Friedhofsgebühren Denkendorf 2026 – aktuelle Satzung & Kosten

📍 Gemeinde Denkendorf · Baden-Württemberg · PLZ 73770

📊 Amtliche Friedhofsgebühren im Überblick

Tarifstand: 2026
🏛️ Auszug der wichtigsten Gebührentatbestände gemäß Friedhofsgebührensatzung (Stand: 15.12.2025, gültig ab 01.01.2026). Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtliche Originalsatzung der Friedhofsverwaltung.
⚰️ Sargreihengrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
3.268,00 €*
für 25 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
* Bedingung: Auswärtige: +100% Zuschlag auf Grabnutzungsgebühr (§ 5 Abs. 3 GebS)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 3a Bestattungsgebührenordnung (Reihengrab, 1 Verstorbener gem. § 11 Abs. 3 FO)
🏛️ Sargwahlgrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
4.403,00 €*
für 30 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
* Bedingung: Auswärtige: +100% Zuschlag auf Grabnutzungsgebühr (§ 5 Abs. 3 GebS)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 4b Bestattungsgebührenordnung (Einzelgrab = einstellig einfach tiefes Wahlgrab gem. § 12 Abs. 5 FO)
🏺 Urnenreihengrab
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
2.000,00 €*
für 15 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
* Bedingung: Auswärtige: +100% Zuschlag auf Grabnutzungsgebühr (§ 5 Abs. 3 GebS)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 3d Bestattungsgebührenordnung (Urnenreihengrab, nur 1 Asche gem. § 13 Abs. 2 FO)
🕊️ Urnenwahlgrab (2 Urnen)
🟢 Einmalbetrag laut Satzung 👥 2 Urnen
3.560,00 €*
Mehrstelliges Grab für 2 Urnen, 15 J. Ruhezeit
* Bedingung: Urnennische pauschal für bis zu 2 Urnen (§ 13a Abs. 3 FO); kein 1-Urnen-Wahltarif vorhanden; Auswärtige: +1...
💡 Umgerechnet: 1.780 € pro Urne
🧮 Satzungspreis 3.560 € für 2 Urnen (= Ø 1.780 € je Urne)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 4d Bestattungsgebührenordnung i.V.m. § 13a Abs. 1 und Abs. 3 FO (Laufzeit 15 Jahre; Nische für bis zu 2 Aschen)
🌿 Urnengrab anonym
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
948,00 €*
für 15 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
* Bedingung: Anonyme Beisetzung im Urnengemeinschaftsfeld möglich (§ 14 Abs. 4 FO)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 3g Bestattungsgebührenordnung i.V.m. § 14 Abs. 4 FO (anonyme Beisetzung im Urnengemeinschaftsfeld möglich)
🌳 Baumbestattung
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.900,00 €*
für 15 Jahre Ruhezeit (1 Platz)
* Bedingung: Reihengrab für 1 Urne; Auswärtige: +100% Zuschlag (§ 5 Abs. 3 GebS)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 3f Bestattungsgebührenordnung (Reihengrab für 1 Urne im Baumbestattungsfeld gem. § 13b Abs. 3 FO)
⛏️ Beisetzung / Aushub
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
1.154,00 €*
Einmalgebühr je Beisetzung (1 Person)
* Bedingung: Inkl. Bestattungsaufsicht u. Herstellen des Grabes; Sa/So/Feiertage +25%
🧮 Sarg: 1.154 € · Urne: 676 €
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 1a und Nr. 1e Bestattungsgebührenordnung
🕯️ Trauerhalle / Kapelle
🟢 Einmalbetrag laut Satzung
490,00 €*
Einmalgebühr je Nutzung
* Bedingung: Sa/So/Feiertage +25% (§ 5 Abs. 2 GebS)
📄 § 5 Abs. 1 Nr. 2b Bestattungsgebührenordnung

🏛️ Friedhofssatzung & Gebührentarife im Volltext

⚖️ 1. Friedhofsgebührensatzung Stand: 15.12.2025, gültig ab 01.01.2026 Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

​‌​‌​​‌‌​‌​​​‌‌‌​‌​​‌‌​‌​​‌​‌‌​‌​​‌‌​​​​​​‌‌‌​​​​​‌‌​​​‌​​‌‌​​​‌​​‌‌​‌‌​​​‌‌​​​​​​‌‌​​​‌​​‌‌​‌​‌ Bestattungsgebührenordnung der Gemeinde Denkendorf vom 15.12.2025 (gültig ab 01.01.2026)

Gemeinde Denkendorf

  • Kreis Esslingen -

Satzung über die Erhebung

von Gebühren im Bestattungswesen

  • Bestattungsgebührenordnung -

Aufgrund § 4 der Gemeindeordnung in Verbindung mit § 11 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg und der §§ 2, 11 und 13 des Kommunalabgabengesetzes für Baden-Württemberg in der jeweils gültigen Fassung hat der Gemeinderat der Gemeinde Denkendorf am 15.12.2025 folgende Satzung über die Erhebung von Gebühren im Bestattungswesen - Bestattungsgebührenordnung - beschlossen:

§ 1

Erhebungsgrundsatz

(1) Für die Benutzung der gemeindlichen Bestattungseinrichtungen und für Amtshandlungen auf dem Gebiet des Leichen- und Bestattungswesens werden Gebühren nach den folgenden Bestimmungen erhoben.

§ 2

Gebührenschuldner

(1) Zur Zahlung der Verwaltungsgebühren ist verpflichtet

  1. 1. wer die Amtshandlung veranlasst oder in wessen Interesse sie vorgenommen wird;
  2. 2. wer die Gebührenschuld der Gemeinde gegenüber durch schriftliche Erklärung übernommen hat oder für die Gebührenschuld eines anderen kraft Gesetzes haftet. (2) Zur Zahlung der Benutzungsgebühr ist verpflichtet
  3. 1. wer die Benutzung der Bestattungseinrichtung beantragt;
  4. 2. die bestattungspflichtigen Angehörigen der verstorbenen Person (Ehegatte oder Ehegattin, Lebenspartner oder Lebenspartnerin, volljährige Kinder, Eltern, Großeltern, volljährige Geschwister und Enkelkinder).
  5. 3. wer die Bestattungskosten zu tragen hat (1968 BGB). (3) Mehrere Gebührenschuldner haften als Gesamtschuldner.

§ 3

Entstehung und Fälligkeit der Gebühren

(1) Die Gebührenschuld entsteht

  1. 1. bei Verwaltungsgebühren mit der Beendigung der Amtshandlung,
  2. 2. bei Benutzungsgebühren mit der Inanspruchnahme der Bestattungseinrichtung und bei Grabnutzungsgebühren mit der Verleihung des Nutzungsrechts. (2) Die Verwaltungsgebühren werden mit der Bekanntgabe der Gebührenfestsetzung an den Gebührenschuldner, die Grabnutzungsgebühren für Wahlgräber mit der Aushändigung der Urkunde über die Verleihung des Nutzungsrechtes und die übrigen Benutzungsgebühren einen Monat nach Bekanntgabe der Gebührenfestsetzung fällig.

§ 4

Verwaltungsgebühren

(1) Die Verwaltungsgebühren betragen

  1. 1. für die Zustimmung zur Aufstellung und Veränderung eines Grabmales 40,00 €
  2. 2. für die Genehmigung zur Ausgrabung von
    • a) Leichen und Gebeinen 140,00 €
    • b) Urnen 70,00 €
3. Zulassung von gewerblichen Tätigkeiten auf Friedhof
3.1 Einzelzulassung40,00 €
3.2 Befristete Zulassung bis zu 5 Jahre110,00 €
3.3 Einzelzulassung für Verfügungs- oder Nutzungsberechtigte40,00 €
4. für die Umsetzung von besonderen Maßnahmen nach dem Infektionsschutzkonzept bzw. Verordnungen des Landes
4.1 Kontaktdatenerhebung114,00 €
4.2 Besondere Hygienemaßnahmen128,00 €
4.3 Sonstigesnach Aufwand

(2) Ergänzend findet die Satzung über die Erhebung von Verwaltungsgebühren

  • Verwaltungsgebührenordnung - in der jeweiligen Fassung entsprechend Anwendung.

§ 5

Benutzungsgebühren

(1) Es werden erhoben:

1. Gebühren für die Bestattung von

a) Personen im Alter von mehr als 10 Jahren (Reihengr.; ZweitBl. Wahlgr.; Rasenreihengr.)1.154,00 €
b) Personen im Alter von mehr als 10 Jahren (ErstBl. Wahlgrab)1.296,00 €
c) Personen im Alter bis zu 10 Jahren460,00 €
d) Sternenkinder (Tot-, Fehlgeburten und Ungeborene sowie Kinder bis zum vollendeten 1.Lebensjahr)284,00 €
e) Urnen in einem Erdgrab und Urnengemeinschaftsfeld676,00 €
f) Urnen in einer Urnennische im Kolumbarium523,00 €
g) Urnen im Baumbestattungsfeld Diese Gebühren beinhalten die Bestattungsaufsicht und das Herstellen des Grabes.581,00 €
h) Bestattungsaufsicht bei Trauerfeiern mit Sarg bei separater Urnenbeisetzung269,00 €

2. Gebühren für die Benutzung von Einrichtungen

a) Leichenhalle/Leichenzelle370,00 €
b) Aussegnungshalle/Friedhofskirche490,00 €
c) Reinigung der öffentlichen Toiletten bei Trauerfeiern außerhalb der Aussegnungshalle oder am Grab92,00 €

