragt, ist auch das Nut-zungsrecht nachzuweisen.

(3) Soll eine Aschenbestattung erfolgen, so ist eine Bescheinigung über die Einäscherung vor-zulegen.

(4) Die Gemeinde Stuhr setzt Ort und Zeit der Bestattung mit den Beteiligten fest. Außerhalb der Arbeitszeiten des Friedhofspersonals finden grundsätzlich keine Bestattungen statt.

(5) Erdbestattungen und Einäscherungen sollen innerhalb von 8 Tagen nach Eintritt des To-des erfolgen. Aschen sollen spätestens 1 Monat nach der Einäscherung bestattet werden, anderenfalls werden sie auf Kosten des/der Bestattungspflichtigen in einer allgemeinen To-tengedenkstätte bestattet.

§ 9 – Särge und Urnen

(1) Die Särge müssen festgefügt und so abgedichtet sein, dass jedes Durchsickern von Feuchtigkeit ausgeschlossen ist. Särge, Sargausstattungen und Sargabdichtungen müs-sen aus verrottbaren Werkstoffen hergestellt sein. Für die Bestattung sind zur Vermeidung von Umweltbelastungen nur Särge oder Urnen aus leicht abbaubarem Material (z. B. Voll-holz) erlaubt, die keine PVC-, PCP-, formaldehydabspaltenden, nitrozellulosehaltigen oder sonstigen umweltgefährdenden Lacke und Zusätze enthalten. Entsprechendes gilt für Zu-behör und Ausstattung. Die Kleidung der Leiche soll nur aus Papierstoff und Naturtextilien bestehen. Auch Überurnen, die in der Erde beigesetzt werden, müssen aus leicht abbau-barem, umweltfreundlichem Material bestehen.

(2) Die Särge dürfen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit sein. Sind in Ausnahmefällen größere Särge erforderlich, ist die Gemeinde Stuhr bei der Anmel-dung der Bestattung zu informieren.

(3) Für die Bestattung in vorhandenen Grüften sind nur Metallsärge oder Holzsärge mit Metal-leinsatz zugelassen, die luftdicht verschlossen sind.

§ 10 – Ausheben der Gräber

(1) Die Gräber werden von der Gemeinde Stuhr ausgehoben und wieder verfüllt.

(2) Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur Ober-kante des Sarges mindestens 0,90 m, bis zur Oberkante der Urne mindestens 0,50 m.

(3) Die Gräber für Erdbestattungen müssen voneinander und von der Zuwegung durch min-destens 0,30 m starke Erdwände getrennt sein.

(4) Der/Die Nutzungsberechtigte hat Grabzubehör vorher spätestens 24 Stunden vor der Be-stattung zu entfernen. § 18 Abs. 1 Satz 2 dieser Satzung gilt entsprechend Sofern beim Ausheben der Gräber Grabmale, Fundamente oder Grabzubehör durch die Gemeinde Stuhr entfernt werden müssen, sind die dadurch entstehenden Kosten durch den/die Nut-zungsberechtigten/Nutzungsberechtigte der Gemeinde Stuhr zu erstatten.

§ 11 – Ruhezeit

Die Ruhezeit für Leichen und Aschen beträgt 25 Jahre.

§ 12 – Umbettungen

(1) Die Ruhe der Toten darf grundsätzlich nicht gestört werden.

(2) Umbettungen von Leichen und Aschen bedürfen, unbeschadet der sonstigen gesetzlichen Vorschriften, der vorherigen Zustimmung der Gemeinde Stuhr. Die Zustimmung kann nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes erteilt werden, bei Umbettungen innerhalb der Ge-meinde im ersten Jahre der Ruhezeit nur bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Inte-resses. § 4 Abs. 2 und Abs. 3 bleiben unberührt.

(3) Nach Ablauf der Ruhezeit noch vorhandene Leichen- und Aschenreste können nur mit vorheriger Zustimmung der Gemeinde Stuhr in belegte Grabstätten umgebettet werden.

(4) Alle Umbettungen erfolgen nur auf Antrag. Antragsberechtigt ist der jeweilige Nutzungsbe-rechtigte. Mit dem Antrag ist die Nutzungsurkunde vorzulegen.

(5) Alle Umbettungen werden von der Gemeinde Stuhr durchgeführt. Die Gemeinde Stuhr be-stimmt den Zeitpunkt der Umbettung.

(6) Die Kosten der Umbettung hat der Antragsteller zu tragen; ebenso hat er Schäden an be-nachbarten Grabstätten und Anlagen zu erstatten, soweit kein schuldhaftes Verhalten des durchführenden Personals vorliegt.