3. Gebühren für die Überlassung eines Reihengrabes für

a) Personen im Alter von mehr als 10 Jahren3.268,00 €
b) Personen im Alter bis 10 Jahren sowie Tot-, Fehlgeburten und Ungeborene700,00 €
c) Sternenkinder (Tot-, Fehlgeburten und Ungeborene sowie Kinder bis zum vollendeten 1. Lebensjahr)265,00 €
d) Urnen in einem Erdgrab2.000,00 €
e) Urnen in einer Urnennische im Kolumbarium1.780,00 €
f) Urnen im Baumbestattungsfeld1.900,00 €
g) Urnen im Gemeinschaftsfeld948,00 €
h) Personen im Alter von mehr als 10 Jahren im Rasengrabfeld6.833,00 €

4. Gebühren für die Verleihung eines besonderen Nutzungsrechtes (Wahlgrab)

a) an einem einstellig doppelt tiefen Grab6.536,00 €
b) an einem Einzelgrab4.403,00 €

c) an einem Urnengrab in Erdgrabfeld 4.000,00 €

d) an einer Urnennische im Kolumbarium 3.560,00 €

e) an einem Urnengrab im Baumbestattungsfeld 3.800,00 €

5. Gebühren für die Verlängerung eines besonderen Nutzungsrechtes (pro Jahr)

a) an einem Wahlgrab 220,00 €

b) an einem Urnenwahlgrab in Erdgrabfeld 190,00 €

c) an einer Urnennische im Kolumbarium 117,00 €

d) an einem Urnengrab im Baumbestattungsfeld 117,00 €

e) an einem Kindergrab 90,00 €

f) Umwandlung eines Urnenreihengrabes im Kolumbarium vor Ablauf der Nutzungszeit in ein Urnenwahlgrab im Kolumbarium: Die Gebühr hierfür ergibt sich aus der Differenz zwischen der bereits bezahlten Gebühr für das Urnenreihengrab im Kolumbarium und den aktuell geltenden Kosten für das Urnenwahlgrab im Kolumbarium zuzüglich der Verlängerungsgebühren gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 5c.

g) Umwandlung eines Urnenreihengrabes im Erdgrabfeld vor Ablauf der Nutzungszeit in ein Urnenwahlgrab im Erdgrabfeld: Die Gebühr hierfür ergibt sich aus der Differenz zwischen der bereits bezahlten Gebühr für das Urnenreihengrab und den aktuell geltenden Kosten für das Urnenwahlgrab zuzüglich der Verlängerungsgebühren gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 5b.

h) Umwandlung eines Urnenreihengrabes im Baumbestattungsfeld vor Ablauf der Nutzungszeit in ein Urnenwahlgrab im Baumbestattungsfeld: Die Gebühr hierfür ergibt sich aus der Differenz zwischen der bereits bezahlten Gebühr für das Urnenreihengrab und den aktuell geltenden Kosten für das Urnenwahlgrab zuzüglich der Verlängerungsgebühren gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 5d.

6. Gebühren für sonstige Leistungen, welche da sind:

a) Umbettung von Leichen, Gebeinen oder Urnen sowie Bestattungen von Leichenteilen je Stunde und Hilfskraft 91,00 €

b) Umbettungsnebenkosten (Kosten für hygienische Maßnahmen) je nach Aufwand

c) Kompressorarbeiten je Stunde und Hilfskraft 91,00 €

d) Transport der Blumenspenden zum Grab 83,00 €

e) Beschriftung einer Gedenkplatte am Urnengemeinschafts- oder Rasengrabfeld je nach Aufwand.

f) Anbringung und Entfernung einer beschrifteten Gedenkplatte am Urnengemeinschafts- oder Rasengrabfeld 84,00 €

(2) Bei Bestattungen an Samstagnachmittagen, Sonn- und Feiertagen erhöhen sich die Gebühren nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 um 25 %.

(3) Bei Auswärtigen erhöhen sich die Gebühren nach Absatz 1 Nr. 3 und 4 um 100 %.

  1. 1. Als Auswärtiger gilt nicht,

a) wer zum Zeitpunkt des Todes zu dem in § 1 Abs. 1 Satz 2 der Friedhofsordnung bestimmten Personenkreis gehört,

b) wer seine Wohnung in Denkendorf wegen der Aufnahme in ein auswärtiges Altenheim oder eine ähnliche Einrichtung aufgegeben hat,

c) wer früher in Denkendorf gewohnt und in dieser Zeit ein Grabnutzungsrecht erworben hat, wenn er in diesem Grab bestattet wird.

  1. 2. Ein reduzierter Auswärtigenzuschlag von 50 % wird erhoben, wenn eine Person mindestens 20 Jahre in der Gemeinde Denkendorf ununterbrochen gewohnt hat, aus irgendwelchen Gründen weggezogen ist und dieser Umzug max. 4 Monate bis zum Zeitpunkt des Todes zurückliegt.

(4) Bei gleichzeitiger Bestattung mehrerer Familienangehörigen in einem Grab wird für die erste Bestattung die volle Gebühr und für jede weitere Bestattung 50% der Gebühren nach Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2a erhoben.

§ 6 In-Kraft-Treten

(1) Die Satzung tritt am 01.01.2026 in Kraft.

(2) Zum gleichen Zeitpunkt tritt die vom Gemeinderat am 12.12.2022 beschlossene Satzung über die Erhebung der Gebühren im Bestattungswesen außer Kraft.

Hinweis nach § 4 Abs. 4 GemO

Eine etwaige Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg (GemO) oder von aufgrund der GemO beim Zustandekommen dieser Satzung wird nach § 4 Abs. 4 GemO unbeachtlich, wenn sie nicht schriftlich oder elektronisch innerhalb eines Jahres seit der Bekanntmachung dieser Satzung gegenüber der Gemeinde geltend gemacht worden ist; der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist zu bezeichnen. Dies gilt nicht, wenn die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung oder die Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind. Die Satzung wird hiermit öffentlich bekanntgegeben.

73770 Denkendorf, den 18.12.2025

gez.

Bürgermeister

📜 2. Friedhofssatzung Stand: 15.12.2025 (Friedhofsordnung) Volltext anzeigen ▼

Hinweis: Der folgende Text wurde maschinell aus dem Originaldokument ausgelesen (Rohtext). Formatierungsabweichungen vom Original sind möglich. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich die amtlich verkündete Satzung (Originaldokument bzw. amtliche Fundstelle) – nicht diese Textwiedergabe.

Friedhofsordnung der Gemeinde Denkendorf vom 15.12.2025

Gemeinde Denkendorf -Kreis Esslingen-

Friedhofsordnung

Aufgrund § 4 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg in Verbindung mit § §§ 12 Abs. 2, 13 Abs. 1, 15 Abs. 1, 39 Abs. 2 und 49 Abs. 3 Nr. 2 des Bestattungsgesetzes, in der jeweils gültigen Fassung, hat der Gemeinderat der Gemeinde Denkendorf am 15.12.2025 folgende Friedhofsordnung als Satzung beschlossen:

I. Allgemeine Vorschriften

§ 1 – Widmung

(1) Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung der Gemeinde. Er dient der Bestattung verstorbener Gemeindeeinwohner und der in der Gemeinde verstorbenen oder tot aufgefundenen Personen ohne Wohnsitz oder mit unbekanntem Wohnsitz. Außerdem dürfen auf dem Friedhof Verstorbe-ne bestattet werden, für die ein Wahlgrab nach § 12 zur Verfügung steht. Der Friedhof dient auch der Bestattung von Totgeburten, Fehlgeburten und Ungeborenen, falls ein Elternteil Einwoh-ner der Gemeinde ist. In besonderen Fällen kann die Gemeinde die Bestattung anderer Verstorbener zulassen.

(2) Soweit nichts anderes bestimmt ist, gelten die Vorschriften über die Bestattung auch für die Beisetzung von Aschen.

II. Ordnungsvorschriften

§ 2 – Öffnungszeiten

(1) Der Friedhof darf nur während der bekanntgegebenen Öffnungszeiten betreten werden.

(2) Die Gemeinde kann das Betreten des Friedhofes oder einzelner Friedhofsteile aus besonderem Anlass vorübergehend untersagen.

§ 3 – Verhalten auf dem Friedhof

(1) Jeder hat sich auf dem Friedhof der Würde des Ortes entsprechend zu verhalten. Die Anordnungen des Friedhofspersonals sind zu befolgen.

(2) Auf dem Friedhof ist insbesondere nicht gestattet:

a) die Wege mit Fahrzeugen aller Art zu befahren, ausgenommen Kinderwagen und Rollstühlen sowie Fahrzeugen der Gemeinde und der für den Friedhof zugelassenen Gewerbetreiben-den;

b) während einer Bestattung oder einer Gedenkfeier in der Nähe Arbeiten auszuführen;

c) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädigen sowie Rasenflächen und Grabstätten unberechtigterweise zu betreten; d) Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde;

e) Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern;

f) Waren und gewerbliche Dienste anzubieten;

g) Druckschriften zu verteilen.

Ausnahmen können zugelassen werden, soweit sie mit dem Zweck des Friedhofs und der Ord-nung auf ihm zu vereinbaren sind.

(3) Totengedenkfeiern auf dem Friedhof bedürfen der Zustimmung der Gemeinde. Sie sind spätestens 4 Tage vorher anzumelden.

§ 4 – Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof

(1) Bildhauer, Steinmetze, Gärtner und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für die Tätig-keit auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch die Gemeinde. Sie kann den Umfang der Tätigkeiten festlegen.

(2) Zugelassen werden nur solche Gewerbetreibende, die fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig sind. Die Gemeinde kann für die Prüfung der Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit geeignete Nachweise verlangen, insbesondere dass die Vorausset-zungen für die Ausübung der Tätigkeit nach dem Handwerksrecht erfüllt werden. Die Zulassung erfolgt durch Ausstellung eines Berechtigungsscheins; dieser ist den aufsichts-berechtigten Personen der Gemeinde auf Verlangen vorzuzeigen. Die Zulassung wird auf maximal 5 Jahre befristet.

(3) Die Gewerbetreibenden und ihre Beauftragten haben die Friedhofsordnung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten.

(4) Die Gewerbetreibenden dürfen die Friedhofswege nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit und nur mit geeigneten Fahrzeugen befahren. Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof nur vorübergehend oder nur an den dafür bestimmten Stellen gelagert werden. Bei Beendigung der Arbeit sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in den früheren Zustand zu bringen.

(5) Gewerbetreibenden, die gegen die Vorschriften der Absätze 3 und 4 verstoßen, oder bei denen die Voraussetzungen des Abs. 2 ganz oder teilweise nicht mehr gegeben sind, kann die Gemeinde die Zulassung auf Zeit oder Dauer zurücknehmen oder wider-rufen.

(6) Das Verfahren nach Abs. 1 und 2 kann über einen Einheitlichen Ansprechpartner im Sinne des Gesetzes über Einheitliche Ansprechpartner für das Land Baden-Württemberg abgewickelt werden. § 42a und §§ 71a bis 71e des Landesverwaltungsverfahrensgeset-zes in der jeweils geltenden Fassung finden Anwendung.

III. Bestattungsvorschriften

§ 5 – Allgemeines

(1) Bestattungen sind unverzüglich nach Eintritt des Todes bei der Gemeinde anzumelden. Wird eine Bestattung in einer früher erworbenen Wahlgrabstätte beantragt, so ist auf Verlangen der Gemeinde das Nutzungsrecht nachzuweisen.

(2) Ort und Zeit der Bestattung werden von der Gemeinde festgesetzt. Wünsche der Hinterbliebe-nen und der Geistlichen werden nach Möglichkeit berücksichtigt.

(3) An Samstagen, Sonntagen und Feiertagen werden keine Bestattungen und Beisetzungen vorge-nommen. Die Gemeinde kann Ausnahmen zulassen.

§ 6 – Särge

(1) Die Särge für Kindergräber (§ 11 Abs. 2 Nr. a) dürfen höchstens 1,50 m lang, 0,50 m hoch und im Mittelmaß 0,50 m breit sein. Die Särge für Sternenkindergräber (§ 14b) dürfen höchstens 0,80 m lang, 0,50 m hoch und im Mittelmaß 0,50 m breit sein. Die übrigen Särge dürfen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m breit sein. Sind in besonderen Fällen größere Särge erforderlich, so ist die Zustimmung der Gemeinde ein-zuholen.

§ 7 – Ausheben der Gräber

(1) Die Gemeinde lässt die Gräber ausheben und zufüllen.

(2) Die Maße der Gräber werden wie folgt festgesetzt:

a) Einfachgräber Länge 2,40 m Breite 1,00 m Tiefe 1,80 m

b) Wahlgräber (einstellig doppelt tiefe Gräber) Länge 2,40 m Breite 1,00 m Tiefe 2,20 m

c) Kindergräber Länge 1,50 m Breite 0,75 m Tiefe 1,50 m

d) Sternenkindergräber Länge 0,80 m Breite 0,75 m Tiefe 1,50 m

e) Urnengräber Länge 1,00 m Breite 1,00 m Tiefe 1,00 m

f) Urnengräber im Gemeinschaftsfeld Länge 0,50 m Breite 0,50 m Tiefe 1,00 m

§ 8 – Ruhezeit

Die Ruhezeit der Verstorbenen beträgt 25 Jahre. Bei Aschen, Kindern die vor Vollendung des 10. Lebensjahr verstorben sind, Fehlgeburten, Totgeburten und Ungeborenen beträgt die Ruhezeit 15 Jahre.

§ 9 – Umbettungen

(1) Umbettungen von Verstorbenen und Aschen bedürfen, unbeschadet sonstiger gesetzlicher Vor-schriften, der vorherigen Zustimmung der Gemeinde. Bei Umbettungen von Verstorbenen wird die Zustimmung nur bei Vorliegen eines wichtigen Grundes, in den ersten fünf Jahren der Ruhezeit nur bei Vorliegen eines dringenden öffentlichen Interesses oder eines besonderen Härtefalls erteilt. Umbettungen innerhalb der Gemeinde sind nicht zulässig. Die Gemeinde kann Ausnah-men zulassen.

(2) Nach Ablauf der Ruhezeit aufgefundene Gebeine (Überreste von Verstorbenen) und Urnen mit Aschen Verstorbener dürfen nur mit vorheriger Zustimmung der Gemeinde in belegte Grabstätten umgebettet werden.

(3) Umbettungen erfolgen nur auf Antrag. Antragsberechtigt ist bei Umbettungen aus einem Reihen-grab oder einem Urnenreihengrab der Verfügungsberechtigte, bei Umbettungen aus einem Wahl-grab oder einem Urnenwahlgrab der Nutzungsberechtigte. Umbettungen aus Urnengemein-schaftsfeldern, dem Sternenkindergrabfeld und dem Rasengrabfeld sind nicht zulässig.

(4) In den Fällen des § 21 Abs. 1 Satz 3 und bei Entziehung von Nutzungsrechten nach § 21 Abs. 1 Satz 4 können aufgefundene Gebeine (Überreste von Verstorbenen) und Urnen mit Aschen Verstorbener, deren Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, von Amts wegen in ein Reihengrab oder ein Urnengrab umgebettet werden. Im Übrigen ist die Gemeinde bei Vorliegen eines zwin-genden öffentlichen Interesses berechtigt, Umbettungen vorzunehmen.

(5) Die Umbettung lässt die Gemeinde durchführen. Sie bestimmt den Zeitpunkt der Umbettung.

(6) Die Kosten der Umbettung und den Ersatz von Schäden, die an benachbarten Grabstätten und an Anlagen durch eine Umbettung entstehen, haben die Antragsteller zu tragen.

(7) Der Ablauf der Ruhezeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen oder gehemmt.

(8) Wird ein Wahlgrab durch eine Umbettung frei, so erlischt das Nutzungsrecht.

IV. Grabstätten

§ 10 – Allgemeines

(1) Die Grabstätten sind im Eigentum des Friedhofträgers. An ihnen können Rechte nur nach dieser Satzung erworben werden.

(2) Auf dem Friedhof werden folgende Arten von Grabstätten zur Verfügung gestellt:

a) Reihengräber (in der Regel Einfachgräber) - vgl. § 11

b) Wahlgräber (in der Regel Doppelgräber) - vgl. § 12

c) Kindergräber - vgl. § 11 Abs. 2

d) Sternenkindergräber – vgl. § 14 b e) Urnenreihen- und Urnenwahlgräber - vgl. § 13

f) Urnenreihen- und Urnenwahlgräber in Urnenwänden – vgl. § 13 a

g) Urnenreihen- und Urnenwahlgräber im Baumbestattungsfeld – vgl. §13 b

h) Urnengräber in einem Gemeinschaftsfeld – vgl. § 14

i) Sarggräber in einem Rasengrabfeld – vgl. § 14 a

(3) Ein Anspruch auf Überlassung einer Grabstätte in bestimmter Lage sowie auf die Unveränder-lichkeit der Umgebung besteht nicht.

(4) Grüfte und Grabgebäude sind nicht zugelassen.

(5) Verfügungsberechtigter bei Reihengräber ist in nachstehender Reihenfolge:

a) die Ehegattin oder der Ehegatte, die Lebenspartnerin oder der Lebenspartner

b) die Kinder

c) die Eltern

d) die Großeltern

e) die Geschwister

f) die Enkelkinder der verstorbenen Person

g) auf die nicht unter a) - f) fallenden Erben.

h) wer sich dazu verpflichtet hat,

i) der Inhaber der tatsächlichen Gewalt.

(6) Bei Wahlgräbern wird das Nutzungsrecht durch Verleihung begründet. Ein Anspruch auf Verlei-hung oder erneute Verleihung von Nutzungsrechten besteht nicht. Nutzungsberechtigter ist die durch die Verleihung bestimmte Person. Wird keine Regelung getroffen, so geht das Nutzungs-recht in nachstehender Reihenfolge auf die Angehörigen über

a) auf die Ehegattin oder den Ehegatten, die Lebenspartnerin oder den Lebenspartner

b) auf die Kinder

c) auf die Eltern

d) auf die Großeltern

e) auf die Geschwister

f) auf die Enkelkinder der verstorbenen Personen

g) auf die nicht unter a) - f) fallenden Erben.

h) wer sich dazu verpflichtet hat,

i) der Inhaber der tatsächlichen Gewalt.

(7) Kommen innerhalb der einzelnen Gruppen des Abs. 5 b-g oder Abs. 6 b-g mehrere Verfügungs-berechtigte bzw. Nutzungsberechtigte in Betracht, so wird ein Nutzungsberechtigter festgelegt. Das gleiche gilt beim Tod eines Verfügungs-/Nutzungsberechtigten, auf den das Verfügungs-/Nutzungsrecht früher übergegangen war. Dieser soll für den Fall seines Ablebens seinen Nach folger bestimmen. Dieser ist aus dem genannten Personenkreis a-g zu benennen. Wird keine Regelung getroffen, so geht das Verfügungs-/Nutzungsrecht in der Reihenfolge a-g auf die Angehörigen des verstorbenen Verfügungs-/Nutzungsberechtigten über.

Ist der Verfügungs-/Nutzungsberechtigte an der Wahrung seines Verfügungs-/Nutzungsrechts verhindert, oder übt er dieses nicht aus, so tritt derjenige an seine Stelle, der der Nächste in der Reihenfolge nach a-g an seiner Stelle wäre.