(7) Der Ablauf der Ruhezeit und der Nutzungszeit wird durch eine Umbettung nicht unterbro-chen oder gehemmt.

(8) Leichen und Aschen dürfen zu anderen als zu Umbettungszwecken nur aufgrund behördli-cher oder richterlicher Anordnung ausgegraben werden.

IV. Grabstätten

§ 13 – Arten der Grabstätten

(1) Die Grabstätten bleiben Eigentum der Gemeinde Stuhr. Aus ihnen können Rechte nur nach dieser Satzung erworben werden.

(2) Die Beisetzung der Leichen und Aschen kann in folgenden Grabstätten erfolgen:

  1. 1. mit Bepflanzungsfläche
  2. 2. mit Rasenfläche
  3. 3. allgemeine Totengedenkstätte (anonym)

(3) Es besteht kein Anspruch auf Erwerb des Nutzungsrechtes an einer der Lage nach be-stimmten Grabstätte oder auf Unveränderlichkeit der Umgebung.

§ 14 – Nutzungsrecht

(1) Aus dem Nutzungsrecht ergibt sich die Pflicht zur Anlage und zur Pflege der Grabstätte.

(2) Das Nutzungsrecht entspricht dem Zeitraum der Ruhezeit ab dem Datum der Beisetzung. Bei mehrstelligen Grabstätten gilt das Datum der letzten Beisetzung für die gesamte Grab-stätte. Das Nutzungsrecht wird anlässlich einer Bestattung verliehen. Die Lage der Grab-stätte wird im Benehmen mit den Nutzungsberechtigten im Rahmen der Erfordernisse ei-ner sinnvollen Friedhofsbewirtschaftung bestimmt.

(3) Das Nutzungsrecht entsteht nach Zahlung der Nutzungsgebühr mit Aushändigung der Nut-zungsurkunde. Es kann in der Regel wieder erworben werden. Das Nutzungsrecht an un-belegten Grabstätten kann jederzeit zurückgegeben werden. Die Teilung von Grabstätten bzw. die Rückgabe einzelner Stellen aus einer mehrstelligen Grabstätte ist nur nach Ablauf der Ruhezeiten möglich.

(4) Nutzungsrechte in allgemeinen Totengedenkstätten können nicht wieder erworben werden.

(5) Erneute Bestattungen von Leichen können nur nach Ablauf der Ruhezeit vorgenommen werden.

(6) Auf den Ablauf des Nutzungsrechtes wird der/die jeweilige Nutzungsberechtigte falls die Adresse bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln ist, drei Monate vorher schriftlich, und durch einen Hinweis für die Dauer von drei Monaten auf der Grabstätte hin-gewiesen.

(7) Schon bei der Verleihung des Nutzungsrechtes soll der/die Erwerber/in für den Fall sei-nes/ihres Ablebens aus dem in Satz 2 genannten Personenkreis seinen/ihre Nachfolger/in im Nutzungsrecht bestimmen und ihm/ihr das Nutzungsrecht übertragen. Wird bis zu sei-nem/ihrem Ableben keine derartige Regelung getroffen, geht das Nutzungsrecht in nach-stehender Reihenfolge auf die Angehörigen des/der verstorbenen Nutzungsberechtigten mit deren/ihrer Zustimmung über:

  1. 1. auf den überlebenden Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner bzw. Lebensge- fährte/Lebensgefährtin, und zwar auch dann, wenn Kinder aus einer früheren Ehe vorhanden sind,
  2. 2. auf die ehelichen Kinder, nichtehelichen Kinder und Adoptivkinder,
  3. 3. auf die Stiefkinder,
  4. 4. auf die Enkel in der Reihenfolge der Berechtigung ihrer Väter oder Mütter,
  5. 5. auf die Eltern,
  6. 6. auf die volljährigen Geschwister,
  7. 7. auf die Stiefgeschwister
  8. 8. auf die nicht unter 1-7 fallenden Erben. Innerhalb der einzelnen Gruppen der Nr. 2-4 und Nr. 6-7 wird die/der Älteste Nut- zungsberechtigte/r.

(8) Der/Die jeweilige Nutzungsberechtigte kann das Nutzungsrecht einer Person seiner/ihrer Wahl übertragen. Die Person muss ihr Einverständnis gegenüber der Gemeinde Stuhr ggf. schriftlich erklären.

(9) Jede/r Rechtsnachfolger/in hat das Nutzungsrecht unverzüglich nach Erwerb auf sich um-schreiben zu lassen.