Das Verfügungs-/Nutzungsrecht kann mit der Zustimmung der Gemeinde auf eine der in a-i genannten Personen übertragen werden.

(8) Verfügungsberechtigter beim Urnengemeinschafts- und Rasengrabfeld ist in nachstehender Reihenfolge: a) wer für die Bestattung sorgen muss (§ 31 Abs. 1 Bestattungsgesetz),

b) wer sich verpflichtet hat

c) der Inhaber der tatsächlichen Gewalt Bei anonymen Bestattungen wird eine Nutzungs- oder Verfügungsberechtigung nicht festge-setzt.

§ 11 – Reihengräber

(1) Reihengräber sind Grabstätten für Erdbestattungen, für die Bestattung von Fehlgeburten und Ungeborenen, die der Reihe nach belegt und im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zugeteilt werden. Eine Verlängerung der Ruhezeit ist nicht möglich.

(2) Auf dem Friedhof werden hinsichtlich der Erdbestattungen ausgewiesen:

a) Reihengrabfelder für Verstorbene bis zum vollendeten 10. Lebensjahr

b) Reihengrabfelder für Verstorbene vom vollendeten 10. Lebensjahr ab.

(3) In jedem Reihengrab wird nur ein Verstorbener beigesetzt. Die Gemeinde kann Ausnahmen zulassen.

(4) Ein Reihengrab kann auch nach Ablauf der Ruhezeit nicht in ein Wahlgrab umgewandelt wer-den.

(5) Das Abräumen von Reihengrabfeldern oder Teilen von ihnen nach Ablauf der Ruhezeiten wird drei Monate vorher ortsüblich oder durch Hinweise auf dem betreffenden Grabfeld bekanntge-ben.

(6) Eine Verlängerung der Nutzungszeit um 10 Jahre für Reihengräber für Verstorbene bis zum vollendeten 10. Lebensjahr ist auf Antrag ausnahmsweise möglich.

§ 12 – Wahlgräber

(1) Wahlgräber sind Grabstätten für Erdbestattungen, für die Bestattung von Fehlgeburten und Ungeborenen, an denen ein öffentlich-rechtliches Nutzungsrecht verliehen wird und die der Reihe nach belegt werden.

(2) Nutzungsrechte an Wahlgräbern werden auf Antrag bei Erdbestattungen bei der Erstbelegung auf die Dauer von 30 Jahren (Nutzungszeit), bei der Zweitbelegung auf die Dauer 25 Jahren verliehen. Sie können nur anlässlich eines Todesfalls verliehen werden. Die erneute Verleihung (Verlängerung) eines Nutzungsrechts ist nur auf Antrag möglich.

(3) Das Nutzungsrecht entsteht mit der Ausstellung der Grabnutzungsurkunde und Zahlung der Grabnutzungsgebühr. Auf Wahlgräber, bei denen die Grabnutzungsgebühr für das Nutzungs-recht nicht bezahlt ist, sind die Vorschriften über Reihengräber entsprechend anzuwenden.

(4) Wahlgräber bei Erdbestattungen sind einstellig doppelt tiefe Gräber. In einem einstellig doppelt tiefen Grab sind bei gleichzeitig laufenden Ruhezeiten nur zwei Bestattungen übereinander zulässig oder eine Bestattung und zwei Aschebeisetzungen. Die zweite Asche ist jedoch spätes-tens im 35. Nutzungsjahr beizusetzen.

(5) Ein einstellig einfach tiefes Wahlgrab (Einzelwahlgrab für die Bestattung eines Sarges und einer Urne) kann grundsätzlich nur auf die Dauer einer Nutzungszeit von 30 Jahren erworben werden. Innerhalb der ersten 15 Jahre ist eine Urnenbeisetzung in diesem Grab möglich. Eine Urnenbei-setzung zwischen dem 16. und 30. Nutzungsjahr ist ausnahmsweise dann möglich, wenn es sich beim Nutzungsberechtigten um den Ehegatten des Verstorbenen oder um einen Verwandten 1. Grades in auf- oder absteigender Linie handelt.

(6) Eine gebührenpflichtige Verlängerung der Nutzungszeit um 5 Jahre ist nur ausnahmsweise dann möglich, wenn während der Dauer dieses Nutzungsrechtes ein Verwandter 1. Grades in auf-oder absteigender Linie oder der Ehegatte darin bestattet werden soll.

Während der Nutzungszeit darf eine Bestattung nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die Nut-zungszeit nicht übersteigt oder ein Nutzungsrecht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit erneut verliehen worden ist.

(7) Der Nutzungsberechtigte hat im Rahmen der Friedhofsordnung und der dazu ergangenen Rege-lungen das Recht, in der Wahlgrabstätte bestattet zu werden und über die Bestattung sowie über die Art der Gestaltung und Pflege der Grabstätte zu entscheiden. Verstorbene, die nicht zu dem Personenkreis in § 10 Abs. 6 a-g gehören, dürfen in der Grabstätte nicht bestattet werden. Die Gemeinde kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes Ausnahmen zulassen.

(8) Mehrkosten, die der Gemeinde beim Ausheben des Grabes zu einer weiteren Bestattung durch die Entfernung von Grabmalen, Fundamenten und sonstigen Grabausstattungen entstehen, hat der Nutzungsberechtigte zu erstatten, falls er nicht selbst rechtzeitig für die Beseitigung dieser Gegenstände sorgt.

(9) Das Nutzungsrecht kann jederzeit nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden.

§ 13 – Urnenreihen- und Urnenwahlgräber

(1) Urnenreihen- und Urnenwahlgräber sind Aschengrabstätten als Urnenstätten in Erdgrabfeldern, die ausschließlich der Beisetzung von Aschen Verstorbener dienen. Diese Gräber werden der Reihe nach belegt.

(2) In einem Urnenreihengrab kann nur eine Asche beigesetzt werden.

(3) Ein Urnenreihengrab wird im Todesfall für die Dauer der Ruhezeit zugeteilt. Eine Verlängerung der Ruhezeit ist nicht möglich. Vor Ablauf der Ruhezeit eines Urnenreihengrabs kann aber in Ausnahmefällen auf Antrag die Umwandlung dieses Urnenreihengrabes in ein Urnenwahlgrab zugelassen werden, wenn es sich bei dem zu Bestattenden um den Ehegatten oder einen Ver-wandten 1. Grades in auf- oder absteigender Linie handelt. Die Gemeinde kann Ausnahmen zulassen.

(4) Das Abräumen von Urnenreihengrabfeldern oder Teilen von ihnen nach Ablauf der Ruhezeiten wird drei Monate vorher ortsüblich oder durch Hinweise auf dem betreffenden Grabfeld bekannt-geben.

(5) Urnenwahlgräber sind Grabstätten für die Beisetzung von bis zu drei Aschen, an denen ein öffentlich-rechtliches Nutzungsrecht verliehen wird. Das Nutzungsrecht wird durch Verleihung begründet.

(6) Nutzungsrechte an Urnenwahlgräbern werden auf Antrag bei der Beisetzung von Aschen bei der Erstbelegung auf die Dauer von 20 Jahren, bei der Zweitbelegung auf die Dauer von 15 Jahren verliehen. Sie können nur anlässlich eines Todesfalls verliehen werden. Die erneute Verleihung (Verlängerung) eines Nutzungsrechts ist nur auf Antrag möglich. (7) Das Nutzungsrecht entsteht mit der Ausstellung der Grabnutzungsurkunde und Zahlung der Grabnutzungsgebühr. Auf Urnenerdwahlgräber, bei denen die Grabnutzungsgebühr für das Nutzungsrecht nicht bezahlt ist, sind die Vorschriften über Reihengräber entsprechend anzuwenden.

(8) Eine gebührenpflichtige Verlängerung der Nutzungszeit um 5 Jahre ist nur ausnahmsweise dann möglich, wenn während der Dauer dieses Nutzungsrechtes ein Verwandter 1. Grades in auf-oder absteigender Linie oder der Ehegatte darin bestattet werden soll. Während der Nutzungszeit darf eine Bestattung nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die Nut-zungszeit nicht übersteigt oder ein Nutzungsrecht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der Ruhezeit erneut verliehen worden ist.

(9) Der Nutzungsberechtigte hat im Rahmen der Friedhofsordnung und der dazu ergangenen Rege-lungen das Recht, in der Wahlgrabstätte bestattet zu werden und über die Bestattung sowie über die Art der Gestaltung und Pflege der Grabstätte zu entscheiden. Verstorbene, die nicht zu dem Personenkreis in § 10 Abs. 6 a-g gehören, dürfen in der Grabstätte nicht bestattet werden. Die Gemeinde kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes Ausnahmen zulassen.

(10) Mehrkosten, die der Gemeinde beim Ausheben des Grabes zu einer weiteren Bestattung durch die Entfernung von Grabmalen, Fundamenten und sonstigen Grabausstattungen entstehen, hat der Nutzungsberechtigte zu erstatten, falls er nicht selbst rechtzeitig für die Beseitigung dieser Gegenstände sorgt.

(11) Das Nutzungsrecht kann jederzeit nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden.

(12) Urnen aus Materialien, die während der Ruhezeit nicht verrotten, sind nicht zugelassen. Dies gilt auch für sog. Überurnen bzw. Schmuckurnen.

§ 13 a

Urnenreihen- und Urnenwahlgräber in Urnenwänden

(1) In den Urnenwänden werden Nischen als Grabstätte für die Beisetzung von Aschen zur Verfü-gung gestellt. Die Laufzeit dieser Gräber beträgt 15 Jahre. Diese Gräber werden der Reihe nach belegt.

(2) Auf dem Friedhof werden zwei Arten von Grabstätten in Urnenwänden ausgewiesen:

a) Reihengrab für Urne in Urnenwand

b) Wahlgrab für Urnen in Urnenwand

(3) In einem Reihengrab für Urnen in Urnenwand wird nur eine Asche beigesetzt. In einem Wahlgrab für Urnen in der Urnenwand können bis zu 2 Urnen beigesetzt werden.

(4) Eine Verlängerung der Nutzungszeit bei Reihengräbern für Urnen in der Urnenwand ist nicht möglich. Vor Ablauf der Nutzungszeit eines Reihengrabes für Urnen in der Urnenwand kann aber in Ausnahmefällen auf Antrag die Umwandlung dieses Reihengrabes in ein Wahlgrab für Urnen in der Urnenwand zugelassen werden, wenn es sich bei dem zu Bestattenden um den Ehegatten oder einen Verwandten 1. Grades in auf- oder absteigender Linie handelt. Die Ge-meinde kann Ausnahmen zulassen.

(5) Bei einem Wahlgrab für Urnen in der Urnenwand ist eine Verlängerung der Nutzungszeit um 5 Jahre ausnahmsweise dann möglich, wenn während der Dauer dieses Nutzungsrechtes der Ehegatte oder ein Verwandter 1. Grades in auf- oder absteigender Linie darin bestattet werden soll. (6) Das Nutzungsrecht entsteht mit der Ausstellung der Grabnutzungsurkunde und Zahlung der Grabnutzungsgebühr. Auf Wahlgräber in der Urnenwand, bei denen die Grabnutzungsgebühr für das Nutzungsrecht nicht bezahlt ist, sind die Vorschriften über Reihengräber entsprechend anzuwenden.

(7) Die Verschlussplatten der Urnenwand sind innerhalb eines Jahres nach der Beisetzung mit dem Namen des Verstorbenen, der Geburts- und Todesdaten zu beschriften. Die Beschriftung wird von den Verfügungs- oder Nutzungsberechtigten nach Abs. 2 oder dessen Vertreter durch einen Steinmetz veranlasst. Als Beschriftung dürfen nur aufgelegte Bronzebuchstaben bis zu einer Höhe von 50 mm verwen-det werden. Angemessene aufgelegte Verzierungen aus Bronze bis zu einer Größe von 250 x 120 mm sind zulässig. Die Schriftarten, Anzahl der Zeilen und die sonstige Gestaltung gibt die Ge-meinde vor. Sonstige Veränderungen an den Urnenplatten sind nicht zulässig, insbesondere das Anbringen von Grabschmuck, Symbolen oder sonstigen Verzierungen. Am Sockel der Urnenwand dürfen grundsätzlich Blumen abgelegt werden. Näheres hierzu regeln die Richtlinien der Friedhofsver-waltung.

§ 13 b

Urnenreihen- und Urnenwahlgräber in Baumbestattungsfeldern

(1) Die Baumbestattungsfelder bestehen aus gärtnerisch gestalteten Grabfeldern für die Beisetzung von Urnen, die der Reihe nach belegt werden. Die Wahl eines bestimmten Platzes ist nicht mög-lich.

(2) Auf dem Friedhof werden zwei Arten von Grabstätten in Baumbestattungsfeldern ausgewiesen:

a) Reihengrab für Urne in Baumbestattungsfeld

b) Wahlgrab für Urnen in Baumbestattungsfeld

(3) In einem Reihengrab für Urnen im Baumbestattungsfeld wird nur eine Asche beigesetzt. In einem Wahlgrab für Urnen im Baumbestattungsfeld können bis zu 2 Urnen beigesetzt werden.

(4) Eine Verlängerung der Nutzungszeit bei Reihengräbern für Urnen im Baumbestattungsfeld ist nicht möglich. Vor Ablauf der Nutzungszeit eines Reihengrabes für Urnen kann aber in Ausnah-mefällen auf Antrag die Umwandlung dieses Reihengrabes in ein Wahlgrab für Urnen im Baum-bestattungsfeld zugelassen werden, wenn es sich bei dem zu Bestattenden um den Ehegatten oder einen Verwandten 1.Grades in auf- oder absteigender Linie handelt. Die Gemeinde kann Ausnahmen zulassen.

(5) Bei einem Wahlgrab für Urnen im Baumbestattungsfeld ist eine Verlängerung der Nutzungszeit um 5 Jahre ausnahmsweise dann möglich, wenn während der Dauer dieses Nutzungsrechtes der Ehegatte oder ein Verwandter 1. Grades in auf- oder absteigender Linie darin bestattet werden soll.

(6) Das Nutzungsrecht entsteht mit der Ausstellung der Grabnutzungsurkunde und Zahlung der Grab-nutzungsgebühr. Auf Wahlgräber, bei denen die Grabnutzungsgebühr für das Nutzungsrecht nicht bezahlt ist, sind die Vorschriften über Reihengräber entsprechend anzuwenden.

(7) In den Baumbestattungsfeldern dürfen nur Urnen aus zersetzbaren Materialien beigesetzt wer-den. Dies gilt auch für sog. Überurnen bzw. Schmuckurnen.

(8) In Baumbestattungsfelder können keine Aschen anonym beigesetzt werden.

(9) Die liegenden Grabplatten (Abdeck- bzw. Verschlussplatten) des Baumbestattungsfeldes sind in-nerhalb eines Jahres nach der Beisetzung mit dem Namen des Verstorbenen, der Geburts- und Todesdaten zu beschriften. Die Beschriftung (Schriftart, Farbe, Größe, Anordnung, etc.) und mög-liche Verzierungen werden von den Verfügungs- oder Nutzungsberechtigten nach Abs. 2 oder dessen Vertreter durch einen Steinmetz veranlasst. Es bedarf der vorherigen schriftlichen Geneh-migung durch die Friedhofsverwaltung. Das Anbringen einer Beschriftung bzw. Verzierung ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Friedhofsverwaltung ist nicht gestattet.

Zulässig sind ausnahmslos: -vertieft genutet und getönte Schriften; -angemessene vertieft genutet und getönte Verzierungen bis zu einer Größe von 250x 120 mm

Sonstige Veränderungen an den Grabplatten sind nicht zulässig, insbesondere das Anbringen von Grabschmuck, Symbolen oder sonstigen Verzierungen.

(10) Das Abstellen von Blumenschmuck, Gestecken, Grablichtern, Dekofiguren u. ähnl. auf der Grab-platte ist nicht zulässig. Es besteht für die Angehörigen die Möglichkeit, auf der dafür vorgesehe-nen Granitplatte des Baumbestattungsfeldes folgende Gegenstände bzw. Blumen abzulegen:

a) Grablichter,

b) Schnittblumen in Vasen,

c) Kleinere Grabgestecke (Durchmesser max. 20 cm)

Verwelkte Blumen, abgebrannte Kerzen etc. sind unverzüglich zu entfernen. Kunstblumen und –pflanzen sind nicht zulässig. Es ist darauf zu achten, dass das Baumbestat-tungsfeld und dessen Umgebung in seiner Gestaltung der Würde des Ortes entsprechen. Nähe-res hierzu regeln die Richtlinien der Friedhofsverwaltung.

(11) Die Gemeinde übernimmt die Pflege und Unterhaltung der Baumbestattungsfelder und behält sich das Recht vor, jegliche abgestellten Gegenstände zu entfernen. Eine Aufbewahrungspflicht besteht nicht.

§ 14 – Urnengemeinschaftsfelder

(1) Die Urnengemeinschaftsfelder bestehen aus gärtnerisch gestalteten Grabfeldern für die Beiset-zung von Urnen, die der Reihe nach belegt werden. Die Wahl eines bestimmten Platzes ist nicht möglich.

(2) Die Laufzeit dieser Gräber beträgt 15 Jahre. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

(3) In den Urnengemeinschaftsfeldern dürfen nur Urnen aus zersetzbaren Materialien beigesetzt werden. Dies gilt auch für sog. Überurnen bzw. Schmuckurnen.

(4) Die Verfügungsberechtigten haben die Möglichkeit, den Namen des Verstorbenen auf einer Tafel des auf dem Urnengemeinschaftsfeld aufgestellten Gedenksteins anbringen zu lassen. Im Urnengemeinschaftsfeld können auch Aschen anonym beigesetzt werden.

(5) Die Beschriftung der Gedenksteintafel wird auf Antrag des Verfügungsberechtigten von der Gemeinde veranlasst und angebracht. Die Schriftart, Anzahl der Zeilen und die sonstige Gestal-tung gibt die Gemeinde vor.

(6) Die §§ 15 bis 21 dieser Satzung finden keine Anwendung. Eine Bepflanzung oder sonstige Kennzeichnung der Grabstätte ist nicht zulässig. Die Gemeinde behält sich das Recht vor, jegliche Kennzeichnung oder aufgestellte Gegenstände zu entfernen. Es besteht die Möglichkeit, auf der Granitplatte der Urnengemeinschaftsfelder Blumen abzulegen. Näheres hierzu regeln die Richtlinien der Friedhofsverwaltung.

(7) Die Gemeinde übernimmt die Pflege und Unterhaltung der Grabfelder.

§ 14 a

Rasengrabfeld

(1) Das Rasengrabfeld besteht aus einem gärtnerisch gestalteten einfachtiefen Reihengrabfeld für Sargbestattungen und wird der Reihe nach belegt. Die Wahl eines bestimmten Platzes ist nicht möglich.