(10) Der/Die jeweilige Nutzungsberechtigte hat im Rahmen der Friedhofssatzung und der dazu ergangenen Regelungen das Recht, in der Reihengrabstätte beigesetzt zu werden, bei Eintritt eines Bestattungsfalles über andere Bestattungen und über die Art der Gestaltung und der Pflege der Grabstätte zu entscheiden.

(11) Das Nutzungsrecht erlischt, wenn es keiner der Angehörigen des verstorbenen Nutzungs-berechtigten innerhalb eines Jahres seit der Beisetzung übernimmt.

(12) Das Ausmauern von Wahlgrabstätten ist nicht zulässig.

§ 15 – Größe und Belegung von Grabstätten

(1) Grabstätten können aus höchstens sechs Grabstellen bestehen. In allgemeinen Totenge-denkstätten sind nur einzelne Beisetzungen möglich.

(2) Die Größe einer Grabstelle für die Sargbestattung einer Leiche beträgt in der Regel 2,30 m x 1,25 m. Auf einer Grabstelle können zusätzlich zwei Urnen beigesetzt werden.

(3) Die Größe einer Grabstelle für die Bestattung von Aschen beträgt 1 x 1 m. Es können auf einer Grabstelle bis zu vier Urnen beigesetzt werden.

(4) In allgemeinen Totengedenkstätten (anonyme Gräberfelder) werden Aschen und Leichen einzeln ohne individuelle Kennzeichnung beigesetzt.

V. Gestaltung der Grabstätten

§ 16 – Allgemeine Gestaltungsvorschriften

(1) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass der Fried-hofszweck und der Zweck dieser Satzung sowie die Würde des Friedhofes in seinen ein-zelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt werden.

(2) Der Baumbestand auf den Friedhöfen steht unter besonderem Schutz. Es gilt die Satzung über den Schutz des Baum-, Hecken- und Gehölzbestandes in der Gemeinde Stuhr (Baumschutzsatzung) in der jeweils gültigen Fassung.

VI. Grabmale und bauliche Anlagen

§ 17 – Allgemeine Gestaltungsvorschriften

(1) Die Grabmale und baulichen Anlagen unterliegen unbeschadet des § 16 in ihrer Gestal-tung und Bearbeitung nachstehenden Anforderungen:

  1. 1. für Grabmale dürfen nur Natursteine, Holz und geschmiedetes oder gegossenes Me- tall verwendet werden.
  1. 2. Natursteine dürfen nur dann verwendet werden, wenn
  1. 2.1. glaubhaft gemacht wird, dass sie in einem Staat oder Gebiet gewonnen oder hergestellt wurden, in dem das Übereinkommen über das Verbot und unver- zügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderar- beit vom 17. Juni 1999 (BGBl. 2001 II S. 1291, Bekanntmachung vom 28. Juni 2002, BGBl. II S. 2352) eingehalten wird, oder

2:2 ein Nachweis nach Abs. 1 Nummer 2.4 vorliegt.

  1. 2.3. Welche Staaten und Gebiete die satzungsgemäßen Voraussetzungen nach Absatz 1 Nummer 2.1 erfüllen, ist durch Auslegung zu ermitteln. Derzeit erfül- len folgende Staaten diese Voraussetzung: Australien, Belgien, Bosnien- Herzegowina, Brasilien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Israel, Island, Italien, Japan, Kanada, Kosovo, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Türkei, Tschechien, Ukra- ine, Ungarn, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Zypern. Um zu verhindern, dass Natursteine verwendet werden, die in einen der in Satz 2 genannten Staat oder das Gebiet zuvor aus einem Drittland importiert worden sind, in dem das in Absatz 1 Nr. 2.1 genannte Übereinkommen nicht eingehal- ten wird, ist eine dahingehende Erklärung abzugeben.
  1. 2.4. Als Nachweis nach Absatz 1 Nummer 2.2 gilt ein Zertifikat einer der nachfol- genden Organisationen:

 Fair Stone  IGEP  Werkgroep Duurzame Natursteen – WGDN  Xertifix

  1. 2.5. Eine gleichwertige Erklärung einer geeigneten Stelle oder Vereinigung im Sin- ne des § 13 a Abs. 3 Satz 4 des Gesetzes über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen (BestattG) setzt voraus, dass die erklärende Stelle

 über einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse auf dem Gebiet des Übereinkommens über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit vom 17. Juni 1999 (BGBl. 2001 II S. 1291, Bekanntmachung vom 28. Juni 2002, BGBl. II S. 2352) verfügt,

 weder unmittelbar noch mittelbar an der Herstellung oder am Handel mit Steinen beteiligt ist,

 ihre Tätigkeit im Zusammenhang mit der Abgabe der gleichwertigen Er-klärung dokumentiert und die Dokumentation auf Anforderung des Friedhofsträgers zur Einsichtnahme bereitstellt,

 erklärt, dass sie sich über das Fehlen schlimmster Formen von Kinder-arbeit durch unangekündigte Kontrollen im Herstellungsstaat vergewis-sert hat.

  1. 2.6. Für die Glaubhaftmachung und das Vorlegen von Nachweisen können die in § 26 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) genannten Beweismittel verwendet werden. Die Glaubhaftmachung ist auch durch eine in § 27 VwVfG geregelte Versicherung an Eides Statt möglich; verlangt werden darf deren Vorlage mangels einer gesetzlichen Regelung nicht.
  1. 2.7. Für die abzugebende Erklärung ist das als Anlage beigefügte Muster „Erklä- rung über die Vorlage von Nachweisen nach § 13 a BestattG“ zu verwenden.
  1. 3. Die Mindestdicke der stehenden Grabmale beträgt ab 0,40 m – 1 m Höhe, 0,16 m und ab 1,5 m Höhe 0,18 m. Die Mindestdicke bei liegenden Grabmalen beträgt mindestens 0,15 m. Ausnahmen können auf Antrag zugelassen werden.
  1. 4. Auf Grabstätten mit Bepflanzungsfeld darf nicht mehr als ein Drittel der Grabstätte durch einen liegenden Grabstein abgedeckt werden. Bei einem Urnengrab (1 x 1 m) beträgt die maximale Abdeckung die Hälfte der Grabfläche.
  1. 5. Auf Rasengräbern sind ausschließlich liegende Grabsteine erlaubt. Die maximale Abdeckung beträgt die Hälfte der Grabfläche. Der Grabstein muss bündig zur Erdoberkante versetzt werden. Erhabene bzw. metallene Beschriftungen oder andere Gestaltungselemente sind nicht zulässig.

(2) In allgemeinen Totengedenkstätten sind Grabmale jeglicher Art nicht erlaubt.

(3) Die Gemeinde Stuhr kann weitergehende Anforderungen verlangen, wenn dies für die Standsicherheit erforderlich ist.

(4) Soweit es die Gemeinde Stuhr unter Beachtung des § 20 für vertretbar hält, kann sie Aus-nahmen von den Vorschriften der Abs. 1 bis 3 und auch sonstige bauliche Anlagen als Ausnahme im Einzelfall zulassen.

§ 18 – Zustimmungserfordernis

(1) Die Errichtung und jede Veränderung von Grabmalen bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Gemeinde Stuhr. Die Errichtung von Grabmalen und Einfassungen ist nur durch fachkundige Personen im Sinne des § 7 Abs. 1 dieser Satzung zulässig. Die Sach-kunde ist nachzuweisen. Der/Die Antragsteller/in hat sein/ihr Nutzungsrecht nachzuweisen.

(2) Den Anträgen sind beizufügen:

  1. 1. Der Grabmalentwurf mit Grundriss und Seitenansicht im Maßstab 1 : 10 unter Anga- be des Materials, seiner Bearbeitung, der Anordnung der Schrift, der Ornamente und der Symbole sowie der Fundamentierung.
  1. 2. Soweit es zum Verständnis erforderlich ist, Zeichnungen der Schrift der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1 : 1 unter Angabe des Materials, seiner Bearbeitung, des Inhaltes, der Form und der Anordnung.
  1. 3. Ggf. die Zertifizierung bzw. der Herkunftsnachweis zu verwendetem Naturstein gem. § 17 Abs. 1 dieser Satzung.

(3) Die Errichtung und jede Veränderung aller sonstigen baulichen Anlagen bedürfen ebenfalls der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Gemeinde Stuhr. Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend.

(4) Die Zustimmung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige bauliche Anlage nicht bin-nen eines Jahres nach der Zustimmung errichtet worden ist.

§ 19 – Anlieferung

(1) Bei der Anlieferung von Grabmalen oder sonstigen baulichen Anlagen ist der Gemeinde Stuhr auf Verlangen der genehmigte Aufstellungsantrag vorzulegen.

(2) Die Grabmale oder sonstige bauliche Anlagen sind so zu liefern, dass sie ggf. am Fried-hofseingang von der Gemeinde Stuhr überprüft werden können; Einzelheiten hierzu kann die Gemeinde Stuhr bestimmen.