(2) Die Laufzeit der Rasengräber beträgt 25 Jahre. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

(3) Die Verfügungsberechtigten haben die Möglichkeit, den Namen des Verstorbenen auf einer Tafel des auf dem Rasengrabfeld aufgestellten Gedenksteins anbringen zu lassen. Im Rasengrabfeld können Särge auch anonym beigesetzt werden.

(4) Die Beschriftung der Gedenksteintafel wird auf Antrag des Verfügungsberechtigten von der Gemeinde veranlasst und angebracht. Die Schriftart, Anzahl der Zeilen und die sonstige Gestal-tung gibt die Gemeinde vor.

(5) Die §§ 15 bis 21 dieser Satzung finden keine Anwendung. Eine Bepflanzung oder sonstige Kennzeichnung der Grabstätte ist nicht zulässig. Die Gemeinde behält sich das Recht vor, jegliche Kennzeichnung oder aufgestellte Gegenstände zu entfernen. Es besteht die Möglichkeit, auf der Granitplatte des Rasengrabfeldes Blumen abzulegen. Näheres hierzu regeln die Richtli-nien der Friedhofsverwaltung.

(6) Die Gemeinde übernimmt die Pflege und Unterhaltung des Grabfeldes.

§ 14 b

Sternenkindergrabfeld

(1) Das Sternenkindergrabfeld besteht aus einem gärtnerisch gestalteten einfachtiefen Reihengrab-feld für die Beisetzung von Urnen und Särgen, das der Reihe nach belegt wird. Die Wahl eines bestimmten Platzes ist nicht möglich. Im Sternenkindergrabfeld dürfen Tot-, Fehlgeburten und Ungeborene sowie Kinder bis zum vollendeten ersten Lebensjahr beigesetzt werden.

(2) Die Laufzeit dieser Gräber beträgt 15 Jahre. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

(3) Im Sternenkindergrabfeld dürfen nur Särge und Urnen aus zersetzbaren Materialien beigesetzt werden. Dies gilt auch für sog. Überurnen bzw. Schmuckurnen.

(4) Eine Beschriftung mit Namen, Geburts- oder Sterbedatum ist nicht möglich. Es können nur anonyme Beisetzungen stattfinden.

(5) Die §§ 15 bis 21 dieser Satzung finden keine Anwendung. Eine Bepflanzung oder sonstige Kennzeichnung der Grabstätte ist nicht zulässig. Die Gemeinde behält sich das Recht vor, jegliche Kennzeichnung oder aufgestellte Gegenstände zu entfernen. Eine Aufbewahrungspflicht besteht nicht. Es besteht die Möglichkeit, in dem Zierkiesring am äußeren Rand des Kreises fol-gende Gegenstände bzw. Blumen abzulegen:

a) Grablichter, b) Schnittblumen in Vasen,

c) kleinere Grabgestecke (Durchmesser max. 20 cm)

d) kleinere Kuscheltiere, Fähnchen, Engel, beschriftete Steine, oder ähnliches. Näheres hierzu regeln die Richtlinien der Friedhofsverwaltung.

(6) Verwelkte Blumen, abgebrannte Kerzen etc. sind unverzüglich zu entfernen. Kunstblumen und - pflanzen sind nicht zulässig.

(7) Die Gemeinde übernimmt die Pflege und Unterhaltung des Grabfeldes.

V. Grabmale und sonstige Grabausstattungen

§ 15 – Gestaltungsvorschriften

(1) Die Grabstätten müssen in ihrer Gestaltung und Bearbeitung der Würde des Ortes entsprechen.

(2) Nach Ablauf der Frist in § 16 Abs. 1 Satz 2 müssen Grabmale errichtet werden. Dies gilt auch für Verschlussplatten an Urnenwänden gemäß § 13 a Abs. 7 S. 1 und Grabplatten an Baumbestat-tungsfeldern gemäß §13 b Abs. 9. Ausnahmen kann die Gemeinde in begründeten Einzelfällen zulassen. In jedem Fall muss auf der Grabstätte erkenntlich sein, wer dort bestattet ist. Inschriften von Grabmalen auf Erdgräbern oder einer Verschlussplatte zur Urnenwand, sowie einer Grab-platte zum Baumbestattungsfeld, die auf eine Person hinweisen, welche nicht in der Grabstätte bestattet ist, werden nur in Einzelfällen und nur auf Antrag zugelassen. Werden nicht bestattete Personen auf dem Grabmal bzw. der Verschluss- oder Grabplatte aufgeführt, so ist dies durch einen Zusatz wie „Zum Gedenken an“ oder „In Erinnerung an“ zu kennzeichnen. Die Beschriftung „In Gedenken an…“ oder „In Erinnerung an…“ darf nur bei Ehepartnern, eingetragenen Lebens-partnerschaften oder bei Verwandten 1. Grades in auf- und absteigender Linie angebracht wer-den, die nicht in dieser Grabstätte bestattet sind, aber zum Gedenken auf dem Grabmal aufge-führt werden sollen.

Hierfür gelten folgende Regelungen:

a) zulässig ist auf einem Grabmal für ein Reihengrab oder ein Urnenerdreihengrab eine wei-tere Inschrift mit Zusatz, die auf eine nicht in dieser Grabstätte bestattete Person hinweist;

b) zulässig sind an einem Grabmal für ein Wahlgrab oder ein Urnenwahlgrab eine weitere In-schrift mit Zusatz, die auf eine nicht in dieser Grabstätte bestattete Person hinweist, sofern in der Grabstätte zwei und nicht drei Bestattungen erfolgt sind;

c) zulässig ist an einer Verschlussplatte für ein Reihengrab in der Urnenwand (Kolumbarium) oder an einer Grabplatte für ein Reihengrab im Baumbestattungsfeld eine weitere Inschrift mit Zusatz, die auf eine nicht in dieser Urnennische bzw. Baumbestattungsfeld bestattete Person hinweist,

d) an einer Verschlussplatte für ein Wahlgrab in der Urnenwand (Kolumbarium) oder an einer Grabplatte für ein Wahlgrab im Baumbestattungsfeld ist keine weitere Inschrift mit Zusatz, die auf eine nicht in dieser Urnennische bzw. Baumbestattungsfeld bestattete Person hin-weist, möglich.

(3) Auf den Grabstätten sind insbesondere nicht zulässig, Grabmale

a) aus schwarzem Kunststein oder aus Gips

b) mit in Zement aufgesetztem figürlichen oder ornamentalen Schmuck,

c) mit Farbanstrich auf Stein,

d) mit Kunstoffen in jeder Form,

e) mit Emaille oder Porzellan, Ausnahme vgl. Abs. 8,

f) aus Glas, es sei denn es handelt sich um abgerundetes, bruch- und splitter-festes Sicherheitsglas. Das gilt entsprechend für sonstige Grabausstattungen.

(4) Bei der Gestaltung und der Bearbeitung sind folgende Vorschriften einzuhalten:

a) Schriften, Ornamente und Symbole sind auf das Material, aus dem das Grab-mal besteht, werkgerecht abzustimmen. Sie müssen gut verteilt und dürfen nicht aufdring-lich groß sein. Unzulässig ist die Verwendung von Edelmetallen wie Gold und Silber.

b) Firmenbezeichnungen dürfen nur unauffällig und nicht auf der Vorderseite des Grabmals an-gebracht werden.

(5) Auf Grabstätten für Erdbestattungen sind stehende Grabmale bis zu folgenden Größen zulässig:

a) auf einstelligen Grabstätten bis zu 0,50 m² Ansichtsfläche;

b) auf zweistelligen Grabstätten bis zu 0,80 m² Ansichtsfläche;

c) auf Kindergräbern bis zu 0,40 m² Ansichtsfläche.

(6) Liegende Grabmalplatten auf Grabstätten für Erdbestattungen sind nur bis zu einer Ansichts-fläche von höchstens 0,60 qm, bei einfach tiefen Doppelgräbern bis höchstens 1,00 qm zulässig. Liegende Grabmalplatten auf Kindergräbern sind nur bis zu einer Ansichtsfläche von höchstens 0,30 qm zulässig.

(7) Auf Urnengrabstätten sind stehende Grabmale nur bis zu 0,40 m² Ansichtsfläche zulässig. Liegende Grabmalplatten dürfen die gesamte Grabfläche abdecken.

(8) Auf Grabmalen und Urnenwänden sind portraitartige Lichtbilder mit neutralem Hintergrund zulässig, die der Würde des Ortes entsprechen. Auf Grabmalen dürfen die Lichtbilder eine maximale Größe von 7 x 9 cm, auf den Verschlussplatten der Urnenwände eine maximale Größe von 5 x 7 cm haben. Die Abbildungen müssen eckig oder oval und hochkant sein. Zulässig sind eingebrannte Porzellanbilder mit Glasschutzschicht oder Emaillebilder, welche per Klebetechnik am Grabmal befestigt werden. Das Bildnis ist vor Anbringung am Grabmal vom Friedhofsamt genehmigen zu lassen.

(9) Die Verwendung von QR-Codes auf Grabmalen, Verschlussplatten von Urnenwänden und Grab-platten von Baumbestattungsfeldern ist zugelassen, sofern das Ziel des maschinenlesbaren Ver-weises Inhalte enthält, die mit der Würde des Ortes, der Toten und der Achtung der Persönlich-keitsrechte der Angehörigen und der Besucher vereinbar ist. Widerspricht der Inhalt den in Satz 1 genannten Maßgaben kann die Entfernung des QR-Codes angeordnet oder diese im Rahmen einer Ersatzvornahme durch die Gemeinde vorgenommen werden. Auf Grabmalen dürfen die QR-Codes eine maximale Größe von 8 x 8 cm, auf Verschluss- oder Grabplatten eine maximale Größe von 6 x 6 cm nicht überschreiten.