§ 20 – Fundamentierung und Befestigung

(1) Die Grabmale sind nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks so zu funda-mentieren und zu befestigen, dass sie dauernd standsicher sind und auch beim Öffnen be-nachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich senken können. Dies gilt für sonstige bauli-che Anlagen entsprechend.

(2) Die Steindicke muss die Standfestigkeit der Grabmale gewährleisten. Die Mindestdicke der Grabmale bestimmt sich nach den § 17.

§ 21 – Unterhaltung

(1) Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen (z. B. Einfassungen) sind dauernd in würdigem und verkehrssicherem Zustand zu halten. Verantwortlich ist bei Gräbern mit Be-pflanzungsflächen als auch mit Rasenfläche der/die jeweilige Nutzungsberechtigte.

(2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzuge kann die Gemeinde Stuhr auf Kosten des Ver-antwortlichen Sicherungsmaßnahmen (z. B. Umlegung von Grabmalen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Gemeinde Stuhr nicht inner-halb von 6 Wochen Frist beseitigt, ist die Gemeinde Stuhr berechtigt, das Grabmal oder Teile davon auf Kosten des Verantwortlichen zu entfernen. Die Gemeinde ist verpflichtet, diese Gegenstände drei Monate aufzubewahren. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder ohne besonderen Aufwand nicht zu ermitteln, genügen als Aufforderung ein Hinweisschild auf der Grabstätte, das für die Dauer von einem Monat aufgestellt wird.

(3) Die Verantwortlichen sind für jeden Schaden haftbar, der durch das Umstürzen von Grab-malen oder Grabmalteilen verursacht wird.

(4) Künstlerisch oder historisch wertvolle Grabmale und bauliche Anlagen oder solche, die als besondere Eigenart eines Friedhofes erhalten bleiben sollen, werden in einem Verzeichnis geführt. Die Gemeinde Stuhr kann die Zustimmung zur Änderung derartiger Grabmale und baulichen Anlagen versagen. Insoweit sind die zuständigen Denkmalschutz- und –pflegebehörden nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zu beteiligen.

§ 22 – Entfernung

(1) Vor Ablauf der Ruhezeit oder der Nutzungszeit dürfen Grabmale nur mit vorheriger schrift-licher Zustimmung der Gemeinde Stuhr entfernt werden. Bei Grabmalen im Sinne des § 21 Abs. 4 kann die Gemeinde Stuhr die Zustimmung versagen. Dies gilt jedoch nur, sofern der/die Nutzungsberechtigte insoweit bei Erwerb der Grabstätte oder Antragstellung im Sinne von § 18 schriftlich sein/ihr Einverständnis erteilt hat.

(2) Nach Ablauf der Ruhe- und Nutzungszeit oder nach der Entziehung von Grabstätten und Nutzungsrechten sind die Grabmale und sonstige bauliche Anlagen zu entfernen. Ge-schieht dies nicht binnen drei Monate, so ist die Gemeinde Stuhr berechtigt, die Grabstätte abräumen zu lassen. Die Gemeinde Stuhr ist nicht verpflichtet, das Grabmal oder sonstige bauliche Anlagen zu verwahren. Grabmal oder sonstige bauliche Anlagen gehen entschä-digungslos in das Eigentum der Gemeinde über, wenn dies bei Erwerb des Nutzungsrech-tes oder bei Genehmigung für die Errichtung des Grabmales oder sonstiger baulicher An-lagen schriftlich vereinbart wurde. Sofern Reihengrabstätten von der Gemeinde Stuhr ab-geräumt werden, hat der/die jeweilige Nutzungsberechtigte die Kosten zu tragen.

(3) Die Gemeinde Stuhr ist berechtigt, ohne ihre Zustimmung aufgestellte Grabmale einen Monat nach Benachrichtigung des/der Nutzungsberechtigten auf dessen/deren Kosten ent-fernen zu lassen. § 21 Abs. 2 dieser Satzung gilt entsprechend.

VII. Herrichtung und Pflege der Grabstätten

§ 23 – Herrichtung und Unterhaltung

(1) Alle Grabstätten müssen im Rahmen der Vorschriften des § 16 hergerichtet und dauernd instand gehalten werden. Dies gilt entsprechend für den Grabschmuck. Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Grabstätten zu entfernen. Kerzen und Grablichter oder ähnliches mit echter Flamme sind nicht zulässig.

(2) Die Gestaltung der Gräber ist dem Gesamtcharakter des Friedhofes und der unmittelbaren Umgebung anzupassen.

(3) Für die Herrichtung und die Instandhaltung ist der Nutzungsberechtigte verantwortlich. Die Verpflichtung erlischt mit dem Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts.