(10) Grabeinfassungen jeder Art sind nicht zulässig, da die Gemeinde die Grabzwischenwege in den einzelnen Grabfeldern mit Trittplatten belegt. Eine Ausnahme ergibt sich bei Urnenerdgräbern; hier werden aufgelegte Grabeinfassungen, welche die Trittplatten bis zu einer maximalen Höhe von 5 cm überragen, zugelassen. Eine Befestigung dieser Grabeinfassungen mittels eines Fun-daments ist nicht gestattet.

(11) Die Gemeinde kann unter Berücksichtigung der Gesamtgestaltung des Friedhofs und im Rah-men von Abs. 1 Ausnahmen von den Vorschriften der Abs. 2 - 9 und auch sonstige Grabaus-stattungen zulassen.

§ 16 – Genehmigungserfordernis

(1) Die Errichtung und jede Veränderung von Grabmalen bedarf der vorherigen schriftlichen Ge-nehmigung der Gemeinde. Ohne Genehmigung sind bis zur Dauer von zwei Jahren nach der Bestattung oder Beisetzung provisorische Grabmale als Holztafeln und Holzkreuze zulässig. Ohne oder entgegen der Genehmigung errichtete Grabmale und sonstige Grabausstattungen, die den materiellen Vorschriften der Friedhofsordnung widersprechen, sind vom Grabnutzungs-berechtigten bzw. Verfügungsberechtigten auf eigene Kosten zu beseitigen. Geschieht dies nach schriftlicher Aufforderung der Gemeinde Denkendorf nicht innerhalb einer jeweils festzusetzen-den, angemessenen Frist, so ist die Gemeinde Denkendorf berechtigt, nach Anhörung des Grabnutzungsberechtigten bzw. Verfügungsberechtigten Grabmale oder sonstige Grabausstat-tungen auf seine Kosten zu entfernen. Die Gemeinde Denkendorf bewahrt diese Gegenstände drei Monate auf. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so genügt ein sechswöchiger Hinweis auf der Grabstätte.

(2) Die Beschriftung der Verschlussplatte der Urnenwand sowie die Beschriftung der Grabplatte des Baumbestattungsfeldes bedürfen ebenfalls der vorherigen Genehmigung der Gemeinde. Eine provisorische Beschriftung oder Kennzeichnung der Verschluss- bzw. Grabplatte ist nicht gestattet.

(3) Dem Antrag ist die Zeichnung über den Entwurf des Grabmals im Maßstab 1:10 oder der Ver-schlussplatte der Urnenwand bzw. der Grabplatte des Baumbestattungsfeldes zweifach beizufü-gen. Dabei ist das zu verwendende Material, seine Bearbeitung, der Inhalt und die Anordnung der Schrift, der Ornamente und der Symbole sowie die Fundamentierung anzugeben. Soweit erforderlich, kann die Gemeinde Zeichnungen der Schrift, der Ornamente und der Symbole im Maßstab 1:1 unter Angabe des Materials, seiner Bearbeitung und der Form verlangen. In besonderen Fällen kann die Vorlage eines Modells oder das Aufstellen einer Attrappe auf der Grabstätte verlangt werden.

(4) Die Errichtung und jede Veränderung aller sonstigen Grabausstattungen bedarf ebenfalls der vorherigen schriftlichen Genehmigung der Gemeinde. Abs. 3 gilt entsprechend.

(5) Die Genehmigung erlischt, wenn das Grabmal oder die sonstige Grabausstattung nicht innerhalb von zwei Jahren nach Erteilung der Genehmigung errichtet worden ist.

§ 17 – Standsicherheit

(1) Grabmale und sonstige Grabausstattungen müssen standsicher sein. Sie sind ihrer Größe ent-sprechend nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks so zu fundamentieren und zu befestigen, dass sie dauernd standsicher und auch beim Öffnen benachbarter Gräber nicht umstürzen oder sich neigen können. Steingrabmale müssen aus einem Stück hergestellt sein und folgende Mindeststärken nicht unterschreiten:

Stehende Grabmale bis 1,20 m Höhe: 14 cm bis 1,40 m Höhe: 16 cm ab 1,40 m Höhe: 18 cm Ausnahmen können von der Gemeinde zugelassen werden, wenn die Standsicherheit gewähr-leistet ist. Die Verfügungs- und Nutzungsberechtigten von Grabstellen haften für Schäden, die durch Um-fallen des eigenen Grabsteins an Personen oder Sachen entstehen. Grabmale dürfen nur von fachkundigen Personen (i.d.R. Bildhauer, Steinmetz) errichtet werden.

§ 18 – Unterhaltung

(1) Die Grabmale und die sonstigen Grabausstattungen sind dauernd in würdigem und verkehrs-sicherem Zustand zu halten und entsprechend zu überprüfen. Verantwortlich dafür ist bei Reihengrabstätten und Urnenreihengrabstätten der Verfügungsberechtigte, bei Wahlgrabstätten und Urnenwahlgrabstätten der Nutzungsberechtigte. (2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen und sonstigen Grabausstattungen gefährdet, so sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzug kann die Gemeinde auf Kosten des Verantwortlichen Sicherungsmaßnahmen (z.B. Umlegung von Grabmalen, Absperrungen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Gemeinde nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemes-senen Frist beseitigt, so ist die Gemeinde berechtigt, dies auf Kosten des Verantwortlichen zu tun oder nach dessen Anhörung das Grabmal oder die sonstige Grabausstattung zu entfernen. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so genügt ein sechswöchiger Hinweis auf der Grabstätte. Die Verantwortlichen sind für jeden Schaden haftbar, der durch nicht verkehrssichere Grabmale oder sonstige Grabausstattung verursacht wird.

§ 19 – Entfernung

(1) Grabmale und sonstige Grabausstattungen dürfen ab 5 Jahre vor Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts nur mit vorheriger Zustimmung der Gemeinde von der Grabstätte entfernt wer-den.

(2) Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechts sind die Grabmale und die sonstigen Grab-ausstattungen zu entfernen. Wird diese Verpflichtung trotz schriftlicher Aufforderung der Ge-meinde innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist nicht erfüllt, so kann die Gemeinde die Grabmale und die sonstigen Grabausstattungen im Wege der Ersatzvornahme nach dem Landesverwaltungsvollstreckungsgesetz selbst entfernen; § 18 Abs. 2 Satz 4 ist entsprechend anwendbar. Der Gemeinde obliegt keine Aufbewahrungsfrist.

(3) Verfügungs- und Nutzungsberechtigte bedürfen für die Tätigkeit des Abräumens einer Grabstät-te nach Ablauf der Ruhezeit, eine vorherige Zulassung durch die Gemeinde. Die Zulassung erfolgt durch Ausstellung eines Berechtigungsscheins. Die Friedhofsordnung und die dazu ergangenen Regelungen sind zu beachten. Die Friedhofswege dürfen nur zur Ausübung der genehmigten Tätigkeit mit geeigneten Fahrzeugen befahren werden.

(4) Das Abräumen der Urnenwände, der Urnengemeinschaftsfelder und des Rasengrabfeldes nach Ablauf der Ruhezeit obliegt der Gemeinde. Die Verschluss- bzw. Grabplatten und Beschriftungs-tafeln werden den Verfügungsberechtigten auf Wunsch ausgehändigt.

VI. Herrichten und Pflege der Grabstätten

§ 20 – Allgemeines

(1) Alle Grabstätten müssen der Würde des Ortes entsprechend hergerichtet und dauernd gepflegt werden.

(2) Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Grabstätten zu entfernen. Alle auf dem Friedhof anfallenden Abfälle sind über die zur Verfügung gestellten Behältnisse, getrennt nach Abfallart, einer geregelten Entsorgung zuzuführen.

(3) Die Grabbeete dürfen nicht höher als die Plattenbeläge zwischen den Gräbern sein. Die Grab-stätten dürfen nur mit für Grabpflanzung geeigneten niedrigwachsenden Zier-, Laub- und Nadel-gehölzen bepflanzt werden, die andere Grabstätten und die öffentliche Anlagen nicht beeinträch-tigen. Künstlich hergestellte Pflanzen in jeder Form sind nicht zulässig. Die Bepflanzung darf über das Grabbeet nicht hinauswachsen. Einzelne Pflanzen dürfen nicht höher als 1 Meter und nicht breiter als 1 Meter sein.

(4) Für das Herrichten und die Pflege der Grabstätte hat der nach § 18 Abs. 1 Verantwortliche zu sorgen. Die Verpflichtung erlischt erst mit dem Ablauf der Ruhezeit bzw. des Nutzungsrechts.

(5) Die Grabstätten müssen innerhalb von 6 Monaten nach der Belegung hergerichtet sein.

(6) Die Grabstätten sind nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes abzuräumen.

§ 19 Abs. 2 Satz 2 und 3 gilt entsprechend.

(7) Das Herrichten, die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen außerhalb der Grabstätten obliegt ausschließlich der Gemeinde. Verfügungs- bzw. Nutzungsberechtigte sowie die Grabpflege tatsächlich vornehmenden Personen sind nicht berechtigt, diese Anlagen der Gemeinde zu verändern.

§ 21 – Vernachlässigung der Grabpflege

(1) Wird eine Grabstätte nicht hergerichtet oder gepflegt, so hat der Verantwortliche (§ 18 Abs. 1) auf schriftliche Aufforderung der Gemeinde die Grabstätte innerhalb einer jeweils festgesetzten angemessenen Frist in Ordnung zu bringen. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so genügt ein dreimonatiger Hinweis auf der Grabstätte. Wird die Aufforde-rung nicht befolgt, so können Reihengrabstätten und Urnenreihengrabstätten von der Gemeinde abgeräumt, eingeebnet und eingesät werden. Bei Wahlgrabstätten und Urnenwahlgrabstätten kann die Gemeinde in diesem Fall die Grabstätte im Wege der Ersatzvornahme nach dem Lan-desverwaltungsvollstreckungsgesetz in Ordnung bringen lassen oder das Nutzungsrecht ohne Ent-schädigung entziehen. In dem Entziehungsbescheid ist der Nutzungsberechtigte aufzufordern, das Grabmal und die sonstigen Grabausstattungen innerhalb von drei Monaten nach Unanfechtbarkeit des Entziehungsbescheides zu entfernen.

(2) Bei ordnungswidrigem Grabschmuck gilt Abs. 1 Satz 1 entsprechend. Wird die Aufforderung nicht befolgt oder ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, so kann die Gemeinde den Grabschmuck entfernen. Sie ist zu seiner Aufbewahrung nicht verpflich-tet.

(3) Zwangsmaßnahmen nach Absatz 1 und 2 sind dem Verantwortlichen vorher anzudrohen.

VII. Benutzung der Leichenhalle

§ 22 – Benutzung der Leichenhalle

(1) Die Leichenhalle dient der Aufnahme der Leichen bis zur Bestattung. Sie darf nur in Begleitung eines Angehörigen des Friedhofspersonals oder mit Zustimmung der Gemeinde betreten werden.

(2) Sofern keine gesundheitlichen oder sonstigen Bedenken bestehen, können die Angehörigen den Verstorbenen während der festgesetzten Zeiten sehen.

VIII. Haftung, Ordnungswidrigkeiten

§ 23 – Obhuts- und Überwachungspflicht, Haftung

(1) Der Gemeinde obliegen keine über die Verkehrssicherungspflicht hinausgehenden Obhuts- und Überwachungspflichten. Die Gemeinde haftet nicht für Schäden, die durch nichtsatzungsgemä-ße Benutzung des Friedhofs, seiner Anlagen und Einrichtungen, durch dritte Personen oder durch Tiere entstehen. Im Übrigen haftet die Gemeinde nur bei Vorsatz und grober Fahrlässig-keit. Die Vorschriften über Amtshaftung bleiben unberührt.

(2) Verfügungsberechtigte und Nutzungsberechtigte haften für die schuldhaft verursachten Schä-den, die infolge einer unsachgemäßen oder den Vorschriften der Friedhofssatzung widerspre-chenden Benutzung oder eines mangelhaften Zustands der Grabstätten entstehen. Sie haben die Gemeinde von Ersatzansprüchen Dritter freizustellen, die wegen solcher Schäden geltend ge-macht werden. Gehen derartige Schäden auf mehrere Verfügungsberechtigte oder Nutzungsbe-rechtigte zurück, so haften diese als Gesamtschuldner.

(3) Absatz 2 findet sinngemäß Anwendung auf die nach § 4 zugelassenen Gewerbetreibenden, auch für deren Bedienstete.

§ 24 – Ordnungswidrigkeiten

(1) Ordnungswidrig im Sinne von § 49 Abs. 3 Nr. 2 des Bestattungsgesetzes handelt, wer vor-sätzlich oder fahrlässig

  1. 1. den Friedhof entgegen der Vorschrift des § 2 betritt;
  1. 2. entgegen § 3 Abs. 1 und 2

a) sich auf dem Friedhof nicht der Würde des Ortes entsprechend verhält oder die Weisungen des Friedhofspersonals nicht befolgt,

b) die Wege mit Fahrzeugen aller Art befährt,

c) während einer Bestattung oder einer Gedenkfeier in der Nähe Arbeiten ausführt,

d) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen verunreinigt oder beschädigt sowie Ra-senflächen und Grabstätten unberechtigterweise betritt,

e) Tiere mitbringt, ausgenommen Blindenhunde,

f) Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen ablagert,

g) Waren und gewerbliche Dienste anbietet,

h) Druckschriften verteilt.

  1. 3. eine gewerbliche Tätigkeit auf dem Friedhof ohne Zulassung ausübt (§ 4 Abs. 1) oder gegen die Vorschriften des § 4 Abs. 3 und 4 verstößt;
  1. 4. als Verfügungs- oder Nutzungsberechtigter oder als Gewerbetreibender Grabmale und sonstige Grabausstattungen ohne oder abweichend von der Genehmigung errichtet; verändert (§ 16 Abs. 1 und 4) oder entfernt (§ 19 Abs. 1);
  1. 5. Grabmale und sonstige Grabausstattungen nicht in verkehrssicherem Zustand hält (§ 18 Abs. 1).

IX. Bestattungsgebühren § 25 Gebühren

(1) Für die Benutzung der gemeindlichen Bestattungseinrichtungen und für Amtshandlungen auf dem Gebiet des Friedhofs- und Bestattungswesens werden Gebühren nach der jeweils geltenden Bestattungsgebührenordnung erhoben.

X. Übergangs- und Schlussvorschriften

§ 26 – Alte Rechte

(1) Bei Grabstätten, über welche die Gemeinde bei Inkrafttreten dieser Friedhofsordnung be-reits verfügt hat, richten sich die Nutzungsrechte an Wahlgräbern und die Gestaltung nach den bisherigen Vorschriften.

§ 27 – Inkrafttreten

(1) Diese Satzung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Fried-hofsordnung vom 12.12.2022 außer Kraft.

Hinweis nach § 4 Abs. 4 GemO

Eine etwaige Verletzung von Verfahrens- oder Formvorschriften der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg (GemO) oder von aufgrund der GemO beim Zustandekommen dieser Satzung wird nach § 4 Abs. 4 Gemo unbeachtlich, wenn sie nicht schriftlich oder elektronisch innerhalb eines Jahres seit der Bekanntmachung dieser Satzung gegenüber der Stadt/Gemeinde geltend gemacht worden ist; der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist zu bezeichnen. Dies gilt nicht, wenn die Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzung, die Genehmigung oder die Bekanntma-chung der Satzung verletzt worden sind. Die Satzung wird hiermit öffentlich bekanntgegeben.

73770 Denkendorf, den 15.12.2025

gez.

Barth Bürgermeister

🧮 Interaktiver Kosten-Baukasten: Was kostet eine Bestattung in Denkendorf?

Da jede Satzung andere Positionen enthält, können Sie hier die amtlichen Gebühren von Denkendorf mit Ihren persönlichen Wünschen kombinieren. Alle Häkchen und Euro-Beträge sind frei anpassbar!

Info zu Marktrichtwerten (PLZ-Region 73xxx) ↗
1. Gewünschte Grabart in Denkendorf anklicken (übernimmt den Satzungspreis):
2. Kostenpositionen prüfen, an-/abhaken oder eigene Angebote eintragen:
1. Grabnutzungsgebühr (🏺 Urnenreihengrab)* 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für das Nutzungsrecht an der Grabstelle in Denkendorf
ℹ️ * Bedingung laut Satzung: Auswärtige: +100% Zuschlag auf Grabnutzungsgebühr (§ 5 Abs. 3 GebS)
€
2. Beisetzung / Grabaushub (Öffnen & Schließen)* 🟢 Laut Satzung
Satzungswert: 676 € (Urne) bzw. 1.154 € (Sarg)
ℹ️ * Bedingung laut Satzung: Inkl. Bestattungsaufsicht u. Herstellen des Grabes; Sa/So/Feiertage +25%
€
3. Trauerhalle / Feierhalle / Leichenhalle* 🟢 Laut Satzung
Amtliche Gebühr für die Nutzung der Trauer-/Leichenhalle in Denkendorf (Bei stiller Beisetzung ohne Halle einfach Häkchen entfernen)
ℹ️ * Bedingung laut Satzung: Sa/So/Feiertage +25% (§ 5 Abs. 2 GebS)
€
4. Kommunale Friedhofsunterhaltungs- / Pflegegebühr (falls erhoben) 🔶 Optional laut Satzung
Manche Gemeinden (z. B. über einen eigenen § für Friedhofsunterhalt) erheben zusätzlich 5–15 € pro Ruhezeitjahr für Wasser/Müll/Wegepflege.
€
5. Bestatter, Sarg/Urne, Versorgung, Überführung & Krematorium 📊 Richtwert PLZ-Region 73xxx ↗
Regionaler Marktrichtwert für Bestatterleistungen (oder eigenen Kostenvoranschlag eintragen):
€
6. Ärztliche Leichenschau (GOÄ Ziff. 101) & Sterbeurkunden ⚖️ Gebührenordnung (GOÄ)
Totenschein (165,77 € Festbetrag + Wegegeld), Sterbeurkunden & ggf. 2. Leichenschau im Krematorium
€
Optionale Zusatz- & Folgekosten (bei Bedarf anhaken):
7. Steinmetz: Grabstein, Einfassung & Inschrift 🔶 Optionaler Richtwert
Entfällt bei anonymen Grabfeldern oder pflegefreien Rasen-/Baumgräbern ohne eigenes Denkmal.
€
8. Trauerkranz, Blumenschmuck, Trauerredner & Bewirtung 🔶 Optionaler Richtwert
Je nach Gästeanzahl beim anschließenden Trauerkaffee und gewünschtem Blumenschmuck.
€
9. Nachlass: 3 Monate Mietfortzahlung (§ 564 BGB) & Wohnungsauflösung 🏠 Häufig übersehen
Ein Mietvertrag endet nicht mit dem Tod: Erben haften für die 3-monatige Kündigungsfrist (§ 573c BGB) sowie Räumung.
€
Ihre persönliche Kalkulation für Denkendorf:
Friedhofsgebühren: 0 €  +  Bestatter, GOÄ & Extras: 0 €
Berechneter Gesamtrahmen:
0 €