(4) Die für die Grabstätten Verantwortlichen können die Grabstätten selbst anlegen und pfle-gen oder damit einen/einer zugelassenen Friedhofsgärtner/in beauftragen. Die Gemeinde Stuhr kann im Rahmen des Friedhofszwecks die Herrichtung und die Pflege übernehmen.

(5) Grabstätten müssen innerhalb von sechs Monaten nach der Bestattung hergerichtet wer-den.

(6) Die Herrichtung, Unterhaltung und Veränderung der gärtnerischen Anlagen außerhalb der Grabstätten obliegt ausschließlich der Gemeinde Stuhr.

(7) Die Verwendung von Pflanzenschutz- und Unkrautbekämpfungsmitteln bei der Grabpflege ist nicht gestattet.

(8) Kunststoffe und sonstige nicht verrottbare Werkstoffe dürfen in sämtlichen Produkten der Trauerfloristik, insbesondere in Kränzen, Trauergebinden, Trauergestecken, im Grab-schmuck und bei Grabeinfassungen sowie bei Pflanzenzuchtbehältern, die an der Pflanze verbleiben, nicht verwendet werden. Ausgenommen sind Grabvasen, Markierungszeichen und Gießkannen.

(9) Bepflanzungen dürfen nicht höher als 1,50 m werden.

(10) Die Bepflanzung darf Nachbargrabstätten und deren Pflege nicht beeinträchtigen. Die Ge-meinde Stuhr kann den Schnitt oder die Beseitigung stark wuchernder oder absterbender Pflanzen binnen 6 Wochen verlangen. Nach fruchtlosem Ablauf der Frist kann die Ge-meinde Stuhr die Pflanzen auf Kosten des Nutzungsberechtigten entfernen.

(11) Die Grabstätte muss bepflanzt werden, ein Bestreuen oder Belegen mit Kies, Splitt, Folien oder ähnlichen Stoffen ist nicht zulässig.

(12) Nicht zulässig ist das Aufstellen von Sitzgelegenheiten, Rankgerüsten, Gittern oder Pergo-len.

(13) Die Umwandlung einer Grabstätte mit Bepflanzungsfläche in eine Grabstätte mit Rasenflä-che ist möglich. Zuzüglich der Gebührendifferenz zur Grabstätte mit Rasenfläche wird dann ein Aufschlag wegen Mehraufwand erhoben. Die Bepflanzung etc. ist durch den/die Nutzungsberechtigten zu entfernen bzw. die Anlage erfolgt durch die Gemeinde Stuhr gegen Kostenerstattung.

§ 24 – Herrichtung von Grabstätten mit Rasenflächen

(1) Die Herrichtung der Grabstätte, die Anlage und Unterhaltung der Rasenfläche erfolgt durch die Gemeinde Stuhr.

(2) Außer Rasen bzw. liegenden Grabmalen sind keine weiteren Gestaltungselemente zuläs-sig.

(3) Die Ablage von Blumensträußen, Pflanzschalen, Vasen etc. ist während der Mähsaison (April – Oktober) nicht möglich. Die Gemeinde Stuhr ist berechtigt, die Materialien ersatzlos abzuräumen.

(4) Die Unterhaltung von Grabmalen erfolgt durch den/die Nutzungsberechtigte/n.

§ 25 – Vernachlässigung der Grabpflege

(1) Wird eine Reihengrabstätte/Urnenreihengrabstätte nicht ordnungsgemäß hergerichtet oder gepflegt, hat der/die Verantwortliche (§ 23 Abs. 3) nach schriftlicher Aufforderung der Ge-meinde Stuhr die Grabstätte innerhalb 6 Wochen in Ordnung zu bringen. Ist der/die Ver-antwortliche nicht bekannt oder nicht ohne besonderen Aufwand zu ermitteln, wird der/die unbekannte Verantwortliche durch ein Hinweisschild auf der Grabstätte aufgefordert, sich mit der Gemeinde Stuhr in Verbindung zu setzen. Bleibt die Aufforderung oder der Hinweis drei Monate unbeachtet, kann die Gemeinde Stuhr

 die Grabstätte abräumen, einebnen und einsäen und  Grabmale und sonstige bauliche Anlagen beseitigen lassen.

(2) Kommt der/die Nutzungsberechtigte seiner/ihrer Verpflichtung nicht nach, kann die Ge-meinde Stuhr in diesem Fall die Grabstätte auf seine/ihre Kosten in Ordnung bringen las-sen oder das Nutzungsrecht ohne Entschädigung entziehen. In dem Entziehungsbescheid wird der/die Nutzungsberechtigte aufgefordert, das Grabmal und die sonstigen baulichen Anlagen innerhalb von drei Monaten seit Unanfechtbarkeit des Entziehungsbescheides zu entfernen.

(3) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Abs. 1 Satz 1 entsprechend. Wird die Aufforde-rung nicht befolgt oder ist der/die Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne besonde-ren Aufwand zu ermitteln, kann die Gemeinde Stuhr den Grabschmuck entfernen.

VIII. Leichenhallen und Trauerfeiern

§ 26 – Benutzung der Leichenhalle

(1) Die Leichenhallen dienen der Aufnahme der Leichen bis zur Bestattung. Sie dürfen nur mit Erlaubnis der Gemeinde Stuhr betreten werden.

(2) Sofern keine gesundheitsaufsichtlichen oder sonstigen Bedenken bestehen, können die Angehörigen die Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen. Die Särge sind spätestens eine Stunde vor Beginn der Trauerfeier oder Beisetzung endgültig zu schlie-ßen.

(3) Die Särge der an meldepflichtigen übertragbaren Krankheiten Verstorbenen sollen in ei-nem besonderen Raum der Leichenhalle aufgestellt werden. Der Zutritt zu diesen Räumen und die Besichtigung der Leichen bedürfen zusätzlich der vorherigen Zustimmung des Ge-sundheitsamtes.

§ 27 – Trauerfeier

(1) Die Trauerfeiern können in einem dafür bestimmten Raum (Friedhofskapelle) oder am Grab abgehalten werden.

(2) Die Benutzung der Friedhofskapelle kann untersagt werden, wenn der Verstorbene an ei-ner meldepflichtigen übertragbaren Krankheit gelitten hat oder Bedenken wegen des Zu-standes der Leiche bestehen.

(3) Jede Musik- und jede Gesangsdarbietung außerhalb von Trauerfeiern auf den Friedhöfen bedarf der vorherigen Genehmigung der Gemeinde Stuhr.

IX. Schlußvorschriften

§ 28 – Alte Rechte

Bei Grabstätten, über welche die Gemeinde Stuhr bei Inkrafttreten dieser Satzung bereits verfügt hat, richten sich die Nutzungszeit und die Gestaltung nach den bisherigen Vorschriften. Verlänge-rungen der Nutzungszeit infolge Beisetzungen vor Ablauf einer vorherigen Nutzungsart erfolgen nach dieser Satzung.

§ 29 – Anordnung

Die Gemeinde kann in Erfüllung der nach dieser Satzung bestehenden Verpflichtungen eine An-ordnung im Einzelfall erlassen.

§ 30 – Haftung

Die Gemeinde haftet nicht für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Benutzung der Friedhö-fe, ihrer Anlagen oder ihrer Einrichtungen, durch dritte Personen oder durch Tiere entstehen. Ihr obliegen keine besonderen Obhuts- und Überwachungspflichten. Im Übrigen haftet die Gemeinde nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit. Die Vorschriften über Amtshaftung bleiben unberührt.

§ 31 – Gebühren

Für die Benutzung der von der Gemeinde verwalteten Friedhöfe und ihrer Einrichtungen sind die Gebühren nach der jeweils geltenden Friedhofsgebührensatzung zu entrichten.

§ 32 – Inkrafttreten

Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Friedhofssatzung vom 04.November 2011 außer Kraft.

Stuhr, den 28. Oktober 2019

Der Bürgermeister In Vertretung

Richter Erster Gemeinderat

Satzung Datum Verkündung Inkrafttreten Friedhofssatzung der Gemeinde Stuhr 28.10.2019 02.01.2020 03.01.2020

ANLAGE zu § 17 der Friedhofssatzung Zutreffen-des bitte Erklärung über die Vorlage von ankreuzen Nachweisen nach § 13 a Bestattungsgesetz (BestattG)

Die Natursteine stammen aus einem Staat oder Gebiet, in dem das in § 13 a Abs. 2 Nr. 1 BestattG genannte Übereinkommen (ILO 182) als eingehalten gilt, nämlich:

Ich erkläre, dass die Natursteine in den vorstehend genannten Staat oder das Ge-biet nicht zuvor aus einem Drittland importiert worden sind, in dem das in § 13 a Abs. 2 Nr. 1 BestattG genannte Übereinkommen nicht eingehalten wird.

oder

Da die Natursteine nicht aus einem Staat oder Gebiet stammen, in dem das in § 13 a Abs. 2 Nr. 1 BestattG genannte Übereinkommen (ILO 182) als eingehalten gilt, wird als Nachweis ein Zertifikat einer der nachfolgend aufgeführten Organisationen vorgelegt:

 Fair Stone  IGEP  Werkgroep Duurzame Natursteen – WGDN  Xertifix

oder

Der Nachweis wird durch eine gleichwertige Erklärung einer geeigneten Stelle oder Vereinigung im Sinne des § 13 a Abs. 3 Satz 4 BestattG erbracht, nämlich:

Die erklärende Stelle

  • verfügt über einschlägige Erfahrungen und Kenntnisse,
  • ist weder unmittelbar noch mittelbar an der Herstellung oder am Handel mit

Steinen beteiligt,

  • erklärt, dass sie sich über das Fehlen schlimmster Formen von Kinderarbeit

durch unangekümdigte Kontrollen im Herstellungsstaat vergewissert hat,

  • dokumentiert ihre Tätigkeit und stellt die Dokumentation auf Anforderung

des Friedhofsträgers zur Einsichtnahme zur Verfügung.

Ort, Datum Unterschrift

🧮 Interaktiver Kosten-Baukasten: Was kostet eine Bestattung in Stuhr?

Da jede Satzung andere Positionen enthält, können Sie hier die amtlichen Gebühren von Stuhr mit Ihren persönlichen Wünschen kombinieren. Alle Häkchen und Euro-Beträge sind frei anpassbar!

Info zu Marktrichtwerten (PLZ-Region 28xxx) ↗
1. Gewünschte Grabart in Stuhr anklicken (übernimmt den Satzungspreis):
2. Kostenpositionen prüfen, an-/abhaken oder eigene Angebote eintragen:
1. Grabnutzungsgebühr (🏺 Urnenreihengrab) 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für das Nutzungsrecht an der Grabstelle in Stuhr
€
2. Beisetzung / Grabaushub (Öffnen & Schließen) 🟢 Laut Satzung
Satzungswert: 164 € (Urne) bzw. 493 € (Sarg)
€
3. Trauerhalle / Feierhalle / Leichenhalle 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für die Nutzung der Trauer-/Leichenhalle in Stuhr (Bei stiller Beisetzung ohne Halle einfach Häkchen entfernen)
€
4. Kommunale Friedhofsunterhaltungs- / Pflegegebühr (falls erhoben) 🔶 Optional laut Satzung
Manche Gemeinden (z. B. über einen eigenen § für Friedhofsunterhalt) erheben zusätzlich 5–15 € pro Ruhezeitjahr für Wasser/Müll/Wegepflege.
€
5. Bestatter, Sarg/Urne, Versorgung, Überführung & Krematorium 📊 Richtwert PLZ-Region 28xxx ↗
Regionaler Marktrichtwert für Bestatterleistungen (oder eigenen Kostenvoranschlag eintragen):
€
6. Ärztliche Leichenschau (GOÄ Ziff. 101) & Sterbeurkunden ⚖️ Gebührenordnung (GOÄ)
Totenschein (165,77 € Festbetrag + Wegegeld), Sterbeurkunden & ggf. 2. Leichenschau im Krematorium
€
Optionale Zusatz- & Folgekosten (bei Bedarf anhaken):
7. Steinmetz: Grabstein, Einfassung & Inschrift 🔶 Optionaler Richtwert
Entfällt bei anonymen Grabfeldern oder pflegefreien Rasen-/Baumgräbern ohne eigenes Denkmal.
€
8. Trauerkranz, Blumenschmuck, Trauerredner & Bewirtung 🔶 Optionaler Richtwert
Je nach Gästeanzahl beim anschließenden Trauerkaffee und gewünschtem Blumenschmuck.
€
9. Nachlass: 3 Monate Mietfortzahlung (§ 564 BGB) & Wohnungsauflösung 🏠 Häufig übersehen
Ein Mietvertrag endet nicht mit dem Tod: Erben haften für die 3-monatige Kündigungsfrist (§ 573c BGB) sowie Räumung.
€
Ihre persönliche Kalkulation für Stuhr:
Friedhofsgebühren: 0 €  +  Bestatter, GOÄ & Extras: 0 €
Berechneter Gesamtrahmen:
0 €
⛪ Kirchliche Friedhöfe in Stuhr:
Neben den kommunalen Friedhöfen bestehen im Gemeindegebiet kirchliche Friedhöfe mit eigener Gebührenordnung:

Kirchliche Friedhöfe in Stuhr

Friedhöfe von Kirchengemeinden — Satzung und Gebühren bestimmt die Kirchengemeinde